DE55472C - Vorrichtung an Bohrmaschinen zum selbsttätigen Herausheben des Bohrers behufs Ausspahnens des Bohrloches - Google Patents

Vorrichtung an Bohrmaschinen zum selbsttätigen Herausheben des Bohrers behufs Ausspahnens des Bohrloches

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Publication number
DE55472C
DE55472C DENDAT55472D DE55472DA DE55472C DE 55472 C DE55472 C DE 55472C DE NDAT55472 D DENDAT55472 D DE NDAT55472D DE 55472D A DE55472D A DE 55472DA DE 55472 C DE55472 C DE 55472C
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DE
Germany
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borehole
drilling machines
drilling
cam
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55472D
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English (en)
Original Assignee
BERNHARD FISCHER & WINSCH in Dresden A., Papiermühlengasse 8
Publication of DE55472C publication Critical patent/DE55472C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B41/00Boring or drilling machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
spahnens des Bohrloches.
Es ist eine bekannte Thatsache, dafs besonders beim Bohren kleiner und dabei tiefer Löcher der Bohrer abbricht, wenn das Bohrloch nicht wiederholt ausgespannt wird, was man bewirkt, indem man den Bohrer während des Ganges aus dem Bohrloch heraushebt.
!Dieses Ausspannen der Aufmerksamkeit des die Bohrmaschine Bedienenden zu entrücken und in entsprechenden Zeitabschnitten von der Bohrmaschine selbstthätig bewirken zu lassen, ist der Zweck der hier vorliegenden Erfindung.
In der beiliegenden Zeichnung ist die dazu dienende Vorrichtung mit den dabei in Frage kommenden Theilen solcher Bohrmaschinen, bei denen der Vorschub durch Hebel bewirkt wird, in zwei Ausführungsarten dargestellt. Für ihre Anwendung an Bohrmaschinen anderer Construction erfährt die Vorrichtung entsprechende Abänderungen.
Diese Vorrichtung ist im Zusammenhang mit den bezüglichen Theilen einer Bohrmaschine in
Fig. ι und 2 eine solche mit senkrechter Bohrspindel für allgemeine Zwecke, also für das Bohren von Löchern verschiedener Tiefe,
Fig. 3 eine solche mit liegender Spindel für specielle Zwecke, also für das Bohren von Löchern bestimmter, gleich bleibender Tiefe.
In Fig. ι und 2 ist α die Bohrspindel, b der Hebel, mittelst welches der Vorschub des Bohrers bewirkt wird, c ist eine am Hebel b angebrachte Rolle, d eine unter c angeordnete Scheibe, die an einer Stelle ihres Umfanges einen sowohl über die Peripherie wie an einer Seite über die Flanke vortretenden Nocken e trägt, f ist eine durch die Achse zu gemeinsamer Bewegung mit d verbundene Schnurenscheibe, g ist ein die Achse der Scheiben d und / tragender Theil, welcher durch eine Schraubenspindel h am Bohrmaschinengestell auf- und niederbewegt werden kann. Das auf der Schraubenspindel h sitzende Handrad i ist zum Sperrrad ausgebildet, in dessen Zähne eine Klinke k eingreift, die von dem um Z1 schwingenden Hebel / getragen wird, m ist eine am oberen Ende des Hebels / in gleicher Höhe- mit dem seitlichen Nocken e angeordnete Rolle.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist in diesem Falle die folgende:
Die mit der Nockenscheibe d verbundene Schnurenscheibe erhält ihre Umdrehung mittelst doppelten Vorgeleges von einer geeigneten Stelle, beispielsweise von den Leitrollen der die Bohrspindel umtreibenden Schnur, so dafs d und f eine Umdrehung in derselben Zeit machen, in welcher die Bohrspindel mit dem Bohrer etwa 20 bis 24 mal umgetrieben worden ist. Es wird daher nach .je 20 bis 24 Umdrehungen des Bohrers der Nocken e einmal seine höchste Stellung, wie in Fig. 1 der Zeichnung, erreicht und dabei durch die Rolle c den Druckhe.bel b sammt der Bohrspindel a so hochgehoben haben, dafs sich der Bohrer aufserhalb des Bohrloches befindet. Da der Bohrer, vornehmlich aber die für bessere Arbeiten und tiefere Löcher jetzt allgemein gebräuchlichen Spiralbohrer, beim Hochheben
einen grofsen Theil der im Bohrloch angesammelten Bohrspähne mit herausnimmt und aufsen abschleudert, kann auch, weil sich diese Procedur in regelrnäfsige.n Zeitabsehnitten selbsttbätig wiederholt, ein durch Verstopfung der Bohrspähne hervorgerufenes Abbrechen des Bohrers bei Anwendung dieser Vorrichtung nicht mehr eintreten.
Der Nocken e wirkt zugleich durch die Rolle m auf den Hebel /, indem er diesen zu einer Schwingung veranlafst, durch welche die Sperrklinke k das Rad i um einige Zähne und hierdurch auch die Schraubenspindel h so dreht, dafs der Theil g mit den Scheiben d und f um ein Stück gesenkt wird. Durch diese Niederbewegung der Scheibe d wird verhütet, dafs beim Bohren tiefer Löcher der kreisförmige Theil der Scheibe d mit der Rolle c in Berührung kommen und dadurch den Vorschub des Bohrers hemmen kann.
In Fig. 3 ist α wieder die Bohrspindel, b der Druckhebel. Die Rückbewegung der Bohrspindel α wird hier durch eine Feder bewirkt. η ist eine auf das Ende Z1 des Hebels b wirkende Scheibe, die sowohl für den Vorschub des Bohrers, wie auch als Vorrichtung für dessen Rückbewegung zwecks Ausspahnens dient. Für den Vorschub des Bohrers ist die am Hebelende b' anliegende Fläche als Schraubenfläche gestaltet, deren Steigung der Tiefe der zu bohrenden Löcher entsprechend bemessen ist. Zum Ausheben des Bohrers zwecks Ausspahnens sind in dieser Schraubenfläche ein oder mehrere, hier drei, Vertiefungen η1 in gleichen Abständen in die Schraubenfläche eingearbeitet. Fig. 4 zeigt die Abwickelung der Schraubenfläche mit den Vertiefungen M1.
Hat sich nach Beginn des Bohrens die Scheibe η so weit gedreht, dafs die erste der Vertiefungen in gleicher Höhe mit dem Hebelende I1 steht, so fällt dieses, weil jetzt die Feder für die Rückbewegung der Bohrspindel a in Wirksamkeit treten kann, in die Vertiefung n1 ein.
Da demzufolge der für Vorbewegung des Bohrers wirkende Druck für kurze Zeit aufgehoben ist, wird mit der Bohrspindel α auch der Bohrer zurückbewegt und dadurch das Bohrloch ausgespahnt. Der gleiche Vorgang wiederholt sich bei jedem weiteren Zusammentreffen einer Vertiefung n1 mit dem Hebelende /', bei der gezeichneten Vorrichtung also dreimal mit gleichen Zeitabstä'nden, jedenfalls aber genügend oft, um eine Verstopfung der Bohrspähne im Bohrloch und damit ein Abbrechen des Bohrers auszuschliefsen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung an Bohrmaschinen zum selbstthätigen Herausheben des Bohrers behufs Ausspahnens des Bohrloches, bei welcher entweder eine Scheibe (d) mit einem Nocken (e) oder eine mit Schraubenfläche . und Vertiefungen (n1), Fig. 3, versehene Hubmuffe (n). auf den Druckhebel (b) der Bohrmaschine einwirkt.
2. An der mit der Scheibe (d) versehenen, unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung ein von dem Nocken (e) beeinfiufster Hebel (I), welcher mittelst einer Sperrklinke (k), eines Hand- oder Steuerrades (i) und einer Schraubenspindel (h) die Nockenscheibe (d) selbsttätig niederzugehen veranlafst.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT55472D Vorrichtung an Bohrmaschinen zum selbsttätigen Herausheben des Bohrers behufs Ausspahnens des Bohrloches Expired - Lifetime DE55472C (de)

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Cited By (9)

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