DE54315C - Neuerung an Typenschreibmaschinen mit Zeigereinstellung - Google Patents
Neuerung an Typenschreibmaschinen mit ZeigereinstellungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41J—TYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
- B41J1/00—Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies
- B41J1/22—Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies with types or dies mounted on carriers rotatable for selection
- B41J1/32—Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies with types or dies mounted on carriers rotatable for selection the plane of the type or die face being parallel to the axis of rotation, e.g. with type on the periphery of cylindrical carriers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Typenschreibmaschine, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, gehört
zu den nach dem Zeigersystem construirten Maschinen, bei welchen die auf einem Rad
oder Sector angeordneten Typen durch Einstellen eines Zeigers auf einer Scala an die
Druckstelle gebracht werden.
Während nun aber bei den bekannten Maschinen dieser Art zunächst mit der rechten
Hand der gewünschte Buchstabe eingestellt und darauf durch den Druck eines Fingers der
linken Hand auf einen besonderen Hebel oder eine Taste zum Abdruck gebracht wurde, werden
bei der vorliegenden Neuconstruction beide Arbeiten, das Einstellen und das Ab-"
drucken der Type, einem Finger der rechten Hand übertragen. Ebenso war bisher für Herstellung
des Spatiums (bei welcher die Verschiebung des Papiers gegen die Druckstelle erfolgt, ohne dafs ein Abdruck stattfindet) eine
besondere, von der linken Hand zu bethätigende Taste nöthig, während bei der Neuconstruction
auch diese Arbeit von demselben Finger der rechten Hand ausgeübt wird.
Bei den Zeigerschreibmaschinen, welche im übrigen eine glückliche Lösung der Schaffung
einer wohlfeilen und praktischen Schreibmaschine darstellen, wurde bisher die Art des
Drückens in zwei getrennten Arbeiten (Einstellen und Abdrucken) unter Zuhülfenahme
beider Hände mit Recht als ein Uebelstand betrachtet, welcher sich ihrer weiteren Verbreitung
hindernd entgegenstellte und sie den wesentlich theueren und vieltheiligeren Tastenmaschinen
gegenüber nicht als concurrenzfähig erscheinen liefs.
Die vorliegende Erfindung hilft nun diesem Uebelstande ab, indem sie die Arbeiten des
Einsteilens und Abdruckens mit einander verbindet; die Wirkungsweise der Maschine wird
dadurch mehr derjenigen der Tastenmaschine ähnlich. Da der Druck (weil mit demselben
Finger ausgeführt) unmittelbar dem Einstellen folgen kann, so wird auch bei der Schreibarbeit
bedeutend an Zeit gespart. Aus dem Umstände, dafs die Maschine mit einer Hand
bedient werden kann, ergiebt sich der Vortheil, dafs selbst Personen, welche durch Lähmung
oder andere Ursachen am Gebrauch eines Armes behindert sind, mit Hülfe dieser Maschine
ihre Correspondenz selbst erledigen können.
In beiliegender Zeichnung stellen Fig. 1 die neue Maschine in einer Seitenansicht mit theilweisem
Schnitt in der Ruhestellung und Fig. 2 und 3 theilweise seitliche Schnitte während des
Druckes dar. Fig. 4 zeigt einen Grundrifs entsprechend der Fig. 1, während in den Fig. 5
und 6 die Vorschubvorrichtung in zwei Stellungen gezeigt ist.
Auf der Grundplatte der Maschine ist die verticale Achse α drehbar angeordnet, welche
an ihrem oberen Ende das Rad T mit den Typen, welche auf dem Cylindermantel desselben
vertheilt sind, trägt. Aufserdem besitzt die Achse α das Zahnrädchen α1, in welches
ein Sector \ eingreift, welcher durch den Scalenzeiger Z bewegt wird. Die Scala S
bildet einen Kreisbogen um den Drehpunkt des Zeigersectors.
Das zu bedruckende Papier wird um die mit elastischem Material belegte Walze W ge-
legt, die in dem Schlitten W1 gelagert ist; letzterer wird in Knaggen d dl der Achse D
geführt.
Dieses ganze Gestell — Achse D mit Schlitten W1, welcher von dem Knaggen d1
seitlich unterstützt wird — schwingt um die Lagerzapfen d"1 d2, welche in den auf der
Grundplatte sitzenden Ständern d3 ds ruhen.
An der Aufsenseite der Scala 5 und deren
Krümmung folgend, befindet sich das Griffbrett G, welches sich über die ganze Länge
der Scala erstreckt. Dieses Griffbrett ruht auf den Hebeln g, welche um g1 gl schwingen
und unter die Daumen D1 D1 der Achse D greifen. Beim Niederdrücken des Griffbrettes
wird somit diese Achse mit Schlitten W1 und Walze W zu einer Schwingung gegen das
Typenrad veranlafst, Fig. 2 und 3, während sie beim Freigeben des Griffbrettes wieder in
die Ruhestellung, Fig. 1, zurücksinkt.
Auf dem Griffbrett G ruht die gebogene Schiene k, deren Zapfen k durch das erstere
hindurchgreifen. kl k1 sind Federn, welche
die Schiene k stets an die Platte G anzudrücken bestrebt sind. Die Schiene k dient
als Spatientaste. Hat man nämlich diese Schiene so weit niedergedrückt, bis die
Zapfen k auf die Bodenplatte aufstofsen, so ist die von dem Schlitten W ausgeführte Schwingung
zwar genügend, um die später zu beschreibende Transportvorrichtung in Wirkung zu setzen, ein Druck findet aber nicht statt.
Wird dagegen das Griffbrett G niedergedrückt, so werden nach dem Aufstofsen der Zapfen k
die Federn kx zusammengedrückt, während das Griffbrett selbst weitergeht und ein Anschlagen
der Papierwalze an das Typenrad und damit den Abdruck eines Buchstabens veranlafst.
An dem Scalenzeiger Z sitzt, durch federnden Arm x1 oder mittelst Scharniere in verticaler
Richtung beweglich, der Griff x, durch welchen, wie Fig. 2 zeigt, ein Finger (der Zeigefinger
der rechten Hand) gesteckt wird. Dieser Griff ist über dem Griffbrett so angeordnet, dafs
man mit dem Finger sowohl das Griffbrett als auch die Spatientasfe k niederdrücken kann.
Das Festlegen der eingestellten Type erfolgt durch die an dem Knaggen dl der Achse D
sitzende Nase n. Diese greift beim Niederdrücken des Griffbettes in einen senkrecht
unter dem Buchstaben befindlichen Ausschnitt der auf der Typenradachse α fest sitzenden,
gezahnten Scheibe N ein und stellt so das Typenrad fest.
■ Es bleibt noch der Weitertransport des das Papier tragenden Schlittens zu beschreiben;
derselbe wird in folgender Weise bewirkt:
Der Schlitten W1 trägt die Zahnstange w,
deren Zähne beim Zurückschwingen des Schlittens mit der Klinke ρ in Eingriff treten. Die
Klinke ρ ist auf dem an der Grundplatte fest sitzenden Ständer P, um pi schwingend, gelagert
und wird durch eine Feder p1 stets in die Stellung der Fig. 5 gedrückt. Der Hub
der Klinke· wird durch Nasen p2 p3, welche
sich gegen Stift p5 legen, beiderseits begrenzt.
Beim Zurückschwingen des Schlittens W1 wird die Klinke unter Ueberwindung des Federdruckes
in die Stellung der Fig. 6 gehen, und hierbei wird der Schlitten um einen Zahn, dessen Länge dem von einem Buchstaben einzunehmenden
Raum entspricht, weitergeschoben. Diese Transportvorrichtung kann'indessen durch
geeignete andere Mechanismen ersetzt werden, ohne dafs das Wesen der Erfindung beeinträchtigt
würde.
Die Wirkungsweise der eben beschriebenen Maschine ist in Kürze die folgende:
Durch den Griff χ wird ein Finger (der rechte Zeige- oder Mittelfinger) gesteckt, und
nachdem der gewünschte Buchstabe durch Drehung des Zeigers eingestellt ist, wird die
Griffplatte G niedergedrückt, wobei Nase η die selbsttätige Festlegung des eingestellten Buchstabens
bewirkt, und beim Zurückschwingen des Schlittens W1 nach erfolgtem Abdruck der
Weitertransport des Papiers um die Buchstabenbreite durch Klinke ρ oder die dieselbe
ersetzenden Mechanismen ausgeführt.
Soll dagegen Weitertransport ohne Druck erfolgen, so wird die Fingerspitze etwas nach
aufsen gerichtet, ohne dafs man aber den Finger aus dem Ring herausziehen mUfste, und
die Spatientaste k niedergedrückt, wobei dann infolge des geringen Hubes des Schlittens das
Typenrad nicht berührt wird, während der Transport dennoch stattfindet.
Bei der federnden Anbringung des Griffes ist eine Ermüdung des Fingers gänzlich ausgeschlossen,
da derselbe beim Niederdrücken des Griffbrettes nicht weiter durch den Griff zu greifen braucht, dieser vielmehr jeder Bewegung
desselben leicht folgt.
Mit demselben Erfolge kann man aber auch den Arm x\ mittelst dessen der Griff χ am
Zeiger Z befestigt ist, durch ein Scharnier mit demselben verbinden, welches ein Schwingen
des Griffes um eine horizontale Achse zuläfst; die Wirkung wird in diesem Falle dieselbe
bleiben.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Bei Typenschreibmaschinen mit Zeigereinstellung und mit gegen das Typenrad schwingendem Papierschlitten:i. Die Anwendung eines sectorförmig gebogenen Griffbrettes G, welches von den die Bewegung des Papierträgers herbeiführenden Uebersetzungshebeln getragen wird, in Verbindung mit der diesem Griffbrett - parallel angeordneten Sectorscala und dem auf diesem Griffbrett schwin-genden, die Bewegung der Typenscheibe hervorrufenden Zeiger, um bei jeder Zeigerstellung ein Niederdrücken des Griffbrettes bewirken zu können.Bei der unter i. gekennzeichneten Anordnung die Anwendung einer niederdrückbaren, sectorförmig gebogenen Wort-Spatientaste k, welche sich über das ganze Griffbrett ausdehnt, zum Zwecke, die Nieder drückung der Spatientaste bewirken zu können, ohne gleichzeitige Hervorrufung eines Typen-Abdruckes.
Die Anwendung eines am Zeiger Z angebrachten , horizontal liegenden Ringes (Gabel) x, durch welchen ein und derselbe Finger sowohl den Zeiger einstellt, als auch das Griffbrett G oder Spatientaste k beliebig niederdrückt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54315C true DE54315C (de) |
Family
ID=328914
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54315D Expired - Lifetime DE54315C (de) | Neuerung an Typenschreibmaschinen mit Zeigereinstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54315C (de) |
-
0
- DE DENDAT54315D patent/DE54315C/de not_active Expired - Lifetime
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