DE703318C - Verfahren und Vorrichtung zum Aufschliessen von zellstoffhaltigem Fasergut - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufschliessen von zellstoffhaltigem Fasergut

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DE703318C
DE703318C DE1937P0075154 DEP0075154D DE703318C DE 703318 C DE703318 C DE 703318C DE 1937P0075154 DE1937P0075154 DE 1937P0075154 DE P0075154 D DEP0075154 D DE P0075154D DE 703318 C DE703318 C DE 703318C
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DE
Germany
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liquid
cooking
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cooker
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Expired
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DE1937P0075154
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English (en)
Inventor
Charles David Altick
Lloyd Dunn Smiley
Edward Thomas Turner
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PULP PROCESS AND DEV Inc
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PULP PROCESS AND DEV Inc
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C7/00Digesters
    • D21C7/14Means for circulating the lye

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Aufschließen von zellstoffhaltigem Fasergut Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufschließen von zellstoffhaltigem Fasergut durch Kochen in .einer unter hydrostatischem Druck stehenden Aufschlußflüssigkeit.
  • Zum Behandeln zellstoffhaltigen Fasergutes hat man bereits vorgeschlagen, entweder die Kochflüssigkeit allein oder eine Mischung des Kochgutes und der Kochflüssigkeit durch einen Kocher umlaufen zu lassen.
  • Die Erfindung verbessert diesen bekannten Vorschlag und ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des aus Kochgut und Kochflüssigkeit bestehenden Kocherinhalts vom Boden des Kochers entnommen und durch Umlaufleitungen in den Oberteil wieder zurückgeführt wird, während die Konzentration der Kochflüssigkeit nahezu konstant gehalten und gleichmäßige Einwirkung der Kochflüssigkeit auf jeden Teil des Kochgutes dadurch gesichert wird, daß das Kondensat eines verdampften Teils der Kochflüssigkeit zurückgeführt wird, der aus dem Oberteil des Kochers abgezogen und durch eine Umlaufleitung dem Boden des Kochers entgegengesetzt zur Richtung des Umlaufs der Mischung aus Kochgut und Kochflüssigkeit wieder zugeleitet wird.
  • Mit Rücksicht auf die Tatsache, daß nach der Erfindung die Mischung aus Kochgut und Kochflüssigkeit in einer Richtung umgekehrt zu der der Kochflüssigkeit allein strömt, wird eine erhöhte Mischwirkung erzielt, so daß ein außerordentlich gleichmäßiges Gut .erzeugt wird. Weiter wird dadurch die Konzentration der Kochflüssigkeit im Kocher konstant gehalten, während gleichzeitig ein konstanter hydrostatischer Druck im Kocher gesichert ist.
  • Zur Durchführung des Verfahrens wird vorzugsweise ein Kocher. benutzt, in dem die Abflußleitung für das Gemisch in zwei Leitungen gegabelt ist, die mit dem Oberteil des Kochers in Verbindung stehen.
  • In den Zeichnungen sind Ausführungsformen einer Vorrichtung nach der Erfindung beispielsweise schematisch dargestellt.
  • Fig. i zeigt die gesamte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Fig.2 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform.
  • Fig.3 ist die Teilansicht einer weiteren Ausführungsform der Regelvorrichtung. Das Verfahren und die Vorrichtung besitzen ein weitgehendes Verwendungsgebiet. Sie sind anwendbar zur Herstellung von Papierbrei und Cellulose nicht nur aus Holzschnitzeln, sondern auch aus sonstigen Faserstoffen.
  • In den Zeichnungen stellt i einen Einweichbehälter dar, dessen Wände 2 von einem `i'ärmeisaliermantel ; umgeben sind. In ihm wird der Rohstoff zunächst mit Wasser oder einer Kochflüssigkeit gesättigt und die Mischung durch Dampfschlangen 4. erhitzt, die durch ein thermostatisches Venti12a gesteuert werden. Ein Verdichter 5 fängt aus dem Behälter i aufsteigende Dämpfe auf und führt sie ihm verdichtet wieder zu. Eine Kreiselpumpe 7, die durch Leitung 6 mit dem Boden des Behälters in Verbindung steht, führt das entzogene Gemisch von Rohstoff und Flüssigkeit durch eine Leitung 6<< in die Höhe und durch eine seitliche Auslaßleitung 8 mit Ab- sperrventil 9 oben wieder in den Behälter i zurück. So wird das Gemisch aus Rohstoff und Tränkflüssigkeit durch die Pumpe 7 in einen Kreislauf versetzt, so dal3 eine vollständige Sättigung jedes Teiles bei abgekürzter Vorbereitungszeit gewährleistet ist. Nach gründlicher Sättigung und Durchtränkung mit Flüssigkeit wird das Ventil 9 geschlossen und ein Ventil 12 in einer Leitung io geöffnet, die mit dem Oberteil eines Kochers i i in Verbindung steht, so daß das unten aus dem Ein Weichbehälter i kommende Gemisch durch die Pumpe 7 über die Leitung io in den Behälter i i gelangen kann, der mit der Abflußleitung 13 und einer Kreiselpumpe 14 in Verbindung steht. Eine nach oben führende Leitung i Y ist gegabelt. Ein Teil iah führt an einer der Leitung io etwa gegenüberliegenden Stelle in den Kocher i i. Der andere Zweig führt durch die Leitung i o gleichfalls in den Behälter i i. Die Leitung io hat ein Absperrventil 15 und die Umlaufleitung 131, ein Absperrventil 15a.
  • Ist der Kocher i i mit vorbereitetem Ge# misch gefüllt, so wird das Ventil 12 geschlossen und nach Ingangsetzen der Pumpe 74 ein Gemisch von Brei und Kochflüssigkeit unten aus dem Kocher entnommen, durch die Umlaufleitungen 13r= und 13h aufwärts und oben in den Kocher in sich schneidenden Strömen zurückgeführt, die in dem Kocher eine Bewegung erzeugen, so daß sein Inhalt der Einwirkung der erhitzten Kochflüssigkeit gleichmäßig ausgesetzt ist.
  • Ein schirmartiges Sieb 16 hält dabei die breiigen Stoffe zurück und gestattet der Kochflüssigkeit ein Ansteigen über die Oberkante des Kochers in die Leitung 17 hinein, in der ein Druckregler 18 sitzt, durch den der Inhalt des Auslaugers unter hydrostatischem Druck gehalten wird. Der Flüssigkeitsstand wird oberhalb der Oberkante des Behälters gehalten, so daß sich kein Raum bildet, in den Gase oder Dämpfe aus der Flüssigkeit aufsteigen können. Es werden aber von der Flüssigkeit Gase und Dämpfe mitgerissen, sie gelangen durch die Leitung 17 über den Druckregler in einen Niederdruckbehälter i9, der so liegt, daß er eine Flüssigkeitsmenge aufzunehmen vermag, in welche die Leitung 17 mit Flüssigkeitsverschluß eintaucht. In dem Kocher i i findet keine Gasbildung statt. Von der Flüssigkeit mitgerissene Gase und Dämpfe; die unter Druck teilweise noch flüssig sind, werden in dem Niederdruckbehälter flüchtig, in dem eine Platte 2o heftige Bewegung verhindert. Die dabei aufsteigen- ! den Dämpfe und Gase werden durch eine Kühlschlange 2 i verdichtet, das Kondensat wird in den Flüssigkeitssammler zurückgeführt. Dadurch wird erzielt, daß die ursprüngliche Konzentration erhalten bleibt. 5 Aus dem Behälter i 9 wird durch eine Leitung 22 die wiedergewonnene Flüssigkeit durch die Druckpumpe 23 über eine mit ihr und dem Boden des Kochers i i verbundene Leitung 24 diesem wieder zugeführt, wobei in einem Erhitzer 25 Aufheizung erfolgen kann. Ein Rückschlagventil 26 in der Leitung 24 hält den Druck im Behälter aufrecht. So wird eine Umlaufbewegung der Flüssigkeit durch den Kocher i i in entgegengesetzter Richtung zu Kochgut und Kochflüssigkeit erzielt.
  • An Stelle des Erhitzers 25 kann auch Frischdampf durch eine Leitung 27 in die Saugleitung 22 eingeführt oder auch unmittelbar dem Kocher i i zugeführt werden.
  • Im Behälter 19 nicht kondensierter Dampf kann durch ein Lüftungsrohr 29 entweichen, das ein Absperrventil 30 trägt und durch einen Verdichter 31 einem Vorratsbottich 32 zugeführt werden. Innerhalb des Vorratsbottichs kann die Flüssigkeit durch Heizschlangen 33 aufgewärmt werden, dabei aufsteigende Dämpfe werden durch einen oben im Vorratsbottich angebrachten Verdichter 34 1 kondensiert und der Flüssigkeitsmenge wieder zugeführt. Durch eine mit einer Kreiselpumpe 36 verbundene Leitung 35 wird dem Oberteil des Vorrats- oder Einweichbehälters i durch die Leitung 37 Flüssigkeit zugeführt. Durch Absperren des Ventils 39 kann die Flüssigkeit durch Leitung 38 dem Kocher i i zugeführt werden.
  • Um bei Stillstand der Pumpe 36 dem Kocher i i immer einen genügenden Vorrat an Kochflüssigkeit zuführen zu können, ist ein Ausgl:eichgefäß 4o vorgesehen, in dem ein überschuß an Kochflüssigkeit angesammelt werden kann. Ein beschwerter Kolben 42 treibt die Flüssigkeit unter Druck in den Kocher i i, um dort den gewünschten hydrostatischen Druck aufrechtzuerhalten. überschußflüssigkeit kann dem Kocher vor Ablassen seines Inhalts durch eine Leitung 43 entzogen werden, die ein Absperrvexiti144 besitzt und in den Vorratsbottich 3a führt.
  • Nach Beendigung des Kochens werden die Ventile 15 und 15a geschlossen, ein Ventil 44' in der Leitung 45 wird geöffnet und gekochte Masse unten aus dem Behälter i i durch die Pumpe-i4 abgezogen und durch eine Leitung 45 in einen Vorrats- oder Waschbottich geführt, der an sich keinen Teil der vorliegenden Erfindung bildet und nicht mit dargestellt ist.
  • Wie in Fig. i dargestellt ist, können Einweichvorbereitung und Kochbehandlung des Rohstoffes gleichzeitig durchgeführt werden. Folgen aber beide Behandlungen einander, so wird die Vorrichtung dadurch vereinfacht, und es kann eine beiden Zwecken dienende Pumpe, wie in Fig. z dargestellt, - verwendet werden. Nach Fig. z ist die Pumpe 7a dem Einweich- und dem Kochbehälter gemeinsam, ihre Ausstoßleitung 6a steht mit beiden Behältern in-Verbindung, so daß es möglich ist, beiden teilweise behandelte Masse entnehmen und ihnen wieder zuführen zu können oder unten aus dem Einweichbehälter i abgezogene Masse durch entsprechende Regelung des Steuerventils ,oben in den Kocher i r einführen zu können.
  • Ist die Behandlungsdauer für ordnungsmäßiges Kochen einmal festgelegt, so kann der zeitweilige Umlauf entweder durch einen Zeitmesser oder durch Bemessung des Durchflusses und entsprechendes Anhalten und Ingangsetzen der Pumpen in bestimmten Zwischenräumen selbsttätig geregelt werden, was durch eine Uhrwerksteuerungerreicht werden kann.
  • Das vorliegende Verfahren erleichtert die Abscheidung von Gerbsäure aus den in dem Einweichbehälter mit reichlichem Wasservorrat zusammengebrachten Holzschnitzeln, die durch die Dampfheizschlangen 4 auf hohe Temperatur gebracht werden. Wenn Rohstoff und Flüssigkeit im Kocher von unten nach oben laufend dargestellt wurden, so kann die Stromrichtung auch umgekehrt sein.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRIICHR: i. Verfahren zum Aufschließen von zellstoffhaltigem Fasergut durch Kochen in einer unter hydrostatischem Druck stehenden Aufschlußflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des aus Kochgut und Kochflüssigkeit bestehenden Kocherinhalts vom Boden des Kochers entnommen und durch Umlaufleitungen in den Oberteil wieder zurückgeführt wird, während gleichzeitig das Kondensat eines aus dem Oberteil des Kochers verdampften Teils der Kochflüssigkeit durch eine Umlaufleitung dem Boden des Kochers entgegengesetzt zur Richtung des Umlaufs der Mischung aus Kochgut und Kochflüssigkeit wieder zugeleitet wird. a. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abflußleitung (13) für das Gemisch in zwei Leitungen (i3a und 13 b) gegabelt ist, die mit dem Oberteil des Kochers in Verbindung stehen.
DE1937P0075154 1937-04-27 1937-04-27 Verfahren und Vorrichtung zum Aufschliessen von zellstoffhaltigem Fasergut Expired DE703318C (de)

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