DE538385C - Einrichtung zur Regelung von Lichtbogenoefen - Google Patents

Einrichtung zur Regelung von Lichtbogenoefen

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DE538385C
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    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/02Details
    • H05B7/144Power supplies specially adapted for heating by electric discharge; Automatic control of power, e.g. by positioning of electrodes
    • H05B7/148Automatic control of power
    • H05B7/156Automatic control of power by hydraulic or pneumatic means for positioning of electrodes
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Regelung von Lichtbogenöfen, bei denen für die Elektrodenbewegung hydraulische Druckzylinder Verwendung finden.
Die hydraulischen Stellzylinder für die Elektroden von Lichtbogenöfen wurden bisher durch elektrohydraulische Stromrelais in Abhängigkeit vom Elektrodenstrom gesteuert. Die Änderung der Lage des Magnetkernes des Regelorgans wurde dazu ausgenutzt, um Steuerschieber für das Druckwasser des Elektroden-Stellzylinders zu betätigen. Zum Betrieb der Regeleinrichtung war Druckwasser oder eine andere Druckflüssigkeit von 5 bis 10 atü erforderlich, das in einer besonderen Druckanlage erzeugt wurde.
Die elektrohydraulischen Relais und die einer beständigen Abnutzung unterworfenen Steuerschieber kommen nun durch die Erfin-
ao dung in Fortfall. Ebenso sind besondere Aggregate für die Druckflüssigkeit nicht mehr nötig, so daß die neue Regeleinrichtung gegenüber den bisher bekannten eine Vereinfachung erfährt, ohne daß die Regelgenauigkeit beeinträchtigt
as wird.
Gemäß der Erfindung erfolgt die Verstellung der Elektroden dadurch, daß die Plunger der Stellzylinder für die Elektroden unmittelbar durch Treibapparate gesteuert werden, deren Antriebsmotor in bekannterWeise inAbhängigkeit vom Elektrodenstrom selbsttätig reguliert wird.
Die Regulierung des Antriebsmotors in Abhängigkeit vom Elektrodenstrom kann beispielsweise nach Patent 466 380 bzw. 474 814 erfolgen, indem der Motor durch eine Steuerdynamo in Leonardschaltung gespeist wird.
Die Erfindung sei an Hand beiliegender Zeichnung, die verschiedene Ausführungsbeispiele in schematischer Darstellung wiedergibt, näher erläutert.
Der Plunger B des Stellzylinders A, der einfachwirkend ausgebildet ist, wird in der Weise gesteuert, daß er, unter Druck gesetzt, eine Aufwärtsbewegung der Elektrode E herbeiführt, während die Abwärtsbewegung durch das Eigengewicht der Elektrode erfolgt, wobei der Druck im Stellzylinder entsprechend vermindert wird. Wird der Motor C des Treibapparates P beispielsweise bei hohem Elektrodenstrom auf Heben gesteuert, so wird der Kolben des Treibapparates in Pfeilrichtung (Abb. 1) bewegt, und der Plunger des Stellzylinders A wird nach abwärts gedrückt, so daß die Elektrode angehoben wird. Bei zu geringem Elektrodenstrom bewegt der Motor C den Kolben des Treibapparates über Ritzel und Zahnstange in entgegengesetzter Richtung. Dabei wird die Druckflüssigkeit durch das Eigengewicht der Elektrode in den Treibapparat gedrückt, der Plunger B bewegt sich nach aufwärts, so daß die Elektrode E gesenkt wird.
Nach Abb. 2 erfolgt die Verstellung der Elektroden über einen doppeltwirkenden Stellzylinder A1, wobei das Gewicht der Elektrode E1 ausbalanciert ist. Sowohl das Heben als auch das Senken der Elektrode erfolgt hier mittels der Druckflüssigkeit.
Infolge der beim Schmelzprozeß eintretenden Zustandsänderungen des Einsatzgutes kann z. B. eine Verstellung der Elektroden mit verschiedenen Geschwindigkeiten zwecks Gleichhaltung des gewünschten Schmelzstromes notwendig werden. So wird man in der ersten Zeit der Schmelzung (beim Einschmelzen) mit größeren Geschwindigkeiten arbeiten als während des anschließenden Raffinationsprozesses.
ίο Zwecks Erreichung verschiedener Hubgeschwindigkeiten der Elektrode je nach Fortgang des Schmelzprozesses kann durch Veränderung der Felderregung die Tourenzahl des Antriebsmotors verändert werden. Es kann aber auch diesem Zwecke die Einrichtung gemäß Abb. 3 dienen, nach der der Motor C3 abwechselnd auf einen Treibapparat S1 mit geringerem Kolbendurchmesser zur Erreichung einer geringeren Elektrodengeschwindigkeit oder auf einen Treibapparat B2 mit größerem Kolbendurchmesser zwecks Erzielung einer höheren Geschwindigkeit einwirkt. Durch Lösen der Kupplungen K1 bzw. K2 und durch Absperren der entsprechenden Zuleitung zum Stellzylinder mittels Ventile o. dgl. kann entweder der Treibapparat JS1 oder B2, gegebenenfalls auch zwangsläufig, abgeschaltet werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zur Regelung von Lichtbogenofen mittels elektrohydraulischer Einrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Plunger der Stellzylinder für die Elektroden unmittelbar durch Treibapparate gesteuert werden, deren Antriebsmotor in Abhängigkeit vom Elektrodenstrom selbsttätig reguliert wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Plunger der Stellzylinder wechselseitig über mehrere, z. B. über zwei Treibapparate mit verschiedenem Kolbendurchmesser von dem Antriebsmotor betrieben werden.
.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930538385D 1930-07-26 1930-07-26 Einrichtung zur Regelung von Lichtbogenoefen Expired DE538385C (de)

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