DE541908C - Verkokungsverfahren - Google Patents

Verkokungsverfahren

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DE541908C
DE541908C DEK99609D DEK0099609D DE541908C DE 541908 C DE541908 C DE 541908C DE K99609 D DEK99609 D DE K99609D DE K0099609 D DEK0099609 D DE K0099609D DE 541908 C DE541908 C DE 541908C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B47/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion
    • C10B47/02Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion with stationary charge
    • C10B47/10Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion with stationary charge in coke ovens of the chamber type

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verkokungsverfahren Gegenstand der Hauptpatente ist ein Verfahren zur Verkokung treibender Kohle, dessen Kennzeichen darin besteht, daß zur Vermeidung eines einseitigen Druckes auf die Kammerwände, hervorgerufen durch die bei der Verarbeitung treibender Kohle während des Verkokungsvorganges auftretenden Kräfte, das Entleeren und Beschicken der Ofenkammern in zeitlicher Folge von der einen Kammer zur Nachbarkammer vorgenommen wird, so daß hinsichtlich des Garungszustandes zwischen zwei benachbarten Kammern ein möglichst geringer Unterschied besteht. Bei modernen Kokereibetrieben, namentlich bei der Verwendung schmaler Ofenkammern mit kurzen Garungszeiten, liegen nun die Betriebsverhältnisse so, daß zwischen dem Entleeren und dem Neubeschicken zeitlich hintereinander zum Bedienen der Ofenkammern nur eine Zeitspanne von wenigen Minuten (etwa 1o Minuten) liegt, so daß die Anwendung des Verfahrens nach dem Hauptpatent nur da möglich erscheint, wo selbstdichtende Koksofentüren Verwendung finden, also Türen, bei denen die von Bedienungsmannschaften zu verrichtende Arbeit des Verschmierens der Ofentüren mit Lehm in Wegfall kommt. Es ist nicht durchführbar, daß die Bedienungsleute für die Türverschmierung an einer Ofenkammer arbeiten, während die Nachbarkammer entleert wird, da die strahlende Wärme sowohl der Kammer als auch der heißen Teile der Bedienungsmaschinen einen Aufenthalt in unmittelbarer Nähe einer Kammer nicht gestattet, die gerade entleert wird. Andererseits ist es aus Gründen des Betriebes nicht durchführbar, zwischen der Lehmverschmierung der Türen einer Kammer und der jeweils zu entleerenden Kammer dadurch räumlichen und zeitlichen Zwischenraum zu schaffen, daß mehrere dazwischenliegende Ofenkammern solange Leerstehen.
  • Mit der Beseitigung des Übelstandes befaßt si,ch nun vorliegende Erfindung. Es wird vorgeschlagen, den Betrieb derartig zu regeln, daß das Drücken der Öfen bei Verwendung treibender Kohle und lehmgeschmierter Türen derart erfolgt, daß nicht Kammer neben Kammer in zeitlicher Folge behandelt wird, sondern jeweils eine geringe Anzahl von Kammern übersprungen wird, so daß die Reihenfolge beispielsweise lautet: Kammerz - Kammer q., Kammer 2 -Kammer 5, Kammer 3 - Kammer 6. Es sind noch weitere Schaltungsmöglichkeiten für den Betrieb denkbar, oberstes Gesetz jedoch muß im Sinne des Grundgedankens des Hauptpatentes sein, daß ein gröberes Abweichen der Garungszustände der Nachbarkammern voneinander vermieden wird. Wird z. B. bei einer zwölfstündigen Garungszeit nach dem vorstehend als Beispiel angegebenen Fahrplan gefahren, so ergibt sich bei einem Zeitaufwand von zo Min atten füt die Bedienung des einzelnen Ofens bezüglich des Gaxungszustandes eine Differenz von 20 Minuten;' bei einzelnen Öfen von 3o Minuten, das sind 2,8 bzw. 4,2 °/o der Garungszeit, die die bezüglich der treibenden Kohle angestrebte Wirkung auf die Ofenkammern praktisch nicht beeinträchtigt, andererseits ein leichtes Bedienen der lehmverschmierten Türen gestattet, da zwischen dem jeweiligen Standort der Ofenbedienungsmaschinen und der frisch beschickten und nunmehr durch die Türverschmierung abzudichtende Ofenkammer ein Abstand von drei Ofen, das sind im Mittel etwa 3 Meter, vorhanden ist.
  • Man hat bereits für Koksöfen - auch solche mit lehmgeschmierten Türen - die zeitliche Folge'Ides Entleerens bzw. des Beschickens derart geregelt, daß jeweils eine geringe Anzahl von Kammern übersprungen werden und nach erfolgter Abdichtung die Nachbarkammer in Behandlung genommen wird; dabei handelt es sich jedoch darum, diese Versetzung in Rücksicht auf eine möglichst wirtschaftliche Beheizung durchzuführen. Im Gegensatz dazu bezieht sich die Erfindung entsprechend dem Leitgedanken des Hauptpatentes 504 8zo auf die Verkokung treibender Kohle, um die schädlichen Wirkungen des Treibdrucks auf die Ofenwände zu vermeiden, der wiederum etwa in der Mitte des Garungszeit auftritt und nicht mit dem Steckenbleiben fertiger Kokskuchen zu verwechseln ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verkokungsverfahren für treibende Kohlen nach Patent 504 81o, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung lehmgeschmierter Türen, um das Abdichten der Ofentüren zu ermöglichen, die zeitliche Folge des Entleerens bzw. Besetzens derart geregelt wird, daß jeweils eine geringe Anzahl von Kammern, z. B. deren zwei oder drei, übersprungen werden und nach erfolgter Abdichtung die Nachbarkammer oder eine der dazwischenliegenden Kammern in Behandlung genommen wird.
DEK99609D 1926-05-29 1926-06-25 Verkokungsverfahren Expired DE541908C (de)

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BE337627D BE337627A (fr) 1926-05-29 1926-10-05 Procédé de carbonisation.

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DE541908C true DE541908C (de) 1932-01-18

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