DE544741C - Umsteuerung fuer Brennkraftmaschinen, die im Viertakt oder im Zweitakt arbeiten - Google Patents
Umsteuerung fuer Brennkraftmaschinen, die im Viertakt oder im Zweitakt arbeitenInfo
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Description
- Umsteuerung für Brennkraftmaschinen, die im Viertakt oder im Zweitakt arbeiten Die Erfindung betrifft eine Umsteuerung für Brennkraftmaschinen, die abwechselnd im Viertakt oder im Zweitakt arbeiten. Die bisher für diesen Zweck verwendeten Umsteuerungen besitzen in der Regel eine axial erscbiebbare Nockenwelle, bei deren Verschiebung um ein bestimmtes Maß die vorher benötigten Nocken durch andere ersetzt werden. Eine derartige Umschaltung hat aber den Mangel, daß es bei ihr vorkommen kann, daß die Steuerstangen verbogen oder die Nocken nicht an der richtigen Stelle eingeschoben werden.
- Dieser Mangel wird bei der vorliegenden Ausführung behoben, indem beim Umsteuern auf Zweitakt die Ein- und Auslaßventile der Einwirkung der Nocken entzogen und dadurch außer Betrieb gesetzt werden. Zu diesem Zweck ist ein Zwischenstück zwischen Nocken und Ventilstange eingebaut, durch dessen Verstellung (Drehung) die Ventile dem Einfluß der Nocken entzogen werden.
- Der Erfindungsgedanke, der noch andere Ausführungsmöglichkeiten zuläßt, ist in den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigen: Fig. i einen Schnitt durch die Maschine senkrecht zur Kurbelwelle, Fig. a die Steuerorgane in Seitenansicht in Richtung der Kurbelwelle gesehen, Fig.3 einen Längsschnitt durch die Maschine (rechtwinklig zu Fig. i), Fig. 4. und 5 Teilzeichnungen der Ventilsteuerorgane. i ist der Eintrittskanal für das Brennstoffluftgemisch, z und 3 sind die beiden für den Viertaktbetrieb bestimmten Ein- und Austrittsventile, die im vorliegenden Falle hängend ausgebildet sind. ,` ist der Austrittskanal. 4 ist der Kolben, der durch die Pleuelstange 5 die Kurbelwelle 6 antreibt. Nach Umsteuerung auf Zweitakt bleiben die Ventile 2 und 3 geschlossen, und das Brennstoffluftgemisch tritt durch den Kanal ia und die (Öffnung 8 in den Kurbelkasten 9. Der Kanal io verbindet in bekannter Weise den Kurbelkasten 9 mit dem Arbeitszylinder i i. Der Austritt der Verbrennungsgase erfolgt dann durch den Kanal 1a.
- Zwischen den Ventilstoßstangen 13 und den Nocken 14 sind Zwischenstücke (Stößel) 15 eingebaut, auf die die Nocken 14 unmittelbar einwirken. Jedes Zwischenstück trägt einen klauenartigen Ansatz 16, auf dem ein entsprechender Ansatz 17 des unteren Teiles der Ventilstoßstange 13 aufsitzt. Eine Zahnstange 18 greift in die Verzahnung i9 eines Bundes der Ventilstoßstange 13, wodurch beim Bewegen der Zahnstange um ein bestimmtes Maß eine Drehung der Ventilstoßstange und ein Herabgleiten der Klauen 17 von den Klauen 16 des Zwischenstückes herbeigeführt wird (Fig. 4.). Die Gesamtlänge des Zwischenstückes und der Ventilstoßstange wird dadurch um einen bestimmten Wert, der größer ist als die Erhebung des Nockens 14, für beide Ventilantriebe verkürzt, so daß nunmehr .die Ventile 2 und 3 nicht 'mehr bewegt werden können.
- 13e' Verschiebung der Zahnstange in umgekehrter Richtung, beim übergang von Zweitakt auf Viertakt, treten die Klauen 17 auf die Klauen 16 (Fig.5), und damit wirken die Nocken 14 auf die Ventile 23.
- Nach Umstellung auf Viertakt deckt sich die Wirkungsweise der vorliegenden Brennkraftmaschine in der Hauptsache mit der bei Viertaktmotoren üblichen. Bei der Abwärtsbewegung des Kolbens wird das Brennstoffluftgemisch durch den Kanal i und das Eintrittsventil hindurch angesaugt. Nach beendigtem Ansaugehub schließt sich dieses Einlaßventil, und es erfolgt die Verdichtung des Brennstoffluftgemisches bei geschlossenen Ventilen. Im oberen Totpunkt oder kurz vorher erfolgt darauf die Zündung mit anschließendem Arbeitshub. Das Ausstoßen der Verbrennungsgase erfolgt nunmehr durch das geöffnete Austrittsventil 3 während des letzten Hubes. Arbeitet der Verbrennungsmotor nach dem Viertaktverfahren, so sind außerdem die Eintritts- und Austrittskanäle 8 und 12 in derselben Weise geöffnet wie beim Zweitakt. Versuche haben ergeben, daß die Ein- und Austrittsschlitze im unteren Teil des Zylinders für das Arbeiten als Viertaktmotor nicht von Nachteil sind, im Gegenteil die üffnungen unterstützen noch das Ansaugen und das Ausstoßen der Gase.
- Die Kurbelkastenpumpe wirkt wie folgt: Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens 4 wird das Brennstoffluftgemisch durch den Kanal itz und die kolbengesteuerte Öffnung 8 hindurch in den Kurbelkasten 9 gesaugt, und bei der Abwärtsbewegung des Kolbens wird es durch den Kanal i o in _ den Arbeitszylinder gedrückt. Da während des Zweitaktbetriebes jeder zweite Takt ein Arbeitstakt ist, erfolgt während des Eintrittes des Brennstoffluftgemisches in den Zylindern gleichzeitig der Austritt der Verbrennungsgase durch den Kanal 12, wobei die Ausspülung durch entsprechende Form des Kolbenkopfes begünstigt wird. Die eintretenden Brennstoffluftgemischladungen werden durch die an sich bekannte Ausgestaltung des Kolbens so in den Zylinderraum geleitet, daß ein Entweichen durch den noch offenen Austrittskanal vermieden wird. Ist der Zylinderraum mit Gemisch gefüllt, so erfolgt durch die Aufwärtsbewegung des Kolbens die Verdichtung, wobei gleichzeitig neues Gemisch in den Kurbelkasten angesaugt wird. Nach der Zündung im oberen Totpunkt des Kolbens erfolgt der Arbeitstakt.
- Die Zündung erfolgt, da es die Arbeitsweise als Zweitakt erforderlich macht, nach jedem zweiten Takt. Das ist auch mit dem Viertaktver fahren unter Umständen verträglich. Es ist jedoch auch möglich, beim Umstellen des Motors von Zweitakt auf Viertakt die Zündung in entsprechender Weise zu verstellen, wie dies beispielsweise beim Feststellen oder Einschalten der Ein- und Austrittsventile geschieht.
- Die umsteuerbare Verbrennungskraftmaschine kann auch als Schiebermotor ausgebildet sein. Arbeitet der Schiebermotor nach dem Zweitaktverfahren, dann bleiben die für den Viertakt bestimmten Ein- und Austrittsschlitze der Schieber verdeckt, während die Zuführung und Abführung der Gase in bekannter Weise nach dem Prinzip des Zweitaktmotors erfolgt. Da der Antrieb der Schieber gleichfalls mittels Stoßstangen geschieht, ist die Wirkung der Veränderung der Lage von Stoßstange und Zwischenstück die gleiche wie beim Ventilmotor.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Umsteuerung für Brennkraftmaschinen, die im Viertakt oder im Zweitakt arbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß beim Umsteuern auf Zweitakt die für den Viertakt bestimmten Einlaß- und Auslaßv entile außer Betrieb gesetzt werden, indem die Einwirkung der Nocken aufgehoben wird.
- 2. Umsteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb der Viertaktventile ein Zwischenstück (15) zwischen Nocken (14) und Ventilstoßstange (13) eingebaut ist, welches von außen derart verstellbar ist, daß die Ventile dem Einfluß der Nocken entzogen werden.
- 3. Umsteuerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen Ventilstoßstange (13) und Nocken (14) eingebaute Zwischenstück (15) und das untere Ende der Ventilstoßstange (13) klauenartige Erhebungen (17, 16) tragen, die bei Verdrehung der Ventilstoßstange durch einen Zahntrieb (18, 19) aufeinander- oder entsprechend ineinandertreten, so daß der Nocken (14) auf die Stoßstange einwirkt oder seine Einwirkung aufgehoben wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH123757D DE544741C (de) | 1929-10-17 | 1929-10-17 | Umsteuerung fuer Brennkraftmaschinen, die im Viertakt oder im Zweitakt arbeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEH123757D DE544741C (de) | 1929-10-17 | 1929-10-17 | Umsteuerung fuer Brennkraftmaschinen, die im Viertakt oder im Zweitakt arbeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE544741C true DE544741C (de) | 1932-02-22 |
Family
ID=7174453
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH123757D Expired DE544741C (de) | 1929-10-17 | 1929-10-17 | Umsteuerung fuer Brennkraftmaschinen, die im Viertakt oder im Zweitakt arbeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE544741C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE911792C (de) * | 1951-08-04 | 1954-05-20 | Karlheinz Halupka | Umsteuereinrichtung fuer aufgeladene Zweitakt-Dieselmaschinen mit Einlassschlitzen und gesteuerten Auslassventilen, die waehrend des Betriebes auf Viertaktverfahren umgesteuert werden koennen |
| FR2500063A1 (fr) * | 1981-02-18 | 1982-08-20 | Aerospatiale | Moteur thermique a quatre temps susceptible de surpuissance temporaire |
| DE3129609A1 (de) * | 1981-07-28 | 1983-03-03 | Adolf 2360 Bad Segeberg Freese | Umschaltbare mehrzylinder-brennkraftmaschine |
| EP0269605A1 (de) * | 1986-10-30 | 1988-06-01 | AVL Gesellschaft für Verbrennungskraftmaschinen und Messtechnik mbH.Prof.Dr.Dr.h.c. Hans List | Motorbremse bei einer Brennkraftmaschine für Kraftfahrzeuge |
| EP0292185A3 (en) * | 1987-05-21 | 1989-08-09 | Jaguar Cars Limited | Cam mechanisms |
-
1929
- 1929-10-17 DE DEH123757D patent/DE544741C/de not_active Expired
Cited By (8)
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| US4392459A (en) * | 1981-02-18 | 1983-07-12 | Societe Nationale Industrielle Aerospatiale | Four stroke thermal engine capable of temporary boost |
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| US4869215A (en) * | 1987-05-21 | 1989-09-26 | Jaguar Cars Limited | Cam mechanisms |
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