DE538883C - Verfahren und Vorrichtung zur Beeinflussung der Aufrahmungsfaehigkeit von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Beeinflussung der Aufrahmungsfaehigkeit von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten

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DE538883C
DE538883C DEL72227D DEL0072227D DE538883C DE 538883 C DE538883 C DE 538883C DE L72227 D DEL72227 D DE L72227D DE L0072227 D DEL0072227 D DE L0072227D DE 538883 C DE538883 C DE 538883C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B11/00Preservation of milk or dairy products
    • A23B11/10Preservation of milk or milk preparations
    • A23B11/12Preservation of milk or milk preparations by heating
    • A23B11/13Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked
    • A23B11/133Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked and progressively transported through the apparatus
    • A23B11/137Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked and progressively transported through the apparatus in direct contact with the heating medium, e.g. steam
    • A23B11/1375Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked and progressively transported through the apparatus in direct contact with the heating medium, e.g. steam by pulverisation of the milk, including free falling film

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Beeinflussung der Aufrahmungsfähigkeit von Milch und ähnlichen Flüssigkeiten Zur Pasteurisierung der Milch hat man sich mit Vorteil solcher Verfahren bedient, welche die Flüssigkeit unterteilen bzw. zerstäuben. Nun traten aber bei der Behandlung der Milch merkliche Unterschiede gerade hinsichtlich ihrer Aufrahmungsfähigkeit auf, die man sich nicht zu erklären vermochte. Auch. bei Verwendung von Düsen oder sonstigen Zerstäubern hat sich oft herausgestellt, daß in Fällen, in denen eine gut aufrahrüende :Milch gewünscht wurde, solches nicht erreicht werden konnte. Wenn also auch Düsen bekannt waren, so hat man aber noch nicht gewußt, wie und wodurch die Rufrahmung beeinflußt wird.
  • Langjährige Versuche haben nun ergeben, daß eine gewisse Gesetzmäßigkeit besteht und daß man es bei entsprechender Ausgestaltung der Apparatur ganz in der Hand hat, eine Milch o. dgl. herzustellen, die gut aufrahmt, oder eine solche, bei welcher der Rahm - also die Fettschicht - mehr oder weniger verschwunden ist, mithin die Rufrahmung verhindert wird.
  • Es ist festgestellt worden, daß Versprühen, Vernebeln, Unterteilen, Zerreißen, verbunden mit kurzem V*eg oder Einwirkung von Druck mit schnell folgender Expansion (Druckentlastung), eine günstige Rufrahmung bewirken, während Versprühen, Vernebeln, Unterteilen, Zerreißen o. dgl., verbunden mit längerem Weg oder Einwirkung von Druck mit ungenügender Expansion oder noch dazwischenliegender Reibung, sei es durch Fall, Steigen der Flüssigkeit oder Hinströmen an Wandungen unter Druck, eine schlechte Rufrahmung hervorbringen, verursacht durch Zertrümmerung der zu Trauben vereinigten Fettkügelchen in ihre einzelnen kleinen Teile. Ein Aufschleudern der Flüssigkeit durch Düsen oder mittels Drehkörpers auf erweitertem Raum erzeugt Rufrahmung, auf beschränktem Raum Verhinderung dieser. Nach dieser Erkenntnis war der Weg gegeben, um bei der Pasteurisierung den jeweiligen Anforderungen entsprechend eine Milch mit guter Rufrahmung bzw. eine solche mit bewußter Verhinderung dieser zu erzeugen.
  • Zur Ausführung des Verfahrens verwendet man daher Vorrichtungen mit Kapillaren, entsprechenden engen Kanälen, Düsen oder rotierende Körper, zentrifugenartige Organe, Reib-, Auftrag- und Anprallvorrichtungen, Druckeinwirkung u. dgl.
  • Die Zeichnungen veranschaulichen zur Charakterisierung des Verfahrens beispielsweise eine Reihe von Vorrichtungen, die Wirkungen, wie sie in diesen Unterlagers beschrieben sind, hervorzubringen vermögen. Die auf der linken Seite der Tafel angedeuteten Vorrichtungen (Fig. r bis 8) erzeugen eine Beschleunigung der Rufrahmung, die der rechten Seite (Fig. g bis 2q.) eine Verhinderung derselben. Rufrahmung zufolge kurzen Weges zeigen Fig. i bis 6 und 8, zufolge Einwirkung von Druck mit schnell folgender Expansion insbesondere Fig.4, 5, 6, 8, Aufschleudern auf erweitertem Raum Fig. 7. Als Gegenstück hierzu zeigen längeren Weg mit Aufrahmungsverhinderung Fig.16, 18, 21, Druck mit ungenügender Expansion Fig. 12, i9, 2o, 22. Eine Reibung wird veranschaulicht durch Fig. g, 1o, 11, 13 bis 17, 19 bis 24, Aufschleuderung auf beschränktem Raum durch Fig. 22. .
  • Die Fig. 1, 2, 3, 9, 1o und ii zeigen Versprühvorrichtungen, - die nach Art eines Refraichisseurs arbeiten. 1, 3, 5, 7, 9 und i i sind die Zuführungsrohre für das die Zerstäubung verursachende Medium, 2, 4, 6, 8, io, 12 die Rohre für die Flüssigkeit. Bei 13 und 14 ist ein kurzer Weg als Durchtritt durch die verengte Öffnung, die Düse, veranschaulicht, mithin guteAufrahmung gebend. 14 zeigt außerdem noch Gleitflächen 1 5 und 16, die solches besonders begünstigen. In Fig. g ist kenntlich gemacht, daß vor Beginn der Versprühung eine Reibung erfolgen soll, und zwar durch die bei 17 gezeigte Verengung bzw. Kapillaren. Bei Fig. io wird die Reibung - mithin Aufrahmeverhinderung -dadurch erreicht, daß das Rohr 8 in weitere engere Rohre 18 unterteilt ist, an deren Wandungen sich die Flüssigkeit vor dem Austritt reiben muß. Fig. 3 und i i zeigen ähnliche Zerstäuber, jedoch mit ineinander verlegten Rohren. In Fig. 3 geht das innere Rohr, das die Flüssigkeit führt, bis nahe an die Öffnung des äußeren, das Zerstäubungsmedium führende Rohr. Es erfolgen ein leichter Abprall und Zerreißen der Flüssigkeit, mithin gute Aufrahmung. Anders ist es bei einer Vorrichtung nach Fig. i i. Das Innenrohr ist zurückverlegt. Die im Rohr 12 emporsteigende Flüssigkeit reibt sich vor dem Versprühen am Rohr 1i in dessen Oberteil i9, was eine Beeinflussung der Fetttrauben verursacht. Fig. 12 zeigt das Druckrohr 2o mit der Anprallfläche 21. Die unter Druck stehende Flüssigkeit wird gegen die Fläche 2.1 getrieben, auf diese aufprallend, zerstäubend und bei starkem Aufprall die Fetttrauben zerschlagend.
  • Wie schon in den Steigrohren die Fetttrauben der Milch beeinflußt werden können, zeigen die Fig.13 bis 17. Hier sind die Steigrohre so ausgebildet, daß unbedingt eine starke Reibung erfolgen muß, und zwar durch die eingebauten Warzen oder Höcker 22 und 23 bzw. durch Verjüngung und Erweiterung 24 bzw. 25. Die Verjüngung bei 27 der Fig. 17 . bewirkt gleichfalls Reibung. In Fig. 16 wird solche durch Ausgestaltung des Steig- oder- Druckrohres in Windungen (Schlangenrohr) erreicht. Fig.4 und 18 zeigen zwei unter Druck arbeitende Zerstäuber, bei denen sich zwei Strahlen treffen und durch ihr Zusammentreffen eine Versprühung bewirken. In Fig. 4 sind die verengten Rohre 28 und 29 kurz ausgeführt. Zufolgedessen (kurzer Weg) werden die Fetttrauben nicht auseinandergerissen. Anders ist es bei Fig. 18, da hier die beiden Zuführungsrohre 30 und 31 einen langen Weg aufweisen, der außerdem mit Reibung verbunden ist, somit Aufrahmeverhinderung. Fig.5 zeigt einen Zerstäuber, bei dem die Flüssigkeit unten bei 32 eintritt und bei 33 vernebelt wird. Hier ist wenig Widerstand geboten, wodurch die Fetttrauben nicht beschädigt werden. Anders ist es in Fig. i9. Die bei 34 eintretende Flüssigkeit reibt sich zunächst an der Gegenwand 35 und geht in sprudelnden Bewegungen bis an die Sprühöffnung 36, was wiederum nicht ohne Einfluß auf die Trauben ist. Dieser Einfluß wird noch schärfer in Fig. 2o, weil durch Wandverstärkung 37 noch weitere Reibung geschaffen ist.
  • Ein typisches Beispiel für kurzen Weg und damit gute Aufrahmung ist der Zentrifügalzerstäuber in Fig. 6. Derselbe hat in seinem _ Hohlraum eine einzusteckende Spindel, durch deren Gänge die Flüssigkeit hindurchgetrieben wird, um dann an der oberen Öffnung zufolge der erhaltenen kreisenden Bewegung abzustäuben. Die Spindel 38 hat hierbei nur wenig Gänge, wodurch ein kurzer Weg geschaffen wird. Der Durchtritt durch diese Gänge geschieht schnell, die Fetttrauben sollen nicht beeinflußt werden, wodurch dieser Zerstäuber gute- Aufrahmung gewährleistet. Hach gleichem Grundsatz arbeitet der Zentrifugalzerstäuber (Fig. 21). Bei dieser Ausführung hat die Spindel aber mehrere Spiral-,,vindungen. Der Weg ist also länger, die Reibung größer. Dieser an sich geringfügige Unterschied bewirkt also eine Attfrahmungsverhinderung. Fig.7 zeigt einen Zentrifugalzerstäuber. Die Flüssigkeit läuft vom Sammelgefäß 4o auf die Scheibe 41, auf der sie ausgebreitet und zerrissen wird, fliegt aber in diesem Falle auf den erweiterten Raum 42, was gute Rufrahmung gewährleistet. Anders ist es bei der Zentrifugalzerstäubung (Fig. 22). Die auf der Scheibe 43 aufkommende Milch wird von dieser abgeschleudert und fällt an die Prallflächen 44, an denen sie samt den Fetttrauben zerrissen wird. Fig.8 zeigt ein Randstück einer Zentrifugentrommel. Die Austritte 45 sind so gestaltet, daß schnelle Expansion gewährleistet ist. Bei Fig.23 und 24, die gleichfalls Ränder von. Zentrifugentrommeln darstellen,. wird im Gegensatz hierzu eine Reibung bewirkt, einmal in den Reibungsrohren 46 und zum anderen in den Kanälen 47 der starkwandigen Trommel. Bei den Vorrichtungen, die zu ihrer Betätigung Druck benötigen, wie Düsen und Kapillaröffnungen, kommt nur ein solcher von q. bis 6 atü in Betracht.
  • Die Ausbildungen der Vorrichtungen zur Ausübung dieses Verfahrens sind nicht an die Abbildungen gebunden, da diese nur dazu dienen sollen, Beispiele zur Erreichung einer Aufrahmebeeinflussung gelegentlich der Pasteurisierung von Milch oder ähnlichen Flüssigkeiten zu liefern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Beeinflussung der Aufrahmungsfähigkeit von Milch oder ähnlichen Flüssigkeiten, verbunden mit Pasteurisierung, insbesondere durch Unterteilung oder Zerstäubung mittels düsenartiger Vorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß a) zur Erlangung einer guten Rufrahmung die Flüssigkeit durch eine kurze Düsenleitung geführt oder unter Druck mit schnell folgender Expansion oder mittels Prallflächen in einen erweiterten Raum bzw. solchen ohne Widerstand abgeschleudert wird, b) zur Verhinderung der- Aufrahmung die Flüssigkeit durch eine längere Düsenleitung geführt oder unter Druck mit ungenügender oder langsamer Expansion unter gegebenenfalls noch dazwischenliegender Reibung oder mittels Prallflächen in einen beschränkten Raum abgeschleudert -wird. a. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke guter Rufrahmung eine Düse gemäß Fig. G finit kurzem Kanal (38) angebracht ist. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Verhinderung der Rufrahmung eine Düse gemäß Fig. a= mit langem Kanal und Weg (39) angebracht ist.
DEL72227D 1928-06-24 1928-06-24 Verfahren und Vorrichtung zur Beeinflussung der Aufrahmungsfaehigkeit von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten Expired DE538883C (de)

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