DE55005C - Bei Hochwasser selbst abschwimmender Wehraufsatz - Google Patents
Bei Hochwasser selbst abschwimmender WehraufsatzInfo
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- DE55005C DE55005C DENDAT55005D DE55005DA DE55005C DE 55005 C DE55005 C DE 55005C DE NDAT55005 D DENDAT55005 D DE NDAT55005D DE 55005D A DE55005D A DE 55005DA DE 55005 C DE55005 C DE 55005C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B7/00—Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
- E02B7/20—Movable barrages; Lock or dry-dock gates
- E02B7/205—Barrages controlled by the variations of the water level; automatically functioning barrages
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei diesem Wehr sollen die Schützenbretter bei eintretendem Hochwasser sich unter Mitnahme
ihrer Widerlager selbstthätig auslösen, so dafs dem ankommenden Hochwasser ein
sofortiger unbehinderter Abgang möglich ist.
Nach Ablauf des Hochwassers sollen die Schützenbretter mit ■ ihren Widerlagern mit
Leichtigkeit wieder in ihre Schutzstellung gebracht werden können.
Die nähere Einrichtung des Wehraufsatzes ergiebt sich aus den Fig. 1 bis 4 der beiliegenden
Zeichnungen. . '
In die Abschufsdecke h des Wehres sind in den erforderlichen Abständen von einander
drehbar die Griessäulen c eingesetzt. Diese Säulen werden in ihrer lothrechten Stellung
durch die Streben b gehalten, Fig. 4, welche wieder in den in der Abschufsdecke angeordneten
Vertiefungen ihren Stützpunkt finden; jede dieser Streben ist an ihrem oberen Ende
durch zwei Ketten d oder dergleichen mit den Enden derjenigen beiden Schützenbretter α verbunden,
welche sich gegen das von der mit ihm gekuppelten Strebe gehaltene Widerlager anlegen; die Fig. 1 und 1 a der beiliegenden
Zeichnungen veranschaulichen diese Anordnung der Schützenbretter.
Die beiden Randschützenbretter werden an den. Ufern nicht von umlegbaren Griessäulen
der oben bezeichneten Art gehalten, sondern von Widerlagern, deren Einrichtungen sich
aus den Fig. 3 und 5 ergeben. Das in Fig.' 1 der. Zeichnungen rechts gelegene Widerlager
ist nichts anderes als ein mit dem Ufer fest verbundener Anschlag, das links-gelegene dagegen
besteht aus einem Schieber g, der mit Hülfe der Stange I in zwei am Ufer befestigten
Führungen k derart gehalten wird, dafs er sich lothrecht auf- und abbewegen kann. Mit'der
Führungsstange Z dieses Widerlagers g ist der eine Schenkel eines am Ufer um Bolzen ο
drehbar befestigten zweiarmigen Hebels m, Fig. ι und 2, in Verbindung gebracht, dessen
anderer freie Schenkel ein Gewicht ρ trägt, dessen Zweck' sich aus Nachstehendem ergiebt.
Der. dieses Gewicht tragende Schenkel des Hebels m ruht bei geschlossenem Wehr in
dem· im Bock y geführten Bolzen s auf, der in axialer Richtung mit Hülfe des auch am
Bock y befestigten zweiarmigen Hebels q verschoben werden kann; der Hebel q steht zu
diesem Zweck mit einem Kettenzug ν tu w "derart in Zusammenhang, dafs bei Bewegung
der Kette in der einen, durch Pfeil angedeuteten Richtung der Hebel q ebenfalls in Pfeilrichtung,
Fig. ι und 3, gedreht wird und hierbei dem Hebel m seinen Stützpunkt entzieht,
so dafs das an demselben hängende Gewicht ρ in Richtung des Pfeiles sinken kann
und hierdurch die Stange / zu einer Aufwärtsbewegung veranlafst, welche wieder eine Entfernung
des Widerlagers g von den Randschützen a2 zur Folge hat, so dafs dieser,
dem Druck des Wassers folgend, sich in Richtung des Pfeiles, Fig. 1 und 2, dreht.
Bei dieser Drehung spannt dieser Randschützen die Kette d, mit welcher er an dem
Stab b hängt, und reifst s.chliefslich beim Abschwimmen die genannte Strebe b mit sich
fort.
Infolge dessen, verliert das zugehörige Widerlager (Griessäule) c seinen Stützpunkt und wird
,4
durch den Druck des Wassers gegen das noch an ihm anliegende zweite Schützenbrett αλ in
die Abschufsdecke des Wehres in Richtung des Pfeiles, Fig. 4, umgelegt. Das Schützenbrett αλ
kann somit durch a2 mitgenommen werden
und wirkt hierbei in gleicher Weise auf das nächstliegende Nachbarschützenbrett α ein, wie
es auf α1 gethan hat. Es öffnet sich auf diese
Weise das ganze Wehr. Ein Abschwimmen der Schützenbretter wird durch die Ketten \
verhindert.
Die Verschiebung des Kettenzuges t wird durch das ankommende Wasser veranlafst, und
zwar kann diese unter Zuhülfenahme verschiedener Mittel geschehen.
Bei den in Fig. 1 bis 3 wiedergegebenen
Ausführungsformen ist die Schwerkraft verwendet; sobald das Hochwasser eine bestimmte
Höhe erreicht hat, fliefst von dem ankommenden Wasser ein Theil durch das an dem
Kettenzug t hängende, in einem Schlot geführte Gefäfs jv, füllt dieses und veranlafst sein
Sinken, also ein Drehen des Hebels q in Pfeilrichtung und somit ein Sinken des Gewichts p,
dessen Schwere natürlich behufs "Entfernung des Schiebers g den Wasserdruck überwinden
mufs.
An Stelle der Schwerkraft (d. h. eines sich füllenden Gefäfses) kann auch der Auftrieb
(also ein Schwimmer) verwendet werden, um den Kettenzug t zu verschieben.
An Stelle nur einer Reihe Schützenbretter können auch mehrere vorgesehen sein, nur
müssen dann die Widerlager c verschieden hoch sein und immer erst die längsten, also
die für die obersten Schützen, gefallen sein, bevor die nächstfolgenden daran kommen;
auch können die untersten Reihen der Schützenbretter anstatt durch das Wasser durch einen
Handhebel ausgelöst werden.
Claims (2)
1. Ein Wehraufsatz mit reihenweise angeordneten, unter sich verbundenen Schützenbrettern
, bei welchem im Falle des Hochwassers ein vollständig freier Abflufs des letzteren dadurch ermöglicht wird, dafs
durch das ankommende Wasser selbst (etwa unter Vermittelung der Schwerkraft oder des Auftriebes) zunächst die starre
Verbindung der in einer Reihe liegenden Schützenbretter gelöst wird, indem es dem
einen der Randschützen das am Ufer liegende Widerlager entzieht, dieser Randschützen
dann, dem Wasserdruck nachgebend , abschwimmt und hierbei das
' -. seinem Nachbarschützen als Stützpunkt
dienende Widerlager, sowie diesen Schützen selbst mitnimmt, welcher nun in derselben
Weise wieder auf seinen Nachbarschützen einwirkt.
2. Ein Wehraufsatz der unter 1. bezeichneten
Art, sofern bei demselben die Mitnahme der Mittelschützen durch jeden der Randschützen
dadurch ermöglicht wird, dafs immer je zwei benachbarte Schützenbretter
gleichzeitig von einem in der Abschufsdecke (i) des. Wehres drehbar befestigten
Widerlager (c) gehalten werden und. mit einer Kette oder dergleichen an einer
Strebe (b) befestigt sind, die, lose in die Abschufsdecke eingesetzt, den Stützpunkt
für das Widerlager der beiden mit ihr verbundenen Schützenbretter so lange bildet,
bis sie durch den neben ihr abschwimmenden Schützen mitgenommen wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55005C true DE55005C (de) |
Family
ID=329561
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55005D Expired - Lifetime DE55005C (de) | Bei Hochwasser selbst abschwimmender Wehraufsatz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55005C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3176469A (en) * | 1960-04-21 | 1965-04-06 | Fowler Richard Walter | Orifice-in-series control for automatic float-operated gates |
-
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- DE DENDAT55005D patent/DE55005C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3176469A (en) * | 1960-04-21 | 1965-04-06 | Fowler Richard Walter | Orifice-in-series control for automatic float-operated gates |
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