DE53842A - Einrichtung zur Führung fächerartiger Notenschablonen für mechanische Musikwerke - Google Patents
Einrichtung zur Führung fächerartiger Notenschablonen für mechanische MusikwerkeInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musikalische Instrumente.
Zusatz zum Patente No. 51286 vom 14. August 1889.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. März 1890 ab. Längste Dauer: 13. August 1904.
Die Benutzung der unter P. R. No. 51286
geschützten fächerartigen Notenschablone kann auf einem mechanischen Musikwerke wesentlich
von der Art des unter No. 21715 patentirten
erfolgen. Danach stehen die' mit den Notenlöchern der Schablone S (s. Fig. 1 der beiliegenden
Zeichnung) in Wechselwirkung tretenden, unterhalb der wegklappbaren Schiene g
gelegenen Einfallstifte mit sogenannten Spielhebeln in Wechselwirkung, die das Oeffnen
und Schliefsen der Ventile von Cancellen vermitteln. Auch das übrigens bekannte Bethätigen
anderer Tonerzeuger, ζ. B. das Anreifsen von Metallzungen (wie bei Musikdosen),
kann in Betracht kommen, oder die Benutzung bei Saugwindinstrumenten.
Um das fächerartige Notenblatt in geordneter, zuverlässig sicherer Weise ununterbrochen von
Anfang bis- zu Ende selbstthätig über das Musikwerk hinwegzuführen, so zwar, dafs,
nachdem der Anfangsblatttheil α unter die Druckwalze b der Antriebvorrichtung gebracht und
letztere mittelst Handkurbel c in Bewegung gesetzt worden ist, ein Fächerblatt nach dem
anderen sich unter dem Gegenschenkel g wegbewegt und schliefslich ein sämmtliche Blätter
dicht über einander liegend enthaltender Block entsteht, sind folgende Einrichtungen getroffen.
Am Gegenhalter g ist ein Arm d angeordnet, welcher mit seiner unteren schrägen Fläche
gegen die Vorderkanten der einzelnen Theile des zur Abspielung bereit liegenden Notenblaftblockes
5 sich legt und übrigens mit seiner Unterkante ■ so weit von dem Deckelaufsatz e
absteht, um immerx nur den jeweilig untersten Blatttheil hin.durchgleiten zu lassen. Vortheilhaft
ist es, diesen Arm d, welcher auch anstatt vom Gegenhalter g vom Gehäuse des Musikwerkes
ausgehen könnte, mäfsig federnd einzurichten, so dafs der betreffende Druck ein
elastischer ist.
Der abzuspielende Block liegt einerseits auf dem Deckelaufsatz e, andererseits auf einem
Knopf x, Fig. 2 bis 4, auf, welcher, bündig mit e liegend, übrigens auch durch eine vorspringende
Kante von e ersetzt werden kann.
Um mit Sicherheit zu erreichen, dafs sich jeder abgespielte Fächertheil vom nachfolgenden *
absenkt — eine Vorbedingung für das selbstthätige spätere Uebereinanderschieben dieser
Theile zu einem Block —, ist hinter dem antreibenden Walzenpaar bf eine Vorrichtung
angeordnet, welche jeden ankommenden Fächertheil hier aus der Ebene des nachfolgenden
Theiles herausführt. Diese · Vorrichtung kann u. A. aus einer über der Stufe h i des Deckelaufbaues
e liegenden Feder k, welche von einem.Arm s getragen wird (s. Fig. 5 und 6;
letztere ist ein Schnitt. nach u-v in Fig. 5) gebildet werden. Oder man ordnet eine buckelartige
Erhöhung t und in der Nähe eine schräg abwärts gebogene Leitfläche n>
an, Fig. 1 bis 4.
Wie von der vorderen Kante dieser Fläche n>
der Schlufsrand des Anfangsblattes α aus der
Ebene des nachfolgenden Flächentheiles al um
etwa .Blattdicke herausgestofsen wird — bei den Ausführungsformen nach Fig. ι und 6
nach abwärts gedrängt —;, so geschieht dies mit allen nachfolgenden Fächertheilen.
Der Anfangsblatttheil α dreht sich vermöge
der geringen, zwischen den Blättern herrschenden Reibung noch so weit, bis er an .einen
Widerhalt, als welcher beispielsweise die Stütze χ oder sonst eine vorspringende Kante dienen
mag, trifft. Der folgende Fächertheil a1 schiebt
sich über ihn hin, der nachfolgende über diesen, u. s. f. bis zum letzten Theil a*.
Nach dem Durchspielen des ganzen Fächernotenblattes, also nachdem das Schlufsblatt a*
durch das Walzenpaar bf hindurchgegangen, haben sich am Knopf oder Zapfen χ die einzelnen
Blätter völlig selbstthätig zu einem sectorförmigen Block angesammelt. Versieht
man das Anfangsblatt a mit einem Häkchen ^,
das Schlufsblatt a* mit einem entsprechenden Loch ■ £', so kann bei ununterbrochenem
Weiterdrehen das Stück nach kurzer Pause —. während welcher das ungelochte Anfangsstück r
bis 2, Fig. i, über die Einfallstifte bezw. unter g hinweggeht — wiederholt werden.
Bei Anwendung des Fächernotenblattes auf Musikinstrumente, welche ohne Hebelwerk, also
unter Benutzung von Saugwind arbeiten, müssen die Blätter in ausgezogenem Zustande einander
noch ein wenig übergreifen, weil bei stumpfem Aneinanderstofsen Luft durch die entstandene
Spalte eindringen würde. Das 'Ende jedes Blatttheiles enthält dabei an der von der Anfangskante
des folgenden Blatttheiles überdeckten Stelle eine Reihe Löcher, womit der
dichte Anschlufs je zweier einander folgender Theile durch Ansaugung erzielt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Führungseinrichtung an mechanischen Musikwerken zum Abspielen fächerartiger, Notenschablonen von Art der unter No. 51286 geschützten, welche gekennzeichnet ist durch:a) einen mit schräger Fläche gegen alle Fächerblätter, diese, mit Ausnahme des untersten, zurückhaltend, sich legenden Arm (d);b) eine schräge Leitfläche (#/, Fig. 1; k, Fig. 6) in Zusammenwirkung mit einer Abstufung (bei t oder h z) zur Sicherung der gegenseitigen Unterordnung der Blätter, wobeic) eine Stütze (x) bezw. der Deckelaufsatz (e) als Träger des Blockes, sowie als Gegenhalt für die abgespielten Blatttheile dienen kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53842A true DE53842A (de) |
Family
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