DE539840C - Vorrichtung zur Herstellung von Glasfuesschen fuer elektrische Vakuumgefaesse - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Glasfuesschen fuer elektrische VakuumgefaesseInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J9/00—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
- H01J9/24—Manufacture or joining of vessels, leading-in conductors or bases
- H01J9/32—Sealing leading-in conductors
Landscapes
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- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Thermal Insulation (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 4. DEZEMBER 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 539 KLASSE 21 f GRUPPE
Bei der Herstellung von Glasfüßen, die das Elektrodensystem elektrischer Vakuumgefäße,
wie beispielsweise elektrischer Glühlampen, Leucht-, Verstärker- oder Gleichrichterröhren,
tragen, bedient man sich bekanntlich mit Vorteil des Quetschverfahrens. Ein weites Rohr, in
welchem, die einzelnen Stromzuführungs- bzw. Haltedrähte vorher in einer gewissen Lage angebracht
werden, wird dabei, auf dem sogenannten Amboß stehend, erweicht und darauf von zwei oder mehreren von verschiedenen
Seiten her angreifenden Quetschbacken derart zusammengequetscht, daß- entsprechend der
Anzahl der Ouetschbacken ein mit flügelartigen »5 Ansätzen versehenes Gebilde, der spätere Fuß
des Elektrodensystems, entsteht. In den einzelnen gequetschten Flügelteilen sind dann die
Stromzuführungs- bzw. Haltedrähte dicht eingebettet.
ao Um Gefäße, die mit derartigen Füßen versehen
sind, nach dem Zusammenfügen von Fuß und Glashülle auspumpen zu können, ist es notwendig, durch den Fuß hindurch eine Öffnung
frei zu lassen. Durch diese wird unter Zuhilfenahme eines Ansatzrohres die Luft ausgepumpt,
und das Ansatzrohr wird später abgeschmolzen. Es ist zur Lösung dieser Aufgabe bereits vorgeschlagen worden, bei der Herstellung
des Fußes auf dem Amboß einen Dorn anzubringen, der in der Mitte des zu quetschenden
Glasrohres verläuft und bei der Quetschung eine axiale Öffnung im Glasfuß freiläßt, die nach Abheben des Fußes vom
Amboß und von dem Dorn zum Auspumpen dient. Es stellt sich nun im praktischen Betriebe
heraus, daß ein solcher Dorn sehr nachteilig wirken kann. Diese Nachteile äußern sich
einerseits darin, daß das um den Dorn herumgelegte, mit dem späteren Fuß beim Quetschen
zu verbindende Glasröhrchen an einer Erwärmung gehindert wird, da der metallisch ausgeführte
Dorn die ihm durch das erhitzte Glas zugeführte Wärme sofort ableitet und dadurch
in seiner unmittelbaren Umgebung eine kühlere Temperatur herbeiführt. Infolgedessen treten
innere Spannungen auf, die entweder bei der Herstellung oder auch später sehr leicht zu
Sprüngen und Brüchen führen. Ein weiterer Nachteil ist der, daß· sich der Dorn nach erfolgter
Quetschung, wenn die Abkühlung des Fußes eintritt, in Abhängigkeit von seinem Wärmeausdehnungskoeffizienten zu langsam
zusammenzieht, so daß er bei der ebenfalls erfolgenden Zusammenziehung des ihn umgebenden
Glaskörpers als Hindernis wirkt. Auch hierdurch entstehen Spannungen, die für gewöhnlich
gleich unmittelbar nach der erfolgten Quetschung während der Abkühlung zur Beschädigung
und Zerstörung des Fußes führen. Unter Umständen bewirken diese Spannungen s°
auch, daß es unmöglich wird, den fertigen Glasfuß ohne Beschädigung vom Dorn abzuheben.
Die vorliegende Erfindung beseitigt die genannten Nachteile der bisher üblichen Dorne.
Erfindungsgemäß ist der Dorn aus einem Material hergestellt, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient
wesentlich größer ist als der des
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Glases. Diese Eigenschaft besitzt z. B. Aluminium in hohem Grade. Es muß allerdings
bei Aluminium dafür gesorgt werden, daß der Dorn durch die Erwärmung des Glases nicht
zu schmelzen anfängt. Sollte diese Gefahr eintreten, so kann man für den Dorn auch Messing
verwenden. Es ist insbesondere bei der Verwendung von Dornen aus Stoffen von relativ
niedrigem Schmelzpunkt in diesem Zusammenhange weiterhin von Vorteil, dafür zu sorgen,
daß der Dorn vor Beginn der Quetschung möglichst wenig erwärmt wird. Zu diesem Zwecke
wird die Weite des Domes, nicht wie bisher üblich, so bemessen, daß das innere Pumpröhrchen
gerade daraufpaßt, sondern so, daß ein gewisser radialer Abstand verbleibt. Es entsteht dann eine wärmeisolierende Luftschicht
zwischen Glasröhrchen und Dom, die die allzu starke Erwärmung des letzteren verao
hindert und dadurch auch gleichzeitig noch bewirkt, daß dieser sich möglichst wenig ausdehnt
und dem umgebenden Glasröhrchen nicht die Schmelzwärme entzieht. Um den Röhrenfuß
bzw. dessen inneres Pumpröhrchen trotzdem in eine genau zentrische Lage zu bringen,
kann der Dorn an seinem auf dem Amboß aufliegenden Ende bis zur inneren Weite des Pumpröhrchens
verbreitert sein.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung: Auf dem Amboß α sitzt der erfindungsgemäß
aus einem Stoff mit im Vergleich zu dem des Glases großen Wärmeaus dehnungskoeffizienten bestehende Dorn d auf
Diesen Dorn umgibt ein Glasröhrchen r, welches in bekannter Weise mit dem zunächst röhrenförmigen
Fuß f, der das Röhrchen r umgibt, nach dem Erwärmen zu einem Ganzen zusammengequetscht
wird. Infolge des Luftabstandes, der bis unmittelbar vor dem Quet- ■
sehen zwischen dem Dom d und dem Pumpröhrchen r besteht, ist die Gewähr gegeben, daß
der Dom d relativ wenig erwärmt wird, so daß der größte Teil der von außen her durch Gasflammen
o. dgl. erzeugten Schmelzwärme für die Glasteile zur Verfügung bleibt. Um Röhrenfuß
f und Pumpröhrchen r zueinander und zum Dom d genau zentrisch anzuordnen, ist
der Dorn an seinem unteren Ende e so weit verbreitert, daß sein Durchmesser dort dem
inneren Durchmesser des Pumpröhrchens r ent- go spricht.
Claims (4)
1. Vorrichtung, zur Herstellung von Glasfüßchen
für elektrische Vakuumgefäße, in denen mittels eines auf einem Amboß sitzenden Domes beim Quetschen der das Füßchen
bildenden Glasröhren eine axial verlaufende Pumpöffnung erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Dorn aus einem
Stoff besteht, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient mindestens zwei- bis dreimal so
groß ist wie der des Füßchenglases.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch Sg gekennzeichnet, daß der Dorn aus Aluminium
oder Messing besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
des Domes merklich geringer ist als der innere Durchmesser des ihn umgebenden Pumpröhrchens vor dem Quetschen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn an seinem
auf dem Amboß aufsitzenden Ende bis auf den inneren Durchmesser des Pumpröhrchens
erweitert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES90603D DE539840C (de) | 1929-03-21 | 1929-03-21 | Vorrichtung zur Herstellung von Glasfuesschen fuer elektrische Vakuumgefaesse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES90603D DE539840C (de) | 1929-03-21 | 1929-03-21 | Vorrichtung zur Herstellung von Glasfuesschen fuer elektrische Vakuumgefaesse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE539840C true DE539840C (de) | 1931-12-04 |
Family
ID=7515938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES90603D Expired DE539840C (de) | 1929-03-21 | 1929-03-21 | Vorrichtung zur Herstellung von Glasfuesschen fuer elektrische Vakuumgefaesse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE539840C (de) |
-
1929
- 1929-03-21 DE DES90603D patent/DE539840C/de not_active Expired
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