DE52857C - Vorrichtung für Phonographen zur Beseitigung der Schallaufzeichnungen auf dem mit plastischer Masse überzogenen Phonogrammcylinder - Google Patents
Vorrichtung für Phonographen zur Beseitigung der Schallaufzeichnungen auf dem mit plastischer Masse überzogenen PhonogrammcylinderInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Apparat, um die Schallaufzeichnungen
auf den Registrirtafeln oder Blättern von Phonographen, Graphophonen oder ähnlichen, die
Aufzeichnung von Schall oder Lauten bewirkenden Apparaten zu vertilgen bezw. in der
Weise zu beseitigen, dafs diese Blätter oder Tafeln für wiederholte und ebenso deutliche
Aufzeichnungen benutzt werden können, als wenn neue Tafeln verwendet worden wären.
Bei Maschinen, welche eine Aufzeichnung des Schalles oder von Lauten vornehmen, vollzieht
sich das Verfahren gewöhnlich in der Weise, dafs eine Schallaufzeichnung auf einem
bewegten Cylinder, oder einer anderen Fläche, die mit einer wachsartigen . Masse überzogen
ist, durch Eindrücke mittelst eines Griffels bewirkt wird, der durch ein Diaphragma bewegt
wird, welches wiederum durch die gegen dasselbe gerichteten Schallwellen in Schwingung
gesetzt wird. Der Griffel erzeugt auf der Fläche eine continuirliche Rinne, die jedoch
nach Mafsgabe der Schwingung des Diaphragmas und des durch dasselbe getragenen Griffels verschieden
tief ist; diese verschieden tiefe Rinne bildet die Aufzeichnung, die durch geeignete
Vorrichtungen zur Wiedergabe des Schalles bezw. der Laute benutzt werden kann.
In vielen Fällen ist die Aufzeichnung auf. der Tafel nach Wiedergabe und Ausschreibung
der Aufzeichnung, wie dies gewöhnlich bei der praktischen Benutzung der Maschinen geschieht,
von keinem weiteren Werth und die Cylinder sind in solchen Fällen werthlos und werden
gewöhnlich fortgeworfen, wenn man sie nicht gerade als permanente Aufzeichnung aufheben
will.
Da jeder Cylinder bei den für den praktischen Gebrauch berechneten Maschinen einen
sehr beschränkten Raum darstellt, mufs täglich schon bei gewöhnlichem Geschäftsgang eine
grofse Anzahl solcher Cylinder Anwendung finden, und da nur neue oder frische Cylinder
verwendet werden, ist die Ausgabe nicht unerheblich.
Es ist der Vorschlag gemacht worden, die Tafelfläche nach Vornahme einer Aufzeichnung
auf derselben für wiederholte Benutzung dadurch geeignet zu machen, dafs man den
Wachsbelag bis zur Tiefe des tiefsten Eindruckes abschabt; die Entfernung eines grofsen
Theils des die Aufzeichnung aufnehmenden Materials macht die Tafel zur wiederholten
Aufnahme einer Aufzeichnung in dem Falle ungeeignet, in welchem, durch das. wiederholte
Abschaben die Stärke der Belagschicht derart vermindert wird, dafs der Griffel in die Masse
des Cylinders eindringt und unvollkommene Aufzeichnungen vornimmt. Aufserdem erfordert
dieses Verfahren besondere Maschinen und eine sehr genaue Einstellung des Schabeapparates.
Zweck der Erfindung ist, die Aufzeichnung zu beseitigen und die Cylinderfläche für eine
neue Aufzeichnung geeignet zu machen, ohne die Masse des Flächenüberzuges zu vermindern,
so dafs danach ein einziger Cylinder sehr häufig benutzt werden kann, ehe er untauglich wird.
Nach meiner Erfindung wird mit oder ohne Anwendung besonderer Maschinen genügend
Druck auf die die Aufzeichnung enthaltende Fläche ausgeübt, so dafs die zwischen den
Rinnen stehengebliebenen Rippen breitgequetscht werden und die Rinnen mit dem Wachs dieser
Rippen ausfüllen, bis die ganze Fläche vollkommen glatt ist und eine neue Aufzeichnung
aufnehmen kann.
Bei der praktischen Ausführung 'dieses Verfahrens können sehr verschiedene Vorrichtungen
Anwendung finden. Auf der Zeichnung sind zwei solcher Apparate dargestellt, ohne dafs
indessen die Erfindung auf diese beiden Vorrichtungen beschränkt sein soll.
Fig. ι ist ein verticaler Querschnitt durch einen Theil eines Apparates zur Vornahme von
Lautaufzeichnungen mit Vorrichtungen zur Ausführung des genannten Verfahrens.
Fig. 2 ist ein verticaler Querschnitt durch den Cylinder und einen Aufzeichner bei derjenigen
Lage der Theile, bei welcher gleichzeitig eine alte Aufzeichnung beseitigt und eine
neue erzeugt wird.
Fig. 3 ist die Vorderansicht einer Maschine zur Ausführung meines Verfahrens; die Enden
des Cylinders sind im Schnitt dargestellt, die Aufzeichnung auf dem Cylinderbezug ist zum
Theil beseitigt.
Fig. 4 ist ein verticaler Querschnitt der Linie x-x von Fig. 3.
Fig. 5 ist die Einzeldarstellung des Brückenstückes, wie es gewöhnlich construirt wird,
um die Tiefe zu begrenzen, bis zu welcher der Griffel in den Cylinderbezug eindringt.
Mit Bezug auf die Fig. 1 und 2 ist 1 der
Gestellbock eines unter dem Namen Graphophon bekannten Apparates. Dieser Bock hat
zwei Beine 2, 2, an denen Zugstangen 3, 3 befestigt sind, die nach dem anderen Bock des
Gestelles führen, der in der Zeichnung nicht dargestellt ist.
Der Bock i hat einen mittleren, nach oben gerichteten Arm 4, desr im oberen Theil Lager
für eine mit Gewinde versehene horizontale Welle 5 erhält. Diese Welle ist von einer
Muffe 5' umgeben, die bei 5" offen oder mit Längsschlitz versehen ist. Die Welle 5 wird
mit mäfsiger Geschwindigkeit durch ein Vorgelege 6, 7, 8 auf der anderen Seite des Bockes
angetrieben; das Zahnrad 8 ist durch punktirte Linien bezeichnet und sitzt auf der Hauptwelle
9, die mitten in 'dem Bock 1 gelagert ist. Innen vom Bock trägt die Welle 9 ein
Zahnrad 10, welches mit einem Trieb 11
(punktirt angegeben) auf einer (nicht dargestellten) Welle in Eingriff tritt, die in das eine
Ende eines Aufzeichencylinders 13 pafst und dasselbe trägt.
Das Uebersetzungsverhältnifs zwischen der Antriebswelle 9 der Welle 5 und der Cylinderwelle
ist derart bemessen, dafs die Welle 5 bei jeder Umdrehung des Cylinders einen Aufzeichner um ein Stück nach vorwärts, trägt,
das gleich dem Raum zwischen den Schraubengängen auf der Welle ist. Der Cylinder 13
besteht aus einem Papierkörper 14 und einem Bezug 15 aus Wachsmasse, deren Zusammensetzung
selbst für die Erfindung bedeutungslos ist. Der Aufzeichner, Fig. 1 und 2, besteht im
wesentlichen aus einem ringförmigen Rahmen oder Ring 16, der an der einen Seite ausgeschnitten
ist, um einen nach innen vortretenden ringförmigen Flantsch 17 zu bilden. Die Aussparung
über dem Flantsch ist mit Gewinde versehen, um den Gewindetheil einer Hülse 18
aufzunehmen, deren Rand 19, der das Gewinde hat, stärker ausgebildet ist, um die Kante
eines Diaphragmas 20 an den Rand 17 festzuklemmen, wenn die obere Fläche des Mantels
oder der Hülse 18, der · mittlere Theil als Konus 21 ausgebildet ist, in Flucht mit dem
Rahmen 16 liegt Der Konus 21 läuft in einen kurzen Hals 22 aus, der mit innerem
Gewinde versehen ist, in das sich der Schenkel 23 eines biegsamen Rohres 24 verschrauben
läfst, das mit Mundstück (nicht dargestellt) versehen ist, durch welches die aufzuzeichnenden
Schallwellen aufgenommen werden.
An gegenüberliegenden Punkten sind auf der Unterseite des Rahmens 16 zwei nach unten
vorstehende Säulchen 26, 26 angeordnet, die je einen Längsschlitz 27 haben, durch welchen
eine Schraube 28 geht. Diese Schrauben 28 treten in Muttergewinde an den Enden eines
Brückenstückes 29, welches von einem Säulchen 26 zum anderen reicht, unter dem Diaphragma
20 liegt und nach der Mitte zu schmaler wird, wo es neben dem Griffel 25 einen Ansatz
30 hat. Die durch den Rahmen 16 reichenden Schrauben 31 treten mit ihren unteren
Enden mit der oberen Fläche des Brückenstückes 29 auf der einen Seite der Säulchen 26
in Berührung und dienen als bequeme Vorrichtung zur Regelung und Einstellung der
Entfernung des Brückenstückes 29 von dem Diaphragma 20. Auf der einen Seite des Rahmens 16 ist ein Arm 32 angebracht, an
dessen äufserem Ende ein cylindrischer Schieber 33 vorgesehen ist, so dafs der Aufzeichner/
wie aus der Zeichnung ersichtlich, in geneigter Lage gehalten wird. Der Schieber ist der
Länge nach geschlitzt, so dafs der Cylinder geöffnet und auf die Muffe 5' gebracht werden
kann, welche die Welle 5 umgiebt; geschlossen schliefst der Schieber diese Muffe ein, jedoch
nur so lose, dafs er der Länge nach auf derselben bewegt werden kann. Der Scharniertheil
des Schiebers ist mit einem Arm 35 versehen, auf dessen Ende ein Gewicht 36 angebracht
ist, das als Gegengewicht für den Aufzeichnerrahmen und gleichzeitig dazu dient, die
beiden Theile des cylindrischen Schiebers in geschlossener Lage auf der Muffe 5' zu halten.
An dem Arm 32 befestigt und in das Innere des Cylinders 33 durch einen Schlitz 37 desselben
tretend, ist ein Block 38 vorgesehen, dessen innere Fläche mit -Schraubengewinde
von derselben Ganghöhe wie das der Welle 5 versehen ist; wird der Schiebercylinder auf der
Muffe 5' geschlossen, so tritt der Block 38 durch.den Schlitz oder die Oeffnung 5" hervor
und das Gewinde des Blockes kommt mit dem der Welle 5 in Eingriff.
Die Arbeitsweise des Mechanismus zur Aufzeichnung des Schalles oder von Lauten ist so
bekannt, dafs nur eine kurze Angabe hierüber erforderlich sein dürfte.
Wenn die Welle g in Drehung gesetzt wird, überträgt sie Bewegung auf die Schraubenwelle
5 und auf den Aufzeichencylinder, und die Drehung der Welle 5 veranlafst den Cylinderschieber
auf derselben zur Längsbewegung auf dem umlaufenden Aufzeichencylinder.
Bei der gewöhnlichen Benutzung ist das Brückenstück 29 so eingestellt, dafs die Spitze
des Griffels 25 unter dem Ansatz 30 liegt, Fig. 2, so dafs der Griffel in den Cylinderüberzug
15 um ein begrenztes Stück eintritt. Sobald der Cylinder umläuft und den Aufzeichner
der Länge nach auf dem Cylinder bewegt, wird eine Spiralrinne in dem Ueberzug
-durch den Griffel hergestellt. Schallwellen, welche in das Rohr 24 eintreten, wirken auf
das Diaphragma in der Weise, dafs dasselbe gegen den Cylinder in Schwingung gesetzt
wird, und der Griffel, welcher.sieh mit dem Diaphragma bewegt, schneidet die Rinne tief
oder flach ein, je nachdem der Schwingungsausschlag des Diaphragmas grofs oder klein
ist. Dadurch wird eine Aufzeichnung gebildet, welche zur Wiedergabe der Schallwellen in
bekannter Weise benutzt werden kann.
Beim Aufzeichnen der Laute mittelst des beschriebenen Apparates dient der Ansatz 30
des Brückenstückes 29 nur dazu, die mittlere Tiefe der. durch den Griffel erzeugten Rinne
zu bestimmen; es liegt der Ansatz nur sehr leicht auf der Aufzeichenfläche auf, und das
Gegengewicht .36 dient besonders zur Verminderung des Druckes des Ansatzes auf den
Cylinder.
Es ist bei Anwendung des Graphophons, besonders bei der Uebertragung geschäftlicher
Mittheilungen, üblich, in das Mundstück des Aufzeichners' hineinzusprechen, sobald der Cylinder
gedreht wird, und auf diese Weise die Aufzeichnung auf dem Cylinder zu erzeugen.
Die Worte werden alsdann durch die übliche Vorrichtung einem Beamten wiedergegeben und
von diesem ausgeschrieben.
Die Cylinderaufzeichnungen haben dann keinen weiteren WTerth, wenn sie nicht gerade aufgehoben
werden sollen, und gewöhnlich werden die Cylinder vernichtet oder fortgeworfen. Da
im geschäftlichen Verkehr täglich unter Umständen eine grofse Anzahl Cylinder gebraucht
werden, so sind die Kosten für Beschaffung der Cylinder nicht unerhebliche.
Um nach meiner Erfindung diese Cylinder für wiederholte Benutzung anwendbar zu
machen, ohne besonders construirte Maschinen anwenden zu müssen, wird zunächst das
Brückenstück 29 durch Lockern der Schrauben 28 und Drehen der Schrauben 31, bis der
Ansatz .30 unter die Spitze des Griffels tritt, Fig. ι, eingestellt und darauf das Brückenstück
29 in der so eingestellten Lage durch Anziehen der Schrauben 28 festgestellt, so dafs
der Griffel aufser Berührung mit dem Cylinderüberzuge gehalten wird. Darauf wird der Aufzeichner
mit dem Ansatz 30 an den Anfang einer alten Aufzeichnung auf einem Cylinder
eingestellt und auf den Aufzeichner Druck ausgeübt, und zwar entweder durch directe Anwendung
von Hand oder mittelst eines Gewichtes 39, das in einen Haken 40 des Rahmens 16 gegenüber dem Arm 32 eingehängt
wird. Darauf wird die Schraubenwelle 5 und der Cylinder in der bezeichneten Weise in
Drehung gesetzt, um den Ansatz 30 über die Fläche des die Aufzeichnung enthaltenden
Cylinderüberzuges zu tragen. Dieser Ueberzug enthielt, wie angegeben, eine durch den Griffel
erzeugte Rinne, die spiralförmig verläuft und verschieden tief ist, und der Ueberzug zwischen
den Spiralen der Rinne bildet eine vorstehende Rippe. Da der Ansatz 30 über diese Fläche
läuft, wird das Gewicht an dem Aufzeichner Veranlassung sein, dafs der Ansatz das die
Rippe bildende Material in die Rinne drückt und so die Fläche ausglättet und sie für die
Aufnahme einer neuen Aufzeichnung geeignet macht. Da die Masse, welche von dem Griffel
bei Herstellung einer Rinne fortgeschnitten wurde, nur einen sehr geringen Theil der
Masse des ganzen Ueberzuges bildet, ist ersichtlich, dafs die Vertilgung oder Beseitigung
der Aufzeichnung durch Ausglätten des Ueberzuges mittelst Druckanwendung sehr häufig
wiederholt werden kann, ehe der Ueberzug für den praktischen Gebrauch zu dünn wird. Wenn
das Brückenstück 29 sich in der aus Fig. 2 ersichtlichen Lage befindet, d. h. wenn die
Spitze des Griffels vor den Ansatz 30 vortritt, dann ist der Aufzeichner so eingestellt, dafs er
die Aufzeichnung auf dem Cylinder in der angegebenen Weise vornimmt. Bei dieser Lage
der Theile kann die Aufzeichnung beseitigt und die Fläche des Cylinderüberzuges unmittelbar
und gleichzeitig mit der Erzeugung einer neuen Aufzeichnung dadurch wieder hergerichtet
werden, dafs man ein Gewicht an
den Aufzeichnef anhängt oder mit der Hand auf denselben direct Druck ausübt.
Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens zur Vertilgung einer Aufzeichnung ohne
Entfernung des Cylinders von dem Apparat wird der Ansatz 30 an der Stange 29 zweckmäfsig
mit einer breiteren und mehr abgerundeten Anlagefläche hergestellt , "als die
des. Ansatzes, welcher gewöhnlich zu dem blofsen Zweck benutzt wird, die Tiefe zu beschränken,
bis zu welcher der Griffel in den Cylinderüberzug eindringen soll. In Fig. 5 ist
der Ansatz 30 mit einer verhältnifsmäfsig schmalen Anlagefläche dargestellt, die angewendet
wird, wenn er nur als Anschlag zur Beschränkung der Schneidtiefe des Griffels dient,
und in Fig. 1 und 2 ist der Ansatz mit einer breiteren und mehr abgerundeten Anlagefläche
wiedergegeben, so dafs er dazu dienen kann, den Cylinderüberzug, welcher eine Aufzeichnung
enthält, auszuglätten und zu einer gleichmäfsigen Fläche zu gestalten, ohne in diese Fläche einschneiden
oder dieselbe mit Rinnen zu verseilen, wenn der Aufzeichner belastet wird, wie es der Fall sein würde, wenn der schmale Ansatz,
Fig. 5, angewendet wird; der so wirksame Ansatz beeinträchtigt in keiner Weise den normalen
Arbeitsverlauf des Aufzeichners und wirkt in gleicher Weise wie die Schneidtiefe des
Griffels beschränkend.
In Fig. 3 und 4 ist die specielle Construction einer Maschine wiedergegeben, welche die Vertilgung
der Aufzeichnung bewirkt und die Wiederherstellung der Fläche- der Aufzeichencylinder
veranlagst. Diese Maschine enthält einen Tisch oder eine Bank 41, die an jedem
Ende auf Beinen 42 getragen wird. Auf dem Tisch sind nahe jedem Ende desselben Böcke
43, 44 und neben dem Bock 43 ein anderer ähnlicher Bock 45 vorgesehen. In den Böcken 43
und 45 ist eine Triebwelle 46 drehbar gelagert, die durch den Bock 43 hindurchtritt und in
einen Kopf 47 endigt, der mit einemFlantsch 48 am Umfang versehen ist, hinter welchem er
die Gestalt eines abgestumpften Konoids hat.
In dem Bock 44 und in Richtung mit der Welle 46 ist eine horizontale Muffe 49 mit
innerem Flantsch 49' an dem einen Ende vorgesehen. Durch diese Muffe tritt eine Spindel
50, die auf einen Theil ihrer Länge innerhalb der Muffe schwächer ausgebildet ist, wie
bei 51 durch punktirte Linien angegeben; die
Spindel wird von einer Spiralfeder (punktirt) umgeben. Das ä'ufsere Ende des schwächeren
Theils 51 endigt in einen Knopf 53 mit Anschlag 54, welcher sich ' normal gegen das
Ende der Muffe 49 legt. Mittelst des Knopfes 53 kann die Spindel 50 in Längsrichtung in der
Muffe 49 bewegt werden, und durch diese Bewegung wird die Feder 52 gespannt, welche
zwischen dem Flantsch 49' und dem durch den schwächeren Theil 51 der Spindel gebildeten
Anschlag liegt. Wird der Knopf freigegeben, so führt die Feder die Spindel in ihre normale Lage zurück. Die Spindel 50
hat an dem dem Kopf gegenüberliegenden Ende einen Kopf 55 mit winkligem Flantsch 56,
über welchen der gleichfalls abgestumpfte konoidische Kopf vortritt. Die Köpfe 47
und 55 jenseits der Flantschen haben einen solchen Durchmesser, dafs sie leicht in die Enden
des Cylinders 13 eintreten, bis die Kanten des letzteren sich gegen die Flantschen 48 und 56
der Köpfe anlegen.
Wird nun die Spindel 50 gegen die Wirkung der Feder 52 bewegt, so kann ein Tafelcylinder
mit einem Ende über den Kopf 47 gegen den Flantsch 48 gelegt und mit dem
anderen Ende in Richtung mit der Spindel gebracht werden, worauf letztere losgelassen
werden kann; die Feder bewegt alsdann den Kopf 55 in das Cylinderende, bis es gegen
den Flantsch 56 trifft.
Die Welle 46 ist mit einer Scheibe 57 versehen, um welche ein Riemen 58 führt, der
von einer geeigneten Kraftquelle hergeleitet wird. Wenn nun die Welle gedreht wird,
werden die Cylinder 13 und die Spindel 50 mitgedreht, da die Feder 52 die Enden des
Cylinders und die Flantschen auf den Köpfen in gutem Reibungscontact hält.
Jeder der Böcke 43, 44 und 45 hat eine Erweiterung 59 nach oben, welche die Lager
für eine Welle 60 bilden. Diese Welle 60 ist zwischen den Böcken 43 und 44 mit Schraubengewinde
versehen und geht bis zum Bock 45 durch, um ein Zahnrad 61 aufzunehmen, das
mit einem Rad 62 auf der Antriebswelle 46 in Eingriff steht.
Auf dem mit Gewinde versehenen Theil der Welle 60 ist eine cylindrische Muffe 63 vorgesehen,
die für die Welle Muttergewinde hat und an der einen Seite einen vortretenden Arm 64 trägt, auf dessen unterer Seite eine
abgerundete Nase 30 angebracht ist, die dem Ansatz der Brücke 29, Fig. 1 und 2, ähnlich
ist. Diese Nase hat eine solche Entfernung von der Muffe, dafs sie normal auf der Fläche
des Cylinders 13, Fig. 4, aufliegt.
Der Arm 64 endigt in einen Ansatz 66 unter einem Winkel zum Haupttheil, so dafs
dieser Ansatz eine horizontale Lage einnimmt, wenn der Arm in Arbeitslage gegen den Aufzeichencylinder
ist; der Ansatz ist oben mit Einkerbungen versehen, um das Auge 67 eines Gewichtes 68 aufzunehmen und letzteres in
bestimmter Lage auf dem Ansatz zu halten.
Wenn nun ein Cylinder, auf welchem eine Aufzeichnung vorgenommen worden, wie angegeben,
zwischen die Köpfe 47 und 55 gebracht worden, so dafs die Nase 30 auf dem Cylinderüberzug am Anfang aufliegt, so wird
bei Drehung der Welle 46 in Richtung des Pfeiles α, Fig. 4, die Schraubenwelle 60 durch
das Zahnrad 62 und den Trieb 61 gedreht, so dafs sich die Muffe 63 in Richtung des Pfeiles b,
Fig. 3, bewegt. Das Gewicht 68 ist auf dem Ansatz 66 des Armes 64 so eingestellt worden,
dafs die Nase mit genügendem Druck gegen den Cylinder anliegt, und dieser Ansatz läuft
nun in horizontaler Richtung über den umlaufenden Cylinder fort und quetscht die Rippen
breit und füllt die Rinnen in dem Cylinderüberzuge aus, so dafs eine neue Aufzeichnung
in derselben Weise, wie mit Bezug auf Fig. 1 und 2 beschrieben, auf dem· nunmehr glatten
Ueberzug vorgenommen werden kann.
In Fig. 3 ist die Cylinderfläche auf der
rechten Seite des Armes 64 glatt und eben, d. h. nach Beseitigung bezw. Ausgleich der
Aufzeichnung, und auf der linken Seite von dem Arm 64 noch mit der alten Aufzeichnung
versehen dargestellt. Fig. 3 zeigt also den Apparat in der Lage, wenn der Arm 64 von
einem Ende der Maschine bis zur dargestellten Lage gelaufen ist.
Bei der praktischen Ausführung meiner Erfindung bin ich an die Anwendung des einen
oder anderen der beiden dargestellten Apparate nicht gebunden, sondern kann jede Vorrichtung
gebrauchen, durch welche genügend Druck auf die Aufzeichnung erzeugt werden kann, um
dieselbe zu beseitigen; so kann z. B. an Stelle oder als ein Theil des einen oder anderen
dargestellten Apparates ein umlaufender Dorn angewendet werden, welcher sich dicht an die
Wachstafel anlegt; bei dieser Einrichtung kann ein viel gröfserer Druck auf die Wachsfläche
ausgeübt werden und die Gefahr der Beschädigung des Cylinders ist weniger grofs.
Mit der einen oder anderen der beschriebenen Vorrichtungen kann die vollkommene
Beseitigung von Graphophonaufzeichnungen in wenigen Minuten bewirkt werden, und zwar
kann dies durch Personen geschehen, die für diese Leistung nicht besonders eingeübt zu sein
brauchen. Wie vorher auseinandergesetzt, kann die Beseitigung einer alten Aufzeichnung nach
meinem Verfahren erfolgen, während eine neue Aufzeichnung vorgenommen wird; in diesem
Falle wird für die Wiederherstellung der Blätter Zeit überhaupt nicht beansprucht.
Die cylindrische Muttermuffe 63, Fig. 3 und 4, kann aus zwei Hälften hergestellt werden, die
in ähnlicher Weise verbunden werden, wie mit Bezug auf den Schieber 33 beschrieben, Fig. 1
und 2.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:. Eine Vorrichtung für Phonographen zur Beseitigung der Schallaufzeichnungen auf dem mit plastischer Masse überzogenen Phonogrammcylinder, bestehend aus dem entweder an dem Phonographen selbst (Fig. 1, 2 und 5) oder auf der Schraubenspindel einer besonderen Vorrichtung (Fig. 3 und 4) angeordneten Druckwerkzeug, dessen Ansatz 30 die Aufzeichnungen durch Hineinpressen der Erhöhungen in die gebildeten Rinnen beseitigt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52857C true DE52857C (de) |
Family
ID=327538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT52857D Expired - Lifetime DE52857C (de) | Vorrichtung für Phonographen zur Beseitigung der Schallaufzeichnungen auf dem mit plastischer Masse überzogenen Phonogrammcylinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52857C (de) |
-
0
- DE DENDAT52857D patent/DE52857C/de not_active Expired - Lifetime
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