AT125686B - Werkstoff für Verschlußkappen und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents
Werkstoff für Verschlußkappen und Verfahren zu seiner Herstellung.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Werkstoff für Verschlusskappen und Verfahren zu seiner Herstellung. Die Erfindung betrifft einen Werkstoff für bildsame Verschlusskappen von Gefässen, z. B. Milchflaschen, u. zw. für solche Verschlusskappen, die durch Erhitzen erweicht und bildsam dann über den EMI1.1 flache Scheiben des Stoffes in erhitztem Zustande auf die Mündung der Gefässe aufgelegt und dann über den Rand der Mündung zu Verschlusskappen gebogen, welche die Gefässöffnung umschliessen. Die Umformung der Scheiben zu zylinderförmigen Verschlusskappen verlangt, dass der Werkstoff in hohem Grade bildsam ist, nach Abkühlung aber so hart wird, dass die Verschlusskappen normaler Beanspruchung und Abnutzung genügenden Widerstand leisten können und dass keine inneren Spannungen im Material auftreten, da sonst die abgekühlten Verschlusskappen sieh nicht mehr an das Gefäss anschmiegen, sondern von der Gefässwandung abspringen. Die Verschlusskappen würden sich dann selbsttätig öffnen und wären für die praktische Verwendung nicht geeignet. Erfüllt werden diese Bedingungen dadurch, dass der Werkstoff nach der Erfindung aus mehreren dünnen Papierblättern (z. B. gefaltetes Papier) besteht, die mit Schichten eines Gemisches aus Harz und erdigen Stoffen abwechseln und mit dem Gemisch getränkt vollständig miteinander vereinigt sind. Wesentlich ist, dass zwischen den einzelnen Papierblättern Schichten des plastischen Bindemittels vorhanden sind. Die Schichten des Bindemittels gewähren nämlich den Blättern beim Umbiegen des erhitzten Werkstoffes eine gewisse Beweglichkeit in bezug aufeinander, welche die Formänderung des Werkstoffes erleichtert und das Auftreten von inneren Spannungen verhindert. Die Verwendung diinner Blätter sichert ein Durchdringen der Blätter mit dem Bindemittel, so dass ein gleichartiges Material erhalten wird. Es sind nun schon Gefässverschlüsse aus einem Deckel und einer Einlage bekannt, die aus einer Pappeplatte mit einer Überzugschichte eines bildsamen Materials, z. B. Harz, besteht. Wenn auch der Überzug plastisch ist, so ist das aus einer Platte harter Pappe mit einem Überzug von Harz bestehende Material im ganzen nicht plastisch und daher zur Formung von Verschlusskappen für Flaschen nicht geeignet, da dieses Material beim Biegen brechen würde. Auch wenn die Überzugsschichte die Pappe teilweise durchdringt, ändert sich an der Beschaffenheit der Pappe nichts, sie muss beim Biegen zu einer Verschlusskappe brechen und infolge der auftretenden inneren Spannungen von der Gefässwandung, an welche sie sich nicht anschmiegen kann, abspringen. Für die Einlagen von Verschlussdeckeln für Gefässe ist auch ein Material vorgeschlagen worden, das aus Pergamentpapier besteht, das mit einer Schichte in Lack getränkter Papiermasse mittels Leim vereinigt ist. Diesen Einlagen mangelt die Plastizität und Elastizität ; sie sind daher nicht einmal zur Herstellung dichtender Deekeleinlagen, um so weniger zur Bildung von Verschlusskappen geeignet. Für die Papierblätter des Werkstoffes nach der Erfindung ist Wellpapier oder Kreppapitr sehr geeignet, da beim Biegen des Werkstoffes zu einer Verschlusskappe einige Falten der Blätter auseinander gezogen, andere dagegen zusammengedrückt werden, ohne dass innere Spannungen in den Blättern auftreten. Wenn Wellpapier verwendet wird, sind weniger Blätter erforderlich als bei Kreppapier, da Wellpapier kräftiger ist. Als erdige und harzige Stoffe kommen vorteilhaft entwässerte terra alba (Pfeifenton) und geruchlos gemachtes Harz in Betracht, welche Stoffe leicht vermischt werden können und eine für den Zweck der Erfindung besonders geeignete Mischung ergeben. Die terra alba macht die Mischung billiger und heller, während das Harz genügende Zähigkeit schafft und das Eindringen der Mischung in die Papierblätter und hiedurch die vollständige Vereinigung der Mischung mit den Blättern erleichtert. EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> und 67 Gewichtsteilen Harz für den vorliegenden Zweck besonders geeignet ist. Wenn terra alba zur Anwendung kommt, wird sie bei einer Temperatur von ungefähr 1910 C getrocknet, um die Feuchtigkeit wegzuschaffen, die ihrer Vermischung mit dem Harz hinderlich wäre. Das verwendete Harz wird dadurch geruchlos gemacht, dass man es schmilzt und dann seine Temperatur auf etwa 1770 C erhöht, wobei EMI2.1 peratur der beiden Stoffe ungefähr 191 C beträgt. Die Vereinigung der Papierblätter mittels des Bindemittels erfolgt in bekannter Weise durch Durchziehen der Blätter zwischen Walzen. Es werden aber die Blätter nicht wie üblich in kaltem Zustande mit dem Bindemittel überzogen und dann zwischen erhitzten Walzen durchgezogen, nach der Erfindung wird vielmehr das durch Erhitzen auf ungefähr 1270 C verflüssige Bindemittel zwischen die zu vereinigenden Blätter vor dem Durchgang durch die Walzen eingeführt. Hiedurch werden die Blätter schon vor dem Durchgang durch die Walzen und insbesonder dann durch Wirkung der Walzen imprägniert. Das heisse flüssige Bindemittel kommt mit jedem Blatt in Berührung, wodurch eine gleichmässige Durchdringung der Papierblätter mit dem Bindemittel erreicht wird. Bei dem bekannten Verfahren dagegen bewirken die heissen Walzen nur, dass das Bindemittel klebrig wird und ein Zusammenhaften der Blätter veranlasst. Nach dem Durchlaufen der Papierblätter durch die Walzen wird der so erhaltene bildsame Werkstoff abgekühlt. Die weisse Farbe der terra alba verhütet, dass der dunkle Ton des Harzes durch die Papierblätter durchscheint. Die Farbe des Bindemittels kann aber bei verschiedenen Lieferungen verändert werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Werkstoff für Verschlusskappen von Gefässen, die durch Erhitzen bildsam gemacht über den Rand des Gefässes gebogen werden, dadurch gekennzeichnet, dass dünne Papierblätter (z. B. gefaltetes Papier) mit Schichten eines Gemisches aus Harz und erdigen Stoffen abwechseln, mit dem Gemisch getränkt und vollständig miteinander vereinigt sind, um einen in der Hitze bildsamen Stoff zu erhalten.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung des Werkstoffes nach Anspruch l, bei dem Blätter eines faserigen Stoffes mittels Harzen durch Durchziehen zwischen Walzen vereinigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das durch Erhitzen verflüssigte Gemisch des erdigen Stoffes und Harz zwischen die Blätter unmittelbar vor Durchgang durch die Walzen eingeführt wird.
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| AT125686T | 1927-11-03 |
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