DE559250C - Verfahren zum Behandeln von Stoffen mit Arylsulfonchloramidsalzen - Google Patents

Verfahren zum Behandeln von Stoffen mit Arylsulfonchloramidsalzen

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DE559250C
DE559250C DEC43004D DEC0043004D DE559250C DE 559250 C DE559250 C DE 559250C DE C43004 D DEC43004 D DE C43004D DE C0043004 D DEC0043004 D DE C0043004D DE 559250 C DE559250 C DE 559250C
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Germany
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salts
chloramide
aryl sulfonic
treating fabrics
hypochlorite
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Expired
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DEC43004D
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English (en)
Inventor
Dr Richard Feibelmann
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CHEM FAB PYRGOS GmbH
Original Assignee
CHEM FAB PYRGOS GmbH
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Publication date
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
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Description

  • Verfahren zum Behandeln von Stoffen mit Arylsulfonchloramidsalzen p-Toluolsulfonchloramidnatrium wird in verschiedenen Industrien wegen des Gehalts an sogenanntem aktivem Chlor zu Zwecken verwendet, bei denen entweder eine bleichende, stärkelösende, oxydierende oder desinfizierende Wirkung erreicht werden soll. Wenn das p-Toluolsulfonchloramidnatrium seine Wirksamkeit ausübt, so verliert es dabei seinen Chlorgehalt und geht in Toluolsulfonamid über gemäß der Gleichung: Es wurde nun gefunden, daß der Prozeß dadurch wirtschaftlicher gestaltet werden kann, daß man nach dem Verbrauch des aktiven Chlors der erschöpften Toluolsulfonchloramidlösung neues aktives Chlor in Form von Hypochlorit, z. B. handelsüblicher Bleichlauge, in solcher Menge zuführt, daß auf i Mol verbrauchtes. Toluolsulfonchloramid i Mol Hypochlorit kommt. Durch die Gegenwart der äquivalenten Menge Toluolsulfonamid verliert das Hypochlorit seine aggressive Wirkung, weil von neuem das entsprechende Sulfonchloramid entsteht gemäß der Gleichung: Durch diese Rückbildung wird ein großer wirtschaftlicher Fortschritt erzielt, da der organische Bestandteil des Toluolsulfonchloramids theoretisch betrachtet nur einmal zugegeben werden muß, um damit eine große Zahl von gemäßigten Reaktionen mittels aktiven Chlors ausführen zu können.
  • Es handelt sich somit um einen ausgesprochenen Regenerationsvorgang, der sich grundsätzlich von dem bekannten Verfahren zur Herstellung haltbarer, trockener Mischungen aus aromatischen Sulfonamiden und Chlorkalk unterscheidet. Beim Eintragen dieser Mischungen in Wasser bilden sich Ary1sulfonchloramide, deren Reindarstellung auf diese Weise nur vermieden werden soll. Die vorliegende Erfindung wird erläutert durch die folgenden Beispiele.
  • Beispiele i. Man löst 15 Teile p-Toluolsulfonchloramidnatrium in i 5oo Teilen Wasser, gibt 15 Teile konzentrierte Salzsäure zu, wobei sich die Lösung durch die Bildung von unlöslichem Toluolsulfondichloramid trübt. Mit dieser Lösung behandelt man i oo Teile Wolle, bis die Flüssigkeit kein aktives Chlor mehr enthält. Dann wird- die Wolle ausgequetscht und die erhaltene inaktive Lösung, die etwa 9o o/a der ursprünglichen Menge beträgt, durch Zugabe von etwa 5o Teilen einer Na-Hypochloritlösung, die im Liter 8o g aktives Chlor enthält, aktiviert. Da die Wolle auch etwas Säure verbraucht, wird diese nach Maßgabe der Titration vor und nach der Chlorierung ergänzt.
  • 2. Man kocht baumwollene oder kunstseidene rohe Strümpfe zwecks Vorbereitung zum Färben i Stunde lang in der 2ofachen Flotte einer o,3 %igen Lösung Toluolsulfonchloramidnatrium. Dann .enthält die Lösung durchschnittlich noch etwa 1/3 des angewandten Salzes, während der Rest sich in unwirksames Toluolsulfonamid verwandelt hat. Dieser unwirksame Anteil wird durch Zugabe von etwa 6,¢ ccm Natriumhypochloritlösung von Bog Chlor im Liter Flüssigkeit wieder aktiviert.
  • 3. In ähnlicher Weise wie die unter i und 2 behandelten Textilstoffe kann man auch chlorophyllhaltiges Material bleichen unter Verwendung von Arylsulfonchloramidsalzeri unter Zusatz von Hypochloriten.
  • Zwecks Zerstörung des Chlorophylls in vegetabilischen Stoffen beharidelt man diese in wäßriger Lösung z. B. mit 2G g p-Toluolsulfonchloramidnatrium pro i 1 Flotte. In dem Maße, wie die Bleiche fortschreitet und das p-Toluolsulfonchloramidnatrium erschöpft wird, gibt man Natriumhypochlorit zu, und zwar so viel, daß die Lösung wieder einen Gehalt von etwa 5 g aktivem Chlor pro Liter besitzt.
  • Die Regenerierung des Arylsulfonchloramidnatriums kann öfters wiederholt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Regenerieren von Arylsulfonchloramidbleichlaugen, wie sie beispielsweise zum Behandeln von Textilstoffen und eblorophyllhaltigem Stroh Verwendung finden, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem Verbrauch des darin enthaltenen aktiven Chlors der Lösung so viel eines Hypochlorits zusetzt, daß auf je i Mol vorhandenen Arylsulfonamids i Mol Hypochlorit kommt.
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