DE544641C - Verfahren zur Entwaesserung von Schichten, die aus waesserigen Kautschukdispersionenoder aehnlichen koagulierbaren Stoffen erhalten werden - Google Patents
Verfahren zur Entwaesserung von Schichten, die aus waesserigen Kautschukdispersionenoder aehnlichen koagulierbaren Stoffen erhalten werdenInfo
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Description
- Verfahren zur Entwässerung von Schichten, die aus wässerigen Kautschukdispersionen oder ähnlichen koagulierbaren Stoffen erhalten werden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entwässerung von Schichten, die aus wässerigen Dispersionen von Kautschuk oder ähnlichen Stoffen erhalten werden, die zu gallertartigen Massen koaguliert werden können. Die aus derartigen wässerigen Dispersionen durch Elektrophorese, Tauchen, Spritzen u. dgl., gegebenenfalls unter Anwendung von Koagulierungsmitteln erzielten Niederschläge sind meistens nur unvollständig koaguliert und enthalten je nach der Art und Konzentration der verwendeten Dispersionen und je nach der Art der verwendeten Niederschlagungsverfahren eine geringere oder größere Menge Wasser. Das Entfernen dieser eingeschlossenen Wassermengen ist verhältnismäßig schwierig, da sich beim Trocknen an der äußeren Oberfläche eine Haut bildet, die das Entweichen der Feuchtigkeit aus den tieferen Schichten hindert. Unter -allen Umständen ist das Entfernen großer Wassermengen durch Trocknen ein verhältnismäßig langwieriges Verfahren.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung gestattet nun, einen großen Teil der im Niederschlag eingeschlossenen Wassermengen augenblicklich zu entfernen und gleichzeitig sowohl durch die Wasserentziehung als auch durch den gleichzeitig damit angewendeten Druck die Koagulation des Niederschlages so weit zu treiben, daß der Niederschlag eine Festigkeit erreicht, die das Abstreifen des Niederschlages von der Form und die weitere Behandlung im Fabrikbetriebe erleichtert.
- Das Verfahren besteht darin, daß um die auf einer gekrümmten starren Unterlage angeordnete zu entwässernde Schicht ein biegsames, wasserdurchlässiges Entwässerungsblatt derart unter Spannung herumgeführt wird, daß der längs einer Erzeugenden der krummen Fläche auftretende Entwässerungsdruck sich allmählich auf die ganze Oberfläche der Schicht fortpflanzt bzw. ausdehnt.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, frisch koagulierten Kautschuk zwischen wasserdurchlässigen Preßflächen auszupressen. Dabei handelt es sich aber hauptsächlich um das Entfernen des die Poren .des schwammigen Koagulums ausfüllenden Wassers, wozu ein verhältnismäßig geringer Druck genügt, dessen Wirkung durch lokale Deformationen (Kneten) des Koagulums unterstützt werden kann. Im Gegensatz hierzu lassen sich gemäß der Erfindung homogene geformte Niederschläge, bei denen die vom Kautschuk gebundene Feuchtigkeit herausgepreßt werden muß, ohne Verunstaltung entwässern und der hierzu erforderliche verhältnismäßig hohe spezifische Druck ohne große Kraftanwendung erreichen.
- An Hand der Zeichnung ist das Verfahren in mehreren Ausführungsbeispielen erläutert. Abb. i veranschaulicht diese Entwässerung durch ein gespanntes Gewebe.
- Abb.2 zeigt das Verfahren für die Entwässerung einer endlosen Kautschukbahn. Abb.3 bis 6 erläutern die Entwässerung von schlauchförmigen Niederschlägen in verschiedenen Ausführungsbeispielen.
- Gemäß Abb. i befindet sich die zu entwässernde Kautschukschicht 2 auf einer zylindrisch gekrümmten Fläche 8, wobei auch die äußere Oberfläche der zu entwässernden Kautschukschicht zylindrisch ist. Das wasserdurchlässige Preßblatt 3 ist an dem einen Ende 9 festgelegt und wird tangentiat an die Oberfläche des Kautschukniederschlages 2 gelegt. Das Blatt 3 wird nun unter einer in der Richtung des Pfeiles to wirkenden Spannung in der Richtung des Pfeiles 1i auf die zylindrische Oberfläche des Kautschukniederschlages 2 aufgewickelt, so daß die Erzeugende der zylindrischen Fläche, an welcher das Entwässerungsblatt 3 die Kautschukoberfläche berührt, allmählich von links nach rechts fortschreitet, bis das Entwässerungsblatt 3 in die durch die strichpunktierte Linie angedeutete Lage 3 gelangt.
- Gemäß Abb. 2 besteht die zu entwässernde Ware aus einer endlosen Kautschulzbahn, z. B. aus einem Gewebe 12, welches an. der einen Seite oder an beiden Seiten mit einem Kautschukniederschlag überzogen ist. Das Gewebe wird über eine gedrehte Walze 13 aus porösem Ton geführt, gegen welches ein über Rollen 14. geführtes endloses Band 3 gepreßt wird.
- Das Entwässern von schlauchförmigen Kautschukniederschlägen ist in Abb. 3 veranschaulicht. Der zu entwässernde Niederschlag befindet sich auf einem zylindrischen Kern 15, der in der Pfeilrichtung gedreht wird. Um den Kautschukniederschlag herum ist das endlose Gewebe 3 geführt, welches über eine in der Richtung des Pfeiles 15 der Trommel gezogene Rolle 14 läuft.
- Gemäß Abb. i bis 3 schreitet die Preßlinie des Entwässerungsblattes nur in einer Richtung vor, so daß die Preßwirkung in der einen Dimension des Kautschukniederschlages an der ganzen Größe desselben gleichzeitig ausgeübt werden muß.
- Abb. 4 veranschaulicht eine Anordnung, gemäß welcher die Preßwirkung in zwei aufeinander wesentlich senkrechten Richtungen der zu entwässernden Oberfläche fortschreitet. Der zu entwässernde, schlauchförmige Niederschlag befindet sich auf einem gedrehten Zylinder 15. Um den Schlauch ist ein endloses bandförmiges Gewebe 3 in zweckmäßig mehreren Gängen unter Spannung schraubenförmig gewunden und um die Trommel 16 geführt, deren Achse i7 schief zur Achse des Zylinders 1 5 gestellt ist. Die Achse 17 ist durch eine nicht dargestellte Leitspindel parallel zur Richtung der Achse des Zylinders 15, also in der Richtung des Pfeiles 18, verschiebbar gelagert. Beim Drehen des Zylinders 15 und beim Fortschreiten der Trommel 16 in der Richtung des Pfeiles 18 wickelt sich der eine Trumm des Bandes 3 auf den Schlauch 2 auf, während der andere Trumm sich gleichzeitig abwickelt, wobei die auf den Schlauch 2 befindlichen Gänge des Bandes 3 allmählich in der Längsrichtung des Schlauches fortschreiten. Statt eines endlosen Bandes 3 kann ein offenes Band benutzt werden, welches von einer Rolle abgewickelt und auf eine zweite Rolle aufgewiclcelt wird.
- Abb.5 veranschaulicht eine Abänderung dieses Verfahrens, bei dem der bereits entwässerte Teil des Schlauches unter Preßdruck bleibt. Gemäß dieser Abbildung wird das Entwässerungsband 3 von einem Ende des Schlauches 2 ausgehend bis zum anderen Ende desselben unter Spannung schraubenförmig aufgewickelt. Bei diesem Verfahren läuft das Entwässerungsband 3 von einer Vorratsrolle ig ab und muß nach Entwässerung eines Schlauches 2 von diesem abgewickelt und auf die Vorratsrolle i g wieder aufgewickelt -werden, um das nächstemal zur Entwässerung eines weiteren Schlauches benutzt werden zu können.
- Abb.6 veranschaulicht eine Abänderung des in Abb. 8 angegebenen Verfahrens. Demgemäß wird das Entwässerungsband 3 beim Abwickeln von dem entwässerten Schlauch nicht auf einer Rolle ig (Abb.5), sondern auf einen Kern 15b aufgewickelt, der die gleiche Länge und den gleichen Durchmesser besitzt wie der auf dem Kern -5a befindliche Schlauch 2a. Von diesem Kern i 5b wird dann das Band 3 auf den nächsten zu entwässernden Schlauch 2a aufgewickelt. Die in Abb. 6 veranschaulichte Anordnung kann auch für fortlaufenden Betrieb verwendet werden. In diesem Falle befinden sich an derselben Maschine gleichzeitig zwei Zylinderkerne j 5a, j 5b mit den darauf befindlichen zu entwässernden schlauchförmigen Niederschlägen 2a, 2b. Auf dem ersten Kern 15a, 2a wird das Entwässerungsband in der aus Abb. 5 ersichtlichen Weise aufgewickelt. Nachdem der Schlauch 2a entwässert worden ist, wird das Entwässerungsband 3 von diesem abgewickelt und auf den zweiten Kern J >b, 2b gleichzeitig aufgewickelt, um den Schlauch 2b zu entwässern. Nach erfolgter Aufwicklung auf den Schlauch 2b wird der Kern 15a, 2a ausgewechselt und durch einen Zvlinder ersetzt, der einen frischen Kautschukniederschlag trägt, worauf das Entwässerungsband 3 vom Schlauche 2b auf den frischen Schlauch in entgegengesetztem Sinne umwickelt wird.
- Die Entwässerung kann durch Wärme oder durch Elektroosmose unterstützt werden, so z. B. kann man, wenn die Walzen 15 aus Metall bestehen, diese durch Induktion oder in anderer Weise durch den elektrischen Strom an der ganzen Oberfläche gleichmäßig erhitzen. Auch kann man die Entwässerungsfläche vor ihrem Aufbringen auf die zu -. Niederschlagungsschicht erentwässernd hitzen. Man kann ferner die Walze 15 oder eine andere Unterlage, falls diese metallisch ist, als Anode in den Stromkreis schalten und das Entwässerungsblatt oder ein diesem überlagertes Metallblatt oder Metallgewebe als Kathode in den Stromkreis schalten, wobei die Elektroosmose die Druckentwässerung unterstützt.
- Die Kautschukniederschläge, von denen oben die Rede war, können selbstverständlich in an und für sich bekannter Weise verschiedene Zusatzstoffe, insbesondere Füllmittel, Vulkanisierungsmittel. Farbstoffe usw., erhalten. Auch kann man in dieser `'eise nicht nur aus Kautschuk als koagulierenden Grundstoff, sondern auch aus anderen kautschukartigen oder koagulierungsfähigen Stoffen erzeugte Niederschläge behandeln. Als solche kommen in Betracht: z. B. aus Guttapercha, Balata oder aus künstlichen wässerigen Dispersionen dieser Stoffe oder von Kautschukabfällen. regeneriertem Kautschuk oder künstlichem Kautschuk im Bedarfsfalle unter Beimischung von künstlichen oder natürlichen Harzen erzielte Niederschläge. Als andere aus nicht kautschukartigem Stoffe bestehende Dispersionen kommen z. B. Dispersionen von künstlichen Harzen, wie Phenolformaldehvdkondensationsprodukte, Celluloseester, Casein, Albumin oder deren Kondensationsprodukte, in Betracht.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entwässerung von Schichten, die aus wässerigen Kautschukdispersionen oder ähnlichen koagulierbaren Stoffen erhalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß um die auf einer gekrümmten starren Unterlage angeordnete zu entwässernde Schicht ein biegsames, wasserdurchlässiges Entwässerungsblatt derart unter Spannung herumgeführt wird, daß der längs einer Erzeugenden der krummen Fläche auftretende Entwässerungsdruck sich allmählich auf die ganze Oberfläche der Schicht fortpflanzt bzw. ausdehnt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i zur Entwässerung von schlauchförmigen Schichten, dadurch gekennzeichnet, daß der auf einem zvlindrischen Kern befindliche Schlauch mit einem wasserdurchlässigen Band. dessen Breite einen Bruchteil der Länge des Schlauches beträgt, unter Spannung schraubenförmig umwickelt wird.
- Verfahren nach --Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den auf dem Kern befindlichen Schlauch umgebende Bandwickel während der Drehung des Kernes an seinem einen Ende auf den Schlauch aufgewickelt und an seinem anderen Ende gleichzeitig abgewickelt wird, so daß der Bandwickel in der Längsrichtung des Schlauches fortschreitet.
- Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Entwässerungsband von einem Ende des Schlauches ausgehend bis zum anderen Ende desselben unter Spannung aufgewickelt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, daß das Entwässerungsband beim Abwickeln von dem entwässerten Schlauch auf einen Kern schraubenförmig aufgewickelt wird, der die gleiche Länge und den gleichen Umfang hat wie der entwässerte Schlauch und der einen andern zu entwässernden Schlauch tragen kann.
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