DE553012C - Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk - Google Patents

Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk

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DE553012C
DE553012C DEH124806D DEH0124806D DE553012C DE 553012 C DE553012 C DE 553012C DE H124806 D DEH124806 D DE H124806D DE H0124806 D DEH0124806 D DE H0124806D DE 553012 C DE553012 C DE 553012C
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vulcanized rubber
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J11/00Recovery or working-up of waste materials
    • C08J11/04Recovery or working-up of waste materials of polymers
    • C08J11/10Recovery or working-up of waste materials of polymers by chemically breaking down the molecular chains of polymers or breaking of crosslinks, e.g. devulcanisation
    • C08J11/16Recovery or working-up of waste materials of polymers by chemically breaking down the molecular chains of polymers or breaking of crosslinks, e.g. devulcanisation by treatment with inorganic material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2321/00Characterised by the use of unspecified rubbers
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Description

  • Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk unter Verwendung von metallischem Quecksilber sind bekannt. Hierbei hat man so verfahren, daß die Metalle im L'berschuß angewendet wurden, um unter Bildung von Sulfiden den Schwefel zu binden, und daß diese beträchtlichen Mengen der Sulfide dann in besonderer Weise aus der Masse entfernt wurden.
  • Die vorliegende Erfindung gründet sich auf die Erkenntnis, daß bei dem Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk unter Verwendung von metallischem Quecksilber oder Quecksilberverbindungen Mengenverhältnisse erforderlich sind, die nur einen Bruchteil, z. B. höchstens die Hälfte, der Äquivalentmenge des im Kautschuk enthaltenen Schwefels ausmachen; abgesehen von der billigeren Regenerierungsweise durch die Verwendung der geringeren Mengen von Quecksilber ist es hierbei auch nicht notwendig, das nur in geringen Mengen vorhandene Sulfid wieder aus der Masse zu entfernen.
  • Zum Regenerieren können Kautschukvulkanisate benutzt werden, wie z. B. Gasschläuche, innere Luftschläuche für Fahrräder und Automobile, Gummiabsätze usw., auch solche Vulkanisate, die mit Leinwandeinlagen und Fremdkörpern versehen sind, wobei gegebenenfalls entsprechend der alten Form des Kautschuks und der gewünschten Arbeitsweise ein Vermahlen stattfinden kann. Das Quecksilber oder die Quecksilberverbindung muß in möglichst feiner Verteilung dem Kautschuk zugemischt werden.
  • Der Kautschuk kann erst erhitzt und dann einer mechanischen Behandlung unterzogen werden; die Behandlung kann ebensogut in einer Erhitzung allein, z. B. wenn eine Kautschuklösung hergestellt werden soll, wobei das Lösungsmittel während des Erhitzens zugegeben werden kann, wie auch in einer mechanischen Behandlung allein bestehen, da es an sich bekannt ist, daß Kautschuk ohne Einwirkung von chemischen Agenzien plastifiziert werden kann, und zwar entweder durch Erhitzung oder durch starke mechanische Beanspruchung. Diese Behandlungsweise ist gemäß der vorliegenden Erfindung verbessert. Zweckmäßig verfährt man beispielsweise wie folgt: Beispiel i Der vermahlene Kautschukabfall wird auf einem Mastikator mit einer Quecksilberverbindung gemischt. Die Quecksilbermenge beträgt 1/2°/o Hg (auf den Gesamtkautschuk gerechnet). Die Mischung wird danach in einen Kessel eingebracht und mit direktem Wasserdampf während 5 Stunden bei etwa 165' entsprechend 6 Atm. erwärmt. Die Proben wurden dann an der Luft bei etwa 70'' getrocknet und auf Walzen bearbeitet.
  • Werden für das Regenerieren Quecksilberverbindungen verwendet, so kann man die gepulverte Quecksilberverbindung z. B. auf Walzen dem evtl. vorher gemahlenen Kautschuk zusetzen oder auch in gelöster Form, und zwar entweder zu dem fein vermahlenen Kautschuk unter Umrühren oder zu einer Kautschuklösung. Als Lösungsmittel für die Quecksilberverbindung kann Wasser benutzt werden; aber auch organische Lösungsmittel, die zugleich Kautschuk zu lösen oder quellen vermögen, sind geeignet, da hierdurch eine besonders gleichmäßige Verteilung der Quecksilberverbindung im Kautschuk ermöglicht wird. Als Beispiele für die verwendbaren Quecksilberverbindungen können die anorganischen Mercuro- und Mercurisalze (z. B. Sulfat, Chlorid oder Nitrat) erwähnt werden; aber auch organische Quecksilberverbindungen sind verwendbar, zweckmäßig in Verbindung mit der Verwendung organischer Lösungsmittel.
  • Soll metallisches Quecksilber für das Regenerieren verwendet werden, ist es am zweckmäßigsten, das Quecksilber dem Vulkanisat während des Vermahlens oder der Bearbeitung des Vulkanisats auf einem Mastikator zuzumischen. Das Quecksilber braucht nicht in reiner Form vorzuliegen, sondern man kann das sogenannte »Stupp« aus den Quecksilberhütten ohne vorhergehende Reinigung verwenden.
  • Nach der Zufuhr des Quecksilbers muß ihm Gelegenheit gegeben werden, seine Wirkung auszuüben. Dies kann, wie oben erwähnt, durch entsprechende Temperatur- und Druckbeeinflussung oder unter Mastizieren geschehen, indem die dazu benötigte Zeit von der Temperatur und anderen Bedingungen abhängt. Beispiel 2 Abfälle von vulkanisiertem Kautschuk werden gepulvert und in ein Holzgefäß gebracht, worin sie mit einer Lösung von Merkurinitrat in halbnormaler Salpetersäure unter Umrühren besprengt werden, bis das Kautschukpulver gleichmäßig angefeuchtet ist. Die Quecksilberkonzentration der Lösung wird so gewählt, daß die Anfeuchtung nach der Zufuhr von 0,5% Hg (auf Trockengewicht des Kautschuks berechnet) beendet ist. Das Kautschukpulver wird bei ioo bis 105 ' in einem Trockenschrank getrocknet, wobei es durch die Einwirkung des Quecksilbers teilweise hinfließt. Danach wird es mastiziert, bis eine gleichmäßige plastische Masse erzielt ist, wobei man zur Erleichterung der Plastifikation einige Prozente Rohkautschuk zusetzen kann. Das erzielte Regenerat kann entweder unmittelbar zur Herstellung einer Rohmischung, welche in gewöhnlicher Weise geformt und vulkanisiert werden kann, dienen oder für späteren Gebrauch aufbewahrt werden.
  • Um das Mastizieren zu erleichtern, können in bekannter Weise dem Kautschuk Erweicher zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem vulkanisierten Kautschuk metallisches Quecksilberoder Quecksüberverbindungen in Mengen zur Einwirkung gebracht werden, die nur einen Bruchteil, zweckmäßig höchstens die Hälfte, der Äquivalentmenge des im Kautschuk enthaltenen Schwefels betragen. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kautschuk nach Zusatz von Quecksilber bzw. Quecksilberverbindungen einer Erhitzung während mehrerer Stunden ausgesetzt wird, worauf er evtl. bis zur Erreichung der gewünschten Plastifizität mastiziert wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kautschuk mit Quecksilber oder Quecksilberverbindungen im trockenen Zustande behandelt wird. q.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Quecksilber oder Quecksilberverbindungen im Betrage von etwa 0,5% Hg (auf das Gewicht des vulkanisierten Kautschuks berechnet) Verwendung finden.
DEH124806D 1929-12-29 1929-12-29 Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk Expired DE553012C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
NL27187D NL27187C (de) 1929-12-29
DEH124806D DE553012C (de) 1929-12-29 1929-12-29 Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk
US42249730 US1887898A (en) 1929-12-29 1930-01-21 Process for the regeneration of vulcanized rubber
FR703660D FR703660A (fr) 1929-12-29 1930-10-13 Procédé de régénération du caoutchouc vulcanisé

Applications Claiming Priority (2)

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DEH124806D DE553012C (de) 1929-12-29 1929-12-29 Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk
GB48430A GB346290A (en) 1930-01-06 1930-01-06 Improved regenerating process for vulcanised rubber

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DE553012C true DE553012C (de) 1932-06-28

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DE (1) DE553012C (de)
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FR703660A (fr) 1931-05-04
US1887898A (en) 1932-11-15

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