DE560326C - Verfahren zur Verarbeitung von Tierkoerpern mittels gespannten Wasserdampfes - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Tierkoerpern mittels gespannten Wasserdampfes

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DE560326C
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    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F1/00Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
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Description

  • Verfahren zur Verarbeitung von Tierkörpern mittels gespannten Wasserdampfes Bei der Verarbeitung von Tierkörpern mittels gespannten Wasserdampfes entsteht Fleischbrühe, die vielfach durch Eindicken in eine Gallerte umgewandelt wird. Zur Vornahme der Eindickung benutzte man bisher zwei Wege.
  • Aus dem Extraktor oder aus dem Extraktions- und Trockenapparat brachte man die Brühe in einen Verdampfer, dessen Beschickungsraum unter atmosphärischem Druck oder Unterdruck stand. Der Verdampfer besitzt einen geschlossenen Heizkörper, durch den frischer Kesseldampf umläuft, so daß die Eindickung durch indirekte Wärmeabgabe unter Abzug des aus der Fleischbrühe entwickelten sogenannten Leimdampfes ins Freie oder in einen Kondensator, in eine Naßluftpumpe o. dgl., erfolgt.
  • Bei dem zweiten bekannten Verfahren brachte man die Fleischbrühe in einen ebensolchen Verdampfer, nutzte aber den Leimdampf dadurch aus, daß man ihn in den Doppelmantel des Trockenapparates oder des Extraktions- und Trockenapparates schickte, um mittels seiner Wärme die Trocknung der vom Rohgut übriggebliebenen festen Bestandteile zu bewirken.
  • Das erste der bekannten Verfahren erfordert den höchsten Wärmeaufwand. Das Zerkochen des Rohgutes, das Eindicken der Fleischbrühe und das Trocknen der festen Rückstände werden je für sich mittels frischen Kesseldampfes bewirkt. Beim zweiten Verfahren wird eine Wärmeersparnis erzielt, denn durch die Ausnutzung der Wärme des Leimdampfes wird ein gewisser Aufwand an frischem Kesseldampf entbehrlich gemacht. Dem zweiten Verfahren haften aber erhebliche Mängel an. Mit dem Leimdampf gelangen Leimpartikelchen in den Doppelmantel, die hier erhärten können und dann den Dampfraum verstopfen bzw. die Heizfläche verkrusten. Dadurch werden Reinigungen notwendig, die unter Umständen sehr zeitraubend und kostspielig werden und zu Betriebsunterbrechungen führen können.
  • Der Leimdampf wird außer zur Trocknung der festen Rückstände auch zur Zerkochung des Rohgutes benutzt. Für diesen Zweck ist aber seine Auslaugekraft geringer als die des reinen Kesseldampfes, wodurch die Menge und Güte des gewonnenen Fettes ungünstig beeinflußt werden. Bei der Arbeit mit Leimdampf ist die Gefahr der Geruchbelästigung größer, weil offenbar der reine Kesseldampf gegen die riechenden Bestandteile aggressiver ist. Dabei ist die Kohlenersparnis geringer, als es den Anschein hat. Die Hauptbrühemenge entsteht beim Ankochen, die Ersparnis an später zu verdampfendem Wasser ist also mäßig. Das Frischdampfkondensat aus dem Verdampferheizkörper geht in den Dampfkessel zurück, so daß die Flüssigkeitswärme abzüglich der Verluste wieder gewonnen wird. Die Erzeugung des Leimdampfes ist aber ebenfalls von Wärmeverlusten begleitet, die hier Kohlenverluste bedeuten.
  • Man hat nun schon vorgeschlagen, die Eindickung der Fleischbrühe mehrstufig vorzunehmen, und zwar in zwei Fleischbrüheeindickern, die an den Extraktor angeschlossen waren. Durch diese mehrstufige Verdampfung werden die allgemeinen Mängel der oben geschilderten älteren Ausnutzung der Leimdampfwärme vermieden, und die mehrstufige Verdampfung ist auch in wärmewirtschaftlicher Beziehung dem älteren Verfahren dadurch überlegen, daß man für günstigere Temperaturunterschiede sorgen kann, weil die Ausnutzung der Leimdampfwärme nicht an bestimmte Betriebsdrucke gebunden ist.
  • Die Erfindung will die mehrstufige Verdampfung der Fleischbrühe verbessern.
  • Bei dem bekannten Verfahren sind immer so viel Fleischbrühegefäße erforderlich, als Stufen für die Verdampfung Anwendung finden sollen. Bei zweistufiger Verdampfung sind also zwei besondere Gefäße erforderlich, der Verdampfer der ersten und der Verdampfer der zweiten Stufe. Demgegenüber schlägt die Erfindung vor, den Trockenapparat der Tierkörperverwertungseinrichtung selbst als ersten Verdampfkörper zu benutzen. Damit werden folgende Vorteile erreicht.
  • Die Gesamteinrichtung ist in ihrer Gestaltung und in ihrer Bedienung erheblich vereinfacht. Die Anschaffungskosten und die Betriebskosten sinken. Die gesamten Wärmeverluste des sonst nötigen ersten Verdampfkörpers kommen in Fortfall, so daß die neue Art der mehrstufigen Eindickung auch wärmewirtschaftlich der gewöhnlichen Mehrstufenv erdampfung noch überlegen ist. Dazu treten folgende Sondervorteile.
  • Es bereitet erfahrungsmäßig keine Schwierigkeiten, die Hälfte der Fleischbrühe unmittelbar mit den festen Rückständen zusammen zu Tiermehl umzuwandeln. Dagegen ist es aber sehr schwierig, die zweite Hälfte der Brühe dem Tiermehl ohne weiteres einzuverleiben. Die Vereinigung gelingt im allgemeinen nur dann glatt, wenn die zweite Hälfte vorher genügend konzentriert worden ist. Diese Erfahrung wird durch das neue Verfahren in besonders günstiger Weise nutzbar gemacht. Die erste Hälfte der Brühe bleibt von vornherein bei den festen Rückständen im Trockenapparat und wird mit diesen zusammen (erster Körper) eingedickt und eingetrocknet. Sobald dieser Vorgang im Trockenapparat genügend weit vorgeschritten ist, hat sich im zweiten Verdampfkörper die Brühe genügend konzentriert, um nun dem vorgetrockneten Tiermehl zugesetzt werden zu können. Die Erfindung erleichtert also die Gewinnung eines die gesamte Fleischbrühe enthaltenden Tiermehls in hohem Maße und kürzt die dazu erforderliche Betriebszeit ab. Das neue Verfahren ist sowohl auf Apparateeinrichtungen, bei denen der Extraktionsapparat gleichzeitig als Trockenapparat dient, wie auch bei Einrichtungen mit getrenntem Extraktor und Trockenapparat anwendbar. Die Zeichnung veranschaulicht eine Einrichtung der zuerst genannten Art.
  • Der Extraktions- und Trockenapparat A wird durch den Einfüllhals z mit dem Rohgut beschickt und dann verschlossen. Reiner Kesseldampf wird in das Innere des Extraktors A geschickt, um die Fleischmassen zu zerkochen. Fleischwasser und Fett speichern sich beispielsweise im Extraktor A auf, bis sie (das Fett zuerst) durch einen Stutzen :2 und Rohr 3 in den Fettabscheider B überlaufen können.
  • Im Extraktor A kann nicht mehr Flüssigkeit zurückbleiben, als der Überlaufstutzen 2 seiner Höhenlage nach es gestattet. Am Ende der Kochung befindet sich eine Hälfte der Fleischbrühe in A, die zweite Hälfte zum Teil mit dem Fett im Abscheider B und zum Teil im Verdampfer C (zweiter Körper), wie aus der Zeichnung ersichtlich ist. Man entnimmt aus B das Fett und drückt dann auch das hier noch befindliche Fleischwasser nach C hinüber. Der Abscheider B ist leer, und die Fleischbrühe ist auf die Apparate A und C verteilt.
  • Die Dampfzufuhr in das Innere des Extraktors A ist abgesperrt; der Schieber 6 ist geschlossen. Man öffnet langsam die Ventile 7 und 8, die sich in der Zuführungs- und Abflußleitung des Heizkörpers im Verdampfer C befinden. An die Stelle des Ventils 8 kann auch ein Kondenswasserabscheider treten. Der im Extraktor A noch unter dem Kochdruck vorhandene Dampf wird also nicht wie bisher in einem Kondensator oder einer Naßluftpumpe unter Aufwendung von Kühlwasser und Kraft vernichtet, sondern nutzbar gemacht. Er durchströmt den Verdampferheizkörper und erhitzt die in C befindliche Fleischbrühe. Sein Kondensat fließt über 8 und durch das Rohr g nach Arbeitsleistung durch Wärmeabgabe ab. Im Kondensator o. dgl. geht also nur noch seine Flüssigkeitswärme verloren. Die im Verdampfer C aus der Fleischbrühe frei werdenden Dämpfe ziehen durch das Rohr zö ebenfalls nach 9 .ab und werden mittels Kondensators oder Naßluftpumpe niedergeschlagen.
  • Inzwischen ist rechtzeitig Kesseldampf in den Doppelmantel 5 des Extraktors A eingegeführt worden. Er verdampft durch indirekte Wärmeabgabe die im Extraktor A enthaltene Fleischbrühe, deren Dampf auf den Wege 7-C-8-9 die Verdampfungsarbeit im zweiten Körper C fortsetzt. Auch dieser Leimdampf wurde bisher vernichtet, während er jetzt bis auf seine Flüssigkeitswärme ausgenutzt wird. Die im Verdampfer C nutzbar gemachte Wärme stellt also einen Gewinn dar; zugleich wird an Einspritzwasser und Luftpumpenarbeit gespart.
  • Wenn die Konzentration im Extraktor A und im Verdampfer C genügend weit vorgeschritten ist, wird der Schieber i i geöffnet. Die konzentrierte Lösung fließt aus C nach A und wird hier mit den festen Restbestandteilen der Beschickung zusammen zu leimhaltigem Tiermehl eingetrocknet. Während dieser letzten Arbeitsperiode sind zweckmäßig die Ventile 7 und 8 geschlossen, dagegen ist der Schieber 6 offen, so daß nunmehr die Abdämpfe aus dem Extraktor A unmittelbar zur Luftpumpe strömen.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCFI: Verfahren zur Verarbeitung von Tierkörpern mittels gespannten Wasserdampfes, bei welchem die Auslaugung und die Trocknung des Rohgutes vollständig mittels reinen Kesseldampfes bewirkt und die bei der Auslaugung entstehende Fleisch-oder Leimbrühe in Stufen nach Art der Mehrkörperverdampfung eingedickt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Stufe der Eindampfung im Trockenapparat der Tierkörperverwertungseinrichtung und nur die zweite Stufe in einem besonderen Gefäß vorgenommen wird..
DEH114363D 1927-12-17 1927-12-17 Verfahren zur Verarbeitung von Tierkoerpern mittels gespannten Wasserdampfes Expired DE560326C (de)

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