DE552173C - Ofen zur Verbrennung von Muell und sonstigen Abfallstoffen - Google Patents

Ofen zur Verbrennung von Muell und sonstigen Abfallstoffen

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DE552173C
DE552173C DE1930552173D DE552173DD DE552173C DE 552173 C DE552173 C DE 552173C DE 1930552173 D DE1930552173 D DE 1930552173D DE 552173D D DE552173D D DE 552173DD DE 552173 C DE552173 C DE 552173C
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afterburning
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/002Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor characterised by their grates
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23JREMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J1/00Removing ash, clinker, or slag from combustion chambers
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23JREMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J2700/00Ash removal, handling and treatment means; Ash and slag handling in pulverulent fuel furnaces; Ash removal means for incinerators
    • F23J2700/003Ash removal means for incinerators

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

  • Ofen zur Verbrennung von MÜII und sonstigen Abfallstoffen Die Verbrennung von Müll und sonstigen Abfallstoffen wurde schon in der Weise ausgeführt, daß die aus dem Verbrennungsofen ausgetragenen Rückstände, die oft noch brennbare Bestandteile enthalten, in einem besonderen Raum einer Nachverbrennung @unterworfen wurden. B,ei Öfen, bei denen der Nachverbrennungsra'umunterhalb des Hajuptverbrennungsofens angeordnet war, bestand der Nachverbrennungsraum entweder in einer abgeschlossenen Kammer, in der Luft über die Verbrennungsrückstände hinweggeleitet wurde, oder es vollzog sich die Nachverbrennung auf einem Rost, durch den Luft in die Verbrennungsrückstände eingeführt wurde. Die mit den Abgasen der Nachverbrennung gemischte Luft gelangte dann unter den Rost der Hauptverbrennung. Der erste Ofen hat den Nachteil, daß die Rückstände nur sehr unvollkommen ausbrennen. Leitete man die Verbrennungsluft nacheinander durch die Nachverbrennung -und durch die Hauptverbrennung, so wurde der Hauptverbrennung eine schon kohlensäurereiche Luft zugeführt, die für die ohnehin schwierige Müllverbrennung wenig geeignet war. Die hiermit angestrebte Vorwärmung der Verbrennungsluft trat zudem auch nur in nennenswertem Maße während der Zeit :ein, wo frische Verbrennungsrückstände der Hauptverbrennung in die Nachverbrennung eingeführt wurden. Da dieseverhältn ,smäßig schnell abkühlten, arbeitete die Hauptverbrennung zeitweise mit vorgewärmter und zeitweise mit verhältnismäßig kalter Luft, und es entstand einungleichmäßiger Betrieb der Hauptverbrennung. Insbesondere nach dem zweiten Vorschlag wurde also der Vorteil der vorgewärmten Verbrennungsluft mit Mitteln erkauft, die große Nachteile für den Betrieb der Verbrennungsgase zur Folge hatten, so daß durch diesen Vorschlag in Bezug ,auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebsführung im Grunde genommen nichts gewonnen wurde.
  • Bei anderen bekannten Müllverbrennungsöfen mit mehreren Rosten, auf denen das Müll nacheinander behandelt wurde, hat man auch schon den einzeInen Rosten die Verbrennungsluft gesondert zugeführt. Indessen lag in diesen Öfen der Nachverbrennungsraum, der, damit der Mülltransport von einem Rost zum andern möglich wurde, etwas tiefer als der Hauptrost angeordnet war, neben dem Hauptrost. Die Abgase der Nachverbrennung strömten in einem Teil des Nachverbrennungsraumes dicht über dem auf dem Hauptrost lagernden Müll hinweg. Dadurch wurde die Müllverbrennung auf diesem Teil des Haitiptrostes beeinträchtigt. Die Verhältnisse, unter denen die Verbrennung in den verschiedenen Teilen des Ofens vor sich ging, waren also zum Teil sehr ungünstig, was sich insbesondere nachteilig auf die Vollständigkeit der Verbrennung auswirkte. Auch störten die Abgase der Nachverbrennung ständig die Zugverhältnisse in der Hauptverbrennung; denn im Nachverbrennungsraum änderte sich mit fortschreitender Verbrennung der Rückstände der Widerstand, den die Rückstände dem Durchtritt der Verbrennungsluft entgegensetzten, und damit die Abgasmengen ziemlich erheblich. Diese Schwankungen sowie alle übrigen Nachteile der bekannten Einrichtungen, die die Verbrennungsvorgänge verzögern, werden durch die Erfindung vermieden.
  • Erfindungsgemäß, wird bei Ofen zur Verbrennung von Müll und sonstigen Abfallstoffen mit mehreren, mit gesonderter Windzuführung ausgestatteten Rosten eine Umführungsleitung vorgesehen, mittels der die Verbrennungsgase aus dem unter dem Hauptverbrennungsrost ,angeordneten, gegen diesen durch einen Windkasten abgeschlossenen Nachverbrennungsraum entweder unnvttelbar dem Fuchs oder dem oberen Teil des Hauptver# brennungsraumes zugeführt werden. Die Arbeitsweise des Ofens gestaltet sich demgemäß ungefähr folgendermaßen: Die Verbrennungsrückstände aus der Hauptverbrennung Urerden auf den Rost der Nachv erbrennunggebracht, der, zweckmäßig schräg liegend, eine Wand des bunkerförmigen Nachverbrennungsraumes bildet. Diesem Rost wird von unten Luft in regelbaren Mengen zugeführt, die durch die Verbrennungsrückstände hindurchtritt. Da beim Austrag aus der Hauptverbrennung die Verbrennungsrückstände aufgelockert und gebrochen werden, kann die Luft auch an die brennbaren Bestandteile gelangen, die in der Hauptverbrennung nicht aufgezehrt wurden. Die Abgase der Nachverbrennung werden nun erfindungsgemäß nicht unter den Rost der Hauptverbrennung, sondern erst in den oberen Teil des Feuerraumes oder unmittelbar in den Fuchs des Hauptverbrennungsofens eingeleitet. Die Hauptverbrennung dagegen wird mit z. B. vorgewärmter, gesondert zugeführter Luft betrieben. Die Zuführungen für die Verbrennungsluft zum Hauptrost liegen in der ','#.Tachverbrennungskammer, so daß die durch die Nachverbrennung .erzeugte Wärme zum Teil noch für die Vorwärmung der Verbrennungsluft der Hauptverbrennung ausgenutzt wird, ohne daßjedoch der Hauptverbrennungsvorgang selbst durch die Abgase der Nachverbrennung irgendwie schädlich beeinflußt wird. Die brennbaren Anteile des Mülls werden also sehr schnell und weitgehend im Ofen aufgezehrt. Es ergibt sich demgemäß eine beträchtliche Steigerung der Ofenleistung. --Da es durch die Erfindung gelingt, den Durchsatz der Ofen wesentlich zu steigern, so werden auch die Betriebskosten der Müllverbrennungsanlage entsprechend herabgesetzt.
  • Außerdem entfällt die Gefahr der Verschmutzung des Hauptrostes durch den Staub'-gehalt der Abgase der Nachverbrennung, der bei den bekannten Ofen früher oder später Anlaß zu Betriebsstörungen geben kann.
  • Die Einleitung der Abgase der Nachverbrennung in den FeuerFa-urn oder den Fuchs der Hauptverbrennung hat ferner noch den Vorteil, daß die Temperatur der Abgase der Hauptverbrennung gleichmäßiger wird. Denn unmittelbar nach jeder Beschickung liefert die Nachverbrennung die heißesten Abgase, während dann die Abgase der Hauptverbrennung infolge der Aufgabe frischen Mülls noch verhältnismäßig kalt sind. Im Verlauf der Verbrennung der Charge fallen die Abgase der Nachverbrennung in geringer Menge und unter Umständen mit niedriger Temperatur an. Die Hauptverbrennung liefert jedoch bei unmittelbarer Windzuführung Abgase mit ständig steigender Temperatur. Demgemäß erhalten bei dem Verfahren gemäß der Erfindung Datnpfkesselanlag@en :o. dgl., in denen die Verbrennungsgase ausgenutzt werden, ständig Feuergase von nahezu gleichbleibender Temperatur, was. für den Betrieb (Gleichmäßigkeit der Dampferzeugung) und die Lebensdauer der Dampfkesselanlage bekanntlich erhebliche Vorteile bietet.
  • Die Zeichnung, die eine Ausführungsform des Ofens gemäß der Erfindung im Schnitt wiedergibt, diene zur weiteren Erläuterung.
  • Für das Verfahren gemäß der Erfindung ist ein Ofen mit Düsenrost besonders geeignet. Der Ofen wird z. B. in der Weise beschickt, daß das Müll an den Ofenwänden höher liegt als in der Mitte (Seitenbeschikkung). Unterhalb dieses Ofens, der z. B. mit einer hydraulischen Ausdrüclnnaschine c betrieben werden kann, ist ein Nachverbrennungsraum von .etwa dreieckigem Querschnitt angeordnet, wobei die Spitze des Dreiecks vom Hauptrost a abgekehrt ist. Das Müll verbrennt auf dem Hauptrost a, dem durch den Windkasten b Luft zugeführt wird. Nach der Verbrennung werden die Klappend geöffnet, und die Schlacke wird von der hydraulischen Ausdrückmaschine c ausgedrückt, deren Ausdrückschild eine Wand des Ofenherdes bildet. Darauf wird der Hauptrost frisch beschickt. Die Verbrennungsrückstände gelangen ,also periodisch von dem Hauptverbrennungsrost a auf den schräg liegenden Schlakkenrost e der Nachverbrennung, auf dem sie abwärts gleiten, so daß eine bestimmte Böschung der Verbrennungsrückstände über dem-Roste eintritt. Der Rost ist an seiner Unterseite ummantelt, und -es wird die Verbrennungsluft, die auch vorgewärmt sein kann, in regelbaren Mengen, z. B. durch eine mit Drosseleinrichtung versehene Leitung, bei f dem Raum unter dem Rost zugeführt. Sie tritt durch den Rost in die Verbrennungsrückstände über und wird durch eine Umführungsleitiung aus der Nachverbrennungskammer in den Raum über dem Hauptverbrennungsrost bei h eingeführt, aus dem sie dann mit den Gasen der Hauptverbrennung gemischt in eine Flugstaubkammer o. dgl. abströmt, um in bekannter Weise weiterverwendet zu werden. Die Austragseinrichtung der Nachverbrennung ist an der Unterkante des Nachverbrennungs.-rostes in Form einer Klappe oder eines Schiebers g vorgesehen. Beim öffnen des Schiebers gleiten die ausgebrannten Verbrennungsrückstände auf dem Rost abwärts, um von einem untergeschobenen Wagen o. dgl. FördervorricUtungen aufgenommen und aus der Anlage entfernt zu werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ofen zur Verbrennung von Müll und sonstigen Abfallstoffen mit mehreren, mit gesonderter Windzuführung ausgestatteten Rosten, auf denen das Müll o. dgl. nacheinander behandelt wird, gekennzeichnet durch eine Umführungsleitung, mittels der die Verbrennungsgase aus dem unter dem Hauptverbrennungsraum angeordneten, gegen diesen durch einen Windkasten abgeschlossenen Nachverbrennungsraum entweder unmittelbar dem Fuchs oder dem oberen Teil des Hauptverbrennungsraumes zugeführt werden.
DE1930552173D 1930-06-28 1930-06-28 Ofen zur Verbrennung von Muell und sonstigen Abfallstoffen Expired DE552173C (de)

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DE (1) DE552173C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2458752A1 (fr) * 1979-06-07 1981-01-02 Heurtey Efflutherm Procede d'incineration de dechets et incinerateur permettant la mise en oeuvre de ce procede

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2458752A1 (fr) * 1979-06-07 1981-01-02 Heurtey Efflutherm Procede d'incineration de dechets et incinerateur permettant la mise en oeuvre de ce procede

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