DE488666C - Herstellung von Flusssaeure und Fluoriden aus Kieselflusssaeure und Silicofluoriden - Google Patents

Herstellung von Flusssaeure und Fluoriden aus Kieselflusssaeure und Silicofluoriden

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DE488666C
DE488666C DEM97163D DEM0097163D DE488666C DE 488666 C DE488666 C DE 488666C DE M97163 D DEM97163 D DE M97163D DE M0097163 D DEM0097163 D DE M0097163D DE 488666 C DE488666 C DE 488666C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/19Fluorine; Hydrogen fluoride
    • C01B7/191Hydrogen fluoride

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)

Description

  • Herstellung von Flußsäure und Fluoriden aus Kieselflußsäure und Siiicoftuoriden Bei einer Reihe technischer Verfahren entweichen SiF,-haltige Gase, die als Kieseltlußsäure absorbiert und in den meisten Fällen auf Natriumsilicorluorid weiterverarbeitet werden. Es bestehen verschiedene Vorschläge, dieses Natriumsilicofluorid auf die wertvolleren Fluoride. wie Natriumfluorid und Kryolith, weiterzuverarbeiten. Die Umsetzung verläuft jedoch nicht quantitativ, und anderseits veranlaßt die Schwierigkeit, die Fluoride von der abgeschiedenen Kieselsäure zu trennen, erhebliche Verluste.
  • Das vorliegende Verfahren verfolgt das Ziel, Kieselflußsäure und Silicofluoride in Flußsäure und Fluoride überzuführen. Zu diesem Zweck werden die Kieselflußsäure oder die entsprechenden Silicofluoride finit Ammoniak behandelt. Dabei entstehen bekanntlich Lösungen von Ammoniumtluorid bzw. Metallfluoriden und Ammoniumfluorid, während sich Kieselsäure ausscheidet. Es wurde gefunden, daß die entstandenen Lösungen in der Weise auf Flußsäure bzw. Fluoride und Flußsäure verarbeitet werden können, daß sie mit einer dem Ammonitunfluorid äquivalenten Menge AlkaLifluorid zur Trockene verdampft werden. Dabei entweicht Ammoniak, und die dem Ammoiüumfluorid äquivalenten eiengen sauren Ukalifiuorides bleiben zurück. Durch Temperaturerhöhung können die sauren Fluoride in neutrale Fluoride und Flußsäure gespalten «erden. Während bei der Verarbeitung der Kieselflußsäure nach dem vorstehenden Verfahren nur Flußsäure gewonnen wird, erhält man bei Anwendung der Silicofluoride, die bei der Behandlung mit Ammoniak neben Aminoniumfluorid lösliche Fluoride ergeben, 1/; des gesamten Fluors als Fluorid. Bei der Zersetzung des Kieselfluorkaliüms entstehen neben 4. Mol. Ammoniumfluorid also 2 Mol. Kaliuui3fuorid, so daß beim Eindampfen zur Trockene nur 2 Mol. Kaliumfluorid zugesetzt werden müssen, um das Ammoniak von den sauren Fluoriden abzutreiben. Die erhaltenen sauren Fluoride können auch in Fluoride überführt werden, ohne_daß es nötig ist, die Flußsätire durchTemperaturerhöhung auszutreiben. So kann das Natritunfluorid in der Weise dargestellt werden, daß nach dem vorstehenden Verfahren erhaltenes Kaliuml)itluorid mit Natriumcarbonat oder Natronlauge in neutrales \Tatriumfluorid und Kaliumfluorid verwandelt wird. Das schwer lösliche Natriumtluorid wird abfiltriert, während das leicht lösliche Kaliumfluorid zur Zersetzung von Aminoniunitluorid wieder in den Prozeß zurückkehrt. Die Ausgangsprodukte zur Zerlegung der Kieseltlußsättre bzw. Silicotluoride in Flußsäure bzw. Flußsäure und Fluoride sind also Ammoniak und Fluoride, die nach der Zerlegung der Zwischenprodukte zurückgewonnen und wieder verwendet werden können. Das vorliegende Verfahren stellt also .e-inen ausgesprochenen Kreislauf dar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Flußsäure und Fluoriden durch Behandeln von Kieselflußsäure und Silicofluoriden mit Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß die dabei erhaltenen Lösungen von Ammoniumfluorid bzw. von Ammoniumfluorid und Metallfluoriden in Gegenwart von so viel Alkalifluorid zur Trockene verdampft werden, daß Ammoniak abgespalten wird und saure Fluoride zurückbleiben, aus denen durch Erhitzen auf höhere Temperaturen Flußsäure oder durch -Neutralisieren neutrale Fluoride erhalten werden können, worauf das Ammoniak und die zur Zersetzung des Ammoniumliuorids verwendeten Alkaliiluoride in den Prozeß zurückkehren.
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