AT11184B - Verfahren und Apparat zur geruchlosen Verarbeitung von Tierteilen aller Art auf getrocknetes streubares Dungpulver, Fett und Leim. - Google Patents

Verfahren und Apparat zur geruchlosen Verarbeitung von Tierteilen aller Art auf getrocknetes streubares Dungpulver, Fett und Leim.

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AT11184B
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  Verfahren und Apparat zur geruchlosen Verarbeitung von Tierteilen aller Art auf getrocknetes streubares Dungpulver, Fett und Leim. 



     Das bisher übliche   Verfahren zur Verarbeitung von'I'ierteilen auf   Dungpuiver,   Fett und    eim besteht   darin, dass hochgespannter Dampf auf das Rohmaterial einwirkt. wodurch dasselbe zum Verfall gebracht und von Fett und    ligenwasser. befreit wird.   



  Letzteres wird dann durch Abdampfen zu Leim eingedickt. Der sehr unangenehme Geruch der hiebei entwickelten Dämpfe macht es erforderlich, dieselben in einem Kondensator niederzuschlagen und die nicht niederschlagbaren Gase in einer besonderen Feuerung zu verbrennen. Nur durch eine derartige, sorgfältige Beseitigung der   Leimdämpte   
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 nun aber ganz wesentliche Mängel an, da bei der geringsten   Unregelmässigkeit   in der Dampfniederschlagung die Verbrennung der überschüssigen Gase nicht mehr vollkommen geschieht und alsdann ein durchdringender Geruch meilenweit bemerkbar wird. Ferner geht die bei der Eindickung des Leimes aufgewendete Wärme unbenutzt verloren, während gleichzeitig ein bedeutender Aufwand an Kühlwasser stattfindet.

   Diese Nachteile sind sehr   bedeutend, was aus der Tatsache hervorgeht, dass in Tierteilen bis zu 75% des Roh-   gewichtes Wasser enthalten ist, welches bei der Leimgewinnung zum grössten Teil in Dampf verwandeltwerdenmuss. 



   Diese grossen ökonomischen Nachteile zu vermeiden, ist der   Zweck des nachstehend   beschriebenen Verfahrens. Demselben gemäss wird in bekannter Weise das zu verarbeitende Rohgut   in hochgespannten Dampf gekocht und extrahiert :   alsdann aber der bei der Eindickung des Leimes entwickelte Dampf nicht mehr, wie bisher, nach einem Kondensator 
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   11l   einen mahlfahigen Stoff benutzt, wobei zugleich das aus dem Leimdampfe niedergeschlagene reine Wasser in ein, das ausgezogene Fett enthaltendes, geschlossenes Gefäss   fliesst und hier zur Klärung des Fettes beiträgt. Das ganze Verfahren vollzieht sich inner-   halb eines nach aussen hin vällig geschlossenen Apparatsystemes unter Vermeidung jeder AusströmungübelriechendenDampfesundjedenAufwandesvonKühlwasser. 



     Die beifolgende Abbildung   zeigt den zur   Durchführung   des neuen Verfahrens dienenden apparat in einem Ausführungsbeispiele. Derselbe besteht aus einem mit Dampfmantel b versehenen Dämpfer oder Digestor a, in dessen Inneren sich ein Rührwerk befindet, um 
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 und d nach dem Sammelgefässe e und dieses wieder steht durch Rohrleitung f mit dem Verdampfer g in Verbindung. Letzterer enthält am   Boden, eine Dampfschlange A   oder sonst passende Heizvorrichtung.

   Vom oberen Teile des Verdampfers q führt ein Rohr t nach 
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 des Wassers während des Trockenverfahrens,
Der Betriebsgang ist nun folgender : Es wird der Dämpfer a mit dem Rohgute (Tierteile irgend welcher Art) gefüllt, dann jener gut verschlossen und hierauf durch Ventil m frischer Kesseldampf zum Rohgute geleitet. Letzteres erfährt hiedurch eine Erhitzung, wobei das Eigenwasser desselben auszutreten beginnt und vermischt mit dem auszuschmelzenden Fette, durch Rohr c nach dem   Sammelgefäss   e hin zu fliessen anfängt. Nach mehrstündigem Dämpfen und gleichzeitiger Drehbewegung des Rührwerkes in a ist das Eigenwasser   (Leimbrfihe)   und Fett aus dem Robgute herausgezogen worden und hat sich in e angesammelt.

   Es wird nun Ventil f geöffnet und durch den im Dämpfer a herrschenden Druck die sämtliche im Gefässe e befindliche Leimbrühe nach dem Verdampfer g hinübergedrückt, woselbst diese, vermöge der Dampfschlange h, zum Verdampfen gelangt. Von jetzt ab werden Ventil m und c geschlossen, hingegen 1 und   d geöffnet, wodurch der aus   der   Leimbrühe   in   9   entwickelte Dampf in den Dampfmantel b gelangt, hier seine Wärme zur Trocknung des in a befindlichen durchgedämpften Rohrgutes abgibt und als reines Wasser in das, das Fett enthaltende Gefäss e   abfliesst.   Bei stetiger Umdrehung des   Rühr-   werkes in a und Abführung der darin aus dem Rohgute entwickelten Dämpfe durch Ventil n wird jenes nicht nur völlig getrocknet, sondern zugleich in streubares Pulver zerrieben.

   Auf diese Weise findet gleichzeitig mit dem Trocknen des Dungmehles eine stetig zunehmende Eindickung der Leimbrühe in g statt, während die entwickelten, sehr stark riechenden   Leimdämpfe   im Dampfmantel b vollkommen zur Niederschlagung kommen und der Niederschlag in Gestalt reinen Wassers nach dem Gefässe e abfliesst. Das hier befindliche Fett wird durch das fortwährende Durchfliessen des reinen   Wassers mechanisch von   den noch anhaftenden Schmutzteilen befreit, also geklärt und kann nach Beendigung des Verfahrens als verkaufsfertiges Produkt abgezapft werden. 



   Kennzeichnend für das Verfahren ist also die Gleichzeitigkeit der Eindickung des   Leimes, der Trocknung   der durchdämpften   Knochen-und Fleischmassen,   der Niederschlagung des Leimdampfes und   der Klärung   des Fettes durch das abdestillierte Fleischwasser. Ein weiteres Merkmal liegt darin, dass diese gleichzeitigen Vorgänge in einem nach aussen völlig geschlossenen Apparatsystem stattfinden. dessen einzelne Gefässe sämtlich unter ein und demselben Drucke stehen. 



     Hiedurch   sind als neue technische   Wirkungen   erreicht : Ausnutzung der Wärme des
Leimdampfes und völlige Geruchlosigkeit des Verfahrens bei Vermeidung jedes Aufwand- für Kühlwasser und für Verbrennung nicht kondensierbarer Gase. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 Apparatsysteme nach Durchdämpfung des zu behandelnden Gutes, das gewonnene Leimwasser eingedickt und der dabei entwickelte Dampf durch äussere Erwärmung des Durchdämpfungsbehälters zum Trocknen der Knochen- und Fleischmassen verwendet, das hiebei aus diesem Dampfe entstehende Leimwasserkondensat aber nach Bedarf unter gleichem 
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   @ diesem befindlichen extrahierten   Fettes bewirkt.

Claims (1)

  1. 2. Zur Durchführung des nach Anspruch 1 gekennzeichneten Verfahrens ein nach EMI2.4 und Rührwerk versehen, zum Zerkochen, Extrahieren, Trocknen und Pulverisieren des Rohgutes dient, während d s zweite (e) zur Ansammlung und Klärung des extrahierten Fettes EMI2.5
AT11184D 1987-08-25 Verfahren und Apparat zur geruchlosen Verarbeitung von Tierteilen aller Art auf getrocknetes streubares Dungpulver, Fett und Leim. AT11184B (de)

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