DE561133C - Bildsamer Werkstoff fuer Verschlusskappen von Gefaessen, bestehend aus mehreren Faserstoffbahnen - Google Patents

Bildsamer Werkstoff fuer Verschlusskappen von Gefaessen, bestehend aus mehreren Faserstoffbahnen

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DE561133C
DE561133C DEL70079D DEL0070079D DE561133C DE 561133 C DE561133 C DE 561133C DE L70079 D DEL70079 D DE L70079D DE L0070079 D DEL0070079 D DE L0070079D DE 561133 C DE561133 C DE 561133C
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vessels
resin
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fibrous webs
mixture
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DEL70079D
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LAKEWEST CORP
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31DMAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER, NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B31B OR B31C
    • B31D1/00Multiple-step processes for making flat articles ; Making flat articles
    • B31D1/0043Multiple-step processes for making flat articles ; Making flat articles the articles being box parts not otherwise provided for

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  • Sealing Material Composition (AREA)

Description

  • Bildsamer Werkstoff für Verschlußkappen von Gefäßen, bestehend aus mehreren Faserstoffbahnen Die Erfindung betrifft einen vervollkommenten Werkstoff für bildsame Verschlußkappen von Gefäßen, z. B. Milchflaschen.
  • Bildsame Verschlußkappen für Milchflaschen und andere Gefäße werden im erhitzten und deshalb erweichten Zustand angebracht. Bei der Anbringung werden sie aufgeweitet und über Kopf und Hals des Gefäßes geschrumpft; dabei sollen keine inneren Spannungen in dem Kappenstoff auftreten, so daß sich die Kappe, wenn sie in der Verschlußsteliung abgekühlt wird, an das Gefäß anschmiegt und nicht von ihm abspringt. Die Erfindung fußt auf der bekannten Verwendung eines .Werkstoffes aus mehreren Faserstoffbalinen, z. B. mit Falten versehenem Papier, die mit einem aus Harz und mineralischen Füllstoffen bestehenden Gemisch als Bindemittel miteinander vereinigt sind, und kennzeichnet sich wesentlich dadurch, daß das Bindemittel Pfeifenton als Füllstoff enthält.
  • Die Herstellung von Überzug- bzw. Bindemitteln aus harzigen und erdigen Stoffen, z. B. Ton, war bekannt, ebenso die Verwendung von Gips (Calciutnsulfat) oder Kieselerde. Gegenüber gewöhnlichem Ton ist der Pfeifenton jedoch ein Ton, der sich durch besondere Reinheit. Plastizität und Fettigkeit auszeichnet. Daraus ergibt sich, daß der Pfeifenton als Füllstoff bei der Herstellung eines Werkstoffes für bildsame Verschlußkappen von Gefäßen besonders geeignet ist. Der Pfeifenton soll, bevor er in der an sich bekannten Weise als Füllstoff für ein Harz zum Tränken eines Faserstoffes für die Verschlußkappen benutzt wird, entwässert werden, indem er auf ungefähr igi ° C erhitzt wird. Diese Erhitzung erfolgt, damit sich der Pfeifenton mit dem Harz gut vermischt. Der Ton wird also hierbei nicht totgebrannt. Infolgedessen verliert der Pfeifenton seine bildsame Eigenschaft nicht völlig. Wird er später wieder mit Wasser zusammengebracht, so erhöht er seine Bildsamkeit wieder und gewinnt schließlich seinen ursprünglichen Zustand zurück. Der Werkstoff kann aus der umgebenden Atmosphäre hinreichend Feuchtigkeit aufnehmen, so daß der Pfeifenton und somit der Werkstoff im ganzen seine Bildsamkeit mindestens beibehält, in Wirklichkeit sogar erhöht. Somit stellt die Mischung aus Harz und Pfeifenton ein besonders geeignetes Mittel zum Herstellen von Verschlußkappen dar, wobei das Gemisch mit Blättern aus Faserstoff, z. B. mit Falten versehenem Papier, vereinigt wird. Man wird solche Werkstoffe nicht in einem heißen und trocknen Raum aufbewahren. Die Erfindung ist in erster Linie zum Verschließen von Gefäßen für Lebensmittel, z. B. Milch, bestimmt. Die Atmosphäre in den Räumen, wo derartige Lebensmittel behandelt, abgefüllt und für den Versand zurechtgemacht werden, ist immer feucht. Der Werkstoff gemäß der Erfindung bleibt also bildsam. Zum Aufbringen auf die Gefäße brauchen dann nur die Verschlußscheiben noch erwärmt zu werden, so daß man den Stoff zu einer die Gefäßmündung luftdicht und .fest umhüllenden Kappe umformen kann.
  • Der Werkstoff gemäß der Erfindung besitzt außerdem den wesentlichen Vorteil, daß der Zusatz von Pfeifenton eine helle Farbe des Kappenstoffes hervorruft. Gerade für Verschlüsse von Lebensmittelgefäßen ist <las sehr erwünscht, da die an sich schmutzig wirkende Farbe des Harzzusatzes gemildert oder sogar beseitigt wird.
  • Gips und Kieselerde, die man für den Zweck vorgeschlagen hat, würden allerdings beim Aufbewahren des Werkstoffes für die Verschlußkappen in einem feuchten Raum Wasser aus der Atmosphäre aufnehmen können. Das hätte aber beim Gips zur Folge, daß die einzelnen Gipsteilchen mit der Zeit zu einem starren Ganzen zusammenbacken. Die Bildsamkeit würde also allmählich vollständig verschwinden. Werden die Verschlußkappen aus solchem Werkstoff dann gewaltsam auf die Gefäße aufgesetzt, so entstehen in der Kappe Oberflächenrisse, die unter Umständen ganz durchgehen und die Dichtigkeit des Verschlusses zerstören. Wird anderseits Kieselerde zugesetzt, so hat diese überhaupt keinen Einfluß auf die Bildsamkeit des Kappenstoffes. Die Kieselerde besteht wesentlich aus starren Kristallen, die nicht plastisch sind. Der Zusatz von Kieselerde zu dem Harz dient also lediglich der Verbilligung des Erzeugnisses, ohne daß die sonstigen Eigenschaften verbessert werden.
  • Der Zusatz von Pfeifenton zu dem für die Verschlußkappen verwendeten Harz ist demnach in dreifacher Hinsicht vorteilhaft. Der Werkstoff behält seine ursprüngliche Plastizität; er ist hellfarbig und billig.
  • Obwohl der Anteil an erdigen und harzigen Stoffen mehr oder weniger von den physikalischen Eigenschaften der ausgewählten Stoffe abhängen muß, wurde im Betriebe gefunden, daß bei der Anwendung von entwässertem Pfeifenton und geruchlos gemachtem Harz ungefähr 33°jo Gewichtsteile des ersten und 67°/o Gewichtsteile des zweiten Stoffs eine befriedigende Mischung für den vorliegenden Zweck ergeben.
  • Das benutzte Harz wird dadurch geruchlos gemacht, daß man es schmilzt und dann seine Temperatur auf etwa 177 ° C steigert, wobei ungefähr 2°]o Gewichtsteile von Natriumbisulfit langsam zugefügt und eingerührt werden. Die chemische Reaktion zwischen dem Natrium und dem Harz steigert die Temperatur des Harzes von ungefähr 177' C auf etwa igi ° C; daraus ergibt sich die Geruchlosmachung. Der entwässerte Pfeifenton und das geruchlos gemachte Harz werden vermischt, während die Temperatur der beiden Stoffe ungefähr igi ° C beträgt. Die Blätter des faserigen Stoffes werden teilweise mit der Mischung unter Hitze getränkt und völlig damit verfestigt.
  • Das bevorzugte Verfahren ist folgendes: Die Blätter aus faserigem Stoff werden zwischen Walzen durchgeleitet, die so eingestellt sind, daß sie die Blätter mit der bindenden Mischung speisen und völlig vereinigen, wenn sich die Mischung zwischen den Blättern befindet, um in den faserigen Stoff eingedrückt und völlig mit ihm vereinigt zu werden. Die Mischung wird in flüssiger Form und bei einer Temperatur von ungefähr 127 ° C zwischen die Blätter unmittelbar über den Vereinigungswalzen eingeführt. Dadurch, daß das Ganze von den Walzen abwärts und zwischen den Walzen hindurchgezogen wird, wird die Mischung in den faserigen Stoff eingezwängt, so daß sie ihn teilweise durchtränkt; der faserige Stoff und die Mischung werden so völlig miteinander vereinigt. Nach dem Durchlauf durch die Vereinigungswalzen läßt man den bildsamen Stoff sich in der umgebenden Atmosphäre- abkühlen.
  • Die aus diesem bildsamen Stoff in Scheibenform hergestellten Verschlußkappen werden hinreichend erhitzt, um formbar zu sein, und so erhitzt auf die Gefäße aufgebracht, ebenso wie es mit den bisher. bekannten bildsamen Kappenverschlüssen gemacht wurde.
  • Die weiße Farbe des Pfeifentons verhütet, daß der dunkle Ton des Harzes durch die äußeren Blätter aus faserigem Stoff hindurchscheint, so daß die Farbe des bildsamen Stoffes wesentlich dieselbe ist, wie die des faserigen Stoffes. Die Farbe kann bei verschiedenen Lieferungen des bildsamen Stoffes verändert werden, falls gewünscht - wird, durch die Farbe das Maß des Gefäßinhalts usw. anzudeuten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bildsamer Werkstoff für Verschlußkappen von Gefäßen, bestehend aus mehreren Faseestoffbahnen, z. B. mit Falten versehenem Papier, die mit einem aus Harz und mineralischen Füllstoffen bestehenden Gemisch als Bindemittel miteinander vereinigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel Pfeifenton als Füllstoff enthält.
  2. 2. Werkstoff nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel aus geruchlos gemachtem Harz und entwässertem Pfeifenton besteht.
DEL70079D 1927-11-02 1927-11-02 Bildsamer Werkstoff fuer Verschlusskappen von Gefaessen, bestehend aus mehreren Faserstoffbahnen Expired DE561133C (de)

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DE561133C true DE561133C (de) 1932-10-12

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