DE52691C - Polygonzirkel mit Einrichtung zum Verzeichnen von Kreisen und geraden Linien - Google Patents

Polygonzirkel mit Einrichtung zum Verzeichnen von Kreisen und geraden Linien

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DE52691C
DE52691C DENDAT52691D DE52691DA DE52691C DE 52691 C DE52691 C DE 52691C DE NDAT52691 D DENDAT52691 D DE NDAT52691D DE 52691D A DE52691D A DE 52691DA DE 52691 C DE52691 C DE 52691C
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DE
Germany
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compass
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insert
polygonal
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Application number
DENDAT52691D
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English (en)
Original Assignee
L. VERGNANO in Turin
Publication of DE52691C publication Critical patent/DE52691C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L9/00Circular curve-drawing or like instruments

Landscapes

  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Instrument hat den Zweck, irgend eine polygonale oder aus Curven zusammengesetzte Figur zeichnerisch darzustellen, ' welche Figur jede beliebige Form haben kann, von der geraden Linie an bis zu der Curve, die einen menschlichen Körper darstellt. Dieses Instrument hat ferner den Zweck, sicher und leicht eine Zeichnung, welche durch einen Ausdruck in gewöhnlicher Schrift bestimmt ist, herzustellen und so zu ermöglichen, eine Zeichnung mittelst Telegramms oder auf geheime Weise zu übersenden, ganz so, wie man eine chiffrirte Depesche schickt.
Der Grundsatz, auf welchem der Apparat beruht, ist der, dafs eine polygonale Linie bestimmt "ist, sobald man die Mafse aller ihrer Seiten und den Winkel kennt, welchen jede Seite mit der Verlängerung der Vorhergehenden Seite einschliefst. Für diese Angaben kann man einen Buchstaben- oder Zahlenausdruck setzen. Das Instrument ist dazu bestimmt, einen solchen Ausdruck in eine Zeichnung zu übersetzen oder den Ausdruck zu finden, welcher einer gegebenen Zeichnung entspricht.
Die beiliegende Zeichnung stellt dasselbe in zwei Ausführungen dar, und zwar die erste in Fig. ι in perspectivischer Ansicht, ■ in Fig. 2 in der Seitenansicht und in Fig. 3 im Grundrifs, während die Fig. 4 eine Abänderung eines der Füfse des Instrumentes giebt; die Fig. 5 zeigt einen senkrechten. Längsschnitt und die Fig. 6 bis 8 zeigen Einzelheiten. Die zweite Ausführungsform ist in der Fig. 9 im senkrechten Längsschnitt dargestellt, während die Fig. 10 und 11 Einzelheiten derselben betreffen.
Der Polygonalzirkel besteht im wesentlichen aus zwei Schenkeln, von denen der vordere A und der hintere B beweglich mit einem Querstück C verbunden sind, das mit einem Griff D und einem Einsatz E versehen ist, welcher entweder eine Ziehfeder, ein Bleistift, eine Spitze, eine Schneide, eine Säge oder dergleichen sein kann. Der vordere Schenkel A ist derart gelenkig mit C verbunden, dafs derselbe sich in einer Ebene bewegen k.ann, welche durch das Querstück und den Zeicheneinsatz bestimmt ist; eine um den Zapfen dieses Schenkels A 'herumgelegte Spiralfeder ertheilt demselben das Bestreben, nach aufsen zu schwingen, und durch eine Schraube F wird ermöglicht, dessen Schwingungsweite einzustellen. Man könnte diese Schraube auch durch ein Excenter ersetzen, welches mit einem Zeiger ausgerüstet ist.
Der Schenkel B kann nur eine drehende Bewegung um die Achse des Zirkels ausführen. Im Innern der unterhalb des Armes oder Querstückes C angeordneten zweiteiligen Hülse R, welche auf dem durch diesen Arm hindurchreichenden Theil D1 des Griffes -D drehbar ist, befindet sich eine Feder S, deren Enden mit diesen Theilen verlöthet sind, und die dem Schenkel B das Bestreben ertheilt, in die Anfangslage zurückzukehren, indem die untere HUlsenhälfte durch einen waagrechten Stift s3, welcher gegen einen senkrechten Stift sl des Armes C sich legt, gegen die letztere sich ,zu verdrehen gehindert wird, die obere Hülsenhälfte hingegen durch einen ebenfalls waagrechten, gegen einen senkrechten Stift s2 einer Scheibe G sich legenden Stift s mit der letzteren gekuppelt wird. Diese mitTheilungen versehene
Scheibe G zeigt den Winkel an, um welchen man den Schenkel B gedreht hat. Die Eintheilung dieser Scheibe ist beliebig; es ist aber vorteilhaft, dieselbe so einzurichten, dafs man die Winkel der regelmäfsigen Vielecke mit 3, 6, 12, 24 ... 4, 8, 16, 32 ... 5, 10, 20 ... Seiten erhält.
Die beiden Schenkel A und B sind am unteren Ende mit Füfsen H und J ausgerüstet, welche in zwei oder mehrere Spitzen auslaufen; beide Schenkel können abwechselnd als Stutzpunkt des Zirkels dienen. Man stellt zunächst die Winkel ein, um welchen der Schenkel B gedreht werden soll, indem man zwei verstellbare Anschläge g1 und g2 benutzt, welche auf der Theilscheibe G jede beliebige Stellung einnehmen können. Ein Zapfen L ist mit einem auf das Querstück C sich stützenden Hebel m durch einen auf der Zeichnung nicht besonders dargestellten, durch diesen Zapfen L und den Hebel m geschobenen Stift. oder sonstwie gelenkig verbunden und wird durch eine unterhalb des Armes C angeordnete Spiralfeder / abwärts gedrängt. Dieser Zapfen, welcher mittelst der Mutter N eingestellt werden kann, gestattet, die drehende Bewegung des Schenkels B beliebig zu begrenzen, indem der Zapfen L gegen die auf der Theilscheibe G in passender Lage befestigten Anschläge sich legt. Die Verlängerung D1 des Griffes X>, welche in die Hülse G1 der Theilscheibe G hineinreicht, wird von der Hülse einer Stange D2 umschlossen, an deren unterem Ende mittelst Schraubenanzuges der Einsatz E— beim Ausfuhrungsbeispiel ein Federeinsatz — befestigt wird. Damit der letztere stets nach unten gedrängt wird, ist zwischen die Hülse der Stange X>2 und die Hülse G1 eine Spiralfeder T eingefügt. Um das Herausfallen der Stange I)'2 und das Verdrehen der Stangen D1 und D 2 gegen einander zu verhindern, ist an letzteren ein Stift D3 angeordnet,, welcher durch eine in der Zeichnung nicht besonders dargestellte seitliche Bohrung der Hülse, die Windungen der Spiralfeder T und einen Schlitz der Stange X)1 hindurchgeschoben wird, nachdem zunächst die Stange X)1, dann diese Spiralfeder und schliefslich die Hülse der Stange D2 in die Hülse G1 eingeschoben sind. Eine auf dem Gewinde am oberen Ende der Hülse G1 spielende Mutter G2 gestattet, die Anschläge g1 und g2 beliebig stark anzupressen.
Ein dritter Hülfsschenkel O, welcher in eine einzige feine Spitze ausläuft und gelenkig mit einem besonderen Arm des Querstückes C verbunden ist, dient dazu, die Bewegungsrichtung des Zirkels bei der -ersten Bewegung desselben zu fixiren; zu diesem Zweck wird die Nadelspitze derart verstellt, dafs dieselbe über die Spitzen der Schenkel A und B nach unten vorsteht. Will man Kreise oder Kreisbögen schlagen, wie mit einem gewöhnlichen Zirkel, so verdreht man den Einsatz E gegen die Stange I>2 um go°.
Das in den Fig. 9 bis 11 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem eben beschriebenen im wesentlichen durch die unterhalb des Griffes D befindlichen Federn. Die die Rückdrehung des Schenkels B veranlassende Feder S ist in diesem Falle nicht innerhalb einer zweitheiligen Hülse R, sondern um die nabenartige Verlängerung G3 der Theilscheibe G herum angeordnet, die Enden s s3 der Feder wirken in diesem Falle unmittelbar auf die Stifte S2S1 ein. Die Feder T ist ferner durch eine Feder T1 ersetzt, welche über den cylindrischen Theil des Einsatzes E und die in diesem Falle unmittelbar mit dem letzteren verbundene Verlängerung . des Griffes D geschoben ist. Dabei bildet der Einsatz E das untere, ein Stellring Di das obere Widerlager der Feder T1. Der Stellring hält aufserdem den Griff D mit dem Arm C und der Theilscheibe G zusammen. Die Verdrehung des Einsatzes wird hierbei durch einen Stift D '0 der Verlängerung des Griffes D bewirkt. Ferner ist der Hülfsschenkel O mittelst einer Gelenkstange O1 mit dem Querstück C verbunden, so dafs es nicht mehr erforderlich ist, die Spitze gegebenenfalls zu verstellen.
Handhabung des Polygonzirkels.
Man stellt den Zirkel beim Gebrauch senkrecht auf die Zeichenfläche, übt mit dem Zeigefinger einen leichten Druck auf das obere Ende des Handgriffes D aus und drängt denselben nach vorn, so dafs der vordere Schenkel A als Stütze dient. Der hintere Schenkel hebt sich und der Einsatz E wird an den vorderen Schenkel herangezogen, indem derselbe eine gerade Linie beschreibt, deren Länge durch das Spiel festgestellt ist, welches man der Schraube F oder dem Excenter gestattet. Man stützt alsdann den hinteren Schenkel B, so dafs der vordere frei wird und in seine Ruhelage zurückgeht. Indem man diese Bewegung wiederholt, zeichnet man eine ununterbrochene gerade Linie, deren Länge der Zahl der ausgeführten Bewegungen proportional ist.
Um eine polygonale Linie zu zeichnen, ertheilt man, wenn der Apparat wieder in die Ruhelage zurückgegangen ist und sich auf den Schenkel B stützt, mit dem Zeigefinger und dem Daumen dem Griff D eine drehende Bewegung, so dafs der Schenkel A in eine neue Stellung gebracht wird.
Um Curven zu zeichnen, verfährt man ebenso wie beim Zeichnen der Polygone, indem man die Defifnungsweite des Zirkels und die Drehungswinkel passend macht.
Die Spitzen am Fufs des vorderen Schenkels kann man, wie dies bei dem durch die Fig. 4
veranschaulichten Apparat geschehen ist, durch zwei Räder P und Q von gleichem Durchmesser ersetzen." Diese beiden Räder sind auf einer Welle befestigt, welche senkrecht zur mittleren Ebene · des Instrumentes angeordnet ist. Indem das Instrument von diesen Rädern gestützt wird und sich vorwärts bewegt, kann man eine gerade Linie von beliebiger Länge ziehen; die Räder können mit einem Klinkmechanismus versehen sein, welcher gestattet, die Länge der gezogenen Linie nach dem Gehör zu messen, indem man zählt, wieviel Zähne unter der Sperrklinke hindurchgegangen sind.

Claims (1)

  1. Pa te nt-An sp ruch:
    Ein Zirkel zum Verzeichnen von Polygonen, bestehend aus zwei durch Federn in ihre Anfangslage zurückgedrängten, mit mehreren Spitzen versehenen Schenkeln (A) und (B), deren ersterer an einem mit dem Handgriff (D) fest verbundenen Arm derart gelenkig angebracht ist, dafs er in der durch den Handgriff und den Arm (C) gelegten Ebene gedreht werden kann, deren letzterer um die Achse des Handgriffes (D) drehbar ist und einen conaxial befestigten Einsatz (E) trägt,. welchen eine Feder stets nach unten über die .Spitzen der Schenkel (A) und (B) vordrängt, so dafs der Einsatz zwecks Ziehens der Linie an den Schenkel (A) herangeschoben werden kann, wenn der Zirkel auf diesem Schenkel ruht, und bei Stützung des Zirkels auf den Schenkel (B) letzterer der Neigung zweier nach einander zu ziehenden Linien entsprechend um die Achse des Handgriffes drehbar ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT52691D Polygonzirkel mit Einrichtung zum Verzeichnen von Kreisen und geraden Linien Expired - Lifetime DE52691C (de)

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