DE540700C - Verfahren zur Darstellung einer organischen Arsenverbindung der Pyrazolonreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer organischen Arsenverbindung der Pyrazolonreihe

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DE540700C
DE540700C DEI35445D DEI0035445D DE540700C DE 540700 C DE540700 C DE 540700C DE I35445 D DEI35445 D DE I35445D DE I0035445 D DEI0035445 D DE I0035445D DE 540700 C DE540700 C DE 540700C
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Germany
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preparation
arsenic compound
pyrazolone
organic arsenic
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Expired
Application number
DEI35445D
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English (en)
Inventor
Dr Alfred Fehrle
Dr Julius Hallensleben
Dr Karl Streitwolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/70Organo-arsenic compounds
    • C07F9/80Heterocyclic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung einer organischen Arsenverbindung der Pyrazolonreihe Aus der Patentschrift 313 320, K1. 12 p, ist die Herstellung des Kondensationsproduktes des q.' .Arseno-di-(r-phenyl-2, 3-dimethyl-4-amino-5-pyrazolon) mit Formaldehydsulfoxylat und auch die Einführbarkeit anderer saurer Reste in die Aminogruppe bekannt. Die Formaldehydbisulfitverbindungen der Arsenobase zeigen, wenn sie nach den üblichen Methoden (z. B. nach Vögtlin und Mitarb., Public Health Reports, Nov. =g22, Seite 2783,,'2787 und Seite 2797;'2798) hergestellt werden, bei intramuskulärer Injektion ausgesprochene Reizwirkung.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch Umsetzen einer Lösung von Diformaldehydbisulfit-q.'-arseno-di-(=-phenyl-2, 3-dimethyl q.-amino-5-pyrazolon) mit Natriumsulfit und Ausfällen des Umsetzungsproduktes mit Alkohol, gegebenenfalls unter Zusetzung von Äther, eine Verbindung erhält, deren Lösung keinerlei Reizwirkung bei intramuskulärer Injektion besitzt.
  • Die neue Verbindung hat die Zusammensetzung C24H26 O"N.Na3As2 S3 und zeigt die gleiche Zusammensetzung auch bei mehrmaligem Umfällen sowie beim Umfällen mit verschiedenen Mengen Fällungsmittel.
  • Wird das Verfahrensprodukt mehrmals umgefällt, d. h. in Wasser gelöst und wieder ausgefällt, so unterscheiden sich die hierbei erhaltenen Fällungen in ihrer Zusammensetzung nicht; beispielsweise erhält das nach dem Ausführungsbeispiel erhaltene Präparat 8,33 °/o N und 15,68 % As. Diese Werte bleiben auch nach viermaligem Umfällen innerhalb der Fehlergrenzen unverändert (8,35 °:!o N und 15,72 °/o As). Auch beim Ausfällen der Lösung beispielsweise von z Teil des Verfahrensproduktes in 2 Teilen Wasser mit steigenden Mengen Alkohol, z. B. der zwei- bis zehnfachen Menge der mit dem Fällungsmittel zu versetzenden Lösung, bleibt die Zusammensetzung des Präparates dieselbe. Diese Übereinstimmung der Analysenwerte (außer N- und As- wurden auch Na- und S-Gehalt nachgeprüft) der durch mehrfache Umfällung bzw. Fällung mit wechselnden Mengen Alkohol erhaltenen Präparate weist auf das Vorliegen einer einheitlichen Verbindung hin. Denn wenn das Präparat ein Gemisch der zu seiner Herstellung verwendeten Komponenten wäre, so würde, wie bei allen Arsenobenzolen, die durch Salze verunreinigt sind, der Arsengehalt des Präparates schon bei einmaligem Umfällen oder Anwendung von weniger Fällungsmittel merklich steigen.
  • Außerdem ergibt sich aus den biologischen Prüfungsergebnissen das Vorliegen einer Verbindung. Von dem nach dem Ausführungsbeispiel dargestellten Präparat werden je 2o g naganainfizierter Maus 40 mg vertragen, von einem durch bloßes mechanisches Mischen der Komponenten in gleichem Verhältnis, wie sie in dem Verfahrensprodukt 'enthalten sind, erhaltenen Mischpräparat dagegen nur 2o mg. Während mit dieser Dosis von einer einfachen Mischung _bei der Maus keine Dauerheilung erzielt werden kann (Rezidiv am 5. Tage), heilt die Dosis tol. des Verfahrensproduktes das infizierte Tier glatt. Das nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene Produkt ist somit nur halb so giftig wie ein Mischpräparat und heilt in der Dosis tol., während mit letzteren eine Dauerheilung nicht erzielt wird, trotzdem beide Präparate den gleichen Arsengehalt besitzen. Auf Reizwirkung am Kaninchen geprüft, ergab sich, daß die mechanische Mischung ein derberes und langsamer resorbierbares Infiltrat gibt als das Verfahrensprodukt. Letzteres zeigt also neben günstigerer Heilwirkung eine geringere Reizwirkung als das Mischpräparat.
  • Beispiel 172 g salzsaures 4'-Arseno-di-(=-phenyl-2, 3-dimethyl-4-amino-5-pyrazolon) werden in 36o ccm Methylalkohol angerührt und dann 8oo ccm Wasser zugegeben. Zu der erhaltenen Lösung werden 68 ccm Natriumbisulfitlösung (38°/oig) tropfenweise zugegeben, sodann 68 ccm Formaldehyd (3o°/oig) zugesetzt und kurze Zeit nachgerührt. Dann läßt man weitere 84 ccm Natriumbisulfitlösung zulaufen, wobei die durch den Formaldehydzusatz entstandene Abscheidung in Lösung geht. Hierzu gibt man dann 384 ccm einer Lösung von g2 g Natriumsulfit krist. in 384 ccm Wasser, filtriert und läßt das Filtrat in 9,6 1 Alkohol, der mit o,g6o 1 Äther versetzt ist, einlaufen. Der hierbei ausfallende Niederschlag wird abgesaugt und mit Alkohol und Äther gewaschen und im Vakuum getrocknet. Das Präparat ist ein gelbes, in Wasser leicht lösliches Pulver, das je nach der Dauer des Trocknens wechselnden Feuchtigkeitsgehalt besitzt (z. B. 7,3 °/a). Die beim Ansatz im Überschuß verwendeten Sulfitsalze und das entstehende Chlornatrium bleiben beim Ausfällen des Verfahrensproduktes in Lösung. Die Wasserstoffionenkonzentration der z ",/, igen Lösung des Endproduktes ist PH - 4,5. Anstatt Natriumsulfit zu verwenden, kann dieses in Form seiner Komponenten, also Alkalien und schwefliger Säure, zur Anwendung kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer organischen Arsenverbindung der Pyrazolonreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man Diformaldehydbisulfit-4'-arseno-di-(=-phenyl-2, 3-dimethyl-4-amino-5-pyrazolon) in Lösung mit Natriumsulfit umsetzt und das Umsetzungsprodukt mit Alkohol, gegebenenfalls unter Zusetzung von Äther, ausfällt.
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