DE525831C - Regenerativkoksofenbatterie mit stehenden Kokskammern - Google Patents

Regenerativkoksofenbatterie mit stehenden Kokskammern

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DE525831C
DE525831C DEK106657D DEK0106657D DE525831C DE 525831 C DE525831 C DE 525831C DE K106657 D DEK106657 D DE K106657D DE K0106657 D DEK0106657 D DE K0106657D DE 525831 C DE525831 C DE 525831C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B3/00Coke ovens with vertical chambers
    • C10B3/02Coke ovens with vertical chambers with heat-exchange devices

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Regenerativkoksofenbatterie mit stehenden Kokskammern Die Erfindung bezieht sich auf Regenerativkoksofenbatterien mit stehenden Kokskammern im allgemeinen, sie soll aber insbesondere bei absatzweise arbeitenden Verbundkoksöfen mit stehenden Kammern Anwendung finden. Bei derartigen Ofen ist es wesentlich, daß die Kammern unten etwas breiter sind als oben, damit der Koks daraus durch seine Schwere entfernt werden kann, wenn der Bodenverschluß geöffnet wird. Im Zusammenhang mit dieser Bauart ist infolge der Breitenunterschiede die Menge der zu verkokenden Kohle im oberen Teil des Ofens klein im Verhältnis zu der Kohlenmenge am Boden.
  • Wenn man über die ganze Höhe des Ofens eine gleichförmige Wärmemenge einwirken ließe, so würde, wie leicht ersichtlich, die Kohle im oberen Teil des Ofens früher verkokt sein als die am Boden. Es ist daher erwünscht, die Ofen gleichförmig quer zur Batterie zu heizen, aber die von unten nach oben einwirkende Hitze im wesentlichen entsprechend der in den verschiedenen Höhenlagen vorhandenen Kohlenmenge zu regeln.
  • Gemäß der Erfindung ist eine Koksofenbatterie mit stehenden Kokskammern, deren Querschnitt über die ganze Höhe wechselt, so eingerichtet, daß die Kammer im wesentlichen dementsprechend geheizt wird, und zwar mit Hilfe ununterbrochener senkrechter Heizzüge, die in aufwärts beflammte Abschnitte geteilt sind, die gemäß dem Querschnitt der entsprechenden von ihnen zu beheizenden Kammerteile mit wechselnden Mengen von Brennstoff gespeist werden. Dazu sind die Brenner an den unteren Enden der oberen und unteren Heizzugabschnitte angeordnet.
  • Im übrigen sind die Heizzüge in an sich bekannter Weise ununterbrochen, da die Abschnitte offene Verbindung miteinander erhalten.
  • In dem angedeuteten bekannten Fall werden die Heizzugabschnitte von oben nach unten beflammt, um über die Kammerhöhe hin eine schnelle, intensive und vor allem gleichmäßige Beheizung der Retorten za erreichen. Dem entspricht in dem bekannten Fall eine intensive Flammenkonzentration in den oberen Heizzugabschnitten, die zu diesem Zweck enger als die unteren Abschnitte sind.
  • Die bekannte Bauart ist für den Zweck, über die Kammerhöhe hin eine abgestufte Erhitzung zu sichern, nicht eingerichtet und würde die Erreichung dieses besonderen Zwecks nicht so sicher, leicht und einfach gewährleisten können wie die neue Ofenkonstruktion. Denn dazu, um eine abgestufte, allmählich nach oben abnehmende Erhitzung zu sichern, ist Aufwärtsbrennen erforderlich. Die neue Bauart hat nicht den Nachteil der bekannten Bauart, daß die Abgase die Kammern in Aufwärtsströmung bestreichen. Während die bekannte Ofenkonstruktion ferner hohe Regeneratoren mit z. T. langen Gaswegen erfordert, ermöglicht die Erfindung die Anordnung der Regeneratoren auf einem Fundament, das von demjenigen der Batterie unabhängig ist. Dadurch ergibt sich eine einfachere und billigere Ausführung der Fundamente, weil die von ihnen zu tragenden Gewichte vermindert werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß jede Ausdehnung der Regeneratoren vollkommen unabhängig von derjenigen des Ofenbauwerks ist und keine Ausdehnungsverbindungen .dazwischen nötig sind.
  • Die Auslässe der Generatoren können dicht an den waagerechten Zügen liegen, die von ihnen gespeist werden. Luft und Gas gehen daher über einen mögichst kurzen Weg, weil die waagerechten Züge im Boden des Ofenmauerwerks liegen müssen, wie gesagt, da ein Aufwärtsbrennen erforderlich ist, um eine abgestufte, allmählich nach oben abnehmende Erhitzung zu sichern. Der kurze Weg der Gase vermindert den Widerstand gegen seine Strömung durch das Ofenmauerwerk.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise in einer Ausführungsform dargestellt. Fig. i ist ein senkrechter Querschnitt durch eine- Kokskammer einer Koksofenbatterie gemäß der Erfindung.
  • Fig. 2 ist ein senkrechter Querschnitt durch eine Heizwand.
  • Fig. 3 ist ein senkrechter Längsschnitt durch einen Teil der Koksofenbatterie nach Fig. i ; einzelne Teile sind abgebrochen.
  • Fig.4 ist ein gebrochener waagerechter Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
  • Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt durch ein Regeneratorpaar nach der Linie V-V in Fig. i. Fig. 6 ist ein waagerechter Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5.
  • Fig.7 zeigt in vergrößertem Maßstab im Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 8 einige der waagerechten Züge und ihre Verbindungen mit den entsprechenden Regeneratoren.
  • Fig. 8 ist ein Schnitt nach dei Linie VIII-VIII in Fig. 7.
  • Fig. 9 ist ein Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 7.
  • Fig. io ist ein Schnitt nach der Linie X-X in Fig. ii und zeigt einen der Verschlüsse und die zugehörigen Einrichtungen; einige Teile sind abgebrochen.
  • Fig. ii ist ein Querschnitt nach der Linie XI-XI in Fig. io.
  • Wie aus Fig. i ersichtlich, enthält die Koksofenbatterie ein Fundament i, Tragsäulen 2, eine Tragwand 3 und ein Hauptofenmauerwerk mit Seitenwänden 4 und 5, das auf der Wand 3 und einem Träger 6 auf den Säulen 2 ruht. Die Seiten der Batterie sind mit Verstärkungsschienen 7 versehen, die durch Zugstangen 8 und Platten 9 zusammengehalten werden.
  • Zwischen den Wänden 4 und 5 erstrecken sich stehende Kokskammern ii in beliebiger gewünschter Anzahl, durch deren eine der Schnitt gelegt ist. In derselben Richtung liegen Heizwände 12, die mit den Kammern ii abwechseln. Ein, Wagen 13 läuft auf Schienen 14 auf der Ofendecke 15 und dient zur Beschickung der verschiedenen Verkokungskammern ii.
  • Am oberen Ende jeder Kammer der Batterie befindet sich ein Gasabzugsrohr 16, das mit einer Hauptsammelleitung 17 verbunden ist. Jede Kammer ist auch mit einer Druckentlastungsöffnung 18 am Boden versehen, die durch eine Rohrleitung i9 mit einer Hauptleitung 2o verbunden ist. Regeneratoren 22, die mit den Heizsystemen der verschiedenen Heizwände 12 zusammenarbeiten, liegen längs der Tragwand 3 und unterhalb des Hauptmauerwerks des Ofens. Die Regeneratoren 22 sind mit Bodenkanälen 23 versehen. Generatorgas oder sonstiges Schwachgas -wird aus einer Gashauptleitung 24 zugeführt, die an jeder Gasauslaßstelle mit geeigneten Regelungsventilen 25 versehen ist. Eine Hauptleitung 26 führt Abgase zum Schornstein. Jede Kammer ii ist mit einer Verschlußvor richtung 27 versehen, deren Einzelheiten weiterhin beschrieben «erden sollen. Ein Wagen 28 nimmt den Koks aus den verschiedenen Ofenkammern auf.
  • In den Fig. 2, 3, 4, 5 und 6 sind gewisse Einzelheiten der Koksofenbatterie dargestellt. Jede der Kammern ii enthält einen verhältnismäßig schmalen Durchgang von gcstrecktem Querschnitt, der sich zwischen benachbarten Heizwänden 12 verengt, derart, daß er unten weiter ist, um die Entfernung des Kokses durch sein Gewicht nach Vollendung des Arbeitsganges zu erleichtern. Jede Kammer ist mit einer mittleren Beschickungsöffnung 30 versehen.
  • Jede Heizwand 12 ist mit senkrechten Heizzügen versehen, die in untere oder Primärabschnitte 33 und obere oder Sekundärabschnitte 34 geteilt sind. Die Abschnitte liegen in ihrer gegenseitigen senkrechten Verlängerung und so dicht aneinander, daß je ein oberer und ein unterer Abschnitt, die in ihrer gegenseitigen Verlängerung liegen, zusammen einen im wesentlichen ununterbrochenen Heizzug bilden. Die oberen oder Sekundärabschnitte sind aus den vorher angegebenen Gründen breiter als die unteren Abschnitte. Die Anzahl der Heizzüge entspricht der waagerechten Länge der Wände 12. In dem Ausführungsbeispiel sind fünf Züge dargestellt. Wie in Fig. 4 gezeigt, hat jeder der Heizzüge im wesentlichen rechteckigen Querschnitt, dessen Endteile bei den Primärabschnitten 33 etwas breiter sind als die dazwischenliegenden Teile. Die dicht nebeneinanderliegenden Enden der oberen und unteren Abschnitte werden durch eindazwischenliegendes waagerechtes Mauerwerk 35 gebildet, durch das hindurch die Primär- und Sekundärabschnitte verbunden sind und durch das hindurch den Sekundärabschnitten Gas und Luft zugeführt wird, wie noch weiterhin beschrieben werden soll.
  • Das Heizzugsystem jeder der Heizwände steht betriebsmäßig durch untere waagerechte Züge 36 und 37 mit zwei Regeneratoren 22 in Verbindung, die in üblicher Weise mit Mauerwerk ausgesetzt sind. Wenn man Generatorgas oder ein sonstiges Schwachgas als Brennstoff benutzt, führt einer der waagerechten Züge vorgewärmtes Gas und der andere vorgewärmte Luft sowohl zu den oberen als zu den unteren Abschnitten der verschiedenen Heizzüge jeder Wand, in denen Verbrennung stattfindet.
  • Wie aus Fig.3 ersichtlich, ist jeder der waagerechten Züge 36 und 37 im wesentlichen unmittelbar durch geeignete Öffnungen mit jedem der unteren oder Primärabschnitte 33 der Heizzüge verbunden. Die waagerechten Züge 36 und 37 sind auch mit den oberen Heizzugabschnitten 34 durch Leitungen 38 verbunden, die sich zwischen den unteren Abschnitten und in deren Nähe parallel dazu erstrecken.
  • Abwechselnde Leitungen 38 sind mit dem waagerechten Zug 36 und die anderen Leitungen 38 mit dem waagerechten Zug 37 verbunden. Wie in Fig. 2 dargestellt, haben die Leitungen 38, mit Ausnahme der an den Enden befindlichen, Abzweigungen 39, die mit zweien der oberen Heizzugabschnitte 34 verbunden sind und in dem waagerechten Mauerwerk 35 liegen. Vermöge dieser Anordnung wird jedem der oberen Zugabschnitte vorgewärmter Brennstoff und vorgewärmte Luft mittels einer möglichst geringen Zahl von Leitungen 38 zugeführt.
  • Jede der Öffnungen, die aus den waagerechten Zügen 36 und 37 zu den unteren Zugabschnitten 33 und zu den Leitungen 38 führen, wird durch einen feuerfesten Schieber 41 geregelt, der in einer Vertiefung 42 unmittelbar oberhalb des entsprechenden waagerechten Zuges liegt. Einige dieser Schieber sind in Fig. 3 und 8 dargestellt. Die Stellungen dieser Schieber 41 können durch Öffnungen 43 in der Seitenwand 5 geregelt werden, die gewöhnlich durch abnehmbare Verschlußsteine 4q. geschlossen sind. Die Stellungen der Schieber 41 regeln die Verteilung von Gas und Luft auf die verschiedenen Züge innerhalb jeder Heizwand.
  • Wenn man Koksofengas oder Starkgas als Brennstoff benutzt, so wird es ohne Vorwärmung jeder Reihe von Zugabschnitten durch Gasleitungen 45 bekannter Bauart zugeführt, die je mit den unteren Teilen jedes der Zugabschnitte verbunden sind. Die Gasleitungen zur Speisung der oberen Zugabschnitte erstrecken sich durch das waagerechte Mauerwerk 35. Die Gasleitungen 45 zur Speisung der unteren Zugabschnitte sind unterhalb der Böden der Heizwände aufgehängt und durch senkrechte Rohre 46 mit den Bodenteilen der entsprechenden Zugabschnitte verbunden. Letztere Einrichtung ist in Fig. 3 deutlich dargestellt.
  • Die Verbrennungsprodukte aus den unterer. Zugabschnitten 33 gehen durch Kanäle 48 in dem waagerechten Mauerwerk in die Sekundärabschnitte 34. Die vereinigten Verbrennungsprodukte der unteren und oberen Zugabschnitte jeder Wand gehen nach oben in einen oberen waagerechten Kanal 49. Die zu diesen führenden Öffnungen werden durch Schiebersteine 5o geregelt, die in einer Vertiefung 51 im unteren Teil des Kanals 49 liegen. Die Schiebersteine 50 regeln auch mittelbar die Verteilung der Hitze, da sie die Strömung der Verbrennungsprodukte regeln. Die Stellungen der Schiebersteine 50 können durch Schauöffnungen 52 in der Decke der Batterie geregelt werden. Die oberen waagerechten Kanäle 49 zusammenarbeitend.-r Heizwände r2 sind durch zwei Querkanäle 53 verbunden, die über die Decke der dazwischenliegenden Kammer zz hinweggehen. Die Heizzugsysteme der Heizwände sind daher paarweise verbunden. Die Querkanäle 53 liegen auf entgegengesetzten Seiten der Beschickungsöffnung 30.
  • In den Fig. z, 5, 6 und 8 sind gewisse bauliche Einzelheiten der Regeneratoren 22 und deren Verbindungen mit den entsprechenden waagerechten Kanälen 36 und 37 erläutert. Die Regeneratoren a2 sind paarweise angeordnet, mit Ausnahme der an den Enden liegenden Regeneratoren, die eine einzige Einheit bilden, insofern als sie einen einzigen waagerechten Kanal speisen. Jeder der Regeneratoren 22 ist an seinem oberen Ende mit einer Leitung 55 versehen, die mit dem entsprechenden waagerechten Zug durch ein gebogenes Metallrohr oder ein Knie 56 verbunden ist, das mit feuerfestem Stoff ausgekleidet ist und zwei Kanäle 57 für ein Paar Regeneratoren enthält. Die Kanäle durch das Rohr 56 sind mit Kanälen 58 verbunden, die sich durch die Wand 3 erstrecken und mit den Enden der entsprechenden waagerechten Züge 36 und 37 verbunden sind. Das Rohr 56 ist mit Flanschen 59 versehen, die die Verstärkungsschienen 7 übergreifen und mit diesen in beliebiger Weise, z. B. durch Nieten oder Schweißen, verbunden sind. Die Zwischenräume zwischen den Verstärkungsschienen 7, mit denen das Rohr 56 verbunden ist, sind mit geeignetem feuerfestem Stoff ausgefüllt, wobei man anfänglich Kerne einsetzt, um die Durchlaßkanäle zu schaffen.
  • Aus Fig. 8 ist ersichtlich, daß die Regeneratorpa.are nicht mit entsprechenden Paaren waagerechter Züge 36 und 37 verbunden sind, sondern mit Zügen anderer Heizwände. Diese Anordnung ist getroffen, damit beide Teile jedes Regeneratorpaares gleichzeitig entweder von Gas, von Luft oder von Abgasen durchströmt werden. Mit anderen Worten befindet sich jeder Teil eines Regeneratorpaares unter vollkommen ähnlichen Betriebsbedingungen.
  • In den Fig. 1o und 11 sind die Einzelheiten der Verschlußvorrichtung 27 für eine der Kammern in vergrößertem Maßstabe dargestellt. Unterhalb jeder Kammer 11 und um deren Bodenöffnung herum sind mit Flanschen versehene hohle Gußstücke 6o angeordnet, die in den Betonträger 6 auf den oberen Enden der Säulen 2 und in die Tragwand 3 hineinreichen und von diesen getragen werden. Die Gußstücke 6o bilden Tragrahmen für den Boden des Ofenmauerwerkes. Die Verbindungen zwischen den Seitenflanschen benachbarter Tragrahmen 6o werden beispielsweise mittels Pech und Asbestschnur gedichtet, wodurch die ganze Bodenfläche des Mauerwerkes abgedeckt und ein Entweichen von Gas durch die Verbindungsstellen verhindert wird.
  • Außer der Verankerung in der Wand 3 und dem Träger 6 sind Zugstangen 61 vorgesehen, die sich unterhalb der Batterie erstrecken und zum Tragen und Festhalten der Rahmen 6o in ihrer Stellung dienen. Ferner sind Gußstücke 62 je in der Tragwand 3 und dem Betonträger 6 verankert und mit Augbolzen 63 versehen, die mit ihnen gelenkig verbunden sind.
  • Die Verschlußvorrichtung enthält einen verlängerten Rahmen 64 in Trogform, der an seinen Ecken mit nach außen gerichteten Ansätzen 65 versehen ist, die mit den Augbolzen 63 verbunden werden, von denen der Rahmen getragen wird. Der Rahmen 64 hat parallele und ununterbrochene äußere und innere Wände 66 und 67, die auf der in Fig. 11 links liegenden Seite des Rahmens 64 einen verhältnismäßig tiefen Trog bilden, während auf der entgegengesetzten Seite am Ende des Rahmens 64 ein verhältnismäßig flacher Trog liegt. Der mittlere Teil des Rahmens 64 ist offen.
  • F_in langer Schieber 68, dessen äußere Fläche einen Teil eines Zvlinders bildet und der segmentförmige Endteile 69 hat, ist an den Enden des Rahmens 64 mit Hilfe von Tragzapfen 7o und 71 gelagert, an denen der Schieber 68 starr befestigt ist. Der Zapfen 71, der die Form einer kurzen Welle hat, ist mit einer Welle 72 verbunden, von der nur ein Teil dargestellt ist und die mit irgendeiner geeigneten, nicht dargestellten Kraftquelle zur Bewegung des Schiebers 68 verbunden sein kann.
  • Die gesamte Verschlußvorrichtung 27, die aus dem Rahmen 64 und den zugehörigen Teilen besteht, kann als Ganzes entfernt werden, indem man zunächst den Rahmen 64 unterstützt, während die Muttern 73 von den Augbolzen 63 entfernt werden. Die Augbolzen schwingen dann in senkrechte Stellungen und ermöglichen die Abnahme der gesamten Verschlußvorrichtung. Diese kann in umgekehrter Reihenfolge der einzelnen Arbeitsvorgänge wieder angebracht werden.
  • Der von den inneren und äußeren Wänden des Rahmens 64 gebildete Trog ermöglicht es, den Schieber 68 aus der dargestellten Verschlußstellung nach links zu drehen. Der tiefe Trog nimmt die eine Seite des Schiebers auf, und der flache Teil des Troges nimmt die entgegengesetzte Seite des Schiebers auf, wenn sich dieser in der dargestellten Verschlußstellung befindet.
  • Der Trog wird mit Ammoniakflüssigkeit gefüllt, die durch Sprühvorrichtungen 74 zugeführt wird, um allen Teer zu entfernen, der von der Kammer 11 auf die äußere Seite des Schiebers 68 fließen könnte. Zum etwa erforderlichen Abziehen des Inhaltes des Troges sind geeignete Entleerungsvorrichtungen 75 vorgesehen. Eine gasdichte Verbindung zwischen der Kammer 11 und dem durch die Ammoniakflüssigkeit hergestellten Flüssigkeitsverschluß wird durch ein Gehäuse 76 gesichert, das im wesentlichen rechteckige Form hat und sich bis unterhalb der Oberfläche der Ammoniakflüssigkeit erstreckt. Das Gehäuse ist mit einer Ringplatte 77 verbunden, deren Enden entsprechend dem Schieber 68 nach oben gebogen sind. Beide Teile sind an dem Rahmen 6o befestigt.
  • Die untere Seite des hohlen Teiles des Rahmens 6o, der die Kammer z1 umgibt, wird durch die Teile 76 und 77 verschlossen, so daß eine ringförmige Kammer 78 oder ein Wassermantel gebildet wird, der mit Hilfe von Zuflußrohren 79 mit Kühlwasser gespeist wird. Außerdem sind Abflußrohre 8o vorgesehen.
  • Die Tragrahmen oder Gußstücke 6o haben genügende mechanische Festigkeit, um das Mauerwerk des Ofens zwischen dem Betonträger 6 und der Tragwand 3 zu tragen. Diese Anordnung macht es unnötig, Träger oder ein sonstiges Zwischenrahmenwerk vorzusehen, wie man es bisher verwendet hat. Außerdem liegt am Boden des Ofens kein Mauerwerk frei, und ein Entweichen von Gas durch das Mauerwerk wird durch die oberen Flächen der Tragrahmen 6o und die im wesentlichen gasdichten Verbindungen zwischen diesen wirksam verhindert.
  • Eine Ausdehnung des tragenden Mauerwerkes wird im wesentlichen durch das Kühlsystem verhindert, das aus den mit Wasser gefüllten Kammern 78 gebildet wird, die die Bodenöffnung jeder Kammer umgeben und die Wirkung haben, die tragenden Gußstücke und den unteren Teil des Mauerwerkes auf verhältnismäßig niedriger Temperatur zu halten. Die Schicht von Koksklein im unteren Teil jeder Kokskammer hat ebenfalls die Wirkung, die Verschlußvorrichtung und das untere, Mauerwerk von der darüber befindlichen heißen Beschickung zu isolieren, und wirkt daher bei der Aufrechterhaltung von verhältnismäßig niedrigen Temperaturen unterhalb der Batterie mit. Außerdem können. zwischen den Rahmen 6o und ihren Trägern Ausdehungsverbindungen vorgesehen sein, durch die jede Ausdehnung der Rahmen ausgeglichen wird. Infolgedessen besteht keine Gefahr, daß die tragenden Teile während des Betriebes der Batterie durch Ausdehnung beschädigt werden.
  • Es sei angenommen, daß die Batterie auf Betriebstemperatur gebracht worden ist und daß man mit der Verkokung beginnen will.. Die Beschickung soll in Verbindung mit einer der Kammern ii beschrieben werden. Bei den übrigen Kammern wird in der gleichen Weise gearbeitet. Der Schieber 68 des zu beschickenden Ofens befindet sich in geschlossener Stellung gemäß Fig. io und ii. Ans dem Wagen 13 wird dann eine genügende eienge von Koksklein durch die Beschickungsöffnung 30 des zu beschickenden Ofens eingeführt, um den Bodenteil des Ofens bis zu einer Höhe zu füllen, die im wesentlichen den Böden der Heizzugabschnitte 33 entspricht. Dieses Koksklein wird angewendet, damit alle zu verkokende Kohle in Berührung mit der Wand ist, auf die die in den Heizzügen entwickelte Hitze wirkt. Darauf wird der Wagen benutzt, um eine genügende Menge von Kohle zur Füllung der Kammer ii bis zur gewünschten Höhe einzubringen, und darauf wird die Beschickungsöffnung geschlossen.
  • Die Ofen werden mit kaltem reinem Generatorgas erhitzt, das in das Heizsystem aus der Hauptleitung 24 durch metallene Regelungsventile 25, die Bodenkanäle 23 gewisser Regeneratoren, dann durch die Regeneratoren -22, Kanäle 57 und 58 in die waagerechten Züge 36 und 37 eintritt. Luft tritt auf einem ähnlichen Wege durch andere Regeneratorpaare 22 in die entsprechenden waagerechten Kanäle 36 und 37 ein. Vorgewärmtes Gas und Luft werden den unteren Teilen gewisser primärer Zugabschnitte 33 zugeführt, um die Heizwände 12 zu erhitzen.
  • Die Verbrennungsprodukte aus den Primärzügen 33 gehen nach oben durch die Kanäle .48 in dem waagerechten Mauerwerk 35 und in den unteren Teil der sekundären Hu-izzug abschnitte 3:1. Vorgewärmtes Generatorgas und vorgewärmte Luft werden auch den unteren Teilen der sekundären Zugabschnitte 3:I durch die Leitungen 38 und die Abzweigungen 39 in dem waagerechten Mauerwerk 35 zugeführt. Diese Anordnung sichert gegen eine Konzentration der Hitze im untercil Teil der sel:tindär@@r Heizzöge 3q., da an diesen Stellen das brennbare Gas durch die Abgase der primären Zugabschnitte verdünnt wird. Es ist erwünscht, daß der Kohle, die im oberen Teil der Kammer verkokt werden soll, weniger Hitze zugeführt wird, weil dort die Kammer verhältnismäßig eng und infolgedessen eine entsprechend geringere Menge zu verkokender Kohle vorhanden ist. Durch diese Anordnung wird es also möglich, die Hitze in Übereinstimmung mit den verhältnismäßigen Kohlenmengen vom unteren bis zum oberen Ende der Kammer zur Einwirkung zu bringen. Mit anderen Worten ist die auf die Kammer ii zur Einwirkung gebrachte Hitze im wesentlichen entsprechend der Form der Kammer abgestuft.
  • Die vereinigten Verbrennungsprodukte der primären und der sekundären Heizzugabschnitte gehen nach oben in den oberen waagerechten Kanal 4.9, der sich längs des oberen Teiles jeder Heizwand erstreckt, und von da durch die Querkanäle 53 in den waagerechten Kanal 49 einer zugehörigen Heizwand. Die hocherhitzten Verbrennungsprodukte gehen dann nach unten durch die sekundären Heizzugabschnitte 3q., die Kanäle 48 und die primären Heizzugabschnitte 33 in die waagerechten Züge 36 und 37, aus denen sie durch das damit verbundene Paar von Regeneratoren in die Abgashauptleitung 26 strömen, die mit dem Schornstein verbunden ist.
  • Die beschriebene Betriebsweise ist typisch für diejenige jedes Paares zur Zusammenarbeit verbundener Heizwände. Die Strömungsrichtung der Gase in den zusammengehörigen Heizwänden wird in willkürlichen Abschnitten umgekehrt, damit die in den Regeneratoren 22 durch die Verbrennungsprodukte aufgespeicherte Hitze zur Vorwärmung von Luft und Gas für den nächsten Betriebsabschnitt ausgenutzt werden kann.
  • Während des Verkokungsvorganges wird Gas entwickelt und ein Flüssigkeitsdruck auf den Boden des Ofens ausgeübt. Infolgedessen wird die Ammoniakflüssigkeit zwischen den Seiten des Schiebers 68 und dein Gehäuse 7F> nach unten gedrückt, im wesentlichen, wie es in Fig. io und ii gezeigt ist, bis der Flüssigkeitsstand in dein. verbleibenden Teil des Troges den vom Gas ausgeübten Flüssigkeitsdruck ausgleicht. Das Gas im Ofen geht durch das Abzugsrohr 16 in die Hauptleitung 17.
  • Wenn die Kohle innerhalb einer Kammer ii vollständig verkokt ist und entfernt werden soll, wird der Schieber 68 an ihrem Boden mittels der Welle 7H nach links (wie in Fig. ii gesehen) verschoben, wobei die tiefen Teile des Troges die Seiten und die Enden des Scbiebers aufnehmen. Der Koks fällt dann durch sein Gewicht durch den offenen Raum zwischen dem tiefen und dem flachen Teil des Troges in den Koksaufnahmekarren 28. Wenn der Koks vollständig entfernt ist, wird der Schieber 68 in seine dargestellte geschlossene Lage zurückgebracht, in der er wieder durch die Ammoniakflüssigkeit gasdicht verschlossen wird. Der Ofen kann dann in der vorher beschriebenen Weise gefüllt werden, zuerst durch Einführung von Koksklen und dann mit der Kohlenbeschickung. Wenn der Koks auf die übliche Koksbühne geschüttet wird, kann das Koksklein ausgesiebt und ein genügender Teil zurückbehalten werden, um die bei der Beschickung der Öfen erforderlichen Mengen zu liefern.
  • Die Erhitzung der Koksofenbatterie ist für den Fall der Benutzung von Generatorgas beschrieben worden, das gekühlt und gereinigt worden ist und durch Metallventile zugeführt wird, wodurch gewährleistet wird, daß das Heizsystem nicht durch Verunreinigungen oder Rückstände verstopft wird, wie es bei unmittelbarer Zuführung von Generatorgas zur Batterie vorkommen kann. Man kann jedoch gewünschtenfalls auch Koksofengas oder anderes Starkgas als Brennstoff benutzen, da die Batterie mit Gaszuleitungen .45 versehen ist, mittels deren Starkgas zu den unteren Teilen jedes der Primärzugabschnitte 33 und der Sekundärabschnitte 34. zugeführt werden kann.
  • Wenn Starkgas benutzt wird, so werden alle Regeneratoren je nach der Zugrichtung entweder von Luft oder von Abgasen durchströmt. Die Strömung der Gase in dem Heizsystem ist im wesentlichen ähnlich der für Generatorgas beschriebenen, Die Verbrennungsprodukte der primären Heizzugabschnitte verdünnen das Brennstoffgas und die Luft, die den sekundären Zugabschnitten zugeführt werden, damit keine Hitzekonzentration in der Nähe des waagerechten Mauerwerkes eintritt. Vermöge dieser Anordnung kann man die Batterie von unten mittels eines Teiles des Gases heizen, das in der Hauptleitung 17 gesammelt wird, oder, wenn man die gesamte Ausbeute für andere Zwecke benutzen will, kann man Generatorgas als Brennstoff verwenden.
  • Die Koksofenbatterie gemäß der Erfindung liefert ein Heizsystem, bei dem die Heizung über die ganze Breite der Batterie gleichförmig ist und vom unteren nach dem oberen Ende der Kammern abnimmt, damit die Heizung im wesentlichen den Kohlenmengen entspricht, die izi den verschiedenen Höhenlagen verkokt werden sollen.
  • Die Anordnung von Ouerverbindungen zur Verbindung der waagerechten Züge verbessert die Verteilung der Gase, indem eine waagerechte Bewegung der letzteren im wesentlichen vermieden wird. Die Verbrennungsprodukte der Reihen von Heizzugabschnitten jeder Heizwand werden vereinigt, ehe sie in die Regeneratoren gelangen, und infolgedessen findet der größtmögliche Wärmeaustausch zwischen den Abgasen und der Luft in den Regeneratoren statt.
  • Die tragenden Teile sind so angeordnet, daß eine Ausdehnung im wesentlichen durch die Kühlvorrichtungen beseitigt wird, mittels deren die Temperaturen dieser Teile verhältnismäßig niedrig gehalten werden. Die tragenden Teile verschließen den unteren Teil des Mauerwerkes in wirksamer Weise, und ein Entweichen von Gas und die daraus folgende Verbiegung von Metallteilen wird vermieden.
  • Die Anordnung von Schauöffnungen in der Decke der Batterie und diejenige der Kanäle durch das waagerechte Mauerwerk zur Verbindung der in ihrer gegenseitigen Verlängerung liegenden oberen und unteren Heizzugabschnitte ermöglicht dem Arbeiter, die Betriebsbedingungen in jeder Höhe der Heizwände zu beobachten.
  • Die Erfindung ist in Verbindung mit absatzweise arbeitenden Ofen mit stehenden Kammern beschrieben worden, es ist aber für den Sachverständigen ersichtlich, daß die Anwendung der Erfindung nicht auf diesen Fall beschränkt ist. Die Erfindung ist nicht auf die beispielsweise dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen beschränkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Regenerativkoksofenbatterie mit stehenden Kokskammern, deren Ouerschnitt von oben nach unten zunimmt und deren Heizwände durchweg in gleicher Richtung durch ununterbrochene senkrechte Heizzüge beheizt werden und durch OOuerwände so in übereinandeiliegende Abschnitte unterteilt sind, daß diese Abschnitte offene Verbindung miteinander erhalten, wobei die oberen und unteren Abschnitte je mit Brennern und Einrichtungen versehen sind, um jeden Brenner mit gesondert regelbaren Luft- und Gasmengen versorgen zu können, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenner an den unteren Enden der oberen und unteren Heizzugabschnitte angeordnet sind, so daß die Heizzüge der jeweils mit Frischgasen beheizten Wand aufwärts beflammt werden.
DEK106657D 1927-01-08 1927-11-10 Regenerativkoksofenbatterie mit stehenden Kokskammern Expired DE525831C (de)

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