DE538263C - Malunterlage fuer OElgemaelde - Google Patents

Malunterlage fuer OElgemaelde

Info

Publication number
DE538263C
DE538263C DE1930538263D DE538263DD DE538263C DE 538263 C DE538263 C DE 538263C DE 1930538263 D DE1930538263 D DE 1930538263D DE 538263D D DE538263D D DE 538263DD DE 538263 C DE538263 C DE 538263C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
painting
oil paintings
painting pad
oil
fibrous
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930538263D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bakelite Corp
Original Assignee
Bakelite Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bakelite Corp filed Critical Bakelite Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE538263C publication Critical patent/DE538263C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44DPAINTING OR ARTISTIC DRAWING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PRESERVING PAINTINGS; SURFACE TREATMENT TO OBTAIN SPECIAL ARTISTIC SURFACE EFFECTS OR FINISHES
    • B44D3/00Accessories or implements for use in connection with painting or artistic drawing, not otherwise provided for; Methods or devices for colour determination, selection, or synthesis, e.g. use of colour tables
    • B44D3/18Boards or sheets with surfaces prepared for painting or drawing pictures; Stretching frames for canvases

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Maiunterlage für Ölgemälde In der Kunst der Ölmalerei vermißt man bis jetzt ein Material, auf dem die Bilder gemalt werden und das die Fähigkeit besitzt. die Bilder gegen die durch Zeit, Klima und tierische Lebewesen verursachten Schäden zu schützen. Die Geschichte zeigt uns, daß die bisherigen Versuche zur Erreichung dieses Zweckes zu keinem befriedigenden Erfolg geführt haben, da alle bisher bekannten Malunterlagen für Ölgemälde wesentliche Nachteile zeigten.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß man zum Malen der Bilder starre Unterlagen verwendet, die aus faserigem Material, wie z. B. Papier, Gewebe u. dgl. hergestellt und mit Hilfe eines unschmelzbaren synthetischen, harzartigen Materials verarbeitet oder imprägniert sind, das aus Phenolen und Aldehyden besteht. Derartige Stoffe sind unter der Bezeichnung Phenolharze im C-Zustand bekannt. Sie gewährleisten große Härte und Festigkeit sowie vorzüglichen Widerstand gegen Witterungseinflüsse, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Infolge ihrer chemischen Widerstandsfähigkeit hat man bei ihrer Verwendung eine dauerhafte, unzerstörbare Unterlage für die auf ihnen in 01 gemalten Bilder, Portraits, Landschaften, Gestalten usw. Versuche haben auch bewiesen, daß diese Stoffe sich gegen alle in der Malerei verwendeten Arten . von Ölen, Farbstoffen, Terpentinöl, Lösungen und Lösungsmitteln inert verhalten. Außerdem besitzt die Oberfläche derartiger Unterlagen ausgezeichnete Adhäsionskraft für die Farbe nach dem Trocknen. Für das Auftragen der flüssigen Farbe mit dem Pinsel ist sie in gleichem Maße gut geeignet. Ebenso läßt sie jede-Nachbehandlung, wie Glätten, Korrigieren und Überziehen zu. Firnisse, mit denen man Ölbilder auf den beschriebenen Unterlagen überzieht, neigen bedeutend weniger zur Rißbildung als bei Verwendung anderer Unterlagen, die unter Witterungseinflüssen sich merklich zusammenziehen oder ausdehnen.
  • Geeignete synthetische harzartige Substanzen für den vorliegenden Zweck werden durch die Einwirkung von Phenolen und Aldehyden in bekannter Weise hergestellt. Die Herstellung der gemäß der vorliegenden Erfindung verwendeten Malunterlagen aus härtbaren Kunstharzen und faserigen Füllstoffen erfolgt in an sich bekannter Weise, indem man die härtbaren Kunstharze mit Papierbahnen, Papierbrei, Holzmehl oder anderem faserigen Material oder mit Geweben oder gewebten Stoffen vereinigt und zu künstlichen Massen, Platten o. dgl. verpreßt. Man vermischt die Resinoide mit faserigem-Material in geeigneten Mengenverhältnissen, die' in weiten Grenzen variiert werden können, und verarbeitet sie in geheizten hydraulischen Pressen zu Platten von geigneter Größe und Form. Man kann z. B. poröse Pappe oder Papierbrei mit Resinoiden im A-Zustand in Form von Flüssigkeiten oder Lösungen imprägnieren, dann die imprägnierten Päppen trocknen und der Einwirkung von Hitze oder Hitze und Druck zwischen den Platten einer beheizten hydraulischen Presse aussetzen. Hierbei werden sie gehärtet und in unschmelzbare Produkte von großer Härte und Festigkeit übergeführt.
  • Noch vorteilhafter geht man vor, wenn man die Papierbahnen, Gewebe oder gewebten Stoffe, wie z. B. Baumwollbahnen oder Leinwand, mit flüssigem oder gelöstem A-Resinoid überzieht oder imprägniert, dann bei mäßiger Temperatur trocknet, mehrere auf diese Weise behandelte Bahnen Papier oder Gewebe aufeinanderlegt und sie in der beheizten hydraulischen Presse härtet.
  • Man kann auch das harzartige Material in noch thermoplastischem Zustande dem Papierbrei einverleiben, ehe man ihn zu Bahnen verarbeitet, so daß die erhaltenen Bahnen die gleichen chemischen Substanzen enthalten, die unter weiterer Anwendung von Hitze und Druck in einer beheizten Presse bis zum harten unschmelzbaren Zustand gehärtet werden können. Man kann hierbei entweder eine einzelne dicke Schicht verwenden oder mehrere Bahnen aufeinanderlegen, so daß man jede gewünschte Dicke erzielen kann.
  • Die festesten Erzeugnisse erhält man, wenn man an Stelle von Papier o. dgl. imprägnierte Gewebebahnen verwendet. Diese Produkte sind derartig fest, daß schon Durchmesser von 3 oder 6 mm für große Flächen genügen.
  • Beim Pressen oder Formen in der hydrau= lischen oder sonstigen Presse kann man die Bahnen mit gleichmäßigen Kanten herstellen, die dann in der üblichen Weise wie Leinwand oder Holz eingerahmt werden können. Die vorliegende Erfindung gestattet aber auch die Verwendung von in geeigneter Weise hergestellten Formen; so daß Rahmen und Malfläche in' demselben Arbeitsgang geformt werden können. Auf diese Weise wird die unzerstörbare Malunterlage mit einem eigenen Rahmen versehen und ist malfertig. Rahmen und Malunterlage kann man aus demselben oder aber auch aus verschiedenem Material formen. Der mit Zier Malunterlage vereinigte Rahmen kann während des Formens mit Befestigungsmitteln, wie z. ß. Haken, Osen, Vertiefungen, Ketten, Metallschnüren usw., versehen werden, die ein bequemes Aufhängen oder Aufstellen an Wänden oder in Galerien oder Wohnungen oder sonstwie ermöglichen.
  • Eine weitere Verbesserung besteht darin, daß man die zu benutzende Fläche einer Vorbehandlung unterwirft, um sie für die Aufnahme der Farbe geeigneter zu machen und gleichzeitig eine bessere künstlerische Wirkung zu sichern. Dies wird dadurch erreicht, daß man die Oberfläche genügend aufrauht durch Reiben, Behandeln mit Sandgebläse oder Sandpapier, oder . indem man in der Form. oder auf der Metallplatte der hydraulischen Presse eine rauhe Fläche verwendet, die mit der Malunterlage in Berührung kommt. Man kann eine rauhe Fläche auch dadurch erzeugen, daß man der Oberflächenschicht ein faseriges Gewebe einverleibt. Eine faserige oder aufgerauhte Fläche kann man auch-dadurch erhalten, daß man auf oder in der Nähe der Oberfläche mehr faseriges Material verteilt oder indem man auf der Oberfläche eine rauhe Gewebebahn verwendet.
  • An Stelle der härtbaren Phenolaldehydharze kann man auch andere ähnliche synthetische Harze, z. B. Glyzerin-Phthalsäureharze oder härtbare Harze, aus Harnstoffen oder Thioharnstoffen und Formaldehyd verwenden sowie allgemein alle gehärteten, ünschmelzbaren harzartigen Produkte, die die nötige Widerstandsfähigkeit gegen chemische Mittel, Lösungsmittel, Farben und Sonne aufweisen und atmosphärischen Einflüssen gegenüber unempfindlich sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anwendung von Platten aus gehärteten Kunstharzen und faserigen Füllstoffen als Malunterlage für Olgemälde.
DE1930538263D 1930-04-18 1930-04-18 Malunterlage fuer OElgemaelde Expired DE538263C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE538263T 1930-04-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE538263C true DE538263C (de) 1931-11-12

Family

ID=6558056

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930538263D Expired DE538263C (de) 1930-04-18 1930-04-18 Malunterlage fuer OElgemaelde

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE538263C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102007062941B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Laminats
DE20317527U1 (de) Fußbodenpaneel
DE2940512A1 (de) Verfahren zur herstellung eines ein dekor aufweisenden gegenstandes
DE7538218U (de) Dekorativer schichtstoffabschnitt
DE561688C (de) Verfahren zur Herstellung von gestrichenem Kunstdruckpapier
DE2135072A1 (de) Verfahren zur erzeugung hochglaenzender oberflaechen von dekorpapieren
DE2457618C3 (de) Verfahren zum Erzeugen eines Kontrastmusters auf einer Platte und gemusterte Platte
DE1794235C3 (de) Praegeeinlage und Verfahren zu deren Herstellung
DE2357831C2 (de) Verfahren zum Herstellen einer mehrfarbigen Reliefdekorschicht und das dabei erhaltene Produkt
DE2604915A1 (de) Verfahren zur herstellung eines dem druckbild entsprechende poren oder strukturen aufweisenden sogenannten fertigeffektfilmes
DE538263C (de) Malunterlage fuer OElgemaelde
AT351744B (de) Holzspanplatte mit einem kratzfesten, vorzugs- weise auch dekorativen ueberzug und verfahren zu deren herstellung
DE2234068A1 (de) Verfahren zur herstellung von auf der oberflaeche mit profilierten musterungen versehenen gegenstaenden, beispielsweise tafeln oder platten, aus verformbarem material im wege der schlagruettelung und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE635197C (de) Verfahren zur Herstellung von Deckschichten
DE102004054828A1 (de) Verfahren zum bildhaften Färben von Leder
DE599488C (de) Verfahren zur Herstellung von verpressbaren Materialien und Presskoerpern daraus
DE2504144A1 (de) Verpressbarer schichtstoff, daraus hergestellter formkoerper, sowie verfahren zur herstellung beider
DE2525992C3 (de) Verfahren zum Herstellen beschichteter oder lackierter Formkörper
DE1504385A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Faserschichtung
CH230950A (de) Verfahren zur Herstellung einer Oberschicht auf Flächen.
DE2232847B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Dekorpapieren aus mit Aminoplastharzen getränkten und dekorseitig mit Lackharz beschichteten Trägerbahnen
AT137002B (de) Verfahren zur Herstellung von Deckschicten aus Carbamid-Aldehyd-Kondensationsprodukten.
DE909073C (de) Verfahren zur Veredlung der Oberflaechen von Pappe, Holzfaser-, Holzspan- und Sperrholzplatten u. dgl. flaechigen Faserstofferzeugnissen mittels Kunstharzen
AT126135B (de) Materialverbindung.
DE575463C (de) Verfahren zur Herstellung von flachen Gegenstaenden mit Intarsien