DE56293C - Verfahren zur Darstellung rother basischer Farbstoffe aus FluoresceTn - Google Patents

Verfahren zur Darstellung rother basischer Farbstoffe aus FluoresceTn

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DE56293C
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Germany
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fluorescetn
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fluorescein
red basic
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DENDAT56293D
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LEOPOLD CASSELLA & Co. in Frankfurt a. M.
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/24Phthaleins containing amino groups ; Phthalanes; Fluoranes; Phthalides; Rhodamine dyes; Phthaleins having heterocyclic aryl rings; Lactone or lactame forms of triarylmethane dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Einwirkung von Aminen auf Fluorescein ist nach der Natur des verwendeten Amins eine chemisch durchaus verschiedene. '
Ammoniak (Ber. d. d. ehem. Ges., XXI, S. 3376) erzeugt ein Imid; das primäre Rhodamin entsteht nicht.
Anilin (Ber. d. österr. Ges. z. Förderg, d. eh. Ind., 1881, S. 73) wirkt angeblich unter Bildung eines gelbrothen alkalilöslichen Körpers ein, der keine basischen Eigenschaften besitzt und dessen Lösungen keine Fluorescenz mehr zeigen.
Ganz anders verläuft die Reaction mit Dimethylamin. Hier werden successive die Hydroxylgruppen gegen Dimethylaminreste ausgetauscht. Das erste Product der Einwirkung ist ein Körper, der gleichzeitig Base und Phenol ist und der Dimethyl-Rhodaminol genannt werden soll. Es unterscheidet sich durch seine basische Natur (das Chlorhydrat ist in Alkohol leicht löslich), seine reine rothe Farbe und charakteristische gelbe Fluorescenz bedeutend von dem oben erwähnten Anilinderivat; auch läfst es sich im Gegensatz zu diesem auf tannirter Baumwolle fixiren. Rhodaminol entsteht wesentlich beim Erhitzen von Fluorescein (am besten in alkalischer Lösung) mitDimethylamin auf 140 bis 160 ° C. Jedoch ist bei dieser Temperatur die Umwandlung des Fluoresce'ins keine vollständige. Erhitzt man höher bis i8o° C, so verschwindet das Fluorescein; neben Rhodaminol ist dann bereits ein rein basischer Körper entstanden, der identisch ist mit dem Tetramethyl-Rhodamin des Patentes Nr. 44002. Erhitzt man noch weiter bis circa 2io° C, so ist neben wenig Rhodaminol viel Rhodamin gebildet, jedoch entsteht als Nebenproduet ein schwach basischer Körper, dessen Salze mit der Farbe und Fluorescenz des Rhodamins in Alkohol löslich sind. Beim Erhitzen auf höhere Temperaturen, z. B. 2300 C, tritt weitergehende Zersetzung ein.
Arbeitet man statt in alkoholischer in wässeriger Lösung, so mufs man zur Erzielung des gleichen Resultats etwas höhere Temperaturen anwenden.
Die Trennung der resultirenden Körper ergiebt sich aus der Natur derselben.
Beispiel. 33 kg Fluorescein werden in 150 1 Alkohol und 30 1 einer 40- (Vol.) procentigen wässerigen Lösung von Dimethylamin circa 12 Stunden auf 175 bis i8o° C. im Autoclaven erhitzt. Die Reactionsmasse wird mit 100 1 Wasser verdünnt, und es werden 8 kg Natronhydrat hinzugegeben. Nach dem Abdestilliren des unangegriffenen Dimethylamine wird die Lösung bei 70 bis 8o° C. mit 50 kg 5oprocentiger Essigsäure versetzt. Es fällt ein rother Niederschlag von freiem Rhodaminol. Dasselbe wird durch wiederholtes Lösen in Potasche und Ausfallen mit Kochsalz in Form seines leicht löslichen Salzes rein erhalten. Das essigsaure Filtrat wird heifs mit Salzsäure und Kochsalz versetzt, wobei sich Kristalle von salzsaurem Tetramethyl-Rhodamin abscheiden.
Statt die alkalische Flüssigkeit mit Essigsäure anzusäuern, kann man dieselbe auch mit Aether oder Benzol extrahiren; die Base des Rho-
damins wird von diesen Lösungsmitteln aufgenommen.
Das gleiche Verhalten wie Fluorescein zeigt der Fluoresce'inmethyl- bezw. -äthyläther; durch Elimination der Methoxylgruppe entsteht unter denselben Bedingungen wie beim Fluorescein selbst Rhodaminol und Rhodamin.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung eines rothen basischen Phtaleinfarbstoffes (Dimethyl-Rhodaminol) und von Tetramethyl-Rhodamin durch Erhitzen von Fluorescein bezw. Fluoresceünmethyl- oder -äthyläther mit Dimethylamin auf Temperaturen von 140 bis 220°.C.
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