DE548395C - Caseinleim - Google Patents

Caseinleim

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DE548395C
DE548395C DEI38784D DEI0038784D DE548395C DE 548395 C DE548395 C DE 548395C DE I38784 D DEI38784 D DE I38784D DE I0038784 D DEI0038784 D DE I0038784D DE 548395 C DE548395 C DE 548395C
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DE
Germany
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glue
casein
water
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casein glue
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Expired
Application number
DEI38784D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hugo Klingenberg
Dr Hanns Wappes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J189/00Adhesives based on proteins; Adhesives based on derivatives thereof
    • C09J189/005Casein

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Caseinleim Die gebräuchlichen trockenen, pulverförmigen Caseinleime ballen sich beim Anrühren mit Wasser zu Knoten und Klumpen zusammen und lösen sich meist nur schwer und unvollkommen. Für die Bindekraft des Leims ist dies von Nachteil.
  • Diese Eigenschaften der trockenen Caseinleime erschweren und verlängern die Zubereitung gebrauchsfertiger Leimlösungen und verhindern die restlose Ausnutzung des Caseins zwecks Erreichung höchster Bindekraft. In den Fällen, in denen ungelöste Caseinballen und -knoten beim maschinellen Auftragen des Leimes zwischen die zu leimenden Flächen geraten, wie dies z. B. in der Sperrholzfabrikation der Fall ist, entstehen oft Fehlleimungen. Außerdem pflegen fertige Leime mit unvollkommen gelöstem Casein sich leicht zu zersetzen bzw. zu entmischen und die nötige Homogenität und Viskosität schnell zu verlieren.
  • Es wurde nun gefunden, daß durch geringe "Zusätze von Mitteln von hohem Netz- und Emulgier- oder Dispergiervermögen das Lösen des Caseins während der Leimzubereitung außerordentlich erleichtert und beschleunigt werden kann. Dies bewirkt man z. B. schon durch einen Zusatz von 2°/o und weniger der genannten Stoffe, bezogen auf die gebrauchsfertige Leimlösung. Die als Netz- usw. -mittel geeigneten Körper enthalten im allgemeinen lipoidlöslich machende Gruppen, wie Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkylgruppen, neben wasserlöslich machenden Gruppen, wie COOH-, S03,$-, PO¢H-Gruppen.
  • Das Casein löst sich dann schnell und vollkommen ohne irgendwelche Knoten- oder Ballenbildung, und man erhält eine homogene Leimlösung von hoher Viskosität, die sich nicht entmischt oder zersetzt, sondern ihre Konsistenz und Bindekraft viel länger behält als eine ohne die genannten Zusatzmittel bereitete Leimlösung. Die auf solche Weise erhältlichen Leimlösungen zeichnen sich außerdem durch eine erhöhte Bindekraft aus. Die Mengen der anzuwendenden Bestandteile des Leims sind durch Versuche jeweils leicht zu ermitteln. Die genannten Netz- üsw. -mittel können sowohl den trockenen pulverförmigen Caseinleimen zugemischt als auch erst bei der Herstellung des gebrauchsfertigen Leims zugesetzt werden.
  • Man hat schon Caseinleim hergestellt, der außer seinen normalen Bestandteilen noch Gelatine oder Leim in geeigneter Verteilung als wesentlichen Anteil enthielt. Es wurde dabei unter anderem auch vorgeschlagen, diesem Caseinleim Stoffe zuzusetzen, die die Oberflächenspannung # des Wassers vermindern. Der nach vorliegender Erfindung erzeugte Caseinleim enthält jedoch außer Casein und Aufschlußrnitteln die beanspruchten Netz-, Emulgier- oder Dispergiermittel; aber keinen: öder keinen wesentlichen Gehalt an Gelatine; Leim oder ähnlichen Stoffen, die dazu angetäii sind;- die Wasserfestigkeit des Ca seinleims, seine hervorragendste Eigenschaft, stark herabzusetzen. Man hat auch schon vorgeschlagen, zur Verflüssigung von organischen Kolloiden naphthalinsulfosaures Natrium zu den wäßrigen Lösungen dieser Kolloide zuzusetzen. Naphthalinsulfosaures Natrium ist aber ein Stoff, der praktisch kein Netzvermögen oder nennenswertes Dispergiervermögen besitzt, dessen Verwendung also im vorliegenden Falle nicht in Betracht kommt.
  • Caseinleime, die durch Zusatz von Mitteln mit hohem Netz- und Emulgier- oder Dispergiervermögen, welche lipoidlöslich machende neben wasserlöslich machenden Gruppen enthalten, hergestellt werden, besitzen gegenüber jenen bekannten Gemischen besondere Vorteile, die darin bestehen, daß die hier zugesetzten Stoffe eine schnellere und vollständigere Aufschließung des Caseins bewirken, ferner zu Fehlleimungen führende Ballen- und Knotenbildung des Caseinleims verhindern sowie die sonst häufig auftretenden Entmischungserscheinungen der Caseinieimlösungen verhüten und ein vorzeitiges Nachlassen der Bindekraft des Caseinleims. hintanhalten. 'Dies. sind alles Vorteile, durch die eine restlose Ausnutzung des Caseins ermöglicht und die höchste Bindekraft des Caseinleims erzielt wird.
  • Beispiel i "i Teile gemahlenes Rohcasein werden in 35 Teilen Wasser, in welchem 2 Teile diisopropxl- oder dibutylnaphthälinsulfosaures Natrium gelöst sind, eingeweicht und einige Minuten lang stehengelassen; sodann fügt man eine Mischung von 3 Teilen Kalkhydrat und 6 Teilen Natronlauge von 4o° B6 mit 35 Teilen Wasser zu dem vorgeweichten Casein hinzu. Nach kurzem Umrühren erhält man einen streichfertigen Leim.
  • Außer dem für den vorliegenden Zweck äußerst gut geeigneten diisopropyl- oder dibutylnaphthalinsulfosauren Natrium können auch andere Salze der eingangs gekennzeichneten Art, z. B. Salze von Arylphosphorsäuren, Alkylschwefelsäuren, Ligninsulfosäuren, Sulfierungsprodukten von Mineral-oder Teerölen, Schwefelsäureestern ungesättigter Fettsäuren sowie echten Sulfosäuren von Fettsäuren oder deren Estern u. dgl., angewandt werden.
  • Beispiele 42 Teile gemahlenes Rohcasein werden mit 4 Teilen diisopropyl- oder dibutylnaphthalinsulfosaurem Natrium,, 6 Teilen Kalkhydrat und 4,2 Teilen gepulvertem Ätznatron vermischt. Man erhält einen gepulverten trockenen Caseinleim, der sich beim Anrühren mit Wasser leicht und vollkommen löst, ohne Knoten und Klumpen zu bilden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Caseinleim in pulverförmiger oder streichfertiger Form-mit einem Gehalt an Mitteln von hohem Netz- und Emulgier-oder Dispergiervermögen mit wasserlöslich machenden Gruppen, dadurch .gekennzeichnet, daß die Netz- und Emulgier- oder Dispergiermittel neben den wasserlöslich machenden Gruppen noch lipoidlöslich machende Gruppen, wie Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylgruppen, enthalten.
DEI38784D 1929-07-25 1929-07-25 Caseinleim Expired DE548395C (de)

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