DE554751C - Kantenschleifmaschine fuer elliptische Gegenstaende - Google Patents
Kantenschleifmaschine fuer elliptische GegenstaendeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Bearbeitung der Kanten von elliptischen
Gegenständen, welche einerseits mit rechtwinkelig zueinander angeordneten, an sich bekannten
Führungsmitteln ausgerüstet ist, die infolge ihrer Verschiebbarkeit die, das Werkstück
tragende Plattform in ihren zur Ellipsenherstellung erforderlichen Bewegungen zu führen vermögen, und die andererseits
eine Antriebsvorrichtung besitzt, mit deren Hilfe dem Werkstück eine konstante lineare Umfangsgeschwindigkeit erteilt werden
kann, derart, daß die Schleifstelle ortsfest bleibt.
Maschinen dieser Art sind an sich bekannt, und zwar wird bei jenen Bauarten die konstante
lineare Umfangsgeschwindigkeit der Werkstückunterlage dadurch erzielt, daß die Winkelgeschwindigkeit der Werkstückunterlage
im Antrieb umgekehrt proportional zu der Veränderung der Länge des durch den Schleifpunkt gehenden Radiusvektors der
Ellipse laufend verändert wird.
Gegenstand der Erfindung ist daher eine Antriebsvorrichtung, welche dazu dient, in
erheblich einfacherer und billigerer Weise als bisher die lineare Umfangsgeschwindigkeit
der Werkstückunterlage und damit auch die des Werkstückes selbst konstant zu halten,
wobei gleichzeitig die Schleifstelle ortsfest bleibt. Nach der Erfindung wird nämlich die
Werkstückunterlage, welche an sich mit einer Ellipsenführung ausgestattet ist, durch einen
Treibriemen angetrieben, welcher mit gleichförmiger linearer Geschwindigkeit umläuft
und infolge der Wirkung von Leitrollen o. dgl. nahezu am ganzen Umfange der genannten,
das Werkstück tragenden Plattform anliegt; die Form dieser Unterlage stimmt genau in
ihren Verhältnissen und ihrer Achsenlage mit den entsprechenden Werten des Werkstückes
überein. Abgesehen von der Einfachheit der zur Herbeiführung einer konstanten linearen
Umfangsgeschwindigkeit der Plattform verwendeten Mittel bietet die Einrichtung nach
der Erfindung auch noch im Vergleich zu dem bisherigen Stand der Technik den Vorteil,
daß in genau gleicher Weise, d. h. ohne sonstigen Austausch von Maschinenteilen, die
verschiedensten elliptischen Gegenstände bearbeitet werden können, indem lediglich die
das Werkstück tragende Unterlage oder Plattform selbst ausgewechselt werden.
Es ist bereits bei Kantenschleifmaschihen bekannt, eine Werkstückunterlage mit konstanter
Umfangsgeschwindigkeit in Umlauf zu versetzen, jedoch nicht in Verbindung mit einer gleichzeitigen elliptischen Führung der
oBen angegebenen Art. Bei derartigen bekannten Maschinen soll vielmehr die Führung
der Werkstückunterlage durch dieselben Mittel bewerkstelligt werden, welche in erster
Linie für den Bewegungsantrieb bestimmt sind. Mit Rücksicht auf die veränderlichen
Gegenwirkungen und Widerstände, welche sich diesen Antriebsmitteln, je nach der jeweiligen
Richtung der Resultierenden aller ίο der Fortbewegung der Plattform entgegenwirkenden
Kräfte, entgegenstellen, wird ein Ecken und Klemmen der Antriebsmittel herbeigeführt,
was von großem Nachteil für ihre Betriebsfähigkeit ist und sogar Veranlassung sein kann, daß sie zu Bruche gehen. Im
übrigen sind diese Antriebsmittel erheblich teuerer in ihrer Herstellung und in ihrem
eventuellen Ersatz und erfordern eine erheblich sorgfältigere Wartung als die Antriebsmittel
nach der Erfindung.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, die Werkstückunterlage mit Hilfe eines
Treibriemens in Umdrehung zu versetzen, welcher einen Teil einer nicht kreisrunden,
beispielsweise elliptischen, mit dem Werkstück gekuppelten Riemenscheibe umschlingt,
die in ihren Abmessungen und Achsenverhältnissen der Form des Werkstücks nicht ähnlich
ist, deren Symmetrieachsen jedoch parallel zu den gleichartigen Achsen des Werkstücks,
welches auf dem Umfang des Schleifwerkzeugs aufruht, angeordnet sind. Bei einer solchen Einrichtung ändert sich infolge des
Fehlens der Ähnlichkeit zwischen Werkstück und Riemenscheibe fortlaufend die lineare
Umfangsgeschwindigkeit des Werkstücks sowie der Kantenwinkel, und auch die Schleifstelle
verbleibt nicht ortsfest. Erreicht wird allenfalls, daß in der Zeiteinheit eine etwa
gleichbleibende Materialmenge vom Werkstück abgeschliffen wird.
Zum besseren Verständnis des Erfindungsgedankens ist im nachfolgenden und in den
Zeichnungen eine Ausführungsform schematisch dargestellt, welche zum Kantenschleifen .
von elliptischen oder runden Spiegeln dient. Der Spiegel ist hierbei waagerecht angeordnet,
er könnte aber ebensogut auch senkrecht oder in irgendeiner anderen Lage angeordnet
werden.
Abb. ι stellt einen senkrechten Schnitt entlang der Linie A-B in Abb. 2 dar; in dieser
senkrechten Ebene befinden sich die Bearbeitungsstellen der Werkstücke, im vorliegenden
Beispiel die des Ramies eines elliptischen Spiegels.
Abb. 2 ist ein Grundriß zur Abb. 1. " Abb. 3 ist ein senkrechter Schnitt entlang
der kleinen Ellipsenachse durch die Hauptplatte und die das Werkstück tragende Plattform.
Abb. 4 ist ein waagerechter Schnitt entlang der Linie C-D in Abb. 3.
Abb. 5 ist ein senkrechter Schnitt ähnlich der Abb. 3, jedoch entlang der großen Achse
der elliptischen Plattform.
Die Abb. 6 und 7 sind senkrechte bzw. waagerechte Schnitte in größerem Maßstab
durch den Aufbau der Schleifwerkzeuge, welche mit ihrer unteren ringförmigen Kante
schleifen, und zwar entlang der Linie E-F in Abb. 7 bzw. G-H in Abb. 6.
Entsprechend den genannten Abbildungen umfaßt die Maschine einen Sockel 1, welcher
mit einem verlängerten seitlichen Ansatz 32 versehen ist, auf dem eine Säule 3 aufgebaut
ist. Oberhalb des Sockels 1 ist ein drehbarer und durch geeignete Mittel in jeder beliebigen
Stellung feststellbarer Fuß 2 angebracht, welcher an seinem obersten Punkte ein messerartiges Scharnier trägt, auf dem eine
Hauptplatte 6 auf und ab gekippt werden kann und infolgedessen jede beliebige Neigung
einnehmen kann.
An dem Fuß 2 ist ein Arm 4 befestigt, dessen äußerstes Ende eine Kugelgelenkstütze 29
trägt, welche mit dem Innengewinde einer Hülse 28 verschraubt ist. Die Hülse 28 ist
mit einem Handrad 27 versehen und umfaßt außerdem mit gegenläufigem Gewinde eine
ähnliche Kugelgelenkstütze 30, die mit der Kugel 31 an der Platte 6 befestigt ist. Man
kann daher durch Betätigung des Handgriffes 27 die Neigung der Hauptplatte 6 verändern.
Der Fuß 2 trägt im übrigen noch einen Behaltern, welcher den ganzen Mechanismus
der Maschine umschließt und dazu dient, bei diesem Ausführungsbeispiel das Wasser, welches
zur ständigen Kühlung des Glases an der Schleifstelle dient, aufzufangen.
Wie bereits angedeutet, wird bei dem vorliegenden Beispiel der äußere Rand des Spiegels
9 mit einem KantenschlifE versehen. Der Spiegel ruht nahezu waagerecht auf einer
auswechselbaren Plattform 8, welche in ihrer Form genau der.des Spiegels entspricht.
Falls beabsichtigt ist, die Kante des Glases zu polieren, muß die Plattform 8 ein wenig v
kleiner sein als das Glas, so daß dieses ein wenig darüber hinausragt. Das Schleifwerkzeug
erhält dann volle Zugänglichkeit in bezug auf den Rand des Glases an der Stelle 43.
Das Glas wird durch sein Eigengewicht oder durch irgendwelche geeignete Mittel auf der Unterlage festgehalten, und der Rand
wird durch die waagerechte untere Kante eines zylindrischen, innen hohlen Schleifsteines
12, der auf der Welle 13 befestigt ist, bearbeitet. Die Plattform 8, welche im vorliegenden
Falle elliptisch ist, in anderen Fällen aber auch kreisrund sein kann, ruht mit Zapfen 33 (vgl. Abb. 3) auf den Quer-
streben 34, die mit einer zweiten Plattform 7 verbunden sind. Die letztgenannte gleitet
mittels Rollen o. dgl. auf der beliebig neigungsfähigen Hauptplatte 6 und umschließt
den eigentlichen Mechanismus, welcher der darüber befindlichen Anordnung eine zweifache
Bewegung folgender Art erteilt.
1. Der Spiegel 9 erhält einen Antrieb im Sinne einer Querverschiebung unter dem
Schleifstein 12 hindurch, und zwar an der Bearbeitungsstelle 43.
2. Die zu bearbeitende Glasstrecke wandert unter dem Werkzeug 12 entsprechend der
Bearbeitungszeit weiter.
Die erste Art der Bewegung (die elliptische) ergibt sich aus der Wirkung des an sich bekannten
Gleitschienensystems 35 und 36 (vgl. Abb. 3, 4 und 5), welches mit der Plattform 7
verbunden ist.
Die beiden Gleitschienen 35 und 36, welche im rechten Winkel zueinander angeordnet
sind, gleiten in Führungen 38 bzw. 42, deren fest eingestellte Entfernung voneinander für
jede Ellipse verschieden ist und gleich der halben Differenz der beiden Hauptachsen der
betreffenden Ellipse ist. Die beiden Führungen 38 und 42 können dann, wenn die Maschine
dazu verwendet wird, runde oder sonstige Gegenstände zu bearbeiten, auch senkrecht
übereinander gelangen, wie aus nachfolgendem hervorgeht.
Unterhalb der Führung 38 und mit ihr durch einen Zapfen oder eine Verdickung 39
verbunden ist ein weiteres Führungsstück 40 angeordnet, in welchem die Einstellschiene 37
gleitet. Diese kann durch eine Druckschraube 40' festgeklemmt werden, so daß der Drehpunkt
ο an der gewünschten Stelle auf der Stellschiene ^y in bezug auf den Punkt o'
der Führung 42 (vgl. Abb. 4) eingestellt werden kann. Wie bereits erwähnt, stimmt diese
Entfernung 0-0' genau mit der halben Differenz der Hauptachsen der Ellipse überein.
Die Stellschiene 37 und die Führung 42 sind mit einem festen Zapfen 41 verbunden, welcher
in die neigbare Hauptplatte 6 eingelassen ist. Die Stellschiene 37 kann infolgedessen
nur eine einzige Stellung einnehmen, und die senkrechte Ebene, welche durch ihre Längsachse
gelegt wird, enthält dann auch alle vorkommenden Bearbeitungsstellen beim Schleifen.
Die zweite Bewegungsart, nämlich der Vorschub des Randes des Werkstückes, wobei das
Glas 9 unter dem Werkzeug hindurch entsprechend der Bearbeitungszeit weiterwandert,
wird auf folgende Art erzeugt.
Die Plattform 8, welche die elliptische
Glasscheibe 9 trägt, besitzt die Form einer elliptischen Riemenscheibe, und zwar in ihrer
Umrißform genau übereinstimmend mit der der Scheibe, deren Rand zu bearbeiten ist.
Sollte es sich darum handeln, auf der Fläche des Spiegels ein Muster einzuschleifen, so
müßte die Form der Riemenscheibe mit der Form des aufzubringenden Musters übereinstimmen.
Die Plattform 3, welche, wie gesagt, eine Riemenscheibe darstellt, wird durch
einen Treibriemen 44 und unter Mitwirkung von zwei Leitrollen 23 angetrieben, deren eine
fest ist, während die andere federnd angeordnet ist, um die Riemenspannung stets gleich
groß zu halten. Der Treibriemen läuft außerdem über eine gewöhnliche kreisrunde Riemenscheibe
22, welche eine gleichmäßige Umfangsgeschwindigkeit erhält und deren Achse 21 lotrecht zur Hauptplatte 6 angeordnet ist.
Diese Achse liegt innerhalb der senkrechten Ebene, in der auch die Bearbeitungsstellen
der verschiedenen herzustellenden Ellipsen liegen. Die Achse 21 trägt ein Schneckenrad
20, das durch eine am Wellenende eines Elektromotors 19 (vgl. Abb. 1) auf der Platte 6
befestigte endlose Schnecke angetrieben wird. Die Leitrollen 23 erhalten je nach den Abmessungen
des Spiegels oder sonstigen Werkstückes eine andere Stellung, jedenfalls aber bringt man sie so nahe wie möglich an die
Bearbeitungsstelle 43 heran. Zu diesem Zwecke sitzen die Rollen 23 am Ende eines
U-förmigen Rahmens 24, dessen anderes Ende auf der Platte 6 auf ruht und dort mit Hilfe
v.on Ouerstücken 26 und Bolzen 25 in wechselnder, von dem einzelnen Werkstück abhängender
Stellung festgeklemmt werden kann.
Es ist kaum nötig, besonders darauf hinzuweisen, daß in allen Fällen die Bearbeitungsstellen
der verschiedenen Glasscheiben und sonstigen Werkstücke stets in derselben senkrechten Ebene liegen. Wie weiter oben
bereits gesagt, ist diese senkrechte Ebene mit Hilfe des Fußes 2 einstellbar.
Es ist also der Vorschub des zu schleifenden Glasrandes ein gleichmäßiger, weil der
am Umfang angreifende Antrieb ein gleichmäßiger ist.
Zwischen der erstgenannten Plattform 8 und der weiteren Plattform 7 ist eine Schutzplatte
10 wegen des die Bearbeitungsste'lle kühlenden Wassers angeordnet. Auch sie hat
elliptische Form.
Die Schleifkante ist gegen die Ebene des Spiegels 9 infolge der oben beschriebenen Anordnung
geneigt. Die Achse 13 des Schleif-Werkzeuges hat eine unveränderliche Richtung
im Räume; infolgedessen kann sich die ganze Tragvorrichtung des Glases um die
Schneide 5 des Scharnieres neigen, welches in der Ebene der unteren Fläche der Hauptplatte
6 liegt, und zwar dort, wo diese Ebene sich mit einer senkrechten Ebene schneidet,
welche im rechten Winkel zu der senkrechten Ebene verläuft, in der die Bearbeitungsstellen
43 der verschiedenen elliptischen Spiegel oder sonstigen Werkstücke liegen. Wenn beispielsweise
die Schleifebene waagerecht liegt, so würde die Platte 6 eine Neigung von 5 bis
10 °/o erhalten.
Das Schleifwerkzeug 12 bzw. die verschiedenen, für je eine Bearbeitungsstufe benötigten
Werkzeuge sind auf Wellen 13 befestigt, welche von Lagerhülsen 16 (vgl. die schematischen
Abb. ι und 6) gehalten werden und am Ende eines Armes 17 gelagert sind, welcher
den Antriebsmotor 47 trägt. Der genannte Arm ist an einer Klemmhülse 18 befestigt,
die das oberste Ende der Säule 3 umfaßt, welche auf dem Ansatz 32 des Sockels 1
steht. In Abb. 7 ist dargestellt, wie die Wellen 13 durch seitliche Verlängerungen 17' des
Armes 17 gehalten werden und über Riemenscheiben 14 ihren Antrieb erhalten. Die Riemenscheiben
14 sind durch Treibriemen 45 mit der Hauptriemenscheibe 46 verbunden,
welche ihrerseits durch den vom Elektromotor 47 herkommenden Treibriemen in Umdrehung
versetzt wird.
Die Wellen 13 der Schleifwerkzeuge sind in senkrechter Richtung in ihren Lagerhülsen
16 verschiebbar. Sie sind durch eine Gewichtsausgleichvorrichtung
mit verstellbarem Gewicht 49 oder- verstellbaren Hebelarmen je nach der Abnutzung des Werkzeuges 12
im Gleichgewicht gehalten, und zwar wird das Gewicht des Schleifwerkzeuges, der Achse und der Riemenscheibe darauf ausgeglichen.
Zu diesem Zwecke liegt ein Hebel 50, der um einen Drehpunkt 57 schwingt, an einem Anschlagring 15 auf der Welle 13 an
und trägt an seinem einen Ende ein festes Gegengewicht 49, welches das Gewicht der
Schleifeinrichtung ausgleicht, während am anderen Ende ein verstellbares Gewicht 48
sitzt, welches den Arbeitsdruck bestimmt.
Damit das Schleifwerkzeug 12 stets die zu bearbeitende Kante am theoretischen Berührungspunkt
43 bearbeitet, welcher durch die weiter oben beschriebenen Bewegungsverhältnisse bestimmt ist, können sowohl der
Arm 17, 17', welcher die Schleifeinrichtung trägt, als auch der Säulenfuß 2, welcher durch
das Scharnier 5 die Hauptplatte 6 trägt, in der bereits beschriebenen Weise ausgerichtet
werden. Die Säule 3 ist unterhalb der Klemmzwinge 18 des Armes 17 durch eine weitere
Klemmzwinge 18' umfaßt, welche drehbar ist, um die Arbeitsstellung des Armes 17 festzulegen,
und in der entsprechenden Stellung festgeklemmt werden kann. Die Schleif- oder Polierwerkzeuge 12 können sowohl mit ihren
unteren ringförmigen Flächen als auch mit ihren geradlinigen oder profilierten Umfangsflächen
zur Wirkung gelangen, so daß alle möglichen Arten von Bearbeitungen, sogar das Schneiden von Kristallgläsern, das
Mustern oder Einschleifen aller Art auf der Fläche wie auch auf dem Umfang des Glases,
durchgeführt werden können. Die Achsen der Schleifwerkzeuge können auch parallel mit
der an die Ellipse im Bearbeitungspunkt 43 gelegten Tangente angeordnet werden und
arbeiten in diesem Fall mit ihrer Umfangsfläche, deren Erzeugende stets parallel mit
der genannten Tangente verlaufen, ähnlich wie dies bei der Einstellung des Diamantwerkzeuges
in der Maschine zum Schneiden des Glases in Ellipsenform (Maschinen mit drehbarer Plattform) erfolgt. Im letztgenannten
Fall bildet die Schleifkante eine zylindrische Hohlkehle.
Die vorstehend beschriebene Maschine kann in konstruktiver Beziehung auch verschiedene
Abweichungen von den in der Beschreibung gegebenen Merkmalen aufweisen, da an dieser Stelle nur ein Ausführungsbeispiel
geschildert wurde. Sie kann in jeder Beziehung an die Erfordernisse der Bearbeitung
der jeweils in Betracht kommenden Gegenstände angepaßt werden.
Die Plattform 8, welche auswechselbar gedacht ist, kann durch eine kreisrunde oder
sonstige Plattform ersetzt werden, je nach den Abmessungen des Werkstückes und der
Art der auszuführenden Bearbeitung.
Es dürfte aus der Beschreibung zur Genüge hervorgehen, daß in den Rahmen der
Erfindung jede Maschine einbezogen ist, welche im ganzen oder im einzelnen die beschriebenen
Merkmale aufweist. Die Bearbeitung in elliptischer oder kreisrunder Form kann an Gegenständen aller Art, wie z. B.
Marmor, Stein, Alabaster, Holz und sogar Metall, vorgenommen werden; diese lassen
sich sogar besser bearbeiten, da das Werkzeug infolge der gleichmäßigen Umfangsgeschwindigkeit
des Werkstückes einen gleichmäßigen Schnitt erzeugt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Kantenschleifmaschine für elliptische Gegenstände, ausgerüstet einerseits mit rechtwinkelig zueinander angeordneten Führungsmitteln, welche infolge ihrer Verschiebbarkeit die das Werkstück tragende Plattform in ihren zur Ellipsenherstellung erforderlichen Bewegungen derart zu führen vermögen, daß die Schleifstelle ortsfest bleibt, und andererseits mit einem eine konstante lineare Umfangsgeschwindigkeit ergebenden Antrieb, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Plattform (8) durch einen Treib-riemen o. dgl. (44) erfolgt, welcher mit konstanter linearer Geschwindigkeit umläuft und mit Hilfe von möglichst nahe bei der Schleifstelle angeordneten Leitrollen (23) so geführt wird, daß er nahezu an dem ganzen elliptischen Umfang der Plattform (8) ständig anliegt, welche in ihren Achsenverhältnissen und ihrer Achsenlage mit den entsprechenden Werten des Werkstückes übereinstimmt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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| DE1930554751D Expired DE554751C (de) | 1929-10-17 | 1930-04-04 | Kantenschleifmaschine fuer elliptische Gegenstaende |
Country Status (2)
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