DE52651C - Einrichtung bei Mefsapparaten - Google Patents

Einrichtung bei Mefsapparaten

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DE52651C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Friction Gearing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung erstreckt sich auf Elektricitätszähler, durch welche die Elektricitätsmenge gemessen wird, welche in einem gegebenen Stromkreise in gegebener Zeit hindurchfliefst. .
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 eine Seitenansicht, theilweise im Querschnitt, und Fig. 2 eine Vorderansicht des Zählers dar.
Der Zähler wird gebildet aus einem Zählwerk irgend welcher Art, bewegt von einer Kraftmaschine, die durch eine Feder, geprefste Luft, fallendes Gewicht, Elektricität oder eine andere Kraftquelle getrieben wird; ferner einer Vorrichtung, welche die Verbindung der Kraftquelle mit dem Zählwerk zeitweise aufhebt, und einer Vorrichtung, welche dafür sorgt, dafs die Aufhebung oder Herstellung dieser Verbindung die richtige Angabe der jeweiligen Energiemenge ermöglicht.
In vorliegender Beschreibung wurde zur Kraftquelle eine elektrische Kraftmaschine A von irgend einer passenden Art und Beschaffenheit gewählt. Die gedachte Kraftmaschine ist mit dem Hauptstromkreise verbunden und derartig geschaltet, dafs die Geschwindigkeit desselben bei constanter Spannung an den Klemmen des Zählers constant bleibt. Auf der Welle der Kraftmaschine A befindet sich eine Schraube C, welche in das Rad D greift, das auf einer Seite eben gedreht ist und eventuell mit Ausschnitten α ax versehen wird.
Gegen diese ebene Fläche drückt eine Reibungsscheibe E, welche sich mit einer Nabe jF auf einer Stahlwelle G in senkrechter Richtung bewegen läfst. Damit die Scheibe E sich mit der Welle G dreht, ist in der Nabe F eine längliche Nuth angebracht, in die eine Feder b der Welle G greift. Die Welle d des Schraubenrades D ist in einem Lager so auf der Säule L angeordnet, dafs sie in ihrer Längsrichtung etwas verschoben werden kann.
Gegen das freie Ende der Welle d drückt ein Arm M auf dem Stift O, dessen Druck durch eine Feder geregelt wird, um die Berührung zwischen dem Rade D und der Scheibe E zu sichern.
Am oberen Ende der Welle G, die in ihrer Lage durch eine Setzschraube gehalten wird, ist eine weiter nicht abgebildete Schraube oder eine sonstige Vorrichtung angebracht, welche dazu dient, das Zählwerk zu bewegen.
Um zu verhindern, dafs die Reibungsscheibe E durch die Reibung gegen das flache Rad D festgehalten wird, wenn der Verbrauch der elektrischen Energie wechselt, ist auf der Welle d ein Stift g vorgesehen, der bei der Umdrehung der Welle gegen die Zähne f am Lager sich legt. Hierdurch wird erreicht, dafs das Rad D von der Reibungsscheibe E in gewissen Zwischenräumen entfernt wird, so dafs letztere Zeit hat, diejenige Stellung einzunehmen, welche dem bezüglichen Verbrauch an elektrischer Energie entspricht. Die Länge der Zeitzwischenräume, in welchen die Berührung des Rades D mit der Reibungsscheibe E aufgehoben wird, während der Schaft d umläuft, hängt von der Anzahl der Vertiefungen am Lager L ab. Die Längsverschiebung der Welle d mit dem Rade D kann auch durch eine wellenförmige Nuth in der Welle d selbst erzielt werden, in welche ein fester Stift als Führung eingreift, wie dies bei χ angedeutet ist.

Claims (1)

  1. Wie schon erwähnt, ist die Kraft, welche ein Solenoid auf einen Eisenkern ausübt, der Stromstärke nicht direct proportional; um nun die ungleichmäfsige Wirkung auszugleichen, kann man innerhalb des Solenoids Scheiben anbringen, welche allmälig aufgenommen werden, indem der Eisenkern sich in dem Solenoid K aufwärts bewegt, oder sie mag durch eine Spiralfeder ausgeglichen werden. Vortheilhafter ist jedoch, dem Rade D derartige Ausschnitte α ax mit entsprechend geformten Rändern zu geben, dafs die Ungleichheit der Kraft des Solenoids und seines Eisenkernes eine proportionale oder doch nahezu proportionale Wirkung erzeugt.
    Der Eisenkern J des Solenoids K ist an einem Hebel S aufgehängt, während das andere Ende des Hebels eine Gabel hat, welche die Reibungsscheibe E mit der Nabe F trägt. Während dieser Eisenkern seine Stellung im Solenoid ändert, wird die ungleiche Kraft desselben durch das frühere oder spätere Hineinfallen der Scheibe E in die Lücken von D ausgeglichen. Der Eisenkern J ist mit dem Hebel S und der Nabe F so ausgeglichen, dafs er die Lage der Reibungsscheibe E zum Rade D nicht anders als unter der Wirkung des durch das Solenoid gehenden Stromes ändern kann.
    Die Gabel am Hebel S hat zwei Spitzschrauben, welche in einen auf der Welle G geführten Ring greifen.
    Im Gegensatz zu schon bekannten Apparaten, welche z. B. die Reibung eines Rädchens mit einem Kegel benutzen, ohne dafs die Berührung zwischen beiden Theilen zeitweise gelöst ist, wird bei vorliegendem Zähler eine zeitweise völlige Aufhebung der auf einander reibenden Scheiben bewirkt, weil anders eine genaue Anzeige, besonders schon bei geringen Stromschwankungen, nicht zu erzielen ist.
    Der Vorgang im Zähler bei dessen praktischer Anwendung ist folgender: Die Polklemmen B B1 des Zählers sind mit irgend einer Stromquelle verbunden, deren Verbrauch gemessen werden soll. Sobald der Strom zur Wirkung kommt, wird die Kraftmaschine umlaufen, und vorausgesetzt, dafs im Hauptstromkreise keine Energie verbraucht wird, so wird die Kraftmaschine für ihre Eigenbewegung allein Strom gebrauchen. Indessen befindet sich das Reibungsrad E in der Mitte vom Rade D in seiner Ruhelage. Sobald Lampen eingeschaltet werden, oder sonstwie Energie verbraucht wird, wird der Eisenkern / ins Solenoid K hineingezogen und die Reibungsscheibe E dementsprechend vom Mittelpunkte des Rades D entfernt, welches nun mit der Reibungsscheibe zusammen, entsprechend der mitgetheilten Bewegung, umläuft. Da die vom Solenoid ausgeübte Kraft auf den Eisenkern annähernd proportional dem hindurchfliefsenden elektrischen Strom ist, so wird die bezügliche Lage der Scheibe E zum Mittelpunkt des Rades D sich mit der Lage des Eisenkernes J im Solenoid K ändern.
    Der Einflufs der Gröfse und Gestalt der Ränder der Ausschnitteaax gleicht die wechselnde Anziehungskraft des Solenoids K auf den in verschiedener Lage sich befindenden Eisenkern / entsprechend aus, so dafs die Umdrehungen der Welle G derart gleichmäfsig stattfinden, als wenn in allen Stellungen des Kernes proportionale Wirkung je nach der Stromstärke stattfände. .
    An Stelle des Solenoids K und des Eisenkernes J kann auch irgend ein anderer Ampereoder Volt- bezw. Wattmesser treten, dessen Ausschläge den Hebel 5 mit der Scheibe E proportional dem durchfliefsenden Strome bewegen.
    Die Geschwindigkeit der Welle mit der Schraube C und den entsprechenden Theilen ist constant, während die Umläufe der Reibungsscheibe E mit ihrer Welle G der radialen Verschiebung der Scheibe E proportional bleiben. Folglich, je gröfser der verbrauchte Strom ist, um so schneller wird die Reibungsscheibe E mit dem Rade D umlaufen.
    Pate nt-Aνspruch:
    Bei Mefsapparaten, in denen eine mit einem ununterbrochen sich drehenden Rotationskörper in Berührung stehende Reibungsrolle durch die Wirkung eines von dem zu messenden Strome durchflossenen Solenoids oder sonst passenden Vorrichtung entsprechend der Stromstärke bezw. Energie verstellt wird, die Einrichtung, dafs die Berührung zwischen Rotationskörper und Reibungsrolle in regelmäfsigen Zwischenräumen durch Verschieben der sich ununterbrochen drehenden Welle oder auch durch entsprechend geformte Ausschnitte oder Lücken im Rotationskörper aufgehoben- wird, zu dem Zwecke, eine der jeweiligen Stromstärke oder Energie genau entsprechende Einstellung oder Umdrehungsgeschwindigkeit der Reibungsrolle zu sichern.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT52651D Einrichtung bei Mefsapparaten Expired - Lifetime DE52651C (de)

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