DE544262C - Herstellung von Natriumfluorid aus Natriumsilicofluorid - Google Patents

Herstellung von Natriumfluorid aus Natriumsilicofluorid

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DE544262C
DE544262C DEI36423D DEI0036423D DE544262C DE 544262 C DE544262 C DE 544262C DE I36423 D DEI36423 D DE I36423D DE I0036423 D DEI0036423 D DE I0036423D DE 544262 C DE544262 C DE 544262C
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sodium
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silicofluoride
sodium silicofluoride
fluoride
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DEI36423D
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Dr Fritz Sander
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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  • Herstellung von Natriumfluorid aus Natriumsilicofluorid Es ist bekannt, Kieselfluornatrium durch Erhitzen auf höhere Temperatur in Fluornatrium und SiF,- Gas zu ersetzen. Diese Zersetzung findet, wofern man das Produkt in einem Tiegel erhitzt, meist ohne Nebenreaktionen statt. Wendet man jedoch einen Ofen mit Innenheizung, z. B. einen Drehrohrofen, an, so treten durch die Feuchtigkeit der Verbrennungsgase Nebenreaktionen ein, und zwar in um so größerem Maße, je höher die Zersetzungstemperatur liegt. Diese muß um so mehr gesteigert «-erden, je weiter die Zersetzung bereits fortgeschritten ist.
  • Als Nebenreaktion tritt besonders die folgende auf: 3 SiF,, 4- 2 H@O =2 H; SiFc, Si0-Die hierbei frei werdende Kieselsäure reagiert dann mit dem schon gebildeten Fluornatrium und bildet unter Entwicklung von SiF,- Gas Natriumsilikat gemäß folgender Gleichung 3Si0--+d.NaF-2Na.Si0"-@SiF,. Das Natriumsilikat wirkt andererseits auf Na., Si F,; ein und zersetzt es unter Rückbildung von SiO,, und NaF gemäß der Gleichung: 2 Na. Si03 + Na. SiF,; - 3 Si Q_, -'- 6 NaF. Von den beiden Reaktionen kann die eine oder andere, je nach den durch Temperatur und Wasserdampfgehalt gegebenen Bedingungen, in der Beschickung auftreten mit der Folge, daß das ursprünglich lockere Produkt schmierig wird, an den Wandungen des Ofens anklebt und harte, schwer weiterverarbeitbare Knollen bildet. Auf diese Weise ist bei Innenheizung eine rationelle Ofenführung technisch undurchführbar.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man diese Schwierigkeiten vermeiden und einen guten Ofengang herbeiführen kann, wenn man dafür Sorge trägt, daß das Produkt nicht völlig gar den Ofen verläßt, sondern nur so weit zersetzt wird, daß eben die oben beschriebenen Schwierigkeiten noch nicht auftreten, worauf der Wasserdampfgehalt der Gase, Temperaturen, Ofenform und Durchsatz einen Einfluß haben. Dieses Zwischenprodukt kann man dann durch Behandeln mit Soda oder Atznatron vollständig in Fluornatrium überführen, und zwar entweder thermisch oder in wäßriger Lösung. Hierbei bilden sich gewisse Mengen Kieselsäure bzw. Natriumsilikat, die, sofern sie störend sind, durch Auswaschen mit Natronlauge bzw. Wasser oder auf eine andere bekannte Art und Weise entfernt werden können.
  • Die bei der thermischen Zersetzung des Natriumsilicofluorids auftretenden FiF,- Gase werden zweckmäßig wiederum in das Ausgangsprodukt übergeführt, -z. B. dadurch, daß man sie in bekannter Weise in Kieselfluor- Wasserstoffsäure und durch Behandeln dieser mit Kochsalz in Natriumsllicofluorid überführt, oder z. B. dadurch, d@ß man sie in ein Gemisch von Kochsalz -und Calciumfluorid in wäßriger Aufschlämmung, gegebenenfalls unter Hinzufügung von Mineralsäure einleitet. Im letzten Falle wird fast die ganze Menge des Ausgangsmaterials zurückgewonnen.
  • Der besondere technische Vorteil des Verfahrens liegt einmal darin, daß die zur vollständigen thermischen Zersetzung des Natriumsilicofluorids erforderlichen hohen Temperaturen fortfallen, und dann darin, daß die in der Technik gebräuchlichen, mit Außenheizung versehenen Öferi durch ausgemauerte, mit Innenheizung versehene Öfen ersetzt werden können, ohne daß die geschilderten schädlichen Nebenreaktionen auftreten.

Claims (1)

  1. hATI'sNTANSI'l2ÜCIJ1.: i. Verfahren zur Herstellung von Natriumfluorid aus Natriumsilicofluorid, dadurch gekennzeichnet, daß man das Natriumsilicofluorid durch Erhitzen, vorzugsweise in Öfen mit Innenheizung, nur unvollständig zersetzt und weiterhin die Zersetzung durch Einwirkung von Alkalien, Soda oder Ätznatron auf das Zwischenprodukt vervollständigt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die in dem Endprodukt vorhandene Kieselsäure durch Behandeln mit tltzalkalien und nachträgliches Auswaschen entfernt. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die entstehenden SiF,- Gase wiederum zur Herstellung von Natriumsilicofluörid verwendet.
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