DE546458C - Grundgebuehr-Kassierer fuer Gasanschluesse - Google Patents

Grundgebuehr-Kassierer fuer Gasanschluesse

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DE546458C
DE546458C DEE40478D DEE0040478D DE546458C DE 546458 C DE546458 C DE 546458C DE E40478 D DEE40478 D DE E40478D DE E0040478 D DEE0040478 D DE E0040478D DE 546458 C DE546458 C DE 546458C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/06Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity with means for prepaying basic charges, e.g. rent for meters

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Description

Die vorliegende Erfindung zeigt einen Grundgebühr-Kassierer für Gasanschlüsse, der unabhängig von dem den Verbrauch für die Abrechnung des Gaswerkes registrierenden Gasmesser an einer beliebigen Stelle oder in nächster Nähe des Gas verbrauchenden Apparates und demgemäß leicht zugänglich untergebracht werden kann, dabei aber von der Handbedienung durch einen Werksbeamten unabhängig ist und auch keines Uhrwerkes bedarf. Ein Uhrwerk bedingt nämlich, besondere Sicherungsvorkehrungen, in dem Sinne, daß das rechtzeitige Wiederaufziehen erzwungen wird. Dadurch wird ein solcher Apparat zu kompliziert und teuer.
Die vorliegende Erfindung löst die Aufgabe in der Weise, daß die seit dem Einwurf der Gebührenmünze bis zum gewünschten Ventilschluß verstreichende Zeit durch eine Druck-
ao welleneinrichtung kontrolliert wird.
Die Wirkungsweise des in der Abbildung mit abgenommener Vorderwand dargestellten Kassierappa'rates ist folgende:
Nach Einwurf einer Münze 1 in den Kanal 2 drückt der Konsument mittels Hebel 3 die Münze in die punktierte Stellung 4; dadurch gelangt der bei 5 drehbar gelagerte Winkelnebel 6 in seine punktierte Stellung 7 und schiebt seinerseits mit der Nase 8 den Stift 9 des Winkelhebels 10 nach oben, so daß das Hebelende 11 mittels Ventilschaft 12 das Ventil 13 öffnet. In Stellung 4 bleibt die Münze einstweilen in Ruhe, indem sie den Winkelhebel 6 in der gehobenen Stellung abstützt.
Der Winkelhebel 6 trägt eine Hubnase 14, auf welche der Stift 15 des Schaltrades 16 (dasselbe kann auswechselbar sein) wirkt.
Das Schaltrad 16 ist für den Antrieb durch eine Druckwelleneinrichtung eingerichtet, die folgendermaßen arbeitet:
Der Eingangsgasdruck wirkt dauernd auf die linke Seite der Membran 17. Dieser Druck wird jedoch überwunden von der Feder 18, welche durch Vermittlung des Hebels 19, der um die Achse 20 drehbar ist, und des bei 21 und 22 gelagerten Membranschaftes 23 einen Gegendruck ausübt. Die Zugkraft der Feder wird jedoch vom Gasdruck überwunden, sobald die vom Gaswerk gegebene, sonst zur Laternenzündung und -löschung dienende Druckwelle eintrifft. Dann drückt die Membran durch den Hebel 19, an welchem eine Sperrklinke 24 befestigt ist, die mit dem Schaltrad 16 in Eingriff steht und durch die Feder 25 angepreßt wird, das Schaltrad um einen Zahn weiter. Beim Nachlassen der Druckwelle zieht die Feder 18 den Hebel 19 in seme Ruhelage zurück, wobei auch die Klinke 24 mitgenommen wird: zur Verhinderung, daß auch das Schaltrad zurückläuft, dient die zweite Sperrklinke 26.
Hat nach irgendeiner Anzahl von Druck- ' wellen (= Membranhüben) das Schaltradio sich so weit gedreht, daß der Stift 15 gegen die Hubnase 14 anläuft, dann wird der Win-
kelhebel 6 über seine bisherige Stellung weiter angehoben, wodurch die abstützende Münze gelöst wird und über den Vorsprung 27 hinweg auf den Riegel 28 fällt.
Die nachfolgende Münze nimmt nun die Stellung der vorherigen ein und stützt ihrerseits den Winkelhebel 6 ab, sobald der Stift 15 die Hubnase verläßt. Der Winkelhebel 6 faßt mit seinem runden Ansatz 31 in den Verriegelungshebel 28, der bei 32 drehbar gelagert ist. Die- Anordnung ist so getroffen, daß durch die Verriegelung die Kanalmündung in die Kassette in dem Moment verschlossen wird, wenn die erste Münze die Stellung 4 zu verlassen beginnt, und daß sie so lange geschlossen bleibt, bis die zweite Münze die Stellung der vorigen eingenommen und den Hebel 6 abgestützt hat. Der Vorsprung 27 des Winkelhebels 6 greift dabei
ao unter die zweite Münze, geht also in die punktierte Stellung 7 zurück und schwenkt dabei auch den Riegel 28 von der Kanalmündung weg, so daß jetzt die erste Münze in die Kassette fallen kann. Diese Vorkehrung, die erste Münze^so lange durch den Riegel aufzuhalten, bis der Vorsprung 27 unter die zweite Münze gelangt ist, ist deshalb getroffen, weil sonst sämtliche auf Vorrat eingeworfenen Münzen hintereinander in die Kassette rutschen würden.
Ist die letzte der auf Vorrat eingeworfenen Münzen verbraucht, was dem gleichen Zustande entspricht, als ob nur eine Münze eingeworfen worden wäre, so fällt sie zwar auch, wenn der Stift 15 die Hubnase 14 angehoben hat, zunächst auf die Riegel 28, fällt aber, sobald der Stift die Hubnase verlassen hat, sofort in die Kasette, da die gespannte Druckfeder 30 nun das Ventil 13 schließen
kann; tlie Feder drückt nämlich jetzt mit dem Ventilschaft 12 auf den Hebelarm 11, wodurch der Stift 9 des Hebelarmes 10 auf den Arm 8 des Winkelhebels 6 wirkt. Dabei geht derselbe in seine ursprüngliche Stellung zurück, da er ja nicht mehr durch eine vorhandene zweite Münze gegen den Druck der Feder 30 abgestützt wird; gleichzeitig schwenkt er auch den Verriegelungshebel 28 von der Kanalmündung weg, und die Münze fällt herunter.
Mehrere auf Vorrat eingeworfene Münzen sind durch das Schauglas 33 kontrollierbar.
Soll nun z. B. die Grundgebühr wöchentlich eingezogen werden, so erhält das Schaltrad 16, auf welches die Membran 17 wirkt, siebenmal soviel Zähne, als Druckwellen pro Tag vom Gaswerk gegeben werden. Jede Druckwelle bewirkt, wie vorstehend bereits erwähnt, den Vorschub des Zahnrades um einen Zahn; gibt also ein Gaswerk täglich z. B. drei Druckwellen, so erhält das Schaltrad 3X7 = 21 Zähne, bei vier Druckwellen 4 X 7 = 28 Zähne usw.
Sind nun die Münzen verbraucht, so schließt sich stets das Ventil 13 auf vorbeschriebene Weise und unterbindet die Gasent-, nähme, so daß der Konsument bei erneuter Gasentnahme zur Zahlung der Grundgebühr gezwungen ist.
Die vorstehende Beschreibung ergibt die Wirkungsweise der Kassiervorrichtung unter allen denkbaren äußeren Umständen. Es soll aber noch betont werden, daß als regelmäßige und normale Verwendungsart gedacht ist, daß stets eine neue. Münze sich bereits im Geldkanal befindet, rechtzeitig bevor die vorhergehende in die Kassette herabfällt, daß also das Ventil in offener Stellung bleibt.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Grundgebühr-Kassierer für Gasanschlüsse, gekennzeichnet dadurch, daß die Zeitspanne, während welcher pro gezahlte Münze das Ventil (13) geöffnet gehalten 85c werden soll, durch eine von Druckwellen in dem Verbrauchsmittel geschaltete Vorrichtung kontrolliert wird.
2. Grundgebühr-Kassierer für Gasanschlüsse, gekennzeichnet dadurch, daß jeder von einer Gasdruckwelle verursachte Membranhub ein Schaltrad (r6) um ein bestimmtes Maß vorrückt und daß nach einer vorbestimmten Anzahl solcher Schaltungen der Ventilschluß und die Münzenkassierung bewirkt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEE40478D 1931-01-13 1931-01-13 Grundgebuehr-Kassierer fuer Gasanschluesse Expired DE546458C (de)

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