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Uhr zum Überwachen von Strahlenbehandlungen Die bisher bekannten Uhren
zum überwachen von Strahlenbehandlungen senden am Schluß der Behandlungszeit ein
Signal aus, welches das Ende der Strahlenbehandlung anzeigt und sodann vom Arzt
oder auch automatisch abgestellt wird.
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Die erfindungsgemäße Uhr soll, darüber hinausgehend, auch mehrere
aufeinanderfolgende, ungleiche Bestrahlungszeiten durch vom Endsignal deutlich,
z. B. durch ihre Dauer, unterscheidbare Zwischensignale anzeigen. Kurze Signale
geben dann dem Patienten das Zeichen, daß nunmehr, entsprechend der vorher vom Arzt
gegebenen Weisung, eine andere Körperregion der Bestrahlung auszusetzen ist; ein
ununterbrochenes Signal soll hingegen dem Arzt anzeigen, daß die Bestrahlungszeit
zu Eiide ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß der Arzt nur auf ein einziges
Signal, das Endsignal, zu achten hat, während der Patient oder sein Wärter nur auf
die Zwischensignale Rücksicht nehmen muß.
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Das Aussenden von Zwischensignalen wird gemäß der Erfindung dadurch
bewirkt, daß an der Uhr zwischen Endkontakt und Anfangslage Zwischenkontakte vorgesehen
sind, die den Signalkreis kurzzeitig erregen.
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Bei Uhren, die anderen Zwecken als der Strahlenbehandlung dienen,
ist bereits vorgeschlagen worden, statt einem einzigen Signalkontakt mehrere in
ihrer Zeitdauer veränderlich einstellbare Signalkontakte vorzusehen; doch besitzen
diese Uhren keinen Endkontakt, nach dessen Erreiche üPeine Rückstellung des Zeigers
in die :fängslage erfolgt, so daß die bei solchen -Uhren eingestellte Signalfolge
sich unbegrenzt oft, solange das Uhrwerk aufgezogen ist, in periodischen Intervallen
wiederholt. Im Gegensatz dazu besitzt die erfindungsgemäße Uhr im Sinne ihrer Bestimmung
zur L`berwachung von Strahlenbehandlungen einen Endkontakt, so daß bei jeder Verwendung
der Uhr nur eine beschränkte Anzahl von Signalen ertönen kann.
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In den Abb. t und z ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
_ wobei Abb. t eine Außenansicht und Abb. i das Schaltbild zeigt.
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Das antreibende Uhrwerk befindet sich im Gehäuse G. Dieses Werk ist
nach Art einer Stoppuhr ausgebildet und treibt den Zeiger Z, der sich über einem
Zifferblatt bewegt; ein Druck auf den Knopf lt setzt die Uhr in Gang und den Zeiger
von seiner Nullstellung aus in Bewegung; ein weiterer Druck führt den Zeiger wieder
in die Nullstellung zurück und setzt das Uhrwerk außer Betrieb. Das Gehäuse G der
Uhr ist an seinem äußeren Rand mit einem Metallring oder einem Metallbelag r versehen,
der gegen den metallenen Zeiger elektrisch isoliert ist; auf diesem Metallring r
sitzen, wie es an sich auch bei den bekannten Uhren der Fall ist, eine Anzahl verstellbarer
und festklemmbarer metallener Gleitstücke go, g1 . . . ge (Klemmringe, Reiter),
die an eine beliebige Stelle
des kingumfanges verschoben und daselbst
fixiert werden können. Die Gleitstücke endigen in einem zungenförmigen Streifen
b, mit dem der Zeiger Z, wenn er vorbeiläuft, während einer kurzen Zeit in Berührung
kommt. Das Zeigerende ist federnd ausgebildet oder mit. einem bürstenartigen Ansatz
versehen, so daß heim Vberstreichen der Zunge b eine elektrisch leitende Verbindung
zwischen dem Zeiger Z und dem Metallring r hergestellt wird. Das (bei Drehung im
Uhrzeigersinn) letzte Gleitstück g, besitzt neben der Zunge b noch einen daumenartigen
Ansatz n, der über dem Zifferblatt etwas in die Höhe ragt und sich dem Zeiger Z
in den Weg stellt. Der Zeiger Z ist auf einer Triebachse o derart mit Reibung befestigt,
daß er von ihr mitgenommen wird, wenn er einen kleinen Bewegungswiderstand zu überwinden
hat, dagegen, obwohl das Triebwerk weiterläuft, stehenbleibt, wenn er durch einen
großen Widerstand in seiner Bewegung gehemmt wird. Der Metallring r und der Zeiger
Z werden über einen Schalters und eine Signalvorrichtung 0L mit einer Stromquelle
B ver-
bunden (Abb. z). Der Schalters ist zweckmäßigerweise so ausgebildet,
daß er auch die Ein- und Ausschaltung des Lichttherapieapparates besorgt; vorteilhaft
ist es auch, den Schalter in der Uhr unterzubringen und seine Betätigung mit jener
des Knopfes !( zu verbinden.
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Die Handhabung dieser beispielsweise angeführten Konstruktion und
ihre Wirkungsweise ist die folgende: Zunächst werden die Gleitstückego, g1
. . . . g, entsprechend den vorgeschriebenen Zeitintervallen der Bestrahlung
eingestellt und festgeklemmt, wobei g, der Anfangsstellung (Nullstellung), in der
der Zeiger sich vorläufig noch befindet, entspricht, während das letzte Gleitstückge
der Gesamtstrahlungsdauer entsprechend eingestellt wird. Hierauf wird der Knopf
f( gedrückt, wodurch das Uhrwerk samt Zeiger im Gang gesetzt wird; gleichzeitig
wird auch der Schalters geschlossen und der Therapieapparat in Betrieb gesetzt.
Da der Stromkreis der Batterie B bei g" geschlossen ist, wird auch sofort ein kurzes
Glockenzeichen gegeben. Dieser Stromkreis wird beim Weiterlaufen des Zeigers wieder
geöffnet und nur jedesmal, wenn der Zeiger die Zunge b eines Gleitstückes überstreicht,
für kurze Zeit geschlossen, so daß also nach jedem Bestrahlungsintervall ein kurzes
Glockenzeichen ertönt. Am Ende der Gesamtbestrahlungsdauer stößt der Zeiger Z gegen
die Nasen des Gleitstückes g, und bleibt an dieser Stelle, während das Uhrwerk weiterläuft,
auf der Zunge b liegen, so daß ein längeres Signal ertönt, das so lange andauert,
bis der Schalters geöffnet wird, wobei gleichzeitig auch der Therapieapparat außer
Tätigkeit gesetzt wird. Der Zeiger wird in die Anfangsstellung zurückgeführt und
das Uhrwerk außer Gang gesetzt.
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Die Vorrichtung kann auch so ausgeführt werden, . daß der Zeiger Z
bei Beginn der Bestrahlung auf dem Zifferblatt auf den Endpunkt der ganzen gewünschten
Bestrahlungszeit eingestellt wird, worauf er nach der Einschaltung des Bestrahlungsapparates
sich gegen den Nullpunkt zurückbewegt und an den durch die Gleitstücke u bestimmten
Zwischenstellen kurze Signale veranlaßt, am Nullpunkt aufgehalten, aber ein langes
Signal gibt.