DE531708C - Formzeug fuer Brikettpressen - Google Patents

Formzeug fuer Brikettpressen

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DE531708C
DE531708C DEK107488D DEK0107488D DE531708C DE 531708 C DE531708 C DE 531708C DE K107488 D DEK107488 D DE K107488D DE K0107488 D DEK0107488 D DE K0107488D DE 531708 C DE531708 C DE 531708C
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hump
piece
work piece
mold
briquette
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OSWALD KUNSCH FA
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OSWALD KUNSCH FA
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/22Extrusion presses; Dies therefor
    • B30B11/224Extrusion chambers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Formzeug für Brikettpressen Bei der Herstellung von Hausbrand- und Industriebriketten hat man für die Erzeugung von im Querschnitt runden Briketten ein verhältnismäßig einfaches Formzeug anwenden können. Es bestand in seinen wirksamen Teilen aus einem röhrenförmigen geschlossenen Formkanal, durch welchen mittels eines hin und her bewegten Stempels nach Art einer Strangpresse das am Anfang des Kanales absatzweise eingeführte Arbeitsgut gepreßt und am Kanalende ausgestoßen wurde. Dieser Preßkanal wies einfach in seinem mittleren Teil eine Verengung auf, so daß er sich nach beiden Seiten allmählich erweiterte. Die Kanalteile wurden nach entsprechender Abnutzung einfach durch neue Teile ersetzt, ein Nachschleifen war infolge der geschlossenen kreisrunden Querschnittsform nicht angängig, es wäre auch nicht lohnend. gewesen, da die Preßkanäle dieser Einrichtung aus verhältnismäßig billigem Material hergestellt wurden.
  • Anders liegt es bei Pressen für Hausbrand-und Industriebrikette, welche die bekannte Form eines verhältnismäßig flachen Para11e1-epitbedons mit angeschärften Enden bzw. gesch-weiften Seitenkanten oder auch eine würfelartige Form aufweisen. Bei der Herstellung dieser Brikette werden außerordentlich starke Preßdrücke (etwa r q.oo bis r 500 kg/qcm) angewandt. Infolgedessen muß für den die Hauptbeanspruchung aufnehmenden Teil des Preßkanals ein hochwertiges und entsprechend teures Stahlmaterial Anwendung finden, und die Abnutzung ist gleichwohl, insbesondere bei stark aschehaltigen Kohlen, infolge der bedeutenden Flächenreibung eine recht große, so daß im Interesse der Wirtschaftlichkeit die Formteile wiederholt nachgearbeitet, d. h. nachgeschliffen werden müssen.
  • Brikettpressen dieser Art sind bislang schon in der Weise ausgeführt worden, daß die den Preßkanal bildenden Formteile in der Längsrichtung dreiteilig waren. Der erste Teil wurde durch das sogenannte Führungsstück gebildet, in welchem im wesentlichen der Preßstempel sich bewegte, um die durch den Einfüllschacht für Jedes neue Brikett zugeführte Kohle zu erfassen und in das sogenannte Arbeitsstück, den zweiten Kanalteil, einzuführen. Am Ende .dieses zweiten Kanalteiles befand sich eine Verengung des Kanals, der sogenannte Buckel, in dem sich die auf die Breitseiten des zu erzeugenden Briketts wirkenden Kanalflächen, die an der Einführungsstelle beispielsweise eine Entfernung von 6o mm aufweisen, bis auf etwa 52 oder 54 mm nähern. Diese durch sich nähernde Schrägflächen erzeugte Verengungsstelle des Pressenkanals ist in der Praxis allgemein als Buckel bekannt. An den Buckel schloß sich dann das sogenannte Langstück der Presse an, in welchem der Querschnitt sich sehr allmählich und um einen verhältnismäßig geringen Betrag wieder erweiterte. Dadurch wurde- dem innerhalb .des- Buckelteiles besonders starker Pressung"unterw-orfenen Werkstück die Möglichkeit gegeben, sich -unter dem eigenen Innendruck wiederum etwas auszudehnen, und zwar unter dem äußeren Schutz der Führungswände des Langstückes, so daß nicht durch plötzliche, zu starke Expansionen das Werkstück sich selbst zerstörte, indem es auseinandersprang.
  • Die Teilung zwischen dem Arbeitsstück und dem Langstück hat man bisher stets so ausgeführt, daß sie unmittelbar vor Beginn der Verengung, also vor dem Buckel lag. Buckel und Langstück bestanden also aus einem zusammenhängenden Teil. Da nun an der Stelle des Buckels der stärkste Preßdruck auftritt, so muß für ihn das hochwertigste Material Benutzung finden, und da er mit dem ausgedehnten Langstück, das in der Regel eine mehrfache Länge des Arbeitsstückes aufweist, aus einem Stück bestand, so mußte in an sich zweckwidriger'Art auch das sogenannte Langstück aus diesem hochwertigen Stahlmaterial erzeugt werden, und das war in wirtschaftlicher Hinsicht ein erheblicher Nachteil. Die Trennfuge zwischen dem Arbeitsstück und dem Beginn des Buckels war aber auch in technischer Beziehung nachteilig; es ist- bekannt, daß; - sobald ` die Übergangsstellen zwischen den Führungsflächen des Arbeitsstückes und denen des Buckels nicht genau ineinander übergingen, Fehlwirkungen auftraten, indem die gepreßten Brikette Risse und Spalten erhielten. Abweichungen in der Höhenlage der Führungsflächen lassen sich bei: neuen Formstücken (Schwalbungen) durch genaues Bearbeiten zwar leicht vermeiden, die Formteile müssen aber infolge der auch bei bestem Material erheblichen Abnutzung wiederholt nachgeschliffen werden, und sie werden dann innerhalb der Gesamtform mit Blechplatten und sogenanntem Förmlagepapier unterlegt, um die richtigen Abmessungen- innerhalb des Formkanals wieder zu erreichen. --Hierbei hat sich der Übelstand gezeigt, daß sich die Formteile nicht mit der hinreichenden Genauigkeit einstellen. Wenn dabei auch nur äußerlich geringe Verschiedenheiten, etwa von o,5 mm, auftreten, so ist die Folgeerscheinung die erwähnte Spaltbildung im Brikett, die zu Ausschuß führt.
  • Dem angeführten Übelstande wird erfindungsgemäß dadurch vorgebeugt, daß der sogenannte Buckel nicht mehr am Anfang des Langstückes, sondern am Ende des Arbeitsstückes angebracht wird, so daß der Buckel nunmehr mit dem verhältnismäßig kurzen Arbeitsstücke einen zusammenhängenden Teil bildet und dementsprechend erheblich weniger hochwertiges - Stahlmaterial für die Bildung des gesamten Pressenkanals erfordert wird. Ferner fällt dann auch die Möglichkeit fort, daß sich zwischen Arbeitsstück und Buckel, also gerade an der gefährlichsten Stelle, ein merkbarer Spalt oder ein Höhenunterschied zwischen den aufeinanderfolgenden Flächen, also ein Stufe bildet. Da die Teile aus einem Stück bestehen, gehen ihre Flächen unter allen Umständen immer in der gleichen, und zwar richtigen Weise ineinander über.
  • Eine Spalt- oder eine kleine Stufenbildung beim übergang vom Buckel in die Arbeitsfläche des Langstückes ist unbedenklich, weil die Brikette bei der Erreichung des Langstückes ihre größte Pressung bereits erhalten haben. Der Umstand, daß Arbeitsstück und Buckel einteilig ausgebildet sind, ist auch noch insofern günstig, weil infolge des großen Arbeitsdruckes bei den Brikettpressen ein Ausschlagen der bereits nachgearbeiteten und auf Unterlagen ruhenden Formteile auftritt. Dieses- Ausschlagen, wobei die beiden sich gegenüberliegenden Hälften des Arbeitsstückes um ihre nach dem Buckel zu gelegenen Enden schwingen, führte natürlich um so mehr zur Bildung einer Stufe zwischen dem Ende des Arbeitsstückes und dem Anfang des Buckels und damit zur Ausschußbildung. Auch diese Fehlwirkung wird durch die An-Ordnung des--Buckels -,am -Arbeitsstück- beseitigt.
  • Auf der Zeichnung - zeigt Abb. i die gekannte und Abb.-2 die den Gegenstand der Erfindung bildende Bauart des Preßkanals, während Abb. 3 und 4 eine Vorrichtung zur Her- bzw. Fertigstellung der erfindungsgemäß ausgebildeten Arbeitsstücke zeigen, Abb. i zeigt hintereinander das Führungsstück a, das Arbeitsstück b und das Langstück c in den gebrauehlichen Längenverhältnissen.-Im Anschluß an das Arbeitsstück weist das Langstück eine schräg ansteigende Erhöhung, den sogenannten Buckel von der Länge i und der Höhe h auf. - Unmittelbar vor dem durch Engschraffur hervorgehobenen Buckel d befindet 'sich die Stoßfuge e, über welche die auf dem Arbeitsstück vorgepreßten Brikette hinweg auf die Schrägfläche des Buckels d gelangen, wobei bisher die obenerwähnten Spalter 'entstanden. Gemäß Abb. 2 schließt sich an das unveränderte Führungsstück a das Arbeitsstück b' an, das sich von dem Arbeitsstück b nach Abb. i dadurch unterscheidet, daß es in seinem hinteren Teil den Buckel d- mitenthält. Hieran schließt sich dann wieder das Langstück c. Das Arbeitsstück b' ist um die Buckelausdehnung i länger geworden als das Arbeitsstück b, so daß für seine Herstellung entsprechend mehr hochwertiger Stahl gebraucht wird und das neue Arbeitsstück insoweit teurer ausfällt als das letztere. Dafür ist aber das an sich noch wesentlich länger als das neue Arbeitsstück ausfallende Langstück nunmehr aus gewöhnlichem Stahl herstellbar, so daß sich eine bedeutsame Ersparnis herausstellt.
  • Wie in Abb. z angedeutet, wird vorteilhaft die Schräge des Buckels d nicht bis unmittelbar an die Stoßfuge e herangeführt, so daß 'sich auch nicht an dem letzteren der übergang von der Ansteigung in die Waagerechte vorfindet. Das wird ohne Schwierigkeit dadurch erreicht, daß für einen Betrag i' am Ende des Arbeitsstückes eine waagerechte Fläche vorgesehen wird, so daß der Übergang vom Arbeitsstück auf das Langstück ohne Richtungsänderung der zusammenstoßenden Flächen erfolgt. Die Sicherheit zur Veränderung der Entstehung von sogenannten Spaltern wird dadurch noch weiter vergrößert.
  • Nach Abb.3 und q. wird das Arbeitsstück b' beim Schleifen seiner Arbeitsfläche auf einem Tisch g befestigt, der auf dem Maschinengestell k von exzentrischen Tragzapfen in getragen wird. Die Exzenterzapfen stehen durch eine Stange o in Verbindung, und der Hebel p wird durch eine nicht dargestellte Vorrichtung gesteuert. Wird das Arbeitsstück unter der als fest gelagert angenommenen, in Abb.3 in der Anfangsstellung gezeichneten Schleifscheibe s nach links hin bewegt, so wird der Hebel p allmählich so gedreht, daß der Tisch g sich hebt, bis die Buckelfläche erzeugt ist und nunmehr die Schleifscheibe s, wie bisher, bei gleichbleibender Höhenlage des Tisches g die waagerechte Fläche von b' schleift.
  • Abb. q. zeigt eine entsprechende Mittelstellung der Schleifscheibe.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Formzeug für Brikettpressen, bestehend aus Führungsstück, Arbeitsstück und Langstück und einem an der Stoßstelle der beiden letzteren Teile befindlichen Buckel, dadurch gekennzeichnet, daß der Buckel am Ende des Arbeitsstückes ansteigend angeordnet ist.
  2. 2. Formzeug für Brikettpressen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die ansteigende Fläche des am Ende des Arbeitsstückes angeordneten Buckels zum Schluß in eine waagerechte Fläche übergeht.
  3. 3. Vorrichtung zur Herstellung von Arbeitsstücken nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsstück während des Schleifvorganges abhängig von der Tischbewegung der Schleifmaschine, entsprechend seinem zu schleifenden Profil, auf und ab bewegt wird.
DEK107488D 1928-01-13 1928-01-13 Formzeug fuer Brikettpressen Expired DE531708C (de)

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