DE544291C - Verfahren zur Darstellung hydrierter Amine - Google Patents

Verfahren zur Darstellung hydrierter Amine

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DE544291C
DE544291C DEI33624D DEI0033624D DE544291C DE 544291 C DE544291 C DE 544291C DE I33624 D DEI33624 D DE I33624D DE I0033624 D DEI0033624 D DE I0033624D DE 544291 C DE544291 C DE 544291C
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DE
Germany
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amines
mixture
hydrogenated
hydrogen
dicyclohexylamine
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Expired
Application number
DEI33624D
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English (en)
Inventor
Dr Otto Ernst
Dr Ludwig Mack
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung hydrierter Amine Es ist bekannt, ganz oder teilweise hydrierte Amine dadurch herzustellen, daß man aus hydrierten Phenolen an nicht hydrierend wirkenden, aber Wasserabspaltung bewirkenden oxydischen Kontakten, wie Thoriumoxyd oder Aluminiumoxyd, unter gleichzeitiger Anwendung von Ammoniak Wasser abspaltet. Die Reaktionstemperatur liegt dabei zwischen 29o° und 3a0°, wobei die unerwünschte gleichzeitige Bildung von ungesättigten Kohlenwasserstoffen. je nach den Umständen 3o bis 40 % beträgt. Nach dieser Bildungsweise ist aus Cyclohexanol Cyclohexylamin dargestellt worden, neben dem auch noch etwas Dicyclohexylamin erhalten wurde. Der Umsetzungsgrad dieses Verfahrens ist für eine technische Auswertung viel zu gering. Zudem nimmt die Wirksamkeit der oxydischen Kontakte rasch ab. Es ist auch bekannt, daß man bei Gegenwart von Chlorzink als wasserabspaltendem Mittel aus Cyclohexanolen und aromatischen Aminen Cyclohexylamine herstellen kann. Dieses Verfahren arbeitet ebenfalls bei hohen Temperaturen und gestattet nicht, den gebrauchten Katalysator weiter zu benutzen.
  • Außerdem ist es bekannt, hydrierte Amine dadurch herzustellen, daß man die Amine unter Anwendung von Wasserstoff an metallischen Katalysatoren hydriert. So hat man Anilin bei zgo° am Nickelkontakt hydriert. Man erhält jedoch hierbei ein Gemisch, das neben Cyclohexylamin und Dicyclohexylamin in reichlicher Menge eine Reihe von Spalt-und Dehydrierungsprodukten aufweist, wie Ammoniak, Cyclohexylanilin, ferner etwas Benzol, Hexahydrobenzol und Diphenylamin, die unerwünscht sind, eine Isolierung der gewünschten Amine erschweren und nicht mehr in die gewünschten Amine übergeführt werden können.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Nachteile dieser Verfahren, also einerseits die Anwendung höherer Umsetzungstemperaturen mit ihren Zersetzungen der Ausgangsmaterialien, anderseits die weitgehende Abspaltung von unerwünschten Nebenprodukten und die damit verbundenen Verluste, vermeiden kann, wenn man von der in dieser Weise bisher nicht bekannten Eigenschaft von metallischen, zur Hydrierung geeigneten Katalysatoren Gebrauch macht, bei den relativ niedrigen Temperaturen von etwa z8o° bis 22o° sowohl zu hydrieren als auch gleichzeitig Wasser abzuspalten. Man kann so hydrierte Amine in sehr guter Ausbeute darstellen, wenn man Phenole oder hydrierte Phenole mit Aminen oder Ammoniak in Gegenwart von Wasserstoff und von für die Hydrierung geeignete metallische Katalysatoren der B. Gruppe des periodischen Systems, insbesondere an fein verteiltem reduziertem Nickel, bei Temperaturen reagieren läßt, welche zweckmäßig zwischen loo° bis 300°, am besten bei etwa r85° liegen.
  • Im Gegensatz zu der bekannten Herstellung von Dicyclohexylamin durch Hydrierung von Anilin, bei der Ammoniakabspaltung eintritt, ist hier neben der Hydrierung die Wasserabspaltung der wichtigste Prozeß. Sie verläuft einheitlich, so daß Nebenprodukte in nennenswerter Weise nicht gebildet werden. Der schon beim ersten Überleiten erreichbare Umsetzungsgrad beträgt beispielsweise bei der Darstellung von Dicyclohexylamin aus Phenol oder Cyclohexanol und Anilin auch bei langer Beanspruchung des Kontaktes 4o bis 6o °/o der Theorie. Die Gesamtausbeute ist, da die unveränderten Ausgangsmaterialien bzw. die hydrierten Zwischenprodukte bei nochmaligem Überführen über denselben Kontakt weiter in das Endprodukt umgesetzt werden können, beinahe quantitativ. Die Reaktion kann entweder in der Gasphase oder in der flüssigen Phase mit oder ohne Anwendung von Druck durchgeführt werden.
  • Die Anwendbarkeit der wasserabspaltenden Wirkung von Hydrierungskatalysatoren zeigt sich auch daran, daß die Anwendung von Wasserstoff für die Herstellung teilweise hydrierter Amine überhaupt nicht erforderlich ist, wenn man hydrierte Phenole den Aminen oder dem Ammoniak hinzufügt. Beispiele i. Eine Mischung gleicher Molekulargewichte praktisch schwefelfreien Anilins und Phenols wird in einem Strom für Hydrierungszwecke geeigneten Wasserstoffs bei 225° verdampft und über io 1 Nickelbimssteinkontakt bei 185° geschickt. Der Durchsatz pro Liter Kontaktraum beträgt 3o bis 45 g der Mischung, die Geschwindigkeit des Wasserstoffs pro Stunde und Liter Kontakt 270 1. Der 8 °/o Nickel enthaltende Bimssteinkontakt wird hergestellt durch Auftragen von basischem Nickelcarbonat auf Bimsstein und Reduktion bei 32o° bis 340°. Man erhält ein Reaktionsprodukt, das zu 4o bis 6o °/o aus Dicyclohexylarnin, C,; H11 N H C" H11 besteht. Man trennt das Dicyclohexylamin vom übrigen Material durch fraktionierte Destillation, zum Schluß im Vakuum. Von Produkten, die nicht mehr in die Reaktion zurückgeführt werden dürfen, kommt außer dem Reaktionswasser und etwas Methan nur Benzol in Menge von i bis 2 % des anfallenden Rohprodukts und ein Destillationsrückstand von etwa 2 °/o in Betracht, Ausgangsmaterial und seine Hydrierungsprodukte, darunter auch Cyclohexylamin, können ohne weiteres zu Dicyclohexylamin am selben Kontakt umgesetzt werden. Die Temperaturgrenzen der Reaktion liegen zwischen etwa ioo° und 3oo°, die besten Bedingungen sind in der Regel bei etwa i85° gegeben.
  • Die Umsetzung kann auch in der flüssigen Phase in der Weise durchgeführt werden, daß das Phenol-Anilin-Gemisch mit etwa 5 oj , seines Gewichts frisch aus Nickelcarbonat reduziertem Nickelpulver versetzt und bei 170° bis 2oo° in einem Drehautoklaven unter Wasserstoffdruck so lange bewegt wird, bis keine Abnahme des Wasserstoffdruckes mehr beobachtet werden kann. Das aus Mono- und Dicyclohexylamin bestehende Reaktionsprodukt kann durch Dekantieren vom Nickel getrennt werden, das zu weiteren Umsetzungen Verwendung finden kann. Die Aufarbeitung der Reaktionsprodukte erfolgt, wie oben beschrieben. An Stelle des Nickels kann beispielsweise auch Kobalt oder sehr fein verteiltes Platin angewendet werden.
  • 2. Ein Gemisch von molekularen Mengen Cyclohexanol und Anilin wird in einem zur Hydrierung des Anilins mehr als ausreichenden Wasserstoffstrom vergast und das Gasgemisch bei i8o° bis igo° über einen auf Bimsstein aufgebrachten reduzierten Nickelkontakt geleitet. Man erhält ein Gemisch von Dicyclohexylamin und Cyclohexylamin, wobei die Ausbeute an Dicyclohexylamin etwa derjenigen von Beispiel i entspricht.
  • 3. Ein Gemisch von Cyclohexanoldampf und überschüssigem Ammoniak wird bei 18o° bis 19o° über einen Nickelkontakt (s. Beispiel i) geleitet. Man erhält ein Gemisch von Dicyelohexylamin ünd Cyclohexylamin in etwa den unter Beispiel 4 angegebenen Mengenverhältnissen. DasReaktionsproduktkann gegebenenfalls auf Grund der Beobachtung getrennt werden, daß das Chlorhydrat des Dicyclohexylamins bei gewöhnlicher Temperatur etwa 35mal schwerer in Wasser löslich ist als dasjenige des Monocyclohexylamins.
  • 4. 5oo Teile Phenol werden in einem Gemisch aus etwa 8o01" Wasserstoff und etwa 2o "I" Ammoniak verdampft, worauf das so erhaltene Gemisch bei etwa i8o° über einen Nickelkatalysator geleitet wird, der durch Auftragen von basischem Nickelcarbonat unter Zusatz von Wasserglas auf Bimsstein und nachfolgende Reduktion im Wasserstoffstrom bei etwa 32o° hergestellt wurde. Die Strömungsgeschwindigkeit beträgt etwa iol Wasserstoff-Ammoniak-Phenoldampf-Gemischpro Minute und Liter Kontaktraum bei einer Belastung von 2o bis 30 g Phenol pro Stunde und Liter Kontaktraum. Die aus dem Reaktionsraum abziehenden Gase werden nun gekühlt, wobei sich ein Gemisch von Cyclohexylamin und Dicyclohexylamin neben wenig Cyclohexanol und unverändertem Phenol ausscheidet. Nach dem Trocknen des Gemisches werden durch fraktionierte Destillation 3qo Teile Cyclohexylamin und 96 Teile Dicvclohexvlamin erhalten.
  • Das den' Kühler verlassende Wasserstoff-Ammoniak-Gemisch wird mittels einer Zirkulationspumpe nach Ersatz der verbrauchten Wasserstoff-Ammoniak-Mengen erneut dem Verdampfer zugeleitet.
  • 5. 5oo Teile von S-Verbindungen befreites Rohkresol (Gemisch von o-m- und p-Kresol) werden, wie im Beispiel q., über einen Nickelkatalysator geleitet, der durch Zusammenmahlen von ioo Gewichtsteilen basischem N ickelcarbonat, q.o Gewichtsteilen Aluminiumphosphat und Auftragen der Mischung auf iooo Volumenteile Bimssteinkörner mittels ioo Gewichtsteilen Wasserglaslösung hergestellt und bei etwa 32o° im Wasserstoffstrom reduziert wurde.
  • Beim Aufarbeiten des Reaktionsproduktes, wie im Beispiel ,4 beschrieben, erhält man 315 Teile primäre hydroaromatische Amine neben 9o Teilen der entsprechenden sekunclären Amine.
  • 6. Eine Mischung von 6 kg Cyclohexanol und 6,424 kg o-Toluidin wird verdampft und im Verlauf von etwa 4.o Stunden im Gemisch mit einem Gasstrom, der zu etwa 95 °;" aus Stickstoff und 5 °1o Wasserstoff besteht und eine Geschwindigkeit von 2701 pro Stunde und Liter Kontaktraum hat, über einen kata-Ivtisch wirksamen Nickel-BimSStein-Kontakt bei einer Temperatur von etwa 1851 geleitet. UnterWasserabspaltungentstehthierbei Cyclohexyl-o-toluidin CH3 (o) C6H4-NH-C6Hli, das durch fraktionierte Destillation, zum Schluß im Vakuum, von Wasser, nicht umgesetztem Ausgangsmaterial und einer geringen Menge des entsprechenden Diphenylamins getrennt werden kann. 39 °1a des Ausgangsmaterials setzen sich zu der gewünschten Verbindung in einem Arbeitsgang um. Das unveränderte Ausgangsmaterial kann wieder in den Prozeß zurückgeführt werden.
  • Geht man von Cyclohexanol und Anilin aus, so läßt sich in derselben Weise Cyclohexylanilin darstellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung hydrierter Amine, dadurch gekennzeichnet, daß man Amine oder Ammoniak zusammen mit Phenolen oder hydrierten Phenolen bei erhöhter Temperatur mit oder ohne Anwendung von Druck über für die Hydrierung geeignete metallische Katalysatoren der B. Gruppe des periodischen Systems unter Anwendung von Wasserstoff leitet. ?-.Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man hydrierte Phenole ohne Anwendung von Wasserstoff verwendet.
DEI33624D 1928-02-19 1928-02-19 Verfahren zur Darstellung hydrierter Amine Expired DE544291C (de)

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DE (1) DE544291C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2571016A (en) * 1949-05-16 1951-10-09 Dow Chemical Co Production of dicyclohexylamine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2571016A (en) * 1949-05-16 1951-10-09 Dow Chemical Co Production of dicyclohexylamine

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