DE55538C - Flohfänger - Google Patents
FlohfängerInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01M—CATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
- A01M1/00—Stationary means for catching or killing insects
- A01M1/14—Catching by adhesive surfaces
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Pest Control & Pesticides (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Insects & Arthropods (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Catching Or Destruction (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Flohfänger haben den Zweck, die Flöhe auf mechanischem Wege zu beseitigen und das
zu ihrer Vertilgung verwendete giftige, sogen, persische Pulver zu ersetzen, dessen Gebrauch
auch auf den menschlichen Körper einen schädlichen Einflufs ausübt. Diese Apparate
sind in zwei Abänderungen ausgeführt. Die Oberfläche einer passend geformten Handhabe
wird mit einer klebrigen, nicht bald trocknenden Substanz, z. B. mit Theer, mit in OeI gelöstem
Harz u. s. w., bestrichen und von allen Seiten mit einem Netz aus Draht, Bindfaden, Zwirn u. a.
so umgeben, dafs ein Abstand entsteht, welcher gestattet, den Apparat mit dem straff gespannten
Netz in Berührung mit dem menschlichen Körper, mit Kleidern, mit Wäsche oder Bettzeug zu bringen, ohne dafs diese von der
klebrigen Substanz verunreinigt werden können. Werden nun mit einem solchen Instrument
Stellen des Leibes, der Kleidung oder des Bettzeuges, wo ' man Flöhe vermuthet, sieht
oder spürt, berührt und bestrichen, 'so reizt das Netz die Flöhe zum Springen, so dafs sie
an die klebrigen Flächen gerathen, welche sie festhalten. Die beiden für den praktischen Gebrauch
construirten Apparate sind in der Zeichnung dargestellt.
Der erste Apparat, welcher in den Fig. 1 bis 8 dargestellt ist, ist ein leichtes Instrument
zum Fangen von Flöhen auf dem Leibe, in Kleidern, in der Wäsche und in den Betten,
während der zweite Apparat, welcher in den Fig. 9 bis 12 dargestellt, dazu bestimmt ist,
ganze Decken, Matratzen, Polster, Kleider u. s. w. von den darin sitzenden Flöhen zu säubern.
Die erste Ausführung besteht aus drei Haupttheilen, nämlich aus einem runden Rohrstock
von ungefähr 40 bis 50 cm Länge, dessen oberes Ende gespalten und gabelförmig aufgebogen
ist, A A{ B C, aus der dreieckigen Platte aus Blech oder einem anderen Metall, aus
Holz u. s. w. α α1 b (Fig. 7 und 8) und aus
einem Netz aus Zwirn, Schnur oder Draht/1-/9
(Fig. 1), welches über den beiden Flächen der Blechplatte ausgespannt ist.
Der erwähnte Rohrstock wird an seinem oberen Ende so weit gespalten, dafs die beiden
entstandenen Aeste A B und A1 B die halbrunden
Seiten der Kernplatte aba1 umfassen. Um die Platte besser festzuhalten, sind auf den
inneren Flächen der Gabel rinnenförmige Einschnitte ν v1 (Fig. 3) vorgesehen, in welchen
die Ränder der Platte festsitzen. Letztere ist an ihrem oberen Rande α α1 von einem halbrunden
Rahmenstück, welches durch Umbiegen der Platte selbst gebildet wird, begrenzt, so
dafs das Feld der Platte von allen drei Seiten umrahmt erscheint.
Die Platte ist mit zwei, drei oder mehr Lochreihen versehen, welche parallel zum
Rande laufen, zu dem Zwecke, dem gefangenen Floh das Herauskriechen von der Platte zu erschweren, indem jedes Loch für
ihn eine Grube bildet, in welcher seine Bewegungen durch den angesammelten Klebstoff
gehindert werden.
Wie schon erwähnt, wird die Platte mit einer klebrigen Substanz, bestehend z. B. aus
etwa 8 Theilen Kolophonium und 2 Theilen Olivenöl oder einer anderen ähnlichen Masse
bestrichen und in . die Spaltung des Rohrstockes eingezwängt, in welcher Lage sie einer-
seits durch die Schraube u (Fig. ι) und andererseits
durch die nunmehr erfolgende Spannung des Netzes aus Zwirn, Schnur oder Draht fest- '
gehalten wird.
Um die Herstellung des Netzes zu erleichtern, werden in den Rohrstock vor seiner Spaltung
zwei Reihen Löcher (Fig. 2) in regelmäßigen Abständen gebohrt und man braucht dann nur
den Zwirn u. s. w. mit Hülfe einer Nadel durch jedes Loch der Reihe nach zu ziehen
und den Rahmen der Platte von beiden Seiten zu bespinnen. Selbstverständlich müssen alle
Fäden des Netzes stark genug gespannt sein, um den Körper oder die Kleidung oder das
Bettzeug vor der Berührung mit der klebrigen Platte zu schützen.
Zum Zwecke der Reinigung und frischen Bestreichung mit Klebstoff kann die Platte
nach Lösung der Schraube u leicht aus ihrer Fassung herausgezogen werden.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 eine Vorderoder Hinteransicht dieses Flohfängers dar;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht; Fig. 3 ist ein Längsschnitt in der Achse; Fig. 4 ist ein Querschnitt
nach m-rc; Fig. 5 ist eine obere Ansicht; Fig. 6 ist ein Querschnitt nach k-l;
Fig. 7 ist eine Vorderansicht der Platte und Fig. 8 ist ein Achsenlängsschnitt der Platte.
Diese Flohfänger können gröfser oder kleiner hergestellt werden; die kleineren mit zusammenlegbarem,
gegliedertem Griff sollen zum Fangen der Flöhe dienen, wenn man vollständig
angekleidet ist. Sämmtliche Flohfänger werden in einem entsprechenden Etui aufbewahrt,
um sie gegen Staub zu schützen, der ihre Wirkung beeinträchtigt.
Die zweite Ausführung besteht aus einem prismatisch geformten Kern ABCD (Fig. 9
und 10) aus Holz oder anderem geeigneten Material, dessen linsenförmige Grundflächen
mit je einer ebenfalls linsenförmig zugeschnittenen Metallplatte von etwas gröfserer
Dimension (Fig. 11) versehen sind. Diese beiden Platten besitzen je eine Reihe von Löchern
nahe am Rande. Während die untere Platte in concentrischer ■ Lage an die untere Endfläche
des Kernes fest angeschraubt ist, kann die obere Platte mittelst Schraubenbolzen in
ihrer gleichfalls concentrischen Lage der oberen Endfläche genähert oder von ihr entfernt
werden.
Nachdem die Seitenflächen des prismatischen Kernes mit der Klebmasse bestrichen worden
sind, werden in je einem Paar gegenüberliegender Löcher der beiden Endplatten gleich lange
Drahtsaiten befestigt und durch Anziehen des Bolzens α gespannt, so dafs eine Reihe gespannter
Saiten den klebrigen Kern vor der Berührung mit dem Bettzeug u. s. w. bewahrt.
Um die Widerstandsfähigkeit der gespannten Saiten zu erhöhen, sind an dem Kern Querrippen
c1 c2 und c3 c4 angebracht, welche den
Saiten als Stützpunkt dienen.
Dieser Flohfänger wird in der Weise benutzt, dafs man ihn quer über das Bett zwischen
die Decken und Polster etc. legt und ihn in der Längsrichtung des Bettes hin- und
herbewegt. Die durch die gespannten Saiten gereizten Flöhe beginnen zu springen und gerathen
an den mit Klebstoff bestrichenen Kern, welcher sie festhält.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Flohfänger, bestehend aus einem mit einer klebrigen Substanz bestrichenen Körper oder Kern, über welchen in einem gewissen Abstande ein Netz aus Zwirn, Schnur oder Draht gespannt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55538C true DE55538C (de) |
Family
ID=330057
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55538D Expired - Lifetime DE55538C (de) | Flohfänger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55538C (de) |
-
0
- DE DENDAT55538D patent/DE55538C/de not_active Expired - Lifetime
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