DE553740C - Blutstillender Stift - Google Patents

Blutstillender Stift

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DE553740C
DE553740C DE1930553740D DE553740DD DE553740C DE 553740 C DE553740 C DE 553740C DE 1930553740 D DE1930553740 D DE 1930553740D DE 553740D D DE553740D D DE 553740DD DE 553740 C DE553740 C DE 553740C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M35/00Devices for applying media, e.g. remedies, on the human body

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Description

  • Blutstillender Stift Die Erfindung betrifft einen blutstillenden Stift für die Benutzung bei Schnittwunden, die beispielsweise beim Rasieren, Maniküren o. dgl. vorkommen, und gewährleistet bei seiner Handhabung eine hygienische und antiseptische Behandlung der Haut.
  • Bekannt sind blutstillende Stifte in Stabform von Fingergröße, die mit einem Ende in Flüssigkeit getaucht werden, wodurch sie sich etwas lösen, um sodann über die Schnittwunde geführt zu werden. Derartige Stäbe entsprechen nicht den Forderungen der Hygiene und wurden bisher in Ermangelung eines handlichen Ersatzes verwendet. Da derartige Stifte aus Salzen bestehen, die Flüssigkeiten sehr schnell ansaugen, so tun sie dies nicht nur mit der Flüssigkeit, in die sie vor der Verwendung getaucht werden, sondern auch mit dem Blute der Schnittwunden. Einmal gebrauchte Stäbe dieser Art weisen an den Benutzungsstellen Schmutzansammlungen auf, die sie infolge der genannten Saugfähigkeit für eine einwandfreie hygienische Behandlung weiter unbrauchbar machen.
  • Man hilft sich bisher dadurch, daß man den Stab so lang abbricht, bis die Verschmutzungsspuren nicht mehr zu sehen sind. Die Bruchstelle muß dann so lange in Flüssigkeit gelöst werden, bis eine glatte Oberfläche erzielt ist, da sonst beim Behandeln der Wunde Kratzungen unvermeidlich sind. In den meisten Fällen brechen die Stäbe schon nach kurzer Benutzungsdauer infolge der angesaugten Flüssigkeit von selbst auseinander.
  • Ein weiterer Nachteil ist das oftmalige Anfassen des Stabes bei der Behandlung, wodurch die Oberfläche desselben ebenfalls Schmutz aufnimmt.
  • Erfindungsgemäß werden diese 'Nachteile dadurch vermieden, daß sich der blutstillende Stift zusammensetzt aus einem pillenartigen Formstück, das durch einen Greifer gefaßt und in der Gebrauchslage gehalten und nach dem Gebrauch durch Auslösen des Greifers weggeworfen wird. Durch diese Handhabung wird eine hygienische und antiseptische Handhabung gewährleistet.
  • Die Form der Pillen ist an sich gleichgültig. Die Pillen müssen allerdings den Greifern angepaßt sein; sie können als kleine Kugeln, als Zylinder mit kugelartiger Stirnfläche ausgebildet sein, eine Eiform o. dgl. haben. Als besonders günstige Form haben sich Doppelkugeln erwiesen in Verbindung mit an sich bekannten Greifern, die an den Greifstellen mehrere klauenartig gebogene Stahldrähte aufweisen und die eine Kugel fest umfassen, so daß die andere für die Behandlung frei bleibt. Um den Greifer vor der Beschmutzung während des Gebrauchs zu schützen, ist es vorteilhaft, die zum Blutstillen bestimmte Fläche oder Kuppel des pillenartigen Formlings über den Halteteil vorspringend und die metallischen Teile überdeckend auszuführen, z. B. der über den Greifer vorstehenden Kugel einen größeren Durchmesser als der von dem Greifer gefaßten Kugel zu geben.
  • Zur Ersparnis von blutstillendem Material und zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit kann man dabei den Formling bzw. die Doppelkugel aus einem neutralen Kern herstellen, welcher teilweise mit dem blutstillenden Stoff überzogen ist.
  • Eine derartige Doppelkugelform ist in den Abb. i und 2 wiedergegeben. In Abb. 3 ist beispielsweise eine Verpackung der Formlinge wiedergegeben, aus der sie mittels des in Abb. ¢ dargestellten Greifers entnommen werden können.
  • Durch Druck auf den Knopf 2o werden die Klauen 17 der Greiferarme 18 gesenkt und gehen infolge ihrer Form und Federung am unteren Ende der Greiferhülse auseinander. Der Halteteil i i bzw. 12 des Formlings wird hierdurch frei. Die Entnahme eines neuen Formlings 14 aus der Verpackung, die aus einem Glaskasten 15 bestehen und eine Füllung 16 mit Löchern io aufweisen kann, wird bei heruntergedrücktem Knopf 2o erfolgen, wobei der Greifer mit den geöffneten Klauen 17 über die Halteköpfe i i bzw. 12 geführt wird. Läßt man den Knopf 2o los. so schnellt er unter Wirkung der Feder i9 nach oben, welche sich gegen die mit der Hülse des Greifers fest verbundene Platte 21 abstützt, wobei sich die Klauen 17 schließen und den Haltekopf i i bzw. 12 des Formlings umfassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Blutstillender Stift für Schnittwunden, insbesondere zur Verwendung beim Rasieren, Maniküren o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß ein pillenartiges Formstück aus blutstillendem Salz auswechselbar an einem metallischen Greifer angebracht ist. z. Blutstillender Stift nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der pillenartige Formling in der Mitte abgesetzt ist und die eine Seite (ii) als Halteteil für den Greifer, die andere als Gebrauchsteil dient. 3. Blutstillender Stift nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Blutstillen bestimmte Fläche oder Kuppel des Formlings über den Halteteil seitlich vorspringt und die metallischen Teile des Greifers überdeckt. q.. Blutstillender Stift nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er die Form einer Doppelkugel, eines Doppelellipsoids o. dgl. hat. 5. Blutstillender Stift nach Anspruch i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Formling einen neutralen Kern aufweist, auf den die blutstillenden Salze aufgebracht sind. 6. Blutstillender Stift nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelkugel einen neutralen Kern (12) aufweist, der den blutstillenden Stoff (13) trägt (Abb. 2).
DE1930553740D 1930-03-29 1930-03-08 Blutstillender Stift Expired DE553740C (de)

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