DE545237C - Verfahren zur Erzeugung reinfarbiger Tonwaren - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung reinfarbiger Tonwaren

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DE545237C
DE545237C DE1930545237D DE545237DD DE545237C DE 545237 C DE545237 C DE 545237C DE 1930545237 D DE1930545237 D DE 1930545237D DE 545237D D DE545237D D DE 545237DD DE 545237 C DE545237 C DE 545237C
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Description

  • Verfahren zur Erzeugung reinfarbiger Tonwaren Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung reinfarbiger Tonwaren.
  • Insbesondere zur Herstellung von Verblendziegeln oder allgemein von Tonwaren, deren Außenflächen zu architektonischen Zwecken ausgenutzt werden, ist die Entstehung bzw. das Vorhandensein von Ausblühungen oder Anflügen auf der Oberfläche außerordentlich störend. Diese sind darauf zurückzuführen, daß der Ton Beimengungen enthält, vorzugsweise lösliche Salze, welche während des Fabrikationsvorganges beim Trocknen, Schmauchen und Brennen an die Oberfläche gelangen, oder aber, welche bei der Vermauerung der Ziegel u. dgl. durch Reaktion mit den Bestandteilen des Mörtels an die Oberfläche treten.
  • Auch treten beim Trocknen in künstlichen" Trockenanlagen sowie beim Brennprozeß im Ofen häufig Niederschläge (Kondensationen) auf, welche sich auf den Ansichtsflächen der Formlinge festsetzen und diese verderben. Zur Beseitigung dieser Übelstände sind die verschiedenartigsten Vorschläge gemacht worden, und vor allem suchte man ihrer Herr zu werden durch Überziehen der Tonmassen während und nach der Formgebung mit einer Brühe von Mehlkleister, Leim u..dgl., gegebenenfalls auch Leimbrühen, welche antiseptische Zusätze, z. B. Phenol-Aldehyd-Kondensationsprodukte, enthalten. Daneben ist auch vorgeschlagen, Teer als überzugsmasse zu benutzen. Nach den gemachten Vorschlägen war der Erfolg sehr zweifelhaft. Mehlkleister, Leim u. dgl. neigen sehr leicht zur Schimmelbildung. Diese tritt bei Leim schon nach wenigen Tagen auf, und selbst bei Benutzung von mit antiseptischen Mitteln versetztem Leim oder Kleisterbrühen ist starke Schimmelbildung nach 8 bis 14 Tagen vorhanden. Durch diese Schimmelbildung wird nun der Erfolg illusorisch, im. Gegenteil, die Außenflächen aus derartigen Formlingen gebrannter Tonwaren zeigen Verfärbungen in noch weit höherem Maße.
  • Die Benutzung von Teer bedingt Verfärbung der Oberfläche, da der Teer infolge Hitzebehandlung Veränderungen eingeht.
  • Auch nach dem Verfahren gemäß der Erfindung werden die Formlinge während oder nach der Formgebung mit einer Brühe, und zwar einer harzhaltigen Brühe, überzogen, und es gelingt überraschenderweise die Herstellung absolut reinfarbiger Tonwaren mit vollem Erfolge, ohne befürchten zu müssen, daß selbst bei sehr lange dauerndem Trocknen auch die Spur einer Schimmelbildung auftritt. Das neue Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß eine aus natürlichen oder künstlichen Harzen, wie Fichtenharz, und/ oder Harzstoffen, wie Harzsäure; bereitete Aufschlämmung benutzt wird.
  • Durch den neuartigen Schutzüberzug, welcher sich in dünner Haut dicht an die Tonmasse anlegt und auch beim Trocknen und Schmauchen nicht zerstört wird, wird die Tonmasse selbst außerordentlich geschützt. Salze, weiche beim Trocknen oder Schmauchen mit dem verdunstenden Wasser an die Oberfläche treten, setzen sich auf dem Überzug ab. Beim Brennen der Formlinge verbrennt der Überzug, und die Salze erhalten so keine Gelegenheit, sich auf der Oberfläche der Tonmasse selbst abzusetzen.
  • Von natürlichen Harzen bzw. Harzstoffen, welche erfindungsgemäß zu verwenden sind, sind zunächst die Rohharze, beispielsweise Fichtenharz, zu nennen, dann aber auch Kolophonium bzw. andere harzige Destillationsrückstände und endlich Harzsäure, also beispielsweise durch Verseifung von Harzen und durch Fällung mit Säure gewonnene Erzeugnisse.
  • Für die Herstellung der Aufschlämmung ist die Benutzung von Lösungsmitteln zweckmäßig, und zwar solcher Lösungsmittel, welche mit Wasser nicht mischbar sind. Beispielsweise ist Terpentin für die Auflösung von Kolophonium vorzüglich geeignet. Eine Überzugsmasse besteht beispielsweise aus loo 1 Wasser, 2,5 bis 5 kg Kolophonium und 2,5 bis 5 kg Terpentin. Diese Menge reicht z. B. zum Überziehen von 2o ooo Ziegeln des Normalformates aus. Die Verteilung kann aber auch dadurch hervorgerufen werden, daß man Harzen bzw. Harzstoffen einen geringen Anteil, beispielsweise To °/a, Harzseife zumischt und dieses Gemisch vorzugsweise in heißem Zustande heißem Wasser zusetzt.
  • Bei der Benutzung von Harzsäure erübrigt sich die Benutzung eines besonderen Zerteilungsmittels.
  • Trocknen und Brennen der erfindungsgemäß mit einem Überzug versehenen Formdinge erfolgt in üblicher Weise. Schwierigkeiten bestehen nicht. Das Trocknen überzogener Ziegel erfolgt vielmehr in genau der gleichen Zeit wie von Ziegeln, welche keinen Überzug aufweisen. Auch beim Brennen sind besondere Bedingungen nicht einzuhalten, empfehlenswert ist es jedoch, wenigstens zum Schluß den Brand reduzierend zu führen, um nach Fortbrennen des Überzuges auch mit Sicherheit ein Totbrennen der noch im Ton vorhandenen Verunreinigungen zu gewährleisten.
  • Das neue Verfahren zeichnet sich somit insbesondere durch seine hohe Wirtschaftlichkeit und Einfachheit aus. Die allgemeine Verwendung ist ein weiterer Vorzug.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung feinfarbiger Tonwaren durch oberflächliche Behandlung mit einer harzhaltigen Aufschlämmung vor dem Trocknen und Brennen der Tonwaren, dadurch gekennzeichnet, daß eine nur aus natürlichen oder künstlichen Harzen, ivie Fichtenharz, und/ oder Harzstoffen, wie Harzsäure, bereitete Aufschlämmung benutzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung einer wäßr igen Aufschlämmung, welche künstliche oder natürliche Harze oder Harzstoffe unter Benutzung .eines mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittels, wie Terpentin, suspendiert enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Brennen der vorbehandelten Formlinge gegen Ende des Brandes reduzierend geführt wird.
DE1930545237D 1930-09-07 1930-09-07 Verfahren zur Erzeugung reinfarbiger Tonwaren Expired DE545237C (de)

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