DE53755C - Schiefsscheibe mit elektrischem Läutewerk - Google Patents

Schiefsscheibe mit elektrischem Läutewerk

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DE53755C
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Germany
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center
cylinder
disc
electric bell
piston
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT53755D
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English (en)
Original Assignee
H. G. A. KÖHLER in Hamburg, Alter Steinweg 57
Publication of DE53755C publication Critical patent/DE53755C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41JTARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
    • F41J5/00Target indicating systems; Target-hit or score detecting systems
    • F41J5/24Targets producing a particular effect when hit, e.g. detonation of pyrotechnic charge, bell ring, photograph

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Schiefsscheibe, welche vorzüglich dazu geeignet ist, für Schiefsübungen im Zimmer zu dienen; dieselbe nimmt wenig Platz ein und ist einfach und dauerhaft gearbeitet. Die Scheibe kann auf einem Stativ bezw. einem Tisch oder an der Wand angebracht werden. Ein elektrisches Läutewerk tritt für eine bestimmte längere oder kürzere Zeit in Function, sobald das Centrum getroffen wird, und wird unterbrochen, um dem Schützen anzuzeigen, dafs nun die Scheibe oder vielmehr das Centrum der Scheibe wieder für einen neuen Schufs bereit ist. Als elektromotorische Kraft für das Läutewerk dient ein Trockenelement, welches, wenn ein Stativ an-, gewendet wird, zweckmäfsig in dem Dreifufs des Stativs aufgehängt wird, um der Scheibe einen festen, sicheren Stand zu verleihen. Sobald die Scheibe aber ohne Stativ gebraucht wird, wird das Element auch mit auf der Rückseite der Scheibe untergebracht und dient dann gleichfalls als Gewicht.
Die Scheibe kann sowohl für Bolzen als für Kugeln benutzt werden; zu diesem Zwecke' sind die Scheibenteller, welche aus Holz oder anderem geeigneten Material hergestellt sein mögen, auswechselbar, man kann daher, wenn nur auf Kernschufs mit Kugeln geschossen werden soll, die Holzteller herausnehmen, um dieselben zu schonen, sowie auch nach Belieben durch andere Teller ersetzen.
In beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 die Gesammtanordnung der Scheibe im Schaubild, und zwar ist α der auswechselbare Scheibenteller aus Holz oder dergleichen, welcher durch Schrauben d in dem Eisen- oder Blechrand b, der auf dem oberen Theil des Stativs festsitzt, gehalten wird; diese Schrauben dienen auch dazu, die auswechselbaren Teller genau concentrisch zu dem sitzenbleibenden Centrum einzustellen. Das Centrum c wird nämlich durch einen Metallcylinder gebildet, welcher in der Rückwand e der Scheibe in einer Führungshülse f gleitend gelagert ist und aus einer Durchbohrung des Holztellers ca. 1 bis 2 cm hervorragt. Der Rand b der Scheibe ist durch Schrauben an dem Obertheil ν des Stativs befestigt, welcher in dem Untertheil w in Auf- und Abrichtung verschoben und in beliebiger Höhe durch die Schraube u festgestellt werden kann, χ ist das Trockenelement undyyx sind die Leitungsdrähte nach dem Läutewerk. 0 ist eine Schnur, durch welche, wie in Fig. 6 dargestellt, der Contact von Hand ausgelöst werden kann.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht der Scheibe und zeigt die Befestigung der auswechselbaren Holztellerscheiben α durch die Schrauben d:
Fig. 3 zeigt die Rückseite der Scheibe mit der elektrischen Läutevorrichtung im Grundrifs; es ist hier wieder c der Metallcylinder oder das Centrum, k ist ein Anschlag, welcher der Deutlichkeit wegen nicht ganz dargestellt ist, da er sonst den Cylinder c verdecken würde, q ist die Glocke, r der Hammer, s s der kleine Elektromagnet, der den Hammer in Bewegung setzt, sobald er bei einem Schlufs der Contactfedern t t1 erregt wird. Der Contact ist hier als offen gedacht (s. auch Fig. 6); yy1 sind die nach dem Element führenden Drähte und \ ist die zurückgeschlagene Blechkapsel, die den ganzen Mechanismus einzu-
schliefsen bestimmt ist und dann durch einen Haken ^1 gehalten wird.
Fig. 4 und 5 zeigen einen Verticalschnitt durch den Scheibenobertheil mit dem Cylinder c und der zugehörigen Contacteinrichtung, um das Läutewerk in Betrieb zu setzen und dann nach Verlauf einer beliebig regulirbaren längeren oder kürzeren Zeit wieder auszurücken. Der Cylinder c oder das Centrum der Scheibe besitzt vorn an der Stirnseite, sowie hinten an der Rückseite ringförmige Ansätze, die an den hohlen Cylinder angeschraubt sind und die Verschlussdeckel desselben bilden und verhüten, dafs der Cylinder aus der Führungshülse f herausgeschleudert werden kann. Der hohle Cylinder birgt in seinem Innern am vorderen Ende eine Spiralfeder g (Fig. 4 und 5), welche bestrebt ist, den Kolben h im Hintertheil des Cylinders zurückzudrängen, wodurch die Kolbenstange i, die durch eine Durchbohrung der hinteren Bodenplatte des Cylinders geführt ist, gegen den Anschlag k stöfst und infolge dessen den Cylinder nach.vorn schiebt, so dafs das vordere Ende aus der Scheibe heraustritt. / / und m m sind grofse Oeffnungen und η η sind Klappen aus feinem Leder, die nach innen schlagen, für gewöhnlich aber die Oeffnungen m m verschliefsen. Trifft nun ein Geschofs das Centrum oder den Cylinder c, so prallt derselbe augenblicklich zurück und gelangt aus der Stellung der Fig. 4 in diejenige der Fig. 5, wodurch, wie ersichtlich, ein Contact geschlossen und das Läutewerk in Betrieb gesetzt wird. Zugleich aber verdrängt der Kolben h die Luft aus dem vorderen Theil des Cylinders, welche durch die weiten Oeffnungen // momentan entweichen kann. Der Raum hinter dem Kolben füllt sich aber ebenso schnell mit Luft, indem die Klappen η η sich öffnen. Hierdurch ist nun aber gleichzeitig auch die Feder g gespannt worden; dieselbe hat demnach jetzt die Tendenz, sich wieder auszudehnen, was aber nur allmälig geschehen kann, da der Raum hinter dem Kolben h mit Luft angefüllt ist und die Klappen η die weiten Oeffnungen m geschlossen haben, so dafs die eingeschlossene Luft nur durch kleine "Durchbohrungen, welche in den Lederklappen selbst sich befinden, allmälig entweichen kann, was einen gewissen Zeitraum beansprucht, um den Cylinder wieder in die Anfangslage zurückzuführen, wodurch der Contact aufhört und das Läutewerk unterbrochen wird. Die Scheibe ist dann wieder für einen neuen Schufs bereit.
Je nachdem man eine stärkere oder schwächere' Feder anwendet, kann man die Läutedauer des Werkes, variiren.
Das langsame Zurückgehen des Cylinders c kann auch dadurch erfolgen, dafs die Kolbenstange auf dem Rückwege ein Windflügelrad von bekannter Construction in Bewegung setzt, und welches dann gröfser oder kleiner gewählt werden kann.
Fig. 6 stellt eine andere Form der Ausrückvorrichtung dar; dieselbe erfolgt hier von Hand durch einen zweiarmigen Hebel ρ mit Uebergewicht p1, der vermittelst eines Seiles 0, welches nach dem Schiefsstand hingeleitet sein mag, den Cylinder c beim Anziehen des Seiles vorwärts drückt und beim Nachlassen desselben durch das Uebergewicht p1 zurückfällt, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist; die Feder g im Innern des Cylinders oder der bewegliche Kolben mag dann herausgenommen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine tragbare Schiefsscheibe mit fest damit verbundenem elektrischen Läutewerk, das auf der Rückseite der Scheibe angebracht ist und durch einen Kernschufs (d. h. einen das Centrum treffenden Schufs) in Thätigkeit tritt, dadurch, dafs das bewegliche Centrum, (c) unter dem Stofs des Geschosses zurückweicht und einen Contact ft tl) schliefst, der darauf nach Verlauf einer beliebigen längeren oder kürzeren Zeit entweder selbstthätig (durch den Druck einer Spiralfeder (g) auf einen Kolben (h) im Innern des hohlen Cylinders und eine Luftauspressung bezw. durch Windflügel u. s. w.) oder von Hand (durch eine Schnur (o) vom Schiefsstande aus) ausgelöst werden kann, wodurch das Läuten unterbrochen wird und das Centrum in die Anfangslage zurückgeht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT53755D Schiefsscheibe mit elektrischem Läutewerk Expired - Lifetime DE53755C (de)

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