DE55822C - Geschwindigkeitsmesser für Schiffe - Google Patents
Geschwindigkeitsmesser für SchiffeInfo
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- DE55822C DE55822C DENDAT55822D DE55822DA DE55822C DE 55822 C DE55822 C DE 55822C DE NDAT55822 D DENDAT55822 D DE NDAT55822D DE 55822D A DE55822D A DE 55822DA DE 55822 C DE55822 C DE 55822C
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P5/00—Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft
- G01P5/14—Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring differences of pressure in the fluid
- G01P5/16—Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring differences of pressure in the fluid using Pitot tubes, e.g. Machmeter
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
in PARIS.
Geschwindigkeitsmesser für Schiffe.
Vorliegende Erfindung betrifft einen an allen Schiffen leicht anbringbaren einfachen Apparat
zum Messen der Geschwindigkeit von Schiffen während der Fahrt. Das Wesen des Apparates
liegt in der Uebertragung der der Geschwindigkeit des Schiffes entgegentretenden und mit
derselben wachsenden Wasserpressung auf eine druckmessende Säule. Es geschieht dies, abgesehen
von den nothwendigen Rohren, durch Vermittelung von besonderen Gefäfsen oder Behältern, die dazu bestimmt sind, die verschiedenen
Einflüsse auszugleichen und zu vernichten, welche die Genauigkeit der Angaben beeinflussen könnten. Unter diesen schädlichen
Einflüssen wäre in erster Linie derjenige anzuführen, bei welchem die Weite der Röhren,
die die Verbindung zwischen Wasser und Apparate herstellen, in Frage kommt, ferner
der von dem Umfang und der Form des den Apparat tragenden Fahrzeugs abhängende.
Die charakteristischen Punkte der Erfindung beruhen also auf der Anordnung und Beziehung
der ausgleichenden Gefäfse oder Behälter, ferner in der Art der Anbringung bezw. Aufstellung
des Apparates auf dem betreffenden' Schiffe, welche eine verschiedene Anordnung nöthig
macht, je nachdem diese Aufstellung eine bleibende oder nur vorläufige sein soll.
Der im Vorstehenden gekennzeichnete Apparat ist in den Figuren der beiliegenden Zeichnung
im Einzelnen und in Bezug auf seine Anbringungsart dargestellt.
Er hat drei Gefäfse A B und C, deren jedes eine barometrische Röhre α b und c, eine verschliefsbare
Oeffnung zum Füllen e e1 e2, ferner
einen Auslafshahn bezüglich ff1/2 und schliefslich
ein Luftventil bezüglich d d1 d* trägt. Die
drei genannten Auslafshähne müssen einzeln bedient werden, während die drei Lufthähne
vermöge einer mechanischen Vorrichtung gleichzeitig in bezügliche Wirkung versetzt werden.
Diese Vorrichtung, welche die dargestellte oder eine ähnliche sein kann, besteht aus einem
Balken 11', der vermittelst einer Schraube ν
auf- und abgeschraubt werden kann und dadurch auf drei durch' Federn nach aufwärts
geprefste Hülsen d dl d2 in der Weise wirkt,
dafs die Oeffnungen 000, welche das Innere des Behälters mit der umgebenden Luft in Verbindung
setzen, entweder geöffnet (aufgedeckt) oder geschlossen werden. Die Schraube ν wird
vermittelst einer Handkurbel ρ in Umdrehung versetzt.
Der Behälter A ist mit einer der Länge des Rohres T, welches seinerseits die Verbindung
des oberen Raumes von A mit dem Meere herstellt, angepafsten Wassermenge erfüllt.
Während ferner der untere Raum desselben Gefäfses vermittelst einer Röhre g mit dem
zugehörigen druckmessenden Rohre a, welches eine Scala trägt, verbunden ist, steht der obere
freie Raum durch das Rohr h mit dem Behälter B in Verbindung. Letzteres Gefäfs ist
mit rothgefärbtem Weingeist bis zu einer bestimmten, mit Null bezeichneten Höhe gefüllt
und communicirt vermittelst des Rohres g"1 mit
der Röhre b, welche mit einer Eintheilung versehen und am oberen Ende mit dem Rohr hx
in Verbindung steht. Letzteres führt zu dem dritten Behälter C, der mit einer der Form
und Tragfähigkeit des Schiffes angepafsten Wassermenge gefüllt ist und vermittelst der
Röhre g2 mit seinem druckmessenden, ebenfalls
mit einer Scala versehenen Rohr c in Verbindung steht.
Alle die genannten Theile sind auf einem Brett S von geeigneter Form und Gröfse befestigt
; der Apparat selbst wird in irgend einem passenden Schiffsraum aufgestellt.
Die Rohranlage nun, welche die Verbindung zwischen Apparat und Meer herstellt, ist verschieden,
je nachdem die Aufstellung des Apparates eine vorübergehende oder dauernde ist.
Für den ersteren Fall einer vorläufigen Anordnung zweigen sich von T nach beiden
Seiten die Rohre m und m1 (Fig. 5) ab, so
dafs das eine nach der Steuerbord-, das andere nach der Backbordseite verläuft.
Diese beiden Zweige m m1 treten durch die
.Schiffswand, und zwar oberhalb der Wasserlinie nach aufsen und laufen lothrecht an dem
Schiffsrumpf abwärts, und zwar bis ungefähr 2 m unterhalb der Wasserlinie in das Meer.
Sie gehen auf diesem an der äufseren Schiffswand abwärts laufenden Stück je durch eine
Kammer E E1, deren Bestimmung weiter unten erklärt wird, und endigen in ein konisches
Ansatzrohr i, welches waagrecht angesetzt und mit seiner Oeffnung von ungefähr einem 2 mm
weiten Durchmesser nach vorn, d. h. im Sinne der Fahrrichtung des Schiffes zeigt.
Eben diese Ansatzrohre müssen in der bereits erwähnten Tiefe von ungefähr 2 m unterhalb
der Wasserlinie liegen.
Die Kammern EE1 sind zu dem Zwecke
ungefähr in der Höhe der Wasserlinie vorgesehen, das Spiel und die Wirkung der Auslafshähne
k kl, welche in die Rohrzweige m m1
eingeschaltet sind, zu begünstigen oder zu erleichtern.
Der Schlüssel der beiden Hähne k k1 wird
vermittelst einer Kette bewegt, welche über entsprechend angeordnete Führungsrollen in
das Schiffsinnere geleitet ist. Die genannte Kette umläuft eine Rolle M, die auf dem
Brett 5 des Apparates angeordnet und mit einer Handkurbel versehen ist. Die Bewegungen
der Hahnschlüssel sind in Bezug auf die beiden äufsersten Stellungen durch Anschläge begrenzt.
Je eine Feder zieht ferner die Hahnschlüssel beständig in ihre Schlufsstellung zurück.
Die Kammern E Ελ, welche für beide Rohrzweige
mm1 vorgesehen sind, haben einen
solchen Querschnitt, dafs sie dem Vorwärtsgang des Fahrzeuges keinen Widerstand entgegensetzen.
Dieselben sind an den Seiten des Schiffes angeordnet, mit welchem die Rohrzweige
m Ot1 oben und unten durch Vermittelung
von Klammern η ηλ gut verbolzt sind.
In der Rückwand der Kammern EE1 ist je
ein Loch ο vorgesehen, welches das in den Kammern enthaltene Wasser (z. B. Oeffnung
der Hähne k) austreten läfst, ohne dafs das Meerwasser leicht in die letzteren eindringen
könnte.
Ist die Anordnung des Apparates eine dauernde, so läuft das Rohr T, anstatt sich
zu gabeln, unmittelbar durch das Innere des Schiffes lothrecht abwärts, durchdringt den
unteren Schiffsrumpf und tritt neben dem Kiel ins Meer.
Diese Anordnung ist ebenfalls punktirt angedeutet.
Das unterste äufserste Ende des Rohres T ist wiederum horizontal nach vorn, d. h. nach
der Fahrrichtung des Schiffes hin umgebogen und endigt in ein konisches Ansatzrohr i. Der
Auslaufhahn k befindet sich bei dieser Anordnung im Innern des Schiffskörpers und
wird in der gekennzeichneten Weise in Wirkung versetzt.
Wie auch immer die Aufstellung des Apparates sei, ob einstweilig oder dauernd, die
Wirkungsweise bleibt dieselbe. Im Zustande der Ruhe des Fahrzeuges steigt das Meerwasser
im Rohr T bis zum Spiegel des Meeres selbst in die Höhe und die Behälter 4BC sind
keiner Pressung unterworfen. Ist dagegen das Schiff in Bewegung und sind sämmtliche Hähne
mit Ausnahme der mit k bezeichneten geschlossen, so dringt das Wasser infolge der
Geschwindigkeit des Schiffes mit gröfserer oder geringerer Pressung durch die konischen Ansatzstücke
i in das Rohr T oder dessen Zweigrohr m m1 ein und verdichtet mehr oder
weniger die Luft, die sich in der Rohrleitung T befindet. Diese Luftsäule wiederum theilt ihren
Druck der in den Behältern A und B enthaltenen Luft mit und prefst somit die in
demselben befindlichen Flüssigkeiten in die zugehörigen Barometerröhren.
Der Behälter A wirkt als Ausgleicher des Raumes der Rohrleitung T. Die Ausgleichung
erfolgt, indem man durch den Hahn f eine gröfsere oder geringere Menge Flüssigkeit ausläfst,
um auf diese Weise ein bestimmtes, durch den bei der Bewegung des Schiffes in der Röhre T entstehenden Druck zu comprimirendes
Luftquantum zu bekommen, ohne dabei das gefärbte Flüssigkeitsquantum in dem Gefäfs B verändern zu müssen. Diese Flüssigkeit
des Behälters B wird in das Rohr b zurückgeprefst, und zwar bis zu einer Höhe,
welche je nach dem durch das eingeprefste Meerwasser im Rohr T hervorgebrachten Druck
wechselt, wobei letzterer selbst wiederum von der Geschwindigkeit des Schiffes abhängt. Die
Höhe des Zurücktriebes im Rohr b wird durch die Gradtheilung der zugehörigen Scala angezeigt; letztere bezieht sich wiederum auf eine
Tafel, welche die Geschwindigkeit in Ausdrücken und Mafsen, wie sie im Seewesen gebräuchlich
sind, angiebt.
Der in dem Rohr b aufsteigenden Flüssigkeitssäule wird, als Luftkissen entgegenwirkend
das Luftquantum gesetzt, welches in der Röhre h1
und dem oberen Theil des Behälters C eingeschlossen ist. Durch Nachfüllen von Wasser
in letzteren Behälter wird dieses Luftquantum vermindert, und es gehört infolge dessen eine
gröfsere Energie dazu, die gefärbte Flüssigkeit, in b auf dieselbe Höhe zu pressen. Man hat
also durch Veränderung dieses Wasserquantums in dem Gefä'fs c ein Mittel, den Stand der
Säule in b mit den zugehörigen, der Geschwindigkeit des Schiffes entsprechenden Scalentheilen
in Uebereinstimmung zu bringen.
Sowohl die Form des Schiffes, als auch dessen Tiefgang sind bekanntlich auf die Anzeigen
eines solchen Apparates von Einflufs, doch wird dieser Einflufs bei der Aufstellung
vorliegenden Apparates durch entsprechende Einfüllung von Wasser in den Behälter C
aufgehoben.
Die Wassermengen werden mit Hülfe von durch vergleichende Versuche aufgestellten
Tafeln bestimmt.
Da die so erhaltenen Geschwindigkeitsangaben nur flüchtig sind, so ist es von Werth,
sie gleichzeitig vom Apparat aufzeichnen zu lassen, damit die so gewonnenen Vermerke im
Dienst als Controle dienen können.
Zu diesem Zwecke ordnet man- auf einem der drei Behälter einen manometerartigen
Apparat an, welcher durch die Pressung in Spiel versetzt wird und von irgend einem
System sein kann. Die Registrirvorrichtung kann aus einer Trommel bestehen, welche mit
einem Papierblatt überzogen ist und durch irgend ein Uhrwerk in Bewegung versetzt wird.
Ein Schreibstift macht in Abhängigkeit von der in den Behältern auftretenden Pressung Auf-
und Abwärtsbewegungen und verzeichnet dadurch auf das bewegte Papier die Curve oder
das Diagramm der Geschwindigkeit für jeden Augenblick der Fahrt.
Um Störungen zu vermeiden, ist es gut, den Apparat von Zeit zu Zeit auf den Nullpunkt
zurückzuführen. Zu diesem Zwecke genügt es, um das Gleichgewicht herzustellen, die Lufthähne
d d1 ό?2 und die Auslafshähne k k1 zu
öffnen, diese zu dem Behufe das im Rohr T den Meeresspiegel überragende Wasser ausfliefsen
zu lassen.
Obwohl der im Vorstehenden beschriebene Apparat eigens zum Messen der Geschwindigkeit
von Schiffen bestimmt ist, unterliegt es keinem Zweifel, dafs er auch zum Messen
fliefsenden Wassers (von Flüssen u. s. w.), sowie ferner zur Messung der Kraft des Windes
dienen kann. Zwar wird der Apparat für diese beiden Anwendungen einige Abänderungen
erleiden müssen, seine wesentliche Anordnung und seine Wirkungsweise bleiben jedoch dieselben.
Claims (1)
- Patent-An sprtjch:Ein namentlich für Schiffe bestimmter Geschwindigkeitsmesser derjenigen Art, bei welchem die aus der Relativbewegung zwischen dem Messer und der Luft oder dem Wasser entstehende Druckwirkung auf einen Druckmesser übertragen wird, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anordnung folgender Einrichtungen :a) dreier nur theilweise gefüllten, mit Wasserstandszeigern, Luft- und Wasserablafshähnen versehenen Flüssigkeitsbehälter A B und C, von denen A mit seinem Luftraum durch die Leitung (T) mit dem Meere und durch die Leitung (h) mit dem Luftraum des Behälters (B) verbunden ist, dessen gefärbte Flüssigkeit behufs der Geschwindigkeitsanzeige in die Röhre (b) tritt, deren Ende (hl) mit dem Luftraum des dritten Behälters (C) in Verbindung steht, welcher Behälter dem Tiefgang des Schiffes entsprechend mit Wasser gefüllt wird;b)- der in die Rohrleitung (T) eingeschalteten Hähne (k), durch deren Oeffnung das in die Leitung (T) hochgedrückte Wasser ausfliefst, so dafs die Behälter im Innern den Druck der Atmosphäre annehmen, d. h. der Apparat auf den Nullpunkt gebracht wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55822C true DE55822C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT55822D Expired - Lifetime DE55822C (de) | Geschwindigkeitsmesser für Schiffe |
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| Country | Link |
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- DE DENDAT55822D patent/DE55822C/de not_active Expired - Lifetime
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