DE540201C - Sicherung fuer Sprengschuesse gegen vorzeitige Zuendung beim Herausholen des Besatzes - Google Patents

Sicherung fuer Sprengschuesse gegen vorzeitige Zuendung beim Herausholen des Besatzes

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DE540201C
DE540201C DEM101066D DEM0101066D DE540201C DE 540201 C DE540201 C DE 540201C DE M101066 D DEM101066 D DE M101066D DE M0101066 D DEM0101066 D DE M0101066D DE 540201 C DE540201 C DE 540201C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D5/00Safety arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)

Description

  • Sicherung für Sprengschüsse gegen vorzeitige Zündung beim Herausholen des Besatzes Bei Schußversagern wird nicht selten aus Bequemlichkeits- und Zeitersparnisgründen von verantwortungslosen Schießberechtigten der Besatz mit eisernen Gewindebohrern herausgebohrt, um dann auf die alte Ladung eine neue Schlagpatrone zu setzen und den Schuß nach Wiedereinführung des Besatzes zu zünden. Dieses Vorgehen ist außerordentlich gefährlich und deshalb von den Polizeibehörden allgemein verboten worden. Bei dem Ausbohren des Besatzes wird nämlich das Erreichen der eigentlichen Sprengladung nicht leicht bemerkt, so daß oft in der Sprengladung weitergebohrt wird, wobei die Sprengkapsel verletzt und so der Schuß zu einer vorzeitigen Entzündung gebracht wird. Demgegenüber wird auch versucht, die Versagerpatrone- nach Ausbohren oder sonstigem Entfernen des Besatzes herauszuziehen und durch eine neue Schlagpatrone zu ersetzen. Man hat hierfür auch besondere Kappen zum Schutze der Patrone vorgesehen, die dann mit der Patrone zugleich herauszuziehen sind.
  • Die Erfindung verfolgt nun den doppelten Zweck, nämlich das an sich noch verbotene Ausbohren des Besatzes ungefährlich zu machen, indem man eine gegen die Angriffe des Bohrstahls, Krätzers oder Preßluftstrahls widerstandsfähigen Körper, z. B. eine Kappe, auf die 'Schlagpatrone aufsetzt, der ein Hinausbohren über den Besatz hinaus in die Sprengladung hinein unmöglich macht. Dieser Körper soll nun in der Stärke so bemessen sein, daß er mit Sicherheit ein Durchschlagen der neu aufgesetzten Zündpatrone nach der im Bohrloch belassenen Versagerpatrone zuläßt, so daß er also nach dem Ausbohren des Besatzes im Bohrloch belassen werden kann, ohne die Zündung auch der alten Patrone zu beeinträchtigen.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Auf die Sprengpatrone a mit der Sprengkapsel b ist der Sicherungskörper c in Form einer Hülse aufgesetzt. Durch die Löcherä und am Umfange des Körpers vorbei werden die Zuleitungsdrähte für die Zündpole geführt. Der zwischen Besatz und Sprengpatrone eingeschaltete Körper c besteht aus einer Scheibe oder Hülse aus Glas, Steingut oder anderem gegen das Eindringen des Bohrers widerstandsfähigem und Funkenbildung vermeidendem Material. Die Stärke ist so bemessen, daß ein Zerbrechen oder Zersplittern auch bei ungewöhnlicher Beanspruchung ausgeschlossen ist. Die Größe ist jeweilig der Bohrlochweite so angepaßt, daß diese ausgefüllt wird. Die Hülsenform hat noch den besonderen Vorteil, daß sie den Kopf der Schlagpatrorie mit der Sprengkapsel umschließt, dieser also einen zuverlässigen Schutz gegen Verletzungen bietet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Sichern von Sprengpatronen in Bohrlöchern gegen vorzeitige Zündung beim Entleeren des Besatzes von Versagern, dadurch gekennzeichnet, daß ,ein zwischen Patrone und Besatz in bekannter Weise eingeschalteter Körper in seinem Material und seiner Stärke so bemessen ist, daß er Verletzungen der Patrone durch die Mittel zum Entfernen des Besatzes vollkommen verhütet, von einer aufgesetzten Patrone bei der Zündung aber mit Sicherheit zwecks Zündung der Versagerpatrone glatt durchschlagen wird, so daß bei Neubesetzung eines Versagers die alte Patrone mit der Sicherungsvorrichtung im Bohrloch belassen werden kann.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungskörper den Bohrlochquerschnitt voll ausfüllt.
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