DE544172C - Flaschenbehandlungsmaschine mit dauernd umlaufendem, gleichfoermig bewegtem Flaschentisch und hintereinander geschalteten Arbeitsvorrichtungen - Google Patents

Flaschenbehandlungsmaschine mit dauernd umlaufendem, gleichfoermig bewegtem Flaschentisch und hintereinander geschalteten Arbeitsvorrichtungen

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DE544172C
DE544172C DEF70740D DEF0070740D DE544172C DE 544172 C DE544172 C DE 544172C DE F70740 D DEF70740 D DE F70740D DE F0070740 D DEF0070740 D DE F0070740D DE 544172 C DE544172 C DE 544172C
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Spezialmaschinenfabrik A G
Fortuna Werke Maschinenfabrik GmbH
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Spezialmaschinenfabrik A G
Fortuna Werke Maschinenfabrik GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B1/00Closing bottles, jars or similar containers by applying stoppers
    • B67B1/08Securing stoppers, e.g. swing stoppers, which are held in position by associated pressure-applying means coacting with the bottle neck

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
  • Wrapping Of Specific Fragile Articles (AREA)

Description

  • Flaschenbehandlungsmaschine mit dauernd umlaufendem, gleichförmig bewegtem Flaschentisch und hintereinander geschalteten Arbeitsvorrichtungen Die bekannten Flaschenbehandlungsmaschinen, die beispielsweise zum Verschließen, Etikettieren und Plombieren von Flaschen beliebiger Art dienen, lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen.
  • Bei der ersten Gruppe sind die Arbeitsvorrichtungen für die Behandlung der Flaschen ortsfest gegenüber einem absatzweise geschalteten Drehtisch angebracht, und die Flaschen werden ihnen durch den Tisch zugeführt. Müssen die Flaschen durch mehrere getrennt voneinander arbeitende Vorrichtungen behandelt werden, so durchlaufen sie die verschiedenen Arbeitsstationen nacheinander.
  • Bei der zweiten Gruppe werden dauernd und mit gleichförmiger Geschwindigkeit umlaufende Flaschentische verwendet, bei denen jedem Flaschenhalter eine besondere Arbeitsvorrichtung zugeordnet ist. Die Arbeitsvorrichtungen können nach Art von Revolverwerkzeugköpfen ausgebildet sein und mit ihren einzelnen Arbeitsgängen nacheinander zur Einwirkung auf die Flaschen gebracht werden. Jede Arbeitsvorrichtung begleitet dabei je eine Flasche auf ihrem ganzen Weg durch die Maschine.
  • Beiden Maschinengattungen haften gewisse Nachteile an, deren Behebung sich die Erfindung zum Ziel gesetzt hat.
  • Bei der ersten Grüppe ist selbst bei sorgfältigster Durchbildung aller bewegten Teile des Drehtisches das Auftreten mehr oder minder harter Stöße bei den einzelnen Schaltbewegungen nicht zu vermeiden. Diese Stöße beanspruchen nicht nur die Getriebeteile der Maschinen sehr stark, sondern wirken auch mitunter sehr ungünstig auf den Inhalt der zu behandelnden Flaschen ein. Ist dieser z. B. kohlensäurehaltig, so verursachen sie eine unzulässige teilweise Entgasung der Flüssigkeit; häufig spritzt die letztere auch aus den noch unverschlossenen Flaschen, was zu einer lästigen Verunreinigung der Maschine und zu Unannehmlichkeiten führt, wenn die verschlossenen Flaschen wegen zu geringer Füllung beanstandet werden.
  • Die zweite Gruppe der Maschinen weist große Mängel in baulicher Beziehung auf. Die revolverkopfartige Ausbildung der Arbeitsvorrichtungen führt meist zu sehr verwickelten Anordnungen, Getrieben und Steuerungen, und die Maschinen werden teuer wegen der Häufung und schlechten Ausnutzung der Einzelwerkzeuge. Vorteilhaft wirkt sich bei ihnen dagegen die stetige, ruhige Bewegung des Flaschentisches aus; es treten geringe Massenkräfte auf,- die Maschinen laufen sehr gleichmäßig, eine schädliche Rückwirkung auf die Getriebe oder die zu behandelnden Flaschen ist nicht festzustellen.
  • Die Erfindung vereinigt nun die Vorteile der beiden bekannten Maschinengruppen unter gleichzeitiger Ausschaltung ihrer wesentlichsten Nachteile dadurch, daß sie einerseits von dem dauernd und mit gleichförmiger Geschwindigkeit umlaufenden Drehtisch für die Flaschenförderung Gebrauch macht, andererseits aber auch für jeden selbständigen Arbeitsvorgang eine besondere Vorrichtung vorsieht. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß auf einen dem Drehtisch gegenüber ortsfest angeordneten Führungsrahmen ein mittelpunktsgleich mit dem- Drehtisch beweglicher Schlitten aufgesetzt, auf welchem die benötigten Arbeitsvorrichtungen in Zwischenräumen untergebracht sind, welche der Stellung der Flaschen auf dem Drehtisch entsprechen. Dieser Schlitten erhält vom Hauptantrieb der Maschine aus eine hin und her gehende Schwingbewegung, die während der Zeit, in welcher er sich gleichsinnig mit dem Drehtisch bewegt, mit der Winkelgeschwindigkeit des letzteren verläuft; der Rücklauf des Schlittens dagegen erfolgt zweckmäßig mit größerer Geschwindigkeit. Die Bearbeitung -der Flaschen mit den einzelnen Arbeitsorrichtungen geschieht während des Schlittenhingangs. Dabei ist durch geeignete Ausbildung des Gesamtantriebes der Maschine Vorsorge getroffen, daß zu Beginn des Schlittenhingangs vor jeder Arbeitsvorrichtung jeweils eine Flasche steht. Die einzelnen Vorrichtungen führen ihre Arbeitsgänge in einem beliebigen Bruchteil des Schlittenhingangs durch, geben die Flaschen darauf frei und werden im Rücklauf des Schlittens um den gleichen Bruchteil einer Flaschenteilung zurückgeschaltet, den sie im Hingang durchlaufen haben, so daß in gewissem Sinn jede Flasche von einer Vorrichtung an die nächstfolgende weitergegeben wird.
  • Von Verpackungsmaschinen her sind bereits Sonderausführungen bekannt, bei denen in ähnlicher Weise wie im vorliegenden Fall Werkzeuge während der Ausführung ihrer Arbeit neben einem auf gerader Bahn mit gleichförmiger Geschwindigkeit wandernden Werkstück bewegt werden. Diesen Fällen liegen jedoch wesentlich andere Aufgabenstellungen und Ausführungen zugrunde als dem Gegenstand der Erfindung, insbesondere fehlt bei ihnen das Zusammenwirken mehrerer Werkzeuge auf ein und dasselbe Werkstück, das bei der hier zu behandelnden Maschinengattung von ausschlaggebender Bedeutung für das Zustandekommen eines neuen technischen Erfolges ist.
  • Besondere Vorteile bietet diese Bauweise hinsichtlich der Steuerung der einzelnen Arbeitsvorrichtungen. Für diese werden, in üblicher Weise Kurvenlineale oder -schienen benutzt. Sie können im vorliegenden Fall leicht auf den Führungsrahmen des die Arbeitsvorrichtungen tragenden Schlittens angeordnet werden, womit sich eine Vereinfachung ihrer Herstellung und Wartung und eine Erhöhung der Betriebssicherheit ergibt.
  • Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel im Aufriß und Grundriß dargestellt, und zwar ist hierfür eine Maschine zum Verschließen von Flaschen mit Drahtbügelverschluß gewählt, bei welcher eine Arbeitsvorrichtung zum Aufsetzen des Verschlußstöpszls auf die Flaschenmündung und eine zweite Vorrichtung zum Niederdrücken des Spannhebels der Verschlüsse dient. Die Ausbildung der beiden Arbeitsvorrichtungen spielt im übrigen für die zu erläuternde Erfindung keine Rolle.
  • Das Gestell i der Maschine ist in üblicher Weise als Lagerkörper für die dauernd umlaufende Achse 2 des Flaschentisches 3 und der -die Kopfhalter ,4 für die Flaschen 5 tragenden Platte 6 ausgebildet. Auf dem Tisch ,; ist eine beliebige Anzahl von Flaschenhaltern 7 angeordnet, in welche die Flaschen von Hand oder mechanisch eingeführt werden können. Die Flascheneinsetzstelle ist auf den Zeichnungen nicht dargestellt.
  • Mittelpunktsgleich zur Welle 2 verläuft an Armen 8 des Maschinengestells i ein kreisbogenförmiger Führungsrahmen 9 über einen Teil des Umfangs von Tisch 3. Auf ihn ist ein Schlitten io aufgesetzt, der in Zwischenräumen die Arbeitsvorrichtungen für die Flaschen trägt, im vorliegenden Fall eine schematisch angedeutete Vorrichtung i i zum Aufsetzen der Verschlußstöpsel auf die Flaschenmündungen und eine Vorrichtung 1a zum i\Tiederdrücken des Spannbügels eines jeden Verschlusses mit Hilfe eines Schließstempels 13. Die Zahl der Arbeitsvorrichtungen kann natürlich den besonderen Zwecken einer jeden Maschine angepaßt werden; entsprechend bestimmt sich auch die Länge des Führungsrahmens g und des Schlittens io. Der Zwischenraum zwischen j e zwei benachbarten Arbeitsvorrichtungen stimmt mit der Teilung der Flaschenhalter 7 auf dem Tisch 3 überein. Mit einem Zahnkranz 14 am Schlitten io steht ein Zahnrad 15 auf einer Welle 16 in Eingriff, das vom Hauptantrieb der Maschine aus in geeigneter Weise abwechselnd nach der einen und anderen. Richtung gedreht wird und damit dem Schlitten to die gewünschte hin und her schwingende Bewegung erteilt.
  • In der Zeichnung ist der Schlitten io in derjenigen Stellung dargestellt, die er zu Beginn seines entgegen dem Uhrzeigersinn verlaufenden Hingangs einnimmt. Die Arbeitsvorrichtungen, i i und 12 stehen in diesem Augenblick je einer Flasche in den Flaschenhaltern 7 genau gegenüber. Die Flaschen bewegen sich mit dem gleichförmig umlaufenden Tisch 3 gleichfalls in dem Uhrzeiger entgegengesetzter Richtung. Das Zahnrad 15 setzt den Schlitten io mit einer mit der Winkelgeschwindigkeit des Tisches 3 genau übereinstimmenden Drehgeschwindigkeit in Pewegung, so daß bis auf weiteres die Arbeitsvorrichtungen i i und 12 ihre Stellung gegenüber den vor ihnen stehenden Flaschen beibehalten. Durch Kurvenlineale 17, 18, ig, die auf der Oberseite der Führungsbahn des R ahinens 9 angeordnet sind, werden die `@-erlzzeuge der Arbeitsvorrichtungen i i und 12 in der erforderlichen Weise gesteuert. So bestimmt beispielsweise das Lineal 17 die senkrechte Bewegungskomponente des Armes -2o, welcher das überheben des Verschlußstöpsels 21 über die Flaschenmündung 22 zu besorgen hat. In ähnlicher Weise steuert das Lineal 18 durch Hebelübertragung die waagerechte Komponente der Bewegung des Armes 2o. Beide Bewegungen vereinigen sich in der Weise, daß der Stöpsel 21 an dem Führungsbogen 23 entlang nach oben und über die Flaschenmündung 22 gleitet und schließlich in diese einfällt. Bei der Schließvorrichtung 12 wird durch das Lineal ig die Bewegung des Schließstempels 13 bestimmt; der sich zunächst auf den noch lose nach oben stehenden Spannbügel 24 des Hebelverschlusses auflegt und ihn darauf allmählich nach unten in seine Schließstellung durchdrückt.
  • Die Vorrichtungen i i und 1.2 führen die ihnen zugewiesenen Arbeiten in einer Zeitspanne aus, während welcher der Schlitten io und der Flaschentisch 3 sich um einen Bruchteil einer Flaschenteilung entgegen dem L7hrzeigersinn weiterbewegen. Unmittelbar nach Vollendung ihres Arbeitsganges geben sie die Flaschen frei, und im gleichen Augenblick beginnt der zweckmäßig mit erhöhter Geschwindigkeit verlaufende Rückgang des Schlittens io, eingeleitet durch die Bewegungsumkehr des Zahnrades 15. Während der Tisch 3 sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit im gleichen Drehsinn wie bisher weiterdreht, gelangt der Schlitten io auf der Führungsbahn 9 wieder in seine Ausgangsstellung zurück. Er beginnt einen neuen Hingang in dem Augenblick, in welchem wieder je eine Flasche vor die Arbeitsvorrichtungen i i und 12 einläuft. Während beim nächsten Arbeitsspiel die Vorrichtung i i einer eben erst in die Maschine eingeführten Flasche gegenübertritt, hat die Vorrichtung 12 die Behandlung der im vorausgegangenen Arbeitsspiel schon durch die Vorrichtung i i vorbehandelten Flasche weiterzuführen. Unter Arbeitsvorrichtungen sind im vorausgehenden lediglich solche Vorrichtungen zu verstehen, für deren Arbeitsgänge die Flaschen eine bestimmte Stellung in ihrer. Haltern einzunehmen haben. Flaschenrichtvorrichtungen zum Beispiel, welche die Flaschen in die verlangten Stellungen bringen sollen, fallen also nicht unter diesen Begriff; sie sollen demgemäß wie bisher jedem einzelnen Flaschenhalter zugeordnet bleiben und mit dem Flaschentisch 3 kreisen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Flaschenbehandlungsrnaschine mit dauernd umlaufendem, gleichförmig bewegtem Flaschentisch und hintereinander geschalteten Arbeitsvorrichtungen, denen die zu behandelnden Flaschen mit Hilfe des umlaufenden Tisches zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsvorrichtungen (11, 1a) in der Stellung der Flaschen (5) auf dein umlaufenden Tisch (3) entsprechenden Zwischenräumen auf einem mittelpunktsgleich zum Flaschentisch liegenden Schlitten (io) angeordnet sind, der eine hin und her schwingende Bewegung ausführt.
  2. 2. Flaschenbehandlungsinaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Arbeitsvorrichtungen tragende Schlitten (io) während der Zeit, in welcher er sich gleichsinnig mit dem Flaschentisch (3) bewegt, mit gleicher Winkelgeschwindigkeit wie dieser läuft, seine Rücklaufbewegung dagegen mit erhöhter Geschwindigkeit ausführt.
  3. 3. Flaschenbehandlungsmaschine nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Arbeitsvorrichtungen (11, 12) tragende Schlitten (io) über einen Bogen schwingt, dessen Zentriwinkel kleiner ist als der durch zwei einander benachbarte, auf dem Flaschentisch stehende Flaschen (5) bestimmte. .I.
  4. Flaschenbehandlungsmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsgang jeder Arbeitsvorrichtung (11, 12) während des Hingangs des Schlittens (io) vollzogen wird.
  5. 5. Flaschenbehandlungsmaschine nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der auf dem Schlitten (io) angeordneten Arbeitsvorrichtungen (i i, 12) durch Kurven (17, 18, 1g) erfolgt, die auf der Schlittenführung (g) untergebracht sind.
DEF70740D 1931-04-15 1931-04-15 Flaschenbehandlungsmaschine mit dauernd umlaufendem, gleichfoermig bewegtem Flaschentisch und hintereinander geschalteten Arbeitsvorrichtungen Expired DE544172C (de)

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