DE536649C - Herstellung von Erdalkalichloriden und Schwefeldioxyd aus Eradlkalisulfaten - Google Patents

Herstellung von Erdalkalichloriden und Schwefeldioxyd aus Eradlkalisulfaten

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DE536649C
DE536649C DEB129842D DEB0129842D DE536649C DE 536649 C DE536649 C DE 536649C DE B129842 D DEB129842 D DE B129842D DE B0129842 D DEB0129842 D DE B0129842D DE 536649 C DE536649 C DE 536649C
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Germany
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alkaline earth
sulfur dioxide
chlorides
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sulfates
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DEB129842D
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Wladimir Spatieff
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BAYERISCHE STICKSTOFFWERKE AKT
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BAYERISCHE STICKSTOFFWERKE AKT
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/20Halides
    • C01F11/24Chlorides
    • C01F11/28Chlorides by chlorination of alkaline-earth metal compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Herstellung von Erdalkalichloriden und Schwefeldioxyd aus Erdalkalisulfaten Bekanntlich beruht die Gewinnung der Erdalkalichloride aus den Sulfaten derselben darauf, daß die schwefelsauren Salze durch glühende Kohle in Sulfide übergeführt werden, welche sich dann durch Behandlung mit Salzsäure leicht in Chloride umsetzen lassen.
  • Nach einem anderen Vorschlage wird Chlorbarium auf die Weise hergestellt, daß ein Gemisch von Schwerspat und Kohle auf goo° erhitzt und bei dieser Temperatur mit Chlor behandelt-wird, wodurch man neben Chlorbarium ein chlorschwefelhaltiges Gasgemisch erhält, dessen Aufarbeitung unerwünschte Schwierigkeiten macht.
  • Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß die Umwandlung von Erdalkalisulfaten in Chloride in einfacher und sehr vorteilhafter Weise bei wesentlich tieferen Temperaturen erfolgt, wenn Chlor auf ein Gemisch des Erdalkalisulfats mit aktiver Kohle oder einem gleich wirksamen kohlenstoffhaltigen Reduktionsmittel zur Einwirkung gebracht wird. Die Reaktion ist dann im Temperaturgebiet von 3oo bis 75o° mit guten Ausbeuten durchführbar.
  • überraschenderweise ergab sich, daß bei der vorerwähnten Arbeitsweise im Gegensatz zu bisher bekannten Verfahren nur sehr wenig oder kein Schwefelchlorür entsteht, so daß die Abgase außer evtl. vorhandenem überschüssigen Chlor nur Schwefeldioxyd, geringe Mengen Phosgen (2 bis 3 %), Kohlenoxyd und Kohlensäure enthalten und daher in sehr einfacher Weise aufgearbeitet werden können.
  • Der Unterschied des neuen gegenüber dem bekannten Verfahren geht aus folgenden Vergleichsversuchen hervor: Ausgangsmaterial bei beiden Versuchen io g Bariumsulfat -[- i g Grudekoks.
    Zu Sulfat Abgaszusammensetzung
    Temperatur umgesetztes außer Cl,
    Chlorid
    z. 700° 97,8 °o S02, Kohlensäure, Kohlenoxyd,
    wenig Phosgen, Spuren elemen-
    tarer S, kein S2 C12
    2. 90o° 49,7% 2,24 g (S2 C12 + S C14) Kohlen-
    oxyd, wenig Kohlensäure
    Die Reaktion i verläuft nach den Gleichungen Ba S 04 + 2 C + C12 ` Ba C12 --E- S02 -f- 2 C O (2) Ba S 04 + C -(- Cl,- __ Ba C12 + S 02 + C02 Die Reaktion 2 verläuft nach der Gleichung 2BaS04+8C+3C12-2BaC12+S2C12+8C0 (3) Aus den Versuchen ergibt sich, daß bei Temperaturen bis zu 750° erstens kein Schwefelchlorür auftritt und zweitens viel weniger Kohlenstoff zur Reduktion erforderlich ist als beim Arbeiten mit hoher Temperatur, so daß nach dem Verfahren der Erfindung eine erhebliche Kohlenersparnis erzielt wird. - Es genügt, wenn auf i Mol Sulfat :2 Mole Kohlenstoff oder wenig darüber zur Anwendung gebracht werden.
  • Als Reduktionsmittel eignen sich aktive Kohlen aller Art, Holzkohle, Torfkokse Tieftemperatur und Schwelkokse u. a., sowie Stoffe, die unter den Reaktionsbedingungen solche liefern, wie Holzkohle, Sägespäne, entsprechende Kohlearten u. dgl.
  • Durch die Anwendung aktiver Kohle bzw. gleich wirksamer Reduktionsmittel wird die Reaktionstemperatur außerordentlich gesenkt. Während eine -istündige Behandlung eines Gemisches von 8 Gewichtsteilen Naturschwerspat und 2 Gewichtsteilen westfälischem Koks (gepulvert) bei 5oo° eine Umsetzung von nur 2,80/" ergab, wurden bei Ersatz des Kohlepulvers durch Kiefernholzkohle unter den gleichen Bedingungen 36,8°/o zu Chlorid umgesetzt. Bei längerer Behandlung wurden höhere Umsetzungen erzielt. Beispielsweise ergaben . i oo Teile Gips mit 6 Teilen Holzkohle vermischt nach 3-bis 4.stündigerBehandlung mit Chlor bei 5oo bis 55o° 85°/o CaCl2; oder ioo Teile Schwerspat ergaben mit ¢ Teilen Kohle nach 5 stündiger Behandlung mit Chlor bei Temperaturen von 5oo bis 550° über 92 °/o Chlorbarium, neben der äquivalenten Menge Schwefeldioxyd.
  • Die Reaktionsprodukte werden ausgelaugt und die Lösung auf MeII C12 verarbeitet. Der Rückstand kann auf die Ausgangsmischung ergänzt werden und reagiert dann bei erneuter Behandlung meist noch besser als eine ganz neue Mischung, da die Gegenwart von Chloriden starker Basen im Reduktionsmittel offenbar günstig ist. Da ferner die Reaktionsgeschwindigkeit zu Beginn wesentlich größer ist als später, ist es unter Umständen sehr vorteilhaft, in i bis 2 Stunden 6o bis 75 °/o des Sulfats zu Chlorid umzusetzen, auszulaugen und den Rückstand nach Ergänzung auf die Ausgangszusammensetzung wieder zu behandeln.
  • Die Reaktion wird durch Katalysatoren, Schwermetallsalze, Verbindungen des Eisens, Aluminiums u: a. - beschleunigt; -desgleichen durch Bewegen des Reaktionsgutes während der Reaktion.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Herstellung von Erdalkalichloriden und Schwefeldioxyd durch Behandlung von Erdalkalisulfaten in Gegenwart von Kohle mit Chlor bei Temperaturen von 3oo bis 75o° C.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf i Mol Sulfat 2 Mole Kohlenstoff oder wenig darüber zur Anwendung gebracht werden.
DEB129842D 1927-02-20 1927-02-20 Herstellung von Erdalkalichloriden und Schwefeldioxyd aus Eradlkalisulfaten Expired DE536649C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3038796A (en) * 1959-02-27 1962-06-12 Magnesium Elektron Ltd Production of anhydrous barium chloride

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US3038796A (en) * 1959-02-27 1962-06-12 Magnesium Elektron Ltd Production of anhydrous barium chloride

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