DE56203C - Kühlrohrleitung mit einfachen Röhren zur directen Verdampfung von Ammoniak in Kühlräumen - Google Patents
Kühlrohrleitung mit einfachen Röhren zur directen Verdampfung von Ammoniak in KühlräumenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F25B—REFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
- F25B39/00—Evaporators; Condensers
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- F25B49/00—Arrangement or mounting of control or safety devices
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- F25B9/00—Compression machines, plants or systems, in which the refrigerant is air or other gas of low boiling point
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Um ohne Gefahr mit einfachen Rohrleitungen in Kühlräumen Ammoniak zur Verdampfung
bringen zu können, werden folgende Einrichtungen getroffen:
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 einen Horizontalschnitt
durch die Rohrleitung, sowie in Fig. 2 ein Schema.
Es sind α die Verdampferrohre im Kühlraum,
b die Muffen zur, Verbindung der Verdampferrohre mit einander. Letztere bestehen
aus einer inneren und einer äufseren Muffe b b1;
beiden werden mittelst Blei C von dreieckigem Querschnitt abgedichtet, und zwar in der Weise,
dafs dasselbe beim Anziehen der Muffe nicht entweichen kann. Es wird so lange zusammengeprefst,
bis die Muffe fest auf dem Rohrflantsch liegt. In solcher Weise ist es unmöglich
gemacht, dafs das Blei später durch äufsere Einflüsse nachgeben kann. Um nun im Falle eines Undichtwerdens der inneren
Muffe das Ausströmen der Gase in den Kühlraum zu verhindern, werden sämmtliche Muffen
der Rohrleitung a mit einander durch dünne Röhren f verbunden. Diese Röhren vereinigen
sich zuletzt in einem einzigen Rohr/1, welches in Verbindung mit einem Windkessel
/ steht. In diesem Windkessel / wird nun mittelst einer Luftpumpe Luft bis auf
5 Atmosphären comprimirt. Der Druck verpflanzt sich durch das Rohr f1 nach den Röhren f,
die in die Muffen ausmünden. Durch diesen Luftdruck wird es den Gasen unmöglich, nach
aufsen zu entweichen, da der Saugdruck des Ammoniaks nur 2,5 Atmosphären beträgt. Bei
einer Undichtheit wird die Folge sein, dafs die Luft bei den undichten Stellen durch die innere
Muffe in das Verdampferrohr <z dringt.
Der Nachtheil, dafs man bei undichten Stellen Luft in die Leitung bekommen würde, was
die Kühlwirkung herabmindert, wird reichlich durch den Vortheil aufgewogen, dafs die Gase
auf keinen Fall die Luft in den Kühlräumen verunreinigen kann. Aufserdetn können die
geringen Luftquantitäten leicht art der höchsten Stelle der Leitung entfernt werden.
Statt Luft einzupressen, kann auch jedes andere unschädliche Gas oder Flüssigkeit verwendet
werden.
Um jeden Kühlraum nach Belieben in und aufser Betrieb setzen zu können, ist man gezwungen,
hierzu Ventile anzuwenden. Da dieselben aber sehr schwer dauernd dicht zu halten
sind, werden sämmtliche Ventile der Kühlräume in einem Centralraum angebracht, wo
die event. Ausströmung der Gase stattfinden kann, ohne Schaden zu verursachen.
In diesem Raum werden nun zwei Sammelstücke g und g1 angebracht, g1 zur Vertheilung
der Ammoniakflüssigkeit und g zur Rückführung der Gase. Die Sammelstücke g und g1 stehen
durch Rohrleitungen einerseits mit dem Compressor, andererseits mit dem Condensator in
Verbindung. Ihre Gröfsenverhältnisse können so gewählt werden, dafs sie als Windkessel
dienen können, theils um einen Druckausgleich zu erreichen, wenn verschiedene Kühlräume
abgestellt sind, theils um Stöfse in den Hauptrohrleitungen zu vermeiden. Auf den Sammel-
stücken sind je nach der Anzahl der Kühlräume Ventile c und c1 angebracht, die das
Abschliefsen der Kühlräume bewerkstelligen.
Dieselben sind so construirt, dafs sie sowohl mit Hand, als auch mittelst comprimirter Luft
zu schliefsen sind. Letztere Wirkungsweise ist folgende.
Es können zwei Fälle eintreten, in welchen die in den Kühlräumen befindlichen Schlangenrohre
Gefahr bringen können. Der erste Fall, nämlich das Undichtwerden der Muffen, ist
oben beschrieben. Der andere Fall ist der, dafs die Schlangenrohre im Laufe der Jahre
durch Rost event, ihre Widerstandsfähigkeit verlieren können; ein Rifs oder ein Loch würde
die Folge sein. Es ist allerdings kaum anzunehmen, dafs ein solcher Fall eintreten wird,
da die Rohre mit zehnfacher Sicherheit geprüft sind; sollte es aber vorkommen, so wird das
entstehende Loch so unbedeutend sein, dafs nur ein langsames Ausströmen der Gase möglich
ist, da eine Explosion der Rohre von vornherein ausgeschlossen ist, weil bedeutende
Drucksteigerungen niemals vorkommen können.
Um aber auch in diesem Falle die Leitung vom Kühlraum aus aufser Betrieb setzen und
entleeren zu können, erhält die in jedem Kühlraum befindliche Hauptleitung f1, die immer
mit comprimirter Luft von 5 Atmosphären gefüllt ist (Druckverluste werden event, mittelst
Luftpumpe von Zeit zu Zeit ersetzt), einen Hahn h, von welchem eine Rohrleitung f2
nach den beiden Ventilen c und c1 führt. Sobald Geruch wahrnehmbar wird, dreht man
den Hahn h auf, die Luft strömt nach den Ventilen c und cl und schliefst sie sofort.
Nachdem dieses geschehen, öffnet man in dem Räume, wo die Sammelstücke angebracht sind,
den Hahn k. Derselbe steht mit dem Innern der Verdampferröhre in Verbindung. Die Gase
werden also durch das Rohr f3, welches ins Freie führt, ausströmen, und die ganze Leitung
ist in kurzer Zeit entleert. Man öffnet nun den Hahn i, welcher wiederum mit dem Innern
der Verdampferröhre in Verbindung steht, die comprimirte Luft strömt durch denselben und
reifst jede Spur von Ammoniakgas mit sich. Ehe man zur .Reparatur schreitet, dreht man
zur äufsersten Vorsicht mittelst Handrades die beiden bereits geschlossenen Ventile c und c1 zu.
Durch die beschriebene Einrichtung ist man im Stande, in sehr kurzer Zeit die ganze Leitung
in dem betreffenden Kühlraum von Gasen zu befreien; es kann also auf keinen Fall irgend
eine Gefahr entstehen.
Es kann auch so eingerichtet werden, dafs man durch Oeffnen des Hahnes h mittelst der
Luft auf einmal sowohl die beiden Ventile c und c1 schliefsen, als auch den Hahn k öffnen
kann. Die Entleerung der Leitung wird dann noch schneller von statten gehen.
Claims (3)
- Pa te nt-An sp rüche:Kühlvorrichtung mit einfachen Röhren zur directen Verdampfung von Ammoniak in Kühlräumen, bei welcherι. durch die Anordnung der Doppelmuffen b bl und der Bleidichtung C an Flantschen der Röhren α eine vollständige Dichtung erzielt wird;
- 2. durch das Einpressen von Luft, Gas oder Flüssigkeit (mit höherem Druck, als in der■ Ammoniakleitung vorhanden) in den durch die Muffen b bY gebildeten Zwischenraum ein Austreten von Ammoniakgas verhindert wird;
- 3. zur Vertheilung der Ammoniakflüssigkeit und zur Rückführung der Gase, die einerseits mit dem Compressor, andererseits mit dem Condensator verbundenen Sammelstücke g gl angeordnet werden, deren Ventile c cl bei einem Bruch der Verdampferrohre α unter gleichzeitigem Oeffnen des Hahnes h der Hauptleitung durch die comprimirte Luft derselben geschlossen werden, worauf nach Oeffnen des Hahnes k und i die Luft durch die Verdampferröhre strömt und das dort befindliche Ammoniakgas mitr ! reifst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56203C true DE56203C (de) |
Family
ID=330678
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56203D Expired - Lifetime DE56203C (de) | Kühlrohrleitung mit einfachen Röhren zur directen Verdampfung von Ammoniak in Kühlräumen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56203C (de) |
-
0
- DE DENDAT56203D patent/DE56203C/de not_active Expired - Lifetime
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