DE453635C - Anlasssteuerung fuer Viertaktbrennkraftmaschinen - Google Patents

Anlasssteuerung fuer Viertaktbrennkraftmaschinen

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DE453635C
DE453635C DEST41073D DEST041073D DE453635C DE 453635 C DE453635 C DE 453635C DE ST41073 D DEST41073 D DE ST41073D DE ST041073 D DEST041073 D DE ST041073D DE 453635 C DE453635 C DE 453635C
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valve
stroke
compressed air
cylinder
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DEST41073D
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STANDARD MOTOR CONSTRUCTION CO
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STANDARD MOTOR CONSTRUCTION CO
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)

Description

  • Anlaßsteuerung für Viertaktbrennkraftmaschinen. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Anlaßsteuerung für Viertaktbrennkraftmaschinen mit hohem Druck bzw. Dieselmaschinen, bei der durch Verstellung eines Ventilsteuerorgans, z. B. durch Längsverschiebung der Steuerwelle, die Preßluftanlaßventile und die Betriebsventile für den Zylinder entsprechend eingeschaltet werden.
  • Von den bekannten Einrichtungen dieser Art unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß zwei Anlaßstellungen vorhanden sind und in der ersten der Zylinder mit Preßluft im Zweitakt arbeitet, worauf in der zweiten das Preßluftventil im Viertakt, das Auslaßv entil im Zweitakt arbeitet und schließlich in der dritten oder Betriebsstellung die Maschine mit Brennstoff im Viertakt arbeitet.
  • Dadurch wird eine starke und wirksame Anlaufkraft unter allen Betriebsumständen für Vorwärtsgang sowohl wie für Rückwärtslauf gewährleistet. Dabei ist die neue Einrichtung bei beliebigen Viertaktmotoren und besonders Vielzylindermotoren leicht anbringbar.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
  • Abb. i ist eine Seitenansicht eines Teils eines Motors, Abb.2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht in größerem Maßstabe, Abb. 3 ein Schnitt rechtwinklig zur Abb. 2, Abb. q. eine Endansicht der Nockenwelle, Abb. 5 eine Seitenansicht der Welle nach Abb. ., Abb.6 eine der Abb.5 ähnliche Ansicht, Nocken um go° gedreht.
  • Abb. 7 bis 13 sind Schemata zur Veranschaulichung der Einwirkung der Nocken auf die Ventilheber bei den verschiedenen Einstellungen der Nockenwelle; die Nocken sind ohne Rücksicht auf ih-e relative Umfangslage an der Welle dargestellt.
  • Abb. 14 bis 2o zeigen schematisch die wirksamen Nocken bei den verschiedenen Einstelhingen der Nockenwelle entsprechend Abb. 7 bis 13 unter Berücksichtigung der relativen Umfangslage der Nocken an der Welle.
  • Der T4lotorunterteil i trägt die Zylinder 2, deren drei dargestellt sind, und die Kurbelwelle 3, deren Kurbeln so angeordnet sind, daß eine stets außer Mittellage ist. Jeder Zylinder hat ein Außenlufteinlaßventil q., Preßlufteinlaßventil5, Auspuffventil 6 und Brennstoffeinspritzventil7, die alle vorzugsweise durch Nocken der Nockenwelle 8 mechanisch bewegt werden. Das Ventil q. kann auch selbsttätig sein. Die Nockenwelle ist in der Längsrichtung einstellbar, um die Nocken in Flucht mit den entsprechenden Ventilhebern zu bringen und die Ventile in noch zu beschreibender Art wirken zu lassen.
  • Die Bewegung wird von den Nocken auf die Ventile z. B. durch sogenannte Ventilheber übertragen, die auf einer Welle 9 schwingbar sind und auf die Ventile durch Stößel und Schwingen wirken, um die Ventile zu heben.
  • Vorzugsweise tragen die Ventilheber Gleitrollen.
  • Von einer Preßluftquelle führt ein Rohr 1o zu den Gehäusen der Preßluftventile (Abb. 2): Das Ventil s befindet sich in einem Gehäuse i i, in das direkt über dem Ventil Preßluft eintritt. Die Kammer direkt unter dem Ventil ist durch einen Kanal 12 mit dem zugehörigen Zylinder 2 verbunden. Bei offenem Ventil 5 fließt Preßluft durch den Kanal 12 in den Zylinder und drückt dessen Kolben nieder. Der Schaft des Ventiles 5 ragt von einem Kolben 14 aufwärts, der im Gehäuse I I hin und her geht und durch eine Stange 15 mit einem der Ventilheber der Zwischenwelle 9 verbunden ist.
  • Oberhalb des Ventiles 5 ist am Ventilschaft ein Überausgleichskolben 16 befestigt, der sich in dem benachbarten zylindrischen Teil des Gehäuses befindet. Ist die Preßluft angestellt, so schließt dieser Kolben das Ventil 5 und hält es gewöhnlich geschlossen (Abb. 2).
  • Zur Steuerung der Preßluft dient ein Drosselventil 17. Wird sie abgestellt, so kann das Ventil 5 durch Schwerkraft in Offenlage fallen, so daß seine Schwinge außer dem Bereich ihres Nockens steht, so daß Geräusch und Abnutzung vermieden werden. Zwischen dem Preßluftventil 5 und dem Zylinder :2 sitzt ein 1Zückschlagventil 18, damit ein den Preßluftdruck überschreitender Druck im Zvlinder nicht in das Ventilgehäuse 11 r ückwirken kann. Die Nockenwelle 8 wird von der Hauptwelle 3 z. B. durch Getriebe 19, 2o mit halber Motorgeschwindigkeit gedreht, wie beim Viertakt üblich.
  • Die Nockenwelle kann durch einen Handliebel 2t zwecks Steuerung des Motors längsverstellt werden.
  • In Abb. 7 bis 20 stellt 22 die Ventilheberrolle für das Außenlufteinlaßventil4 eines Zylinders dar, 23 die Heberrolle für das Brennstoffzuführungsventil7 eines Zylinders, 24 die Heberrolle für das Preßluftventil5 eines Zylinders und 25 die Heberrolle für das Auspuffventil 6 eines Zylinders.
  • Bei der Lage der Teile nach Abb. 1o und 17 hat die Nockenwelle keine Einwirkung auf die Ventilheber, und der Motor steht daher still. Um ihn für Vorwärtslauf oder Rückwärtslauf anzulassen, wird die Nockenwelle 8 in die erste Anlaßlage (Abb. 9 und 16) längsverschoben. Die Preßluftdrossel 17 wird dann geöffnet. Bei dieser Lage liegen gewisse Nocken der Welle 8 zu den Hebern so, daß das Preßluftventil geöffnet wird. Preßluft strömt dann zu den Zylindern und dreht den Motor vorwärts. Dabei bewegen zwei Nocken nacheinander den Preßluftventilhebel 24, so daß bei jedem Abwärtshube des Kolbens Preßluft eingelassen wird und diese im Zweitakt arbeitet. Gleichzeitig wird der Ventilheber 25 für das Auspuffventil 6 bei jedem Aufwärtshube des Kolbens bewegt, um die Luft aus dem Zylinder entweichen zu lassen. In dieser ersten Anlaßlage stehen keine Nocken so, daß sie die Ventilheber 22 und 23 bewegen. Daher bleiben das Außenlufteinlaßventil und BrennstofFeinspritzventil ohne Bewegung. Ist der Motor durch die Zweitaktarbeit mit Preßluft auf genügend raschen Gang gekommen, so wird die Welle 8 in eine zweite Anlaßlage (Abb. 8 und 15) verschoben. In dieser Lage bewegen die Nocken den Preßluftventilheber 24 nur bei jedem zweiten Abwärtshube des Kolbens, während der AuspufFventilheber noch wie vorher bewegt wird, um das Auspuffventil bei jedem Aufwärtshube des Kolbens zu öffnen. Bei dieser zweiten Anlaßlage bewegt ein anderer Nocken den Heber für das Außenluftventil, das jetzt bei jedem Viertaktsaughube geöffnet wird. Nach Abb. 8 und 15 ist das Brennstoffventil 7 noch bewegungslos. Die Nockenwelle wird in dieser zweiten Anlaßlage nur kurze Zeit gehalten. Ein wichtiger Zweck ist dabei, beim regelmäßigen Viertaktverdichtungshube die Preßluft herauszulassen, die sonst in diesem Zylinder von einem vorhergehenden Zweitaktpreßluftkrafthube her zurückgehalten werden würde. Andernfalls könnte sich in diesem Zylinder beim Aufw ärtshube eine übermäßige Verdichtung ergeben und die Drehung des Motors erheblich verzögern.
  • Von der zweiten Anlaßlage wird die Nockenwelle 8 aus der Lage nach Abb. 8 in die nach Abb. 7 und 14 verschoben. In letzterer Lage sind die Nocken an der Nockenwelle so angeordnet, daß sie alle die Ventilheber 22,. 23, 24, 25 in solcher Reihenfolge bewegen, daß der Motor in gewöhnlichem Viertakt läuft, wobei Außenluft beini Saughube eindringt, die beim Verdichtungshube verdichtet wird. Brennstoff wird an oder nahe dem oberen Ende des Verdichtungshubes eingespritzt und gezündet, um während des nächsten Abwärtshubes Arbeit zu leisten. Das Auspuffventil wird-beim nächsten Aufwärtshube geöffnet, um das Entweichen von verbrannten Gasen zu gestatten.
  • Damit ist das Anlassen des Motors für Vorwärtslauf aus der Neutralstellung beschrieben; es wird dadurch erzielt, daß man die Nockenwelle aus der Neutralstellung in einer Richtung längsverschiebt. Lm den Motor für Rückwärtslauf anzulassen, wird die Nockenwelle entgegengesetzt verschoben; sie trägt einen entsprechenden Nockensatz, der beim Rückwärtslauf mit den Ventilhebern richtig zusammenwirkt.
  • Wenn irgend die Drossel 17 offen ist, sind die Preßluftventilheber 24 in Stellung, um die Preßluftv entile 5 zu bewegen, so daß, wenn der Arbeitsdruck in den Arbeitszylindern 2 unter den Preßluftdruck sinkt, die Preßluft in den Zylinder fließt und das Drehmoment aufrechterhält, um ein Stehenbleiben zu verhüten. Dies ist besonders beim Anlassen des Motors unter schwerer Belastung aus dem kalten Zustande sehr vorteilhaft. Hat sich der Motor erwärmt und ist er auf normalen Gang gekommen, so kann die Drossel 17 geschlossen «-erden.
  • Auch wenn man die sogenannte zweite Anlaßlage außer acht läßt und so vorgeht, daß man aus der ersten Anlaßlage, bei der der Motor als Zweitaktpreßluftmaschine arbeitet, auf die endgültige Viertaktbetriebslage übergeht, so ist es klar, daß ein großer Vorteil beim Anlassen der Maschine gegen eine schwere Belastung vor Erreichung der normalen Betriebsgeschwindigkeit erzielt wird, da die Preßluft im Viertakt im Zylinder beim Viertaktkrafthub arbeitet, sofern der Arbeitsdruck darin unter den Preßluftdruck fällt. Die Preßluft unterstützt dann den Druck der brennender. Gase gegen den Kolben und gewährleistet eine kräftige Anlaßwirkung.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Anlaßsteuerung für Viertaktbrennkraftmaschinen mit hohem Druck bzw. Dieselmaschinen, bei der durch Verstellung eines Ventilsteuerorgans die Preß-Iuftanlaßv entile und die Betriebsventile für den Zylinder entsprechend eingeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Anlaßstellungen vorhanden sind und in der ersten der Zylinder mit Preßluft im Zweitakt arbeitet, worauf in der zweiten das Preßluftventil im Viertakt, das Auslaßventil im Zweitakt arbeitet und schließlich in der dritten oder Betriebs-"tellung die Maschine mit Brennstoff im Viertakt arbeitet.
  2. 2. Steuerung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine ein an sich bekanntes, durch Preßluft geschlossen gehaltenes Anlaßventil besitzt, das mechanisch geöffnet wird, sowie eine an sich bekannte Einrichtung zum Absperren der Preßluft besitzt.
DEST41073D 1925-06-03 1926-05-29 Anlasssteuerung fuer Viertaktbrennkraftmaschinen Expired DE453635C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US453635XA 1925-06-03 1925-06-03

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ID=21937454

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DEST41073D Expired DE453635C (de) 1925-06-03 1926-05-29 Anlasssteuerung fuer Viertaktbrennkraftmaschinen

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