DE544993C - Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Kommutierung von Stroemen in Mehrphasenwicklungen - Google Patents
Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Kommutierung von Stroemen in MehrphasenwicklungenInfo
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- DE544993C DE544993C DEA55258D DEA0055258D DE544993C DE 544993 C DE544993 C DE 544993C DE A55258 D DEA55258 D DE A55258D DE A0055258 D DEA0055258 D DE A0055258D DE 544993 C DE544993 C DE 544993C
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Description
Das Hauptpatent bezieht sich auf eine Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Kommutierung
von Strömen in Mehrphasenwicklungen ohne mechanische Kommutatoren, bei der die verschiedenen Speisepunkte der Arbeitswicklung
nacheinander über elektrische Ventile mit der Gleichstromzu- oder -ableitung verbunden werden und bei der den kommutierenden
Wicklungsteilen ein Hilfswechselstrom überlagert wird, um die Teilströme
in den Ventilen periodisch auf den Wert Null zu bringen und die Ventile steuerfähig
zu machen. Zu dem Zweck sind besondere Transformatoren vorgeschlagen, die den Ventilen den Hilfswechselstrom über
Ringleitungen zuführen.
Gemäß der Erfindung wird der gleiche Zweck dadurch erreicht, daß der Hilfswechselstrom
den bei der Kommutierung kurzgeschlossenen Wicklungsteilen durch Transformation über eine mit den kommutierenden
Wicklungsteilen koaxial angeordnete Primärwicklung, die gegenüber dem umlaufenden
Feldsystem ihre relative Lage nicht verandert, also mit dem Feldsystem umläuft, zugeführt
wird, wobei die kommutierenden Teile der Arbeitswicklung die Sekundärwicklung bilden.
Auf diese Weise werden die Transformatoren und ein Teil der Ringleitungen für den
Hilfswechselstrom erspart.
In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung dargestellt.
Gleiche Buchstaben bezeichnen gleiche Teile der Einrichtung nach dem Hauptpatent. Auch die Wirkungsweise der
Einrichtung ist die gleiche, wie im Hauptpatent beschrieben. Die koaxial zum kommutierenden
Teil der Arbeitswicklung f angeordnete und mit dem Feldsystem umlaufende Hilfswicklung ist mit w bezeichnet. Die
Hilfswicklung w erhält zweckmäßig geringe Streuung gegenüber dem kommutierenden
Teil der Arbeitswicklung/; sie wird an die Hilfswechselspannung angeschlossen und bildet
so die Primärwicklung eines Transformators mit dem kommutierenden Teil der Arbeitswicklung
als Sekundärwicklung. Die an der Wicklung w liegende Wechselspannung
induziert nun rein transformatorisch ohne Zuhilfenahme der Rotation in den während der
Kommutierung kurzgeschlossenen Wicklungsgruppen einen Wechselstrom, der den resultierenden
Strom der im Kommutierungskreis liegenden Ventile periodisch auf den Wert Null bringt.
Mit zunehmender Drehgeschwindigkeit des Motors wird durch die Rotation des Feldsystems
in der Stator wicklung eine Spannung induziert, welche nun ihrerseits das Löschen
des Lichtbogens an den einzelnen Anoden nach dem Einsetzen der folgenden Anode herbeiführt.
Von einer gewissen Geschwindigkeit des Motors von der Größenordnung einiger Prozent der Normaldrehzahl an ist also
ίο die Einführung des Hilfswechselstromes zum
Löschen der Anoden überflüssig. Die Hilfswicklung zv ist daher nur zu Anfang des Anlaßvorganges
des Motors mit Wechselstrom zu speisen, d. h. solange die durch Rotation erzeugte Eigenspannung des Motors zu klein
ist; bei einigen Prozent der Normaldrehzahl kann der Hilfswechselstrom abgeschaltet werden.
Für das Löschen einer Anode des Ventils ist es erforderlich, daß spätestens am Ende
der Kommutierungsperiode das Gitter der kommutierenden Anode negativ geladen und
die zugehörige Anode stromlos ist. Um aber die Stromlosigkeit zu erreichen, muß die
Hilfswechselspannung in der Zeit während der Kommutierung mindestens einmal so gerichtet
sein, daß sie dem bestehenden, in den Anoden fließenden Arbeitsstrom entgegenwirkt
und ihn zurückdrängen will. Der günstigste Fall tritt dann ein, wenn gerade zu Beginn der Kommutierung, also in dem Moment,
wo das Gitter einer Anode positiv aufgeladen wird, die induktive Hilfswechselspannung
von Null ansteigend dem Arbeitsstrom entgegenwirkt, so daß die Hilfswechselspannung
während der gesamten Kommutierungsdauer Zeit hat, den Arbeitsgleichstrom auf den Wert Null zu bringen. Die maximale
Kommutierungsdauer, die gleich ist der Dauer einer Umdrehung des Rotors dividiert 40
durch die Zahl der Polpaare und durch die Zahl der Speisepunkte der Arbeitswicklung f,
muß dann mindestens gleich der Dauer einer Halbperiode des Hilfswechselstromes sein,
oder aber der Hilfswechselstrom muß wäh- 45 rend der Brenndauer einer Anode mindestens
eine ganze Periode durchlaufen. Seine Frequenz darf aber beliebig höher sein als dieser
Minimalwert. Dieser eingeführte Hilfswechselstrom ist nahezu ein reiner Blindstrom und 5°
bildet somit im Motor kein nennenswertes Drehmoment.
Claims (1)
- Patentanspruch :Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Kommutierung von Strömen in Mehrphasenwicklungen ohne mechanische Kommutatoren nach Patent 501 402, bei der den kommutierenden Teilen der Arbeitswicklung, die über gesteuerte Ventile mit der Gleichstromzu- oder -ableitung· verbunden ist, ein Hilfswechselstrom überlagert wird, um die Teilströme in den Ventilen periodisch auf den Wert Null zu bringen und die Ventile steuerfähig zu machen, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfswechselstrom den bei der Kommutierung kurzgeschlossenen Wicklungsteilen durch Transformation über eine mit dem Feldsystem umlaufende und mit den kommutierenden Wicklungsteilen koaxial angeordnete Primärwicklung zugeführt wird, wobei die kommutierenden Teile der Arbeitswicklung die Sekundärwicklung bilden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA55258D DE544993C (de) | 1928-09-01 | 1928-09-01 | Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Kommutierung von Stroemen in Mehrphasenwicklungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA55258D DE544993C (de) | 1928-09-01 | 1928-09-01 | Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Kommutierung von Stroemen in Mehrphasenwicklungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE544993C true DE544993C (de) | 1932-02-24 |
Family
ID=6939900
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA55258D Expired DE544993C (de) | 1928-09-01 | 1928-09-01 | Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Kommutierung von Stroemen in Mehrphasenwicklungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE544993C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967598C (de) * | 1942-07-10 | 1957-11-28 | Siemens Ag | Anordnung zur Steuerung von Schaltungs- und Stromwendungsvorgaengen bei Gleich- und Wechselstrom mit Hilfe gittergesteuerter Stromrichter |
-
1928
- 1928-09-01 DE DEA55258D patent/DE544993C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967598C (de) * | 1942-07-10 | 1957-11-28 | Siemens Ag | Anordnung zur Steuerung von Schaltungs- und Stromwendungsvorgaengen bei Gleich- und Wechselstrom mit Hilfe gittergesteuerter Stromrichter |
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