DE539166C - Hydraulische Sprenghuelse zum Sprengen von Gestein - Google Patents
Hydraulische Sprenghuelse zum Sprengen von GesteinInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C37/00—Other methods or devices for dislodging with or without loading
- E21C37/06—Other methods or devices for dislodging with or without loading by making use of hydraulic or pneumatic pressure in a borehole
- E21C37/12—Other methods or devices for dislodging with or without loading by making use of hydraulic or pneumatic pressure in a borehole by injecting into the borehole a liquid, either initially at high pressure or subsequently subjected to high pressure, e.g. by pulses, by explosive cartridges acting on the liquid
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
21. NOVEMBER 1931
21. NOVEMBER 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5 b GRUPPE
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Hydraulische Sprenghülse zum Sprengen von Gestein
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Mai 1926 ab
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Sprenghulse zum Sprengen von Gestein, die
eine über ein Ventil mit Druckflüssigkeit gespeiste, innerhalb einer unter dem Druck sich
ausdehnenden mehrteiligen Metallhülse angeordnete elastische Hülse, insbesondere
Gummihülse, enthält. Eine Sprenghülse dieser Art ist in der Patentschrift 514338 beschrieben.
Bei ihr wird bei einer unzulässigen Dehnung der verwendeten Gummihülse die Zufuhr der Druckflüssigkeit selbsttätig abgesperrt.
Um bei Sprenghülsen dieser und ähnlicher Art 'zu verhindern, daß das Absperrventil
nach Art eines Rückschlagventils wirkt und das Austreten des Preßwassers aus der
Gummihülse verhindert, wird die Sprenghülse gemäß der vorliegenden Erfindung mit
einer Vorrichtung versehen, mittels derer das
so bei einer unzulässigen Dehnung die Zufuhr der Druckflüssigkeit absperrende Ventil beim
Sinken des Druckes in der Zuleitung · der Druckflüssigkeit entlastet wird.
Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. 1 ist die Druckleitung, die
bei 2 durch die Ventilspindel 3 abgesperrt werden kann. 4 und 5 sind Stahlbänder, die
zum Schutz der Weichgummihülse 6 dienen. Bei- Einleitung des Sprengvorganges tritt die
Druckflüssigkeit durch das Rohr 1 ein und gelangt durch die Ventilöffnung bei 2 und die
Durchbrüche des die Ventilspindel umhüllenden Rohres in die Weichgummihülse 6. Dadurch
wird diese Gummihülse aufgeweitet und die Stahlbänder 4, 5 aufgewölbt.
Beim Nachgeben des Gesteins besteht die Gefahr, daß sich die Stahlbänder zu weit ausbauchen
und dadurch die Vorrichtung zerstört wird. Es muß daher für diesen Fall der
weitere Zugang von Druckflüssigkeit in die Weichgummihülse 6 abgesperrt werden. Zu
diesem Zweck wird die Ventilspindel 3 gegen den Ventilsitz gedrückt und auf diese Weise
die Zufuhr der Druckflüssigkeit zur Weichgummihülse abgesperrt.
Wenn andererseits der Druck in dem Zu- , leitungsrohr vermindert wird, z. B. nach
einem Sprengvorgang und zur Vorbereitung des nächsten, so muß der in der Gummihülse
angesammelten Druckflüssigkeit eine Möglichkeit geboten werden, aus der Hülse auszutreten.
Die Flüssigkeit kann aber nur dann austreten, wenn die Ventilspindel 3 wieder ..von dem Ventilsitz abgehoben wird.
Die Ventilspindel ist daher gemäß der Erfindung an ihrem Ende mit einer Einrichtung
versehen, durch die beim Sinken des Druckes in der Zuleitung das Ventil entlastet wird.
Diese Einrichtung besteht aus dem über der Ventilspindel 3 angeordneten zylindrischen
Glied 7 (Bolzen mit Bolzenkopf 17), das von dem Druck in der Zuleitung 1 in die eine Endlage
gedrückt wird und im drucklosen Zustand in die andere Endlage übergehen kann. Die
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Wilhelm Mauksch in Berlin-Südende.
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durchbohrte Ventilspindel 3 ist an einem Ende mit dem Kopf 8 versehen, der an der Stirnseite
eine Vertiefung 9 aufweist, die durch die Membran 10 abgeschlossen ist. Diese Membran
liegt an dem zylindrischen, im Teil 11 gelagerten Glied 7 an. Die Teile 8 und 11 sind
durch die Überwurfmutter 12 zusammengehalten. Der Teil 7 stützt sich seinerseits
gegen einen mit den Metallhülsen 4 und S fest ίο verbundenen Deckel 14. Die Ventilspindel 3
ist in der üblichen Weise abgedichtet. 13 ist eine Feder, die das Ventil zu öffnen sucht.
Der Druck der Preßflüssigkeit wirkt auf die Membran 10 und drückt den Teil 7 nach
außen.
Tritt nun eine unzulässige Ausbauchung der Schutzhülse ein, so drücken die Enden dieser
Schutzhülse über den Abschlußdeckel 14 auf den Bolzen 7, der seinerseits mit seinem Kopf
ao 17 unter Überwindung des Federdruckes 13 über die Membran 10 die Ventilspindel auf
ihren Sitz drückt. Die Membran 10 wird dabei infolge des durch die hohlgebohrte- Spindel
wirkenden Preßdruckes gespannt und ist am Nachgeben verhindert. Wird nun der Preßdruck in der Leitung abgestellt, so wird
die Membran 10 von ihm entlastet. Sie biegt sich dann nach innen durch und schafft dadurch
das nötige Spiel, so daß die Feder 13 den Ventilkopf 8 und somit auch die Spindel 3
lüften kann.
Es kann die Flüssigkeit aus der Gummihülse abfließen. Sobald geringe Flüssigkeitsmengen ausgetreten sind, zieht sich die
Gummihülse samt dem Schutzmantel zusammen, und das Ventil wird weiter geöffnet. Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, das
Glied 7 und den Teil 1 r derart auszubilden, daß sie in der einen Endlage des Gliedes 7
eine Ebene bilden, an die sich die Membran ro anlegen kann und keiner erheblichen Verbiegung
unterworfen ist.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Hydraulische Sprenghülse, die eine über ein Ventil mit Druckflüssigkeit gespeiste, innerhalb einer unter dem Druck sich ausdehnenden mehrteiligen Metallhülse angeordnete elastische Hülse, insbesondere Gummihülse, enthält, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, mittels derer das bei einer unzulässigen Dehnung der Gummihülse die Zufuhr der Druckflüssigkeit absperrende Ventil beim Sinken des Druckes in der Zuleitung der Druckflüssigkeit entlastet wird.
- 2. Hydraulische Sprenghülse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am Absperrventil (3) ein Glied (7) angeordnet ist, das unter dem Einfluß des Druckes in der Zuleitung in die eine Endlage gebracht wird und im drucklosen Zustand in die andere Endlage übergehen kann.
- 3. Hydraulische Sprenghülse nach Anspruch ι und 2, gekennzeichnet durch eine an der Ventilspindel (3) angebrachte Membran (10), die durch eine Bohrung der Ventilspindel mit der Druckflüssigkeitszuleitung (1) verbunden ist, wobei die Membran auf einen an der Spindel gelagerten Bolzen (7, 17) einwirkt.
- 4. Hydraulische Sprenghülse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der. mit der Membran zusammenarbeitende Bolzen an dem der Membran zunächst gelegenen Ende mit einem Kopf (17) versehen ist und in seiner Endlage mit seiner Lagerung eine Ebene bildet, an welcher die Membran anliegt.
- 5. Hydraulische Sprenghülse nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Feder (13), die auf die Ventilspindel (3) im öffnenden Sinne einwirkt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES74427D DE539166C (de) | 1926-05-11 | 1926-05-11 | Hydraulische Sprenghuelse zum Sprengen von Gestein |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES74427D DE539166C (de) | 1926-05-11 | 1926-05-11 | Hydraulische Sprenghuelse zum Sprengen von Gestein |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE539166C true DE539166C (de) | 1931-11-21 |
Family
ID=7504643
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES74427D Expired DE539166C (de) | 1926-05-11 | 1926-05-11 | Hydraulische Sprenghuelse zum Sprengen von Gestein |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE539166C (de) |
-
1926
- 1926-05-11 DE DES74427D patent/DE539166C/de not_active Expired
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