DE539170C - Verfahren zur Herstellung von Riemenscheiben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von RiemenscheibenInfo
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- DE539170C DE539170C DEM100686D DEM0100686D DE539170C DE 539170 C DE539170 C DE 539170C DE M100686 D DEM100686 D DE M100686D DE M0100686 D DEM0100686 D DE M0100686D DE 539170 C DE539170 C DE 539170C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D53/00—Making other particular articles
- B21D53/26—Making other particular articles wheels or the like
- B21D53/261—Making other particular articles wheels or the like pulleys
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
24. NOVEMBER 1931
24. NOVEMBER 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 539170 KLASSE 7 c GRUPPE
Jens Christian Martins in Kopenhagen Verfahren zur Herstellung von Riemenscheiben
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1927 ab
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung· von Riemenscheiben u. dgl. durch
Ausebnen einer gewölbten, mit einer zentralen Aussparung versehenen Speichenplatte
oder mehrerer solcher Speichenplatten. Es ist mehrfach versucht worden, Riemenscheiben
aus Stahl auf die Art herzustellen, daß im voraus hergestellte Teile miteinander
verbunden werden. Für die Verbindung der einzelnen Teile miteinander wurden meist
allgemein übliche Verbindungsglieder, wie Schrauben, Nieten u. dgl., verwendet.
Sollen solche Stahlriemenscheiben in Massenfertigung hergestellt werden, so macht
sich die notwendige Handarbeit als erheblicher Nachteil bemerkbar.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Riemenscheiben, bei dem
Handarbeit ganz überflüssig wird, da die im voraus fertig hergestellten Teile, aus denen
die Riemenscheibe besteht, nämlich Kranz, Nabe und Speichenplatte, durch einfaches
Pressen in einem Arbeitsgang miteinander verbunden werden. Das Verfahren geht von
der Erkenntnis aus, daß eine gewölbte Platte mit einem Loch in der Mitte durch Ausebnen
sowohl ihren Umfang vergrößert als auch den Durchmesser des Loches verkleinert.
Zu verschiedenen Zwecken, namentlich zum Einsetzen von Böden in Blechdosen o. dgl., ist
vorgeschlagen worden, den Umfang einer gewölbten Platte durch Ausebnen zu vergrößern
und somit als Boden in der Dose festzupressen. Auch ist dieses Verfahren zum Befestigen von Speichenplatten in Radkränzen
angewendet worden, während die Nabe in bekannter Weise von Hand befestigt wurde.
Es ist auf der anderen Seite auch bekannt, eine durchgebogene Platte mit Innenbohrung
auf einem Rohrkörper durch Ausebnen zu befestigen. In einem solchen Falle, z. B. bei
der Herstellung von Rippenrohren, werden jedoch durch die Platte keine äußeren Kräfte
auf den Rohrkörper übertragen.
Die Erfindung wählt dagegen für die Herstellung von Riemenscheiben den Weg, daß
der Radkranz und die Nabe gleichzeitig mit der Speichenplatte oder den Speichenplatten
durch die infolge des Ausebnens auftretenden Dimensionsänderungen fest verbunden werden.
Dadurch wird auf eine neue und besondere Art in einer einzigen Pressung eine Radscheibe
mit einer Nabe ohne Anwendung von Handarbeit so fest verbunden, daß die Teile den großen Kräften, denen sie beim Gebrauch
der Scheibe ausgesetzt sind, leicht widerstehen, können. Diese hohe Festigkeit der
Riemenscheibe erklärt sich damit, daß die Speichenplatte fest zwischen Radkranz und
Nabe eingespannt ist. Greift die Platte beim Ausebnen nur mit ihrer inneren oder äußeren
Kante an beispielsweise einer Nabe oder einem Radkranz an, so wird die \rerspannung
dadurch geschwächt, daß die Platte infolge der Spannung die freie Kante nach
außen bzw. nach innen drückt. Beim Gegenstand der Erfindung dagegen verhindert das
gleichzeitige Einpressen zwischen Kranz und Nabe ein Ausweichen der Speichenplatte.
Durch das neue Verfahren wird ferner viel Zeit und Arbeitslohn im Vergleich zu den
bekannten Herstellungsweisen gespart. Ein weiterer Vorteil ist bei der Erfindung, daß
das Gewicht der Riemenscheibe herabgesetzt ίο wird, da besondere Verbindungsanordnungen
fehlen.
Das Verfahren kann mit mehreren Speichenplatten ausgeführt werden, und zwar
entweder mit mehreren Speichenplatten, die nebeneinander mit oder ohne Zwischenraum
eingepreßt werden, oder so, daß die Speichenplatte in Sektoren unterteilt ist, die, nebeneinander
eingepreßt, eine, volle oder durchbrochene Speichenfläche ergeben.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Verfahrens verdeutlicht.
Abb. ι und 2 zeigen schematisch im Schnitt die erfindungsgemäße Herstellung einer Riemenscheibe
mit einer einzigen vollen Speichenplatte vor und nach dem Zusammenpressen der einzelnen Teile zusammen mit den
zugehörigen Preßstempeln,
Abb. 3 eine ähnliche Riemenscheibe vor dem Zusammenpressen,
Abb. 4 und 5 eine andere Ausführungsform mit zwei dicht nebeneinander zusammengepreßten
Speichenplatten vor und nach dem Zusammenpressen,
Abb. 6 eine andere Ausführungsform einer Riemenscheibe mit zwei axial im Abstand
voneinander liegenden Speichenplatten nach dem Zusammenpressen,
Abb. 7 bis 9 verschiedene Ausführungsformen von Riemenscheiben, von der Seite gesehen,
und
Abb. 10 und 11 eine Einzelheit vor und
nach dem Zusammenpressen.
Gemäß der Erfindung besteht die Riemenscheibe aus einem Kranz α und einer Nabe b,
die -durch eine oder mehrere eingepreßte Speichenplatten c zusammengehalten werden.
Die Speichenplatte c ist erfindungsgemäß größer als der radiale Abstand zwischen Nabe
und Kranz, so daß es unmöglich ist, die Nabe in die Fläche c und die Fläche c in den
Kranz α ohne weiteres einzuführen. Um dies zu erreichen, muß die Speichenplatte oder
die Speichenplatten erst aus ihrer Form herausgedrückt werden, so, wie es in den Abb. 1,
3 und 4 beispielsweise angedeutet ist. Durch diese Formänderung ist es möglich, die Teile
in die in den genannten Abbildungen gezeigten Stellungen zueinander zu bringen.
Durch, geeignete Preßstempel dt und d2
werden hiernach die Speichenplatte oder -platten in ihre endgültige Stellung eingepreßt,
wonach sie einen so großen Druck sowohl gegen den Kranz als auch die Nabe ausüben, daß diese Teile sehr fest miteinander
verbunden sind.
Es kann vorteilhaft sein, in die Nabe und den Kranz Rillen e, wie in Abb. 10 und 11
angedeutet, einzudrehen, um der Speichenplatte c einen sicheren Halt zu geben.
In Abb. I, 2, 3 und 7 ist eine einzelne voEe Speichenplatte c zur Anwendung gelangt.
Um ein geringeres Gewicht zu erreichen, können, besonders bei größeren Riemenscheiben,
in dieser Platte Aussparungen / ausgespart sein (Abb. 8).
In den Abb. 4 und 5 ist die Anwendung von zwei Platten C1 und c„, die jedoch nach
dem Zusammenpressen nur als eine einzige Speichenplatte wirken, dargestellt.
Abb. 6 zeigt die Anwendung von zwei im Abstand voneinander liegenden Speichenplatten
C3 und C1, die durch eingedrehte oder eingelegte
Ringelemente g auseinandergehalten werden. Diese Ausführungsform ist besonders
bei sehr breiten Riemenscheiben günstig.
Abb. 9 zeigt endlich die Anwendung von mehreren Speichensektoren c5, die schräg,
ähnlich wie in Abb. 1 dargestellt ist, nebeneinander eingelegt werden und dann in ihre
Schlußstellung gepreßt werden. Durch diese Form erspart man das bei den vollen Speichenplatten
notwendige Auspressen aus der ebenen Form, um die Teile vor dem Zusammenpressen ineinanderbringen zu können.
Das Verfahren eignet sich besonders gut zur Herstellung von kleineren Riemenscheiben
in Serienfabrikation. Der Kranz und die Nabe können dann aus nahtlosen oder geschweißten
Rohren in passenden Längen abgeschnitten und, durch die Speichenplatten
verbunden, hergestellt werden.
Es ist einleuchtend, daß andere als die gezeigten Formen von Riemenscheiben hergestellt
werden können, ohne hierdurch außerhalb des Rahmens der Erfindung zu
fallen.
Besonders wird es möglich sein, die Speichenplatte mit unrunder, z. B. polygonaler
Aussparung und Außenform herzustellen; auch kann es vorteilhaft sein, den an die no
Nabe zu legenden Rand der Speichenplatte oder -platten zu verstärken, um einen sicheren
Halt zu gewährleisten.
Außerdem kann man auf verschiedene Art in Kugellager statt der Nabe einpressen.
Ein Kugellager kann auch in der Weise statt einer Nabe an -der Platte befestigt werden,
daß die wie oben ausgebogene Speichenplatte jetzt ohne Nabe und gegebenenfalls auch ohne innere Ausparung (in welchem
Falle das Loch nach dem Einpressen ausgebohrt werden muß) eingepreßt wird und das
Kugellager danach durch passende Haltevorrichtungen an der Stelle der Nabe befestigt
wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Riemenscheiben u. dgl. durch Ausebnen einer gewölbten, mit einer zentralen Aussparung versehenen Speichenplatte oder mehrerer solcher Speichenplatten, dadurch gekennzeichnet, daß der Radkranz und die Nabe gleichzeitig mit der Speichenplatte oder den Speichenplatten durch die infolge des Ausebnens auftretenden Dirnensionsänderungen fest verbunden werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM100686D DE539170C (de) | 1927-07-29 | 1927-07-29 | Verfahren zur Herstellung von Riemenscheiben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM100686D DE539170C (de) | 1927-07-29 | 1927-07-29 | Verfahren zur Herstellung von Riemenscheiben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE539170C true DE539170C (de) | 1931-11-24 |
Family
ID=7324390
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM100686D Expired DE539170C (de) | 1927-07-29 | 1927-07-29 | Verfahren zur Herstellung von Riemenscheiben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE539170C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE927847C (de) * | 1950-11-14 | 1955-05-20 | Demag Ag | Seilscheibe oder Seiltrommel in Zellenbauart mit geschlossenen Seitenwandungen, insbesondere fuer Bergwerksanlagen |
-
1927
- 1927-07-29 DE DEM100686D patent/DE539170C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE927847C (de) * | 1950-11-14 | 1955-05-20 | Demag Ag | Seilscheibe oder Seiltrommel in Zellenbauart mit geschlossenen Seitenwandungen, insbesondere fuer Bergwerksanlagen |
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