DE515535C - Verfahren zum Herstellen feuerfester Leichtsteine aus tonfreier oder tonarmer Kieselgur Wasser und Ausbaustoffen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen feuerfester Leichtsteine aus tonfreier oder tonarmer Kieselgur Wasser und AusbaustoffenInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zum Herstellen feuerfester Leichtsteine aus tonfreier oder tonarmer Kieselgur, Wasser und Ausbaustoffen Die Herstellung der Isoliersteine aus tonarmer oder tonfreier Kieselgur erfolgte bisher unter Zusatz von plastischen Bindestoffen, wie Ton, Wasserglas u. dgl. Die Bindemittel setzen die Feuerfestigkeit des hochwertigen Ausgangsstoffes herab, so daß das entstehende Erzeugnis nur für Temperaturen bis etwa iooo' verwendet werden kann. Die Verarbeitung der Kieselgur ohne Bindemittel stellt daher eine Frage von großer technischer Bedeutung dar. .
- Um unplastische Stoffe (beispielsweise Oxyde) ohne Bindemittel verformen zu können, hat man bereits vorgeschlagen, die Ausgangsstoffe in den kolloidalen, bildsamen Zustand zu bringen. Dies erreicht man beispielsweise in der Weise, daß man die Ausgangsstoffe während des Mahlvorganges mit Säuren oder Basen behandelt. Schließlich hat man auch vorgeschlagen, das Zusammenhaften der einzelnen Teilchen unplastischer Stoffe durch Anwendung von starkem Druck herbeizuführen.
- Die bekannten Verfahren, unbildsame Oxyde ohne Anwendung besonderer Bindemittel zu festen Erzeugnissen zu verarbeiten, sind jedoch zur Herstellung poröser Kieselgurerzeugnisse aus dem Grunde nicht geeignet, weil sie in der aufbereiteten Rohmasse eine zu geringe Bindekraft entwickeln. Es ist daher nicht möglich, Ausbrennstoffe, deren Volumen größer ist als das der Steinmasse, einzubetten und Forinlinge von erforderlicher Festigkeit zu erhalten. Dieser Mangel läßt sich auf folgende Weise beheben. Gemäß der Erfindung wird trockne, tonarme oder tonfreie Kieselgur mit etwa der gleichen Gewichtsmenge Wasser angemacht und durch Reiben, Kneten oder sonstige innige Verarbeitung in eine bildsame Masse von kittartiger Beschaffenheit übergeführt, mit Ausbrennstoffen versetzt, geformt, getrocknet und gebrannt. Der erforderliche innige Knetvorgang bewirkt, daß die geringe zur Verfügung stehende Flüssigkeitsmenge auf die große Oberfläche der Diatomeen gleichmäßig verteilt wird, wobei sich an der Trennungsgrenze der verschiedenen sich berührenden Kieselgurteilchen starke Anziehungskräfte entwickeln. Die Masse wird außerordentlich bildsam, und es lassen sich infolgedessen Ausbrennstoffe und Magerungsmittel leicht einbetten. Beim Trocknen tritt eine starke Verfestigung der Kieselgunnasse - ein.
- Bei anderen voluminösen Stoffgemischen, wie Tonerde und Magnesia, wird nach Zusatz einer geringen Flüssigkeitsmenge gleichfalls durch Kneten ein hochbildsamer Zustand hervorgerufen. Nach dem Brennen tritt jedoch bei diesen Stoffen keine gute Verfestigung ein. Bei der Verfestigung der Kieselgur handelt es sich demnach um einen günstigen Einzelfall.
- Die Vorteile der nach dem neuen Verfahren erhaltenen Erzeugnisse bestehen in geringem Gewicht, guter Isolierwirkung, hoher Feuerbeständigkeit und einer überraschend günstigen Standfestigkeit unter Belastung bei hohen Temperaturen. Es lassen sich beispielsweise Isoliersteine herstellen, die bis annähernd 16oo" C einer Druc ' kbeanspruchung widerstehen.
- Die in der aufbereiteten Kieselgurmasse wirksaine Bindekraft ist so groß, daß ungemagerte Erzeugnisse, bei etwa i2oo' C gebrannt, rissig werden. Will man daher rissefreie Steine ohne Ausbrennstoffe herstellen, so ist eine Magerung erforderlich, etwa mit einer nach dem gleichen Verfahren hergestellten, bei mittleren oder hohen Temperaturen vorgebrannten Kieselgurmasse.
- Ferner kann die Festigkeit der gebrannten Steine erheblich gesteigert werden, wenn bei der Herstellung der gießfähigen oder Imetbaren Masse ein Zusatz von Säure, z. B. Salzsäure, verwendet wird.
- Das Verfahren wird z. B. in der Weise durchgeführt, daß man i kg raumtrockene, tonarme Kieselgur mit o,8- bis i l Wasser anreibt, bis man eine kittartige, hochplastische Masse erhält. Die mit Ausbrennstoffen versetzte Masse wird beispielsweise nach dem Gießverfahren verformt, getrocknet und dann gebrannt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCIIE: i. Verfahren zum Herstellen feuerfester Leichtsteine durch Formen, Trocknen und Brennen eines Gemisches aus tonfreier oder tonarmer Kieselgur, Wasser und Ausbrennstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß Kieselgur zunächst nur mit etwa der gleichen Gewichtsmenge, Wasser angemacht, durch Reiben, Kneten oder durch sonstige innige Bearbeitung in eine bildsame Masse von kittartiger Zusammensetzung übergeführt, hierauf mit Ausbrennstoffen vermischt und in üblicher Weise weiterverarbeitet wird. ?- Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine bei mittleren oder hohen Temperaturen gebrannte, nach dem gleichen Verfahren hergestellte Masse mit nicht vorgebrannter Kieselgar als Bindemittel verarbeitet wird. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Masse beim Anmachen Säure zugesetzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK96505D DE515535C (de) | 1925-10-31 | 1925-10-31 | Verfahren zum Herstellen feuerfester Leichtsteine aus tonfreier oder tonarmer Kieselgur Wasser und Ausbaustoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE515535C true DE515535C (de) | 1931-01-07 |
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| DEK96505D Expired DE515535C (de) | 1925-10-31 | 1925-10-31 | Verfahren zum Herstellen feuerfester Leichtsteine aus tonfreier oder tonarmer Kieselgur Wasser und Ausbaustoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE515535C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2552553A (en) * | 1947-08-25 | 1951-05-15 | Heine Henry William | Acoustical tile composition and method of making acoustical tiles |
-
1925
- 1925-10-31 DE DEK96505D patent/DE515535C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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