DE557C - Abstimmungs-Apparat - Google Patents
Abstimmungs-ApparatInfo
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Description
1877.
Klasse 42.
CARL ALBERT MAYRHOFER in WIEN. Abstimmungs-Apparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. September 1877 ab.
Diese Erfindung hat den Zweck, einen sicher wirkenden Abstimmungs-Apparat für Reichsraths-
und andere parlamentarische Corporationen herzustellen, welcher auf pneumatischem Wege
betrieben wird, leicht controlirt werden kann und jeden Mifsbrauch unmöglich macht.
Zu dem obengenannten Zwecke führen Röhren von einem mit comprimirter Luft gefüllten
Reservoir nach allen Sitzen der Abstimmenden. Jede dieser Röhren mündet in zwei Dreiweghähne
α β des Doppel-Tasters Fig. 8 oder in
zwei Luftbeutel A, Fig. 1. Wird nun der Knopf a, Fig. ι oder der Knopf·«1 oder a2 des Tasters,
Fig. 8, niedergedrückt, so wird entweder die in A, Fig. i, befindliche oder von u, Fig. 8
kommende Luft in die Röhre b getrieben, wodurch ein hohler, elastischer, hermetisch geschlossener
Körper aufgebläht oder ein in einem geschlossenen Gefäfse B, Fig. 2,' befindlicher Kolben
gehoben wird.
In beiden Fällen geht infolge dessen die Stange c, Fig. 2 und 3, mit dem Querstück C
in die Höhe und mit diesem gleichzeitig die vertical darauf befestigten Stifte //und d1, welche
letztere wieder je ein horizontales Querstück e und el tragen. Von ersterem (<?) geht der seitlich
verjüngte Stift / nach aufwärts und von letzterem {e') der seitlich verjüngte Stift fi nach
abwärts. Diese Stifte f und /l bewegen sich
bei ihrem Auf- und Niedergange in correspondirenden Löchern, die in den Röhren D angebracht
sind. Der Stift/1 des Querstückes e\ reicht beim tiefsten Stand (Normalstand) von C
bis in die Mitte des Rohres D hinein, und verhindert dadurch die vorderste Kugel k und mit
ihr alle noch folgenden Kugeln am Auslaufen; wird jedoch C durch die comprimirte Luft in
die Höhe getrieben, so schiebt sich der Stift / zwischen die vorderste Kugel k und die folgende
kl, während der Stift fi gleichzeitig so
weit gehoben wird, dafs die Kugel k unbehindert durch das geneigte Rohr D in den Sammeltrichter
E, Fig. 4, ablaufen kann; wenn der Druck auf den Knopf oder Taster aufhört,
so senkt sich C wieder und kann dann die Kugel kl so weit vorrücken, bis sie an den Stift/1
anstöfst, d. h. bis sie die früher von k innegehabte Stellung einnimmt. Der Sammeltrichter E1
Fig. 4, empfängt durch die Zulaufröhren D die abgelaufenen Kugeln, von wo sie einzeln
' durch das Rohr h in den Zählapparat, Fig. 5,
kommen. In letzterem befindet sich ein Schaufelrad, welches mit Bezug auf das Rohr h so
gestellt ist, dafs jede durchlaufende Kugel eine der Schaufeln iiii um 90° weiter dreht. Das
Schaufelrad ist auf die Scheibe H übersetzt, welche bei jedem Durchgang einer Kugel durch
das Rohr h um ein Zehntel, d. i. um eine Ziffer von ο bis 9 weiter gerückt wird, welche letztere
an einer Oeffhung der Wand, die den ganzen Apparat verdeckt, sichtbar wird. Diese Scheibe
bewegt mittelst eines sogenannten Mitnehmers nach jedem einmaligen Umgange eine zweite
Scheibe F, an der sich dieselben Ziffern befinden, um eine Stelle, d. i. um ein Zehntel, weiter.
Sind mehr als 99 Abstimmende, so hat auch die zweite Scheibe eine solche Vorrichtung,
welche in gleicher Weise auf ein drittes, mit 10 Ziffern versehenes Rad wirkt.
Das Leitungsrohr b hat auch noch eine Abzweigung /, welche zu einem flachen Kasten K,
Fig. 6, führt und in einen gleichen Körper m wie B, Fig. 2, einmündet, so dafs beim Niederdrücken
des Knopfes a, Fig. 1 oder β1 oder β2,
Fig. 8, infolge des dadurch bewirkten Aufblähens des Körpers m ein darauf ruhender
Kolben η in die Höhe gedrückt wird; die obere Fläche des Kastens nimmt eine Platte ein, welche
so viele Oeffnungen hat, als sich Körper m oder
„Pilze" unter derselben befinden; auf diese Platte wird ein rubricirter und bezeichneter Bogen
Papier ο, ο, ο, ο und darauf wieder eine Platte/ mit correspondirenden Oeffnungen gelegt. Der
Deckel G des Kastens K ist an der inneren Fläche mit Leder überzogen und mit Druckerfarbe
befeuchtet.
Wenn nun die Kolben η durch m in die Höhe
gedrückt werden, markirt sich dies auf dem Papierblatt 0000, da das Papier an den Farbdeckel
G angedrückt wird. Auf ganz analoge Weise kann man durch Zuspitzen oder Schärfen
der Kolben η das Papierblatt 0 auch durchstechen
lassen.
Um eine sogenannte ,,Frei"-Abstimmung vornehmen zu können, d. h. abzustimmen, ohne
dafs man weifs, wer für und wer gegen gestimmt hat, ist der Linienwechsel, Fig. 7, in die Luftrohrleitung
eingeschaltet. Dieser Linienwechsel besteht aus einer unbeweglichen Scheibe H, in
welche die Leitungsröhrchen q, r, s, t etc. ein-
Claims (1)
- münden, und aus einer beweglichen Scheibe /, von welcher aus die Röhrchen q1, rl, si, ti etc. nach den einzelnen Apparatsystemen führen. Die Scheibe / ist um ihre Axe drehbar; beide Scheiben H und / sind an den Berührungs flächen gut abgedreht, dafs keine Luft entweichen kann. Beide Scheiben sind so durchbohrt, dafs man in der Regel das Röhrchen q mit q1, r mit r1, s mit s1, t mit t1 etc. correspondirt. Wird jedoch die Scheibe / beliebig verrückt, so dafs die Röhrchen nicht mehr in der obgenannten Weise correspondiren, so wird wohl die Anzahl der «pro» und «contra» Stimmen genau gegeben, gezählt und gedrückt, aber man weifs nicht, wer für und wer gegen gestimmt hat.Die Fig. 9, 9a und 10 stellen einen Control-Apparat dar, welcher anzeigt, ob einer der Taster mehr als einmal niedergedrückt wurde.Das Rohr K zweigt von dem Hauptluftrohr ab und mündet in ein hermetisch geschlossenes Gefäfs L; der in demselben befindliche Kolben L' wird durch Niederdrücken des Knopfes a, Fig. ι oder a' oder a~, Fig. 8, des jeweiligen Tasters gehoben; die mittelst der Feder m1 an die Stange / befestigte Knagge m hebt infolge dessen einen der Stifte i, 2, 3, 4, 5 des Rades M und dreht dasselbe mit seiner Axe 0 um einen bestimmten (hier den fünften) Theil des Radumfanges herum. An der Axe ο sitzt die Scheibe R1 Fig. 10, welche in mehrere (hier fünf) verschieden gefärbte und event, mit Ziffern versehene Felder getheilt ist. Der um den Stift 9 drehbare Sperrhaken ρ dient dazu, eine rückgängige Bewegung des Rades M zu verhindern ; die Feder p1 sichert das richtige Eingreifen des genannten Sperrhakens p. Die Spiralfeder η hat den Zweck, eine Spannung zu erzeugen, durch welche das Rad M, falls es gedreht wurde, nach entsprechender Verschiebung des Sperrhakens ρ und der Knagge m wieder in seine Normallage zurückgeführt wird, die durch den Anschlag ζ gegen die Hemmung χ bestimmt ist. Um alle die Control-Apparate auf eine einfache Weise nach geschehener Abstimmung in ihre Normallage zurückzubringen, bringe ich in den Trägern QQ1 die verschiebbare Stange JV an, welche mittelst einer Spiralfeder Si bei ν an Q1 befestigt ist; das andere Ende der Feder S1 ist an dem Stifte i1 festgemacht. Wird nun die Stange N durch einen Kniehebel oder eine andere geeignete Vorrichtung, welche auch auf pneumatischem Wege in Bewegung gesetzt werden kann, in der Richtung des Pfeiles, Fig. 9 verschoben, so stöfst der Stift t gegen den Sperrhaken p und der Stift t1 gegen den an der Knagge m befestigten Stift u, so dafs das Rad M frei und durch die Spannung der Feder S1 mit der Scheibe R so weit zurückgedreht wird, bis der Stift χ an ζ anstöfst.Patent-Anspruch: Die Gesammtordnung und Combination der einzelnen Theile des pneumatischen Abstimmungsapparates, wesentlich, wie beschrieben und gezeigt, unter Vorbehalt eventueller Aenderungen in den Details der Apparatbestandtheile.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE557T | 1877-09-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE557C true DE557C (de) |
Family
ID=70968395
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000000557DA Expired - Lifetime DE557C (de) | 1877-09-26 | 1877-09-26 | Abstimmungs-Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE557C (de) |
-
1877
- 1877-09-26 DE DE000000000557DA patent/DE557C/de not_active Expired - Lifetime
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