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Werkbank, insbesondere für Lehrzwecke Das Hauptpatent betrifft eine
Werkbank, insbesondere für Lehrzwecke, deren Platte kappbar und in Schrägstellung
sickerbar ist und deren zur Bearbeitung der Werkstücke dienenden Teile, wie Zwingen,
Spannköpfe u. dgl., abnehmbar sind, so daß die Bank bei schräg gestellter Platte
als Schreibpult verwendet werden kann.
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Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung eines derartigen Werktisches,
die das Anbringen und Abnehmen der an derBank zur Bearbeitung der Werkstücke erforderlichen
Werkzeuge gegenüber der in dem Hauptpatent beschriebenen Ausführungsform vereinfacht
und erleichtert. Zu diesem Zweck sind in die Seitenkanten der Tischplatte Schwalbenschwanzführungen
zur Aufnahme, Führung und Feststellung von an den an der Bank benötigten Werkzeugen,
z. B. der Feilkluppe, dem Spannkopf, einem Schraubstock u. dgl., befestigten Schwalbenschwanzleisten
eingelassen. Letztere sind unter dem Einfluß einer Gewindespindel beweglich, so
daß sie in der Führung festgeklemmt werden können. Zweckmäßig ist nur ein mittlerer,
gegenüber den beiden äußeren starren Teilen abgesetzter Teil der Schwalbenschwanzführung
beweglich. Die Schwalbenschwanzleiste ist an einem Gehäuse befestigt, in dem die
Klemmspindel und das Werkzeug (Spannkopf) gelagert sind. Feilkluppen, die an der
so ausgebildeten `'Werkbank angebracht werden sollen, besitzen ebenfalls eine festklemmbare
Schwalbenschwanzleiste und sind als Parallelzangen ausgebildet, deren Klemmung durch
eine an der Werkbank angreifende Zwinge erfolgt.
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Die Abbildungen zeigen eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes,
und zwar Abb. z einen Aufriß eines Teils der Werkbankplatte mit angesetztem Spannkopf,
Abb. 2 einen Grundriß zu Abb. z, Abb. 3 den Spannkopf im Schnitt, Abb. q. eine Seitenansicht
zu Abb. 3, Abb.5 eine an die Bank angesetzte Feilkluppe, Abb.6 eine andere Ausführungsform
einer Feilkluppe.
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Gemäß Abb. z ist an der Längsseite der Tischplatte a bzw. der an dieser
angebrachten Leiste b eine schwalbenschwanzförmig ausgeschnittene Metallplatte c
befestigt. In die Schwalbenschwanzführung greift eine Schwalbenschwanzleiste d ein,
welche an einem Gehäuse e befestigt ist. Der mittlere Teil d (Abb.
.4) der Schwalbenschwanzleiste ist gegenüber den beiden äußeren starren Teilen d
der Leiste beweglich; er wird zu diesem Zweck durch einen das Gehäuse e in Ausnehmungen
durchsetzenden Bolzen f getragen, auf dessen äußerem, mit Gewinde versehenem Ende
g eine von Hand zu bedienende Spannmutter h sitzt. Der Spannkopf
selbst
besteht aus einem Winkel, dessen waagerechter, auf der Werkbank aufliegender Schenkel
i. Zähne k für den Angriff an dem Werkstück l besitzt, während der senkrechte
Schenkel m in dem Gehäuse e höhenverschiebbar gelagert ist und von dem Bolzen f
in einem Schlitz rt. durchsetzt wird.
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Die Handhabung der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Wird der
Spannkopf auf der Werkbank benötigt, so wird zunächst die Schwalbenschwanzleiste
d bei gelöster Klemmschraube A in die Schwalbenschwanzführung der
Platte c eingesetzt; sodann wird das zu bearbeitende Werkstück auf die '%#@'erkbank
gelegt und gegen einen in der üblichen `reise ausgebildeten, in ein Loch der Platte
a eingesetzten Spitzbankhaken (nicht gezeichnet) gestoßen. Hierauf wird dem Gehäuse
e (und damit dem Spannkopf i, m) ein Schlag oder Stoß erteilt, so daß es
in der Schwalbenschwanzführung gegen das Werkstück gleitet, bis die Spitzen k des
Spannkopfes sich in die freie Kante des Werkstückes einbohren. In dieser Stellung,
in welcher nunmehr das Werkstück zwischen dem Spitzbankhaken und dem Schenkeli des
Spannkopfes eingespannt liegt, wird die Schraubenmutter k angezogen, so daß sich
der bewegliche Teil d` der Schwalbenschwanzleiste gegen die Führungsplatte c verklemmt
und dadurch den Spannkopf sichert. Nach Bearbeitung des Werkstückes wird die Klemmschraube
1a wieder gelöst, der Spannkopf und das Werkstück von der Werkbank entfernt und
der Spitzbankhaken vollends in die Platte versenkt, so daß diese keine vorstehenden
Teile mehr aufweist und nach dem Hochklappen in geeignete Schrägstellung wieder
als Schreibpult verwendbar ist. Um zu verhindern, daß der Schenkel na des Spannkopfes
in dem Gehäuse e sich willkürlich verschiebt, soweit es die Länge des Schlitzes
n zuläßt, kann eine Feder (nicht gezeichnet) vorgesehen sein, die den Schenkel in
in jeder einmal erteilten Lage gegenüber dem Gehäuse tt festhält.
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Die in Abb. 5 dargestellte Feilkluppe ist als Parallelzange ausgebildet,
deren fester Arm o mit einer Schwalbenschwanzschiene d in die Schwalbenschwanznut
der Werkbank eingesetzt wird. Der bewegliche Arm P ist verschiebbar auf einer Gewindespindel
q. Die beiden Arme o und p sind durch eine Hebelschere y1 und gegeneinander abgestützt;
die Hebel r1 und y2 sind mit ihren einen Enden fest an die Arme o und p angelenkt;
an den freien Enden sind sie in Schlitzen s1 und s2 der Arme o verschiebbar geführt
und beidseitig mittels durchgehender Stangen t1 und t2 miteinander verbunden. Desgleichen
stehen die beidseitigen Kreuzgelenke der Hebel r1 und r2 durch eine Stange at miteinander
in Verbindung. Auf der Schrauben-Spindel q sind Stellmuttern v und w geführt, deren
erstere der Befestigung des festen Armes o, deren letztere der Einstellung und Sicherung
des beweglichen Armes P dienen. Die Klemmung der Kluppe erfolgt durch eine Zwinge
üblicher Ausführung, deren einer Arm x hinter der Leiste b der Werkbank und deren
Spindelkopf v an dem beweglichen Zangenarm p angreift. Ein an dem beweglichen Arm
P befestigter Knopf z dient zur Verschiebung dieses Armes auf der Spindel q.
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Die beschriebene Kluppe besitzt gegenüber den bekannten Kluppen, bei
denen die beiden Arme um eine Gelenkachse gegeneinander vierschwenkbar sind, den
Vorteil der Parallelverschiebbarkeit;wobei durch Anordnung der Hebelschere einerseits
und durch die auf den jeweils notwendigen Abstand einstellbare Sicherungsmutter
w andererseits erreicht wird, daß weder während der Parallelverschiebung des beweglichen
Armes, noch während der Einwirkung des Klemmdruckes der Zwinge auf den beweglichen
Arm P bzw. das eingespannte Werkstück ein Verdrehen des beweglichen Armes aus der
Parallellage und damit ein Verklemmen desselben auf der Spindel q eintreten kann.
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Eine andere Ausführungsform der Parallelkluppe ist in Abb. 6 wiedergegeben.
Auch hier besitzt der feststehende Zangenarm z eine Schwalbenschwanzschiene d, zum
Einsetzen in die entsprechende Führung der Werkbank. Der bewegliche Zangenarm 2
ist mittels eines 'Metallkopfes 3 auf einer an dem Arm r befestigten Schiene q.
verschiebbar geführt und gegen das Zangenmaul nach innen geneigt, so daß er mit
der Führungsschiene q. einen von go' verschiedenen Winkel einschließt. Für den Angriff
des Kopfes der Zwingenspindel ist der bewegliche Arm q. mit einem Ansatz 5 versehen.
Die Klemmbacke 6 des beweglichen Zangenarmes liegt parallel zur Klemmbacke 7 des
feststehenden Zangenarmes. Die Klemmung erfolgt wie bei der vorbeschriebenen Ausführung
durch eine an der Verstärkungsleiste der Werktischplatte angreifende Zwinge (nicht
gezeichnet). Durch die Schrägstellung des beweglichen Zangenarmes 2 wird erreicht,
daß der Führungskopf 3 unter dem Einfluß des Zwingendruckes sich nicht auf der Führungsschiene
q. verkeilt, so daß er nach Lösen der Zwinge ohne Wider- . stand im Sinne der Öffnung
des Zangenmauls' und Freigabe des bearbeiteten Werkstückes verschoben werden kann.