DE526468C - Vorrichtung zum Verbrennen von Muell, bei der das schwer verbrennliche Feinmuell in der Hauptfeuerung durch Einfuehrung der Verbrennungsluft unter hoher Pressung ausgeschieden wird - Google Patents
Vorrichtung zum Verbrennen von Muell, bei der das schwer verbrennliche Feinmuell in der Hauptfeuerung durch Einfuehrung der Verbrennungsluft unter hoher Pressung ausgeschieden wirdInfo
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- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
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- F23G5/08—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having supplementary heating
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Description
- Vorrichtung zum Verbrennen von Müll, bei der das schwer verbreinliche Feinmüll in der Hauptfeuerung durch Einführung der Verbrennungsluft unter hoher Pressung ausgeschieden-wird Müllverbrennungsöfen hat man bereits mit Hilfsfeuerungen ausgestattet, derart, daß die Hilfsfeuerung neben dem Ofen liegt und diesem parallel geschaltet ist. Die Gase der Müllverbrennung und die ,der Zusatzfeuerungen mischen sich in einer besonderen Verbrennungskammer und werden darauf Abwärmekesseln zugeführt. Diese Einrichtung hat den Zweck, dem Abwärmekessel die Gase mit möglichst gleichbleibender Temperatur zuzuleiten, auch können beim Aussetzen der Müllverbrennung die Hilfsfeuerungen allein zum Betrieb der Kessel verwendet werden. Ferner findet bei dieser bekannten Einrichtung in der Verbrennungskammer eine Einwirkung der Flammengase der Hilfsfeuerungen auf die Abgase der Müllverbrennungsöfen in der Weise statt, daß die von den letzten mitgerissenen Feinmüllteilchen mehr oder weniger vollkommen zur Verbrennung gebracht werden.
- Auch sind Feuerungen mit Rauchverzehrung durch eine Nebenfeuerung bekannt, die in einer besonderen Rauchverzehrungskammer von kreisförmigem Querschnitt liegt. Diese Kammer hat die Gestalt eines nach oben sich verjüngenden Kegels, der oben offen ist. Die über die Feuerbrücke abströmenden Rauchgase werden von oben in die Rauchverzehrungskammer eingeleitet, um darin durch am Boden der Kammer liegende tangential gerichtete Brenner in kreisende Bewegung gesetzt zu werden. Infolge der kreisenden Bewegung kommen die Rauchgase in innige Berührung mit den Flammen der Brenner, und der Rauch wird auf diese Weise vollständig aufgezehrt.
- Derartige im unteren Teil einer Kammer liegende Brenner werden bei dem nach der Erfindung ausgebildeten Müllverbrennungsofen benutzt, um die Verbrennung des Feinmülls in einer besonderen Flugstaubkammer bei solchen bekannten Müllverbrennungsanlagen zu unterstützen, bei denen das schwer verbreinliche Feinmüll in der Hauptfenerung durch Einführung der Verbrennungsluft unter hoher Pressung ausgeschieden wird. Nach der Erfindung ist in der an die Hauptfeuerung sich anschließenden Flugstaubkammer die Zusatzfeuerung derart angeordnet, daß ihre Flamme sich unter dem in die Flugstaubkammer eintretenden Feinmüllstrom ausbreitet, der seinerseits die in bekannter Weise als Winderhitzer ausgebildete Decke der Flugstaubkammer gegen die unmittelbare Einwirkung der Brennerflamme schützt.
- Bei den bekannten Müllverbrennungsanlagen, die mit Zusatzfeuerung für die Feinmüllverbrennung versehen waren, war die Verbrennung des schlecht entzündlichen und schwer verbreinlichen Feinmülls noch eine unvollkommene, und es enthielt die am Boden der Flugstaubkammer abgeschiedene Asche einen Teil der brennbaren Bestandteile des Feinmülls. Dadurch, daß die Feinmüllteilchen ihren Weg zum Boden der Flugstaubkammer durch die heißen Flammengase der Zusatzfeuerung nehmen müssen, wird dieser Nachteil beseitigt und eine schnelle Zündung und gleichmäßige Verbrennung des Feinmülls gewährleistet.
- Besonders vorteilhaft wirkt sich die Erfindung auf die Winderhitzung aus. Bei den bekannten Einrichtungen, bei denen die Wände der Flugstaubkammer, insbesondere ihre Decke, mit Winderhitzerelementen ausgestattet waren, durch die die Verbrennungsluft für die Hauptfeuerung geleitet wurde, wurde der Betrieb bei der Einführung jeder neuen Beschickung dadurch -wesentlich gestört, daß die Beschickung eine gewisse Zeit zur Zündung brauchte. Während dieser Zeit lieferte die Hauptverbrennung abgekühlte Gase. Diese Abkühlung wirkte sich auch im Nachverbrennungsraum aus, wo insbesondere die Winderhitzung zu leiden hatte, da dieser während einer gewissen Zeit nicht mehr die nötige Wärme zugeführt werden konnte. Die Folge davon war eine Abkühlung des Winderhitzers und eine niedrigere Temperatur des Windes. Letzte war insbesondere unerwünscht während der Zündung einer neuen Charge. Durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung wind es nun möglich, die aus der Nachverbrennung abziehenden Feuergase ständig auf annähernd gleicher Temperatur zu halten und die durch die Einführung der neuen Charge hervorgerufene Abkühlung gegebenenfalls durch Erhöhung der zugeführten zusätzlichen Brennstoffmengen auszugleichen. Dadurch wird auch die Winderhitzung gleichmäßig gestaltet, und es wird die vorgewärmte Verbrennungsluft dem Hauptverbrennungsraum mit höherer und stets gleichbleibender Temperatur zugeführt, so daß die neue Charge schnell gezündet und der Verbrennungsvorgang beschleunigt wird. Durch die gemeinsame Anwendung der Zusatzfeuerung und der Winderhitzung gemäß der Erfindung wird also auch die Hauptverbrennung günstiger gestaltet.
- Die höhere Windtemperatur wirkt sich im übrigen keineswegs ungünstig auf die Lebensdauer der als Winderhitzer ausgestalteten Decke der Flugstaubkammer aus. Da nämlich der Feinmüllstrom über der Brennerflamme in die Flugstaubkammer einströmt, schützt er die Decke vor der unmittelbaren Einwirkung der heißen Zusatzbrennerflammen. Die Decke wird überall gleichmäßig erhitzt und hat, da auch die durch den Beschickungsvorgang ausgelösten Wärmeschwankungen abgeschwächt werden, nur einen sehr geringen Verschleiß aufzuweisen. Im übrigen werden, da die Flammengase der Zusatzfeuerung schließlich in der Flugaschenkammer eine innige Mischung mit den Abgasen der Hauptmüllverbrennung erfahren und mindestens auf einem Teil ihres Weges durch die Kammer parallel mit den letzten strömen, auch die brennbaren .gas- oder dampfförmigen Bestandteile des Gasstromes der Hauptverbrennung, die z. B. während der Beschickungsperiode entstehen können, in der Flugstaubkammer gut zur Verbrennung gebracht.
- Natürlich macht sich der durch die Erfindung erzielte gleichmäßigere Arbeitsgang auch vorteilhaft im Betriebe von Abwärmekesseln bemerkbar, die gegebenenfalls an die Verbrennungsanlage angeschlossen sind, da es nunmehr gelingt, diesen stets Heizgase mit annähernd gleichbleibender Temperatur zuzuführen. Aber nicht nur bei diesen und ähnlichen Betriebsschwankungen, sonldern auch bei Änderungen in der Beschaffenheit des Mülls, dessen Zusammensetzung und Heizwert bekanntlich z. B. je nach den Jahreszeiten und aus vielen anderen Gründen stark schwanken kann, bietet die neue Vorrichtung Vorteile, da man es jederzeit in der Hand hat, die Zusatzstaubfeuerung mehr oder weniger zu @drosseln bzw. für kürzere oder längere Zeit ganz abzustellen und so die Betriebsschwierigkeiten zu beheben, die sich aus der verschiedenen Zusammensetzung des Mülls ergeben können.
- An Hand der Zeichnung soll im folgenden die Erfindung beispielsweise näher erläutert werden.
- Die Abbildung zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch die Flugaschenkammer. Die Gase der Hauptverbrennung treten über die Feuerbrücke a in die Flugaschenkammer b ein und verlassen diese nach Abgabe ihres Aschengehaltes durch den Abzug c. In die Flugaschenkammer b wird durch die Leitung g ein Gemisch von Kohlenstaub und Verbrennungsluft eingeführt, Idas in der Flugaschenkammer zur Verbrennung gebracht wird und durch die erhebliche Wärmeabgabe an die Heizelemente e die Vorwärmung der Verbrennungsluft des Ofens in beliebiger Weise zu steigern und zu regeln gestattet. Der Kohlenstaub wird in bekannter Weise durch die Transportschnecke f und die Verbrennungsluft durch die Leitung h zugeführt. Am Boden der Fiugaschenkammer befindet sich eine Kappe i zur zeitweisen Entfernung der Flugasche und der Rückstände der Kohlenstaubfeuerung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Verbrennen von Müll, bei der das schwer verbreinliche Feinmüll in der Hauptfeuerung durch Einführung der Verbrennungsluft unter hoher Pressung ausgeschieden wird, @dadurch gekennzeichnet, daß in der an die Hauptfeuerung sich anschließenden Flugstaubkammer (b) eine Zusatzfeuerung, deren Flamme sich unter dem in die FlugstaubIammer eintretenden Feinmüllstrom entwickelt, angeordnet ist, so daß .dieser die als Winderhitzer ausgebildete Decke der Flugstaubkammer gegen die Brennerflamme schützt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU9380D DE526468C (de) | 1926-08-04 | 1926-08-04 | Vorrichtung zum Verbrennen von Muell, bei der das schwer verbrennliche Feinmuell in der Hauptfeuerung durch Einfuehrung der Verbrennungsluft unter hoher Pressung ausgeschieden wird |
| DEU10433D DE538906C (de) | 1926-08-04 | 1928-10-19 | Vorrichtung zum Verbrennen von Muell, bei der das schwer verbrennliche Feinmuell in der Hauptfeuerung ausgeschieden wird |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEU9380D DE526468C (de) | 1926-08-04 | 1926-08-04 | Vorrichtung zum Verbrennen von Muell, bei der das schwer verbrennliche Feinmuell in der Hauptfeuerung durch Einfuehrung der Verbrennungsluft unter hoher Pressung ausgeschieden wird |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE526468C true DE526468C (de) | 1932-03-02 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEU9380D Expired DE526468C (de) | 1926-08-04 | 1926-08-04 | Vorrichtung zum Verbrennen von Muell, bei der das schwer verbrennliche Feinmuell in der Hauptfeuerung durch Einfuehrung der Verbrennungsluft unter hoher Pressung ausgeschieden wird |
Country Status (1)
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|---|---|
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1926
- 1926-08-04 DE DEU9380D patent/DE526468C/de not_active Expired
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